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Controlling für Einsteiger - IHK (Fach) / 4. Kostenrechnung (Lektion)
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- 01. Was sind Kostenträger? Kostenträger sind die betrieblichen Leistungen, die den Güter- und Leistungsverzehr ausgelöst haben und denen die Kosten nach dem Verursacherprinzip zugerechnet werden.
- 02. was ist die Aufgabe der Kostenträgerrechnung? Die Aufgabe der Kostenträgerrechnung besteht darin, die Herstell- und Selbstkosten der Kostenträger zu ermitteln.
- 03. Wonach/wie lassen sich Kostenträger einteilen? Kostenträger: Güter und Dienstleistungen a. Absatzleistungen (Außenaufträge) 1. auftragsbestimmt (Kundenauftrag) 2. lagerbestimmt (Lagerauftrag) b. innerbetriebliche Leistung (Innenaufträge) 1. aktivierbar (Anlagenauftrag) 2. nicht aktivierbar (Gemeinkosten)
- 04. Welche Kosten unterscheidet die Kostenträgerrechnung? Materialkosten + Materialgemeinkosten + Fertigungseinzelkosten + Fertigungsgemeinkosten _________________________ = Herstellkosten + Verwaltungsgemeinkosten + Vertriebsgemeinkosten _________________________ = Selbstkosten
- 05. Welche weitere Differenzierung kennt die Kostenträgerrechnung? a. Kostenträgerstückrechnung - Ermittlung stückbezogener Herstell und Selbstkosten b. Kostenträgerzeitrechnung - Ermittlung des in einer Periode erzielten wirtschaftlichen Ergebnisses
- 06. Was sind die Ziele der Kostenträgerstückrechnung? - Informationen für preispolitische Entscheidungen liefern (Kalkulation) - Bewertung von Beständen an Halb- und Fertigprodukten sowie an selbst erstellten Anlagen in der Handels- und Steuerbilanz - Ermittlung von Verrechnungspreisen für Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Bereichen - Informationen liefern für beschaffungspolitische Entscheidungen (make or buy) - Ermittlung des optimalen Produktionsprogrammes
- 07. Was ist das Ziel der Kostenträgerzeitrechnung? Durchführung einer Erfolgsrechnung zur Ermittlung des Betriebsergebnisses
- 08. Welche Kalkulationsverfahren kennt die Kostenträgerstückrechnung? 1. Divisionskalkulationen (bei nur einem Produkt) 2. Zuschlagskalkulationen (in der Praxis das verbreiteste Verfahren) 3. Kuppelkalkulationen (Exot)
- 09. Was ist unter Divisionskalkulationen zu verstehen? Die Gesamtkosten des Betriebes oder einzelner Bereiche werden, ohne Differenzierung in Einzel- oder Gemeinkosten, durch die hergestellte oder abgesetzte Stückzahl dividiert. a. Divisionskalkulation im engeren Sinne b. Äquivalenzziffernkalkulation
- 10. Was ist unter Zuschlagskalkulationen zu verstehen? Differenzierung zwischen direkt zugeschlagenen Einzelkosten und Gemeinkosten, die auf Basis von Kalkulationssätzen auf die Kostenträger verrechnet werden. a. summarische Zuschlagskalkulation b. differenzierende Zuschlagskalkulation
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- 11. Was ist unter Kuppelkalkulation zu verstehen? Bei Produktionsprozessen, bei denen aus natürlichen oder technischen Gründen zwangsweise mehrere Produkte anfallen, versagt das Verursachungsprinzip. Mit Hilfe des Tragfähigkeits- oder Durchschnittsprinzips wird eine Näherungslösung angestrebt. a. Restwertmethode b. Verteilungsmethode
- 12. Welches Kalkulationsverfahren für welches Fertigungsverfahren? Massenfertigung > ein- und mehrstufige Divisionskalkulation Sortenfertigung > ein- und mehrstufige Äquivalenzziffernkalkulation Einzelfertigung > Zuschlagskalkulation Serienfertigung > Zuschlagskalkulation Kuppelfertigung > Kuppelkalkulation
- 13. Was sind Kennzeichen der Zuschlagskalkulation? - Einsatz bei Serien- und Einzelfertigung - Trennung von Einzel- und Gemeinkosten - Einzelkosten werden direkt und verursachungsgerecht zugerechnet - Gemeinkosten werden mit Hilfe von Kalkulationssätzen "zugeschlagen"
- 14. Was ist die summarische Zuschlagskalkulation? Die gesamten Gemeinkosten eines Unternehmens werden undifferenziert mit HIlfe eines einzigen Zuschlagssatzes, z.B. auf die Einzelmaterialkosten, die Einzellohnkosten oder die gesamten Einzelkosten des Unternehmens verrechnet. Eingesetzt wird diese Kalkulation nur ein einfach strukturierten Kleinbetrieben. Vorteil: sinfache und schnelle Kalkulation, eine Kostenstellenrechnung ist dabei nicht erforderlich. Nachteil: sehr große Ungenauigkeit, da ein Großteil der Gemeinkosten i.d.R. keine kausale Beziehung zur Bezugsgröße hat.