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Grundlagen Controlling (Fach) / Controlling Kapitel 2 (Lektion)
Kapitel 2
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- Was wird vom Controlling gefordert? Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Darstellung von Unternehmensentwicklungen Die Notwendigkeit der Darstellung ergibt sich aus dem Controlling-Verständnis! Controlling als unternehmerische Funktion definiert sich im weiteren durch folgende Aufgabenstellung: Servicefunktion für Leitungsaufgaben Planung, Steuerung und Kontrolle unternehmerischer Entwicklungen mit dem Ziel der Wirkungsintensivierung der Unternehmensführung!
- Was wird vom Controlling gefordert? 2 Koordination der Führungs-Teilsysteme: Zielsystem Planungssystem Kontrollsystem Informationssystem Organisationssystem Personalführungssystem ---> der Unternehmung
- Koordination der Führungsteilsysteme Koordination der Führungsteilsysteme erfolgt durch unterschiedlichste Instrumente: Führungsgrundsätze Organigramme Aufgaben- und Kompetenzverteilung Zielvorgaben Planungsmodelle Kennzahlensysteme Kontrollsysteme u.v.a. Die Planung und Kontrolle des Führungsprozesses erfolgt auf der strukturellen Ebene und der inhaltlichen Ebene
- Unterschiedliche Betrachtungsweisen des Controllings Controlling i.S. von Planung und Kontrolle der unternehmerischen Tätigkeiten umfasst die drei Dimensionen/Ebenen: hierarchisch: Operativ vs. strategisch sachlich: Mittel-Zweck-Beziehung organisatorisch: Wer macht was mit wem
- Aufgabengebiete des Controllings Entsprechend den inhaltlichen Führungsaufgaben lassen sich folgende Aufgaben unterscheiden: - Erfolgscontrolling - Finanzcontrolling - Risikocontrolling
- Erfolgscontrolling Erfolgslage des Unternehmens Wann ist ein Unternehmen erfolgreich? Wie erfolgreich ist ein Unternehmen? Was macht erfolgreiche Unternehmensführung aus? "Die Erfolgslage des Unternehmens konkretisiert sich z. B. in Größen wie Jahresergebnis, ordentliches Jahresergebnis, ordentliches Betriebsergebnis, Segmentergebnissen, Rentabilitäten, Wirtschaftlichkeiten oder Cashflow und in entsprechenden Kalkülen, wie z. B. GuV, Kosten- und Leistungsrechnung, Umsatz-, Kosten- und Betriebsergebnisplanung oder Cashflow-Planung."
- Finanzcontrolling Finanzlage des Unternehmens Wann ist ein Unternehmen zahlungsfähig? Wie lange ist ein Unternehmen liquide? Was macht liquide Unternehmensführung aus? " Die Finanzlage des Unternehmens konkretisiert sich z. B. in Kennzahlen zur Finanzstruktur, vor allem beständebezogene Bilanzkennzahlen, und zur Finanzkraft, wie z. B. Cashflow-Kennzahlen ..."
- Risikocontrolling Risikolage des Unternehmens Die Risikolage eines Unternehmens kann auf verschiedene, sowohl einzelfallspezifische Sachverhalte (Auftrag, Kunde, Produkt, etc.) als auch gesamtunternehmensbezogene Tatbestände (Überschuldungsgefahr, Illiquiditätsgefahr), abstellen: Welche Sachverhalte stellen eine Bedrohung für das Unternehmen dar? Wie stark ist die Bedrohung, die von dem Risiko auf das Unternehmen ausgeht?
- Zeitliche Wirkungsweise des Controllings "Führungsentscheidungen und -prozesse können im Hinblick auf die zeitliche Reichweite und gegenstandsmäßige Bestimmtheit in strategische und operative Aufgaben unterschieden werden, und entsprechend ist bei der Unterstützung der Unternehmensführung durch (das) Controlling zwischen strategischem und operativem Controlling zu unterscheiden."
- Strategisches Controlling Ziel: dauerhafte Existenzsicherung eines Unternehmens unter Berücksichtigung der sich ändernden Umwelt. Einbeziehung der zukünftigen Chancen und Risiken in die strategischen Unternehmensentscheidungen, z. B. Entscheidungen über Produktportfolio, Anlageinvestitionen, Produktionskapazitäten, Produktionsstandorte, etc.
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- Operatives Controlling Ziel: Realisierung der kurz- und mittelfristigen Ziele mit dem Fokus der Sicherung von Gewinn-, Rentabilitäts- und Liquiditätsgrößen. Mittels standardisierter Instrumente, wie Planungs- und Kontrollsysteme, Budgetierungssysteme und Informationssysteme erfolgt die operative Steuerung der verschiedenen Stellgrößen: Aufwand, Ertrag, Kosten, Leistung, Cashflow, Vermögen, etc.
- Instrumente des Controllings - dispositive Einzeltechniken: Analysetechniken Prognosetechniken Planungstechniken Kontrolltechniken - Kalküle des entscheidungsbezogenen Rechnungswesens: Führungsunterstützende Instrumente zur systematischen Lenkung von Erfolg, Finanzen und Risiken Hierzu gehören Kalküle des - Erfolgscontrolling - Finazcontrolling - Risikocontrolling
- Instrumente des Controllings - Operative Analysetechniken ABC-Analyse Wertanalyse Kosten-Nutzen-Analyse Break-Even-Analyse Gemeinkostenanalyse Kennzahlen und Kennzahlensysteme ...
- Instrumente des Controllings - Strategische Analysetechniken Stärken-Schwächen-Analyse Lebenszyklus-Analyse Portfolio-Analyse Gap-Analyse Szenario-Technik ...
- Instrumente des Controllings - Prognose- und Planungstechniken Qualitative Prognoseverfahren, wie z. B. Delphi-Methode Quantitative Prognoseverfahren, wie z. B. Zeitreihenverfahren, kausale Prognoseverfahren, Simulationsmodelle, OR-Prognosemodelle EDV-gestützte Planungs- und Simulationssysteme Budgetierungstechniken Netzplantechnik Entscheidungsbaumverfahren ...
- Instrumente des Controllings - Kontrolltechniken mitlaufende und nachträgliche Kontrolle Eigen- und Fremdkontrolle direkte und indirekte Kontrolle interne und externe Kontrolle Vollkontrolle oder Stichprobenkontrolle ...
- Schneller Überblick über wesentliche wirtschaftliche Sachverhalte Basis: Kennzahlen bauen auf den kaufmännischen Basissystemen der Leistungsrechnung prozessnahen Systemen (wie etwa Betriebsdatenerfassungssystemen) fallweise erfassten Daten (eher als Ausnahme) Definition: Kennzahlen sind quantitative Daten, die als bewusste Verdichtung der komplexen Realität über zahlenmäßig erfassbare betriebswirtschaftliche Sachverhalte informieren sollen. Zweck: Kennzahlen dienen dazu, schnell und prägnant über ein ökonomisches Aufgabenfeld zu berichten, für das prinzipiell eine Vielzahl relevanter Einzelinformationen vorliegt, deren Auswertung jedoch für bestimmte Informationsbedarfe zu zeitintensiv und aufwändig ist. ---> Kennzahlen können vorwärtsorientiert zur kompakten Definition von Zielen eingesetzt werden ---> Vorgabe- und Kontrollfunktion