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Psychologie (Fach) / A&O2.5 (Lektion)
A&O2.5
Diese Lektion wurde von laelly28denov erstellt.
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- Definition - Leistung mi Sinne einer Bewertung der Arbeitsergebnisse, häufig auch als Effektivität bezeichnet, umfasst die Beiträge des Mitarbeiters zur Erreichung der Ziele der Organisation, Leistungsverhalten ist demnach das Mittel um Leistung zu erzielen
- Definition - Produktivität Leistung in Relation zu den Kosten, wird gewöhnlich in globalen Maßen erfasst, gibt an, wie gut eine Arbeitsgruppe / eine ganze Organisation funktioniert
- Definition - Extraproduktives Verhalten Verhalten, das den Zielen der Organisation dient und jeglichen Regeln vollständig entspricht – Idealfall aus Sicht der Organisation Innovatives und spontanes Verhalten, dass die formalen Anforderungen übersteigt und zur Funktionsfähigkeit der Organisation beiträgt:
- Extraproduktives Verhalten auf Verhaltensebene auf Verhaltensebene Kooperation mit Kollegen Handlungen zum Schutze der Organisationalspontane Verbesserungsvorschläge freiwillige Weiterbildung Handlungen die zum positiven Image der Organisation in der Öffentlichkeit beitragen
- Konzepte extraproduktiven Verhaltens und Beispiele Konzepte extraproduktiven Verhaltens + Beispiele Organizational Citizenship Behavior (OCB) Prosoziales Verhalten Eigenverantwortliches Verhalten Contextual Performance Organizational Spontaneity Persönliche Initiative Freiwilliges Arbeitsengagement
- Definition - Organizational Citizenship Behavior (OCB) = freiwilliges Verhalten, das sich positiv auf die Funktionsfähigkeit der Organisation auswirkt und mi Rahmen des formalen Anreizsystems nicht direkt oder explizit berücksichtigt wird = produktives Verhalten, weder aufgrund formaler Rollenvorschriften einklagbar, noch durch erwartete betriebloche Belohnungen motiviert
- Faktoren von Organizational Citizenship Behavior Faktoren (2 von Smith & 3 von Organ) Altruismus Gewissenhaftigkeit arbeitsrelevante Höflichkeit Sportmanship (gelassenes Ertragen von unumgänglichen zwischenmenschlichen Ärgernissen) Bürgertugenden
- Kritik an Organizational Citizenship Behavior Kritik: begriffliche Unklarheit Faktoren korrelieren stark untereinander → Globalfaktor OCB als soziales Dilemma → kurzfristige Opfer der Mitarbeiter = langfistiger Nutzen der Firma
- Definition - prosoziales (organisationales) Verhalten Prosoziales (organisationales) Verhalten (POB) = Verhalten das von einem Organisationsmitglied ausgeführt wird, auf das Wohlergehen von bestimmten Personen einer Gruppe oder der ganzen Organisation zielt und während der Ausübung der beruflichen Rolle auftritt
- Auswirkungen von OCB und POB Indiviuelle Konsequenzen OCB klärt einen eigenständigen, sogar großen Teil der Varianz von Leistungsbeurteilungen auf Führungskräfte nehmen OCB ihrer Mitarbeiter wahr und berücksichtigen sie bei Leistungsbeurteilungen mindestens so viel wie rein produktives Verhalten Kollektive Konsequenzen OCB verbessert die Ergebnisse der Organisation, Quantität und Qualität Einsatz knapper Ressourcen wird reduziert Ressourcen werden für produktive Zwecke frei Produktivität steigert sich effektive Koordination der Aktivitäten Attraktivität der Organisation als Arbeitgeber steigt, gute Mitarbeiter werden angezogen/behalten
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- Definition - kontraproduktives Verhalten = verletzt die legitimen Interessen einer Organisation, wobei es prinzipiell deren Mitglieder oder die Organisation als ganzes schädigen kann
- 3 wesentliche Merkmale kontraproduktiven Verhaltens drei wesentliche Merkmale: absichtliche Handlungen: kaputt machen um Pause zu haben prinzipiell schädigend: betrunken Bagger fahren steht legitimen Interessen der Organisation entgegen: gesund zuhause bleiben
- Kategorien/Beispiele kontraproduktiven Verhaltens Kategorien/Beispiele kontraproduktiven Verhaltens: Diebstahl Beschädigung/Zerstörung Informationsmissbrauch Missbrauch von Arbeitszeit und Ressourcen Vernachlässigung der Sicherheit Absentismus geringe Arbeitsqualität Alkoholmissbrauch Drogenvergehen unangemessenes verbales Verhalten unangemessene physische Handlungen
- Bedingungen kontraproduktiven Verhaltens Bedingungen kontraproduktiven Verhaltens Erlebte Ungerechtigkeit/Frustration → Absentismus, Diebstahl, Aggression, etc... Persönlichkeitsmerkmale → Integrity-Tests → Einstellungsorientierte Verfahren (was denkst du über Diebstahl, etc?) & Eigenschaftsorientierte Verfahren (Selbstbeschreibung, Persönlichkeitstest) → wichtigster Persönlichkeitsfaktor = Gewissenhaftigkeit! Selbstkontrolle → Tendenz Handlungen zu vermeiden, deren längerfristige Nachteile kurzfristige Vorteile übersteigen → = stärkstes Korrelat mit kontraproduktivem Verhalten
- Vermeidung kontraproduktiven Verhaltens Vermeidung kontraproduktiven Verhaltens Individuenbezogene Intervention: Selektionsmaßnahmen, Tranings (Aggression, Soziales Verhalten...) Umfeldbezogene Interventionen: partizipativer Führungsstil, (Verfahrens-)Gerechtigkeit, betriebsvereinbarungen, Erhöhung der Bezahlungsgerechtigkeit
- Definition - distributive Gerechtigkeit Distributive Gerechtigkeit / Verteilungsgerechtigkeit wahrgenommene Fairness von Ergebnissen bzw der Verteilung von Belohnungen z.B. Gehaltverteilung → Verhältnis des eigenen Inputs zum erzielten Output → in Beziehung gesetzt → Vergleich mit anderer Person → wenn Verteilung = ungerecht → Ungleichgewicht reduzieren → Verschlechterung der Qualität und Quantität entsteht häufig bei Fusionen und Übernahmen kann durch andere Gerechtigkeitsformen kompensiert werden
- Definition - prozedurale Gerechtigkeit Prozedurale Gerechtigkeit / Verfahrensgerechtigkeit wahrgenommene Fairness der Prozesse, die zu den Ergebnissen bzw zur Verteilung der Belohnungen führt werden Prozesse als gerecht erlebt, werden Entscheidungen eher akzeptiert → unterbinet kontraproduktives Verhalten Merkmale gerechter Verfahren: Beteiligung, Konsistenz, Unvoreingenommenheit, Genauigkeit, ethische Grundsätze
- Definition - Interaktionale Gerechtigkeit Interaktionale Gerechtigkeit wahrgenommene Fairness der Behandlung des Mitarbeiters durch Vorgesetzte mi Zentrum steht Kommunikation, Respekt & Erklären von Entscheidungen Regeln: Bereitstellung notwendiger Infos, klare Mitteilung bestehender Erwartungen, Beachtung der Rollenvorschrifen, Einhalten der Organisationsstruktur → mehr Vertrauen in Führungskräfte, proorganisationales Verhalten, weniger kontraproduktives Verhalten
- Auswirkungen der drei Formen organisationaler Gerechtigkeit Zusammenhänge zwischen Gerechtigkeitsformen und Leistung und Verhalten der Mitarbeiter Zusammenhänge: Verfahrensgerechtigkeit – Leistung Verteilungsgerechtigkeit – Arbeitszufriedenheit alle drei Gerechtgkeitsformen – bei erlebter Ungerechtigkeit → negatives Verhalten Gerechtigkeit ist eines der wichtigsten Motive menschlichen Handelns Greenberg 1990: 2 Firmen, beide Gehaltskürzungen für 10 Wochen, in einer adäquat erklärt = geringer Anstieg der Diebstahlsrate, in der anderen inadäquat erklärt = extremer Anstieg der Diebstahlsrate