15
Psychologie (Fach) / A&O1.2 (Lektion)
A&O1.2
Diese Lektion wurde von laelly28denov erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Maslow´s Theorie der Bedürfnisse Theorie soll die Struktur und Dynamik der Motivation des gesunden Menschen erklären 5 verschiedene Bedürfnisse (Bedürfnishierarchie): Physiologische Bedürfnisse: elementare Bedürfnisse die der Aufrechterhaltung des normalen Organismuskreislaufs dienen → äußern sich als Körperliche Mangelzustände → z.B. Schlaf, Nahrung Sicherheitsbedürfnisse: bedürfnisse der Herstellung und Aufrechterhaltung von Struktur, Ordnung, Recht, Grenzziehung → Sicherheit, Beständigkeit, Überblick, Einsicht, Angstfreiheit, Schutz (äußern sich heute in der regel nur noch in kulturspezifischer Überformung: Sparkonto, Wiederstand gegen Veränderung, etc...) Soziale Bedürfnisse: Bedürfnisse die mit dem Abgeben und Entgegennehmen von Sympathie in Zusammenhang stehen (oft duch gesellschaftliche Normen gesteuert) Bedürfnisse nach Wertschätzung: Verstärkung des Selbstwertgefühls, von innen und außen (Unabhängigkeit, Kompetenz, Status, Beachtung) Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung: Verlangen potentiell gegebene Fähigkeiten und Funktionsmöglichkeiten entfalten zu können 1-4 = Defizitmotive → nicht Erfüllung = Mangelzustand → 5. = Wachstumsmotiv → Befriedigung = Vervollkommnung der menschlichen Persönlichkeit
- Präpotenzannahme: Bedüfnisse = umso stärker, je weiter unten sie stehen & wenn sie nicht befriedigt sind
- hierarchische Aktualisierungsabfolge elementae Bedürfnisse zuerst wirksam & Inhalte höherer Ebene = dann motivationale Bedeutung, wenn vorgeordnete Stufen befriedigt
- Maslow - Stärken & Schwächen des Modells Stärken: Zielvorstellung = Selbstverwirklichung des Menschen → Diskussion in Wirtschaftsunternehmen hierarchische Aktualisierungsabfolge kann erklären, warum früher motivierende Motivatoren die motivierende Funktion verlieren können Schwächen: Schwierigkeit der Operationalisierung = Überprüfbarkeit, weil zentrales Konzept der Selbstverwirklichung = verschwommen Abgrenzung der Ebenen fällt schwer, Präpotenzannahme hat sich nur sehr begrenzt & allenfalls in großer Form bestätigen lassen
- Herzbergs 2-Faktoren-Theorie der Arbeitszufriedenheit - Allgemein Zufriedenheit & unzufriedenheit in der Arbeit werden von je unterschiedlichen Faktoren beeinflusst Unzufriedenheit = NICHT Abwesenheit/ ungenügende Ausprägung von Faktoren die anderenfalls Zufriedenheit bewirken
- Herzbergs - Satisfiers Satisfiers = Kontentfaktoren = unmittelbarern Zusammenhang mit dem Arbeitsinhalt (positive Ausprägung = Zufriedenheit = motivieren zu Leistung = eigentliche Motivatoren) Tätigkeit selbst Möglichkeit etwas zu leisten Möglichkeit sich weiterzuentwickeln Verantwortung bei der Arbeit Aufstiegsmöglichkeiten
- Herzbergs Dissatisfiers Dissatisfiers = Kontextfaktoren = der Arbeitsumgebung zugeordnet (Hygienefaktoren, weil positive Ausprägung = Vorbeugung um unangenehme Situationen zu vermeiden) Gestaltung äußerer Arbeitsbedingungen Beziehung zu Arbeitskollegen Beziehung zu Vorgesetzten Firmenpolitik, Administration Entlohnung & Sozialleistungen Krisensicherheit des Arbeitsplatzes
- Herzbergs Theorie - stärken & schwächen Stärken: Inhalt der Arbeitstätigkeit mi Zentrum des Interesses Schwächen: kann nicht erklären, warum in partialisierten Tätigkeiten mit einförmigen Aufgaben Beschäftigte auch angeben zufrieden zu sein es scheint verschiedene Formen von Zufriedenheit zu geben bei inhaltsleerer Arbeit scheinen Kontextfaktoren zu motivieren gesteht Kooperation in Gruppen nur marginale Bedeutung zu Konzept wurde von Herzberg nicht experimentell untersucht
- Hackman & Oldhams Job-charakteristics Model Hypothesen über motivationsfördernde Bedingungen der Arbeitssituation und deren Auswirkungen auf Erleben und Verhalten der Beschäftigten bestimmte psychologische Erlebniszustände = Grundbedingungen für intrinsische Motivation Ausprägung der psychologischen Erlebniszustände wird durch Tätigkeitscharakteristika bestimmt außerdem wichtig: Personenvariable: Bedürfnis nach persönlicher Entfaltung! bei unterschiedlichen Personen unterschiedlich stark ausgeprägt bei starker Ausprägung und wenn Tätigkeitsmerkmale objektiv erweitert werden, dann werden psychologische Erlebniszustände eher erfahren → positivere Reaktion
- beispiel: Hackman & Oldhans - Job characteristics Aufgabenmerkmale Psychologische Erlebniszustände Auswirkungen der Arbeit Anforderungsvielfalt Ganzheitlichkeit der Aufgabe Bedeutsamkeit der Aufgabe → Erlebte Bedeutsamkeit der eigenen Arbeitstätigkeit → Hohe intrinsiche Motivation Hohe Qualität der Arbeitsleistung Hohe Arbeitszufriedenheit Niedrige Abwesenheit & Fluktuation
- Anzeige
- Hackman & Oldham - stärken & schwächen Stärken: wesentliche Entwicklungsetappe psychologischer Arbeitsanalyseverfahren Schwächen: zu grob, u.a. Fehlende Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Zufriedenheit & Unzufriedenheit
- Deci & Ryan - 3 fundamentale Bedürfnisse 3 fundamentale Bedürfnisse: Kompetenz, Autonomie, soziale Zugehörigkeit (Grundbedürfnisse die bei allen Menschen vorhanden sind, sich aber auf unterschiedlichen Wegen befriedigen lassen
- inrinsische & extrinsische Motivation intrinsiche Motivation: man tut etwas um seiner selbst willen extrinsische Motivation: man tut etwas weil es zu gewünschten Konsequenzen führt (Lob, Geld, etc...)
- autonome Motivation autonome Motivation: es ist wichtig zu berücksichtigen, wie autonom man etwas tut → auch Extrinsisches kann weitgehend autonom sein, nämlich dann, wenn man den Sinn der Handlung akzeptiert (Identifikation), und noch mehr, wenn dies in das eigene Wertesystem gut integriert ist (Integration)
- Korrumpierungseffekt Korrumpierungseffekt: auch hier spielt Autonomie eine wichtige Rolle! → eine externe Belohnung für eigentlich intrinsisch motivierte Tätigkeiten untergräbt die intrinsiche Motivation → ABER nur wenn die Belohnung zugleich als kontrollierend erlebt wird! NICHT wenn sie als angemessen für gute Arbeit empfunden wird!