Medizin (Fach) / Dermatologie (Lektion)

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Dermatologie

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  • Phlegmone eitrige Entzündung, die sich im interstitiellen Bindegewebe von Geweben und Organen ausbreitet.
  • Erysipel Streptokokkeninfektion der Haut und Subkutis. Es besteht eine sich rasch ausbreitende, scharf abgegrenzte Hautrötung. Die Erkrankung verläuft meist hochfebril mit schwerem Krankheitsgefühl.
  • Abszess eitrige Gewebseinschmelzung, die durch einen Granulationswall abgekapselt ist, meist ausgelöst durch eine Infektion mit Staphylokokken. Beispiele sind z. B. der Spritzenabszess in der Glutaealmuskulatur oder ein perianaler Abszess. Die adäquate Therapie besteht in der Inzision und offenen Nachbehandlung, evtl. mit Drainageneinlage. Eine Antibiotikatherapie ist bei einem lokal begrenzten Prozess in der Regel nicht notwendig.
  • Furunkel Entzündung von Haarbalg und Talgdrüse. Erreger sind meist Staphylokkokken. Vorkommen v. a. bei Diabetikern im Bereich von Kopf, Axilla und Rücken. Die Therapie besteht in der Inzision und lokal desinfizierender Wundbehandlung.  Ausnahme ist hier das Furunkel im Bereich des Gesichtes, das primär antibiotisch behandelt wird.
  • Empyem Eiteransammlung in einer präformierten Höhle; es kann durch eine lymphogene oder haematogene Fortleitung von Keimen oder durch direkte Infektion entstehen. Auslöser sind meist Staphylokokken. Betroffene Organe können Gelenke, Pleura, Gallenblase oder Nierenbecken sein. Die Therapie besteht in Spülung, Drainage, Antibiotikagabeund evtl. Organentfernung (Cholezystektomie).
  • Kragenknopfpanaritium Intra- und subkutane Eiterbildung am Finger.  Diese stehen über einen kleinen Gang miteinander in Verbindung. 
  • Paronychie Eine intrakutane Entzündung des Nagelwalles.
  • Erythema toxicum neonatorum flekige Rötung oder urtikarielles Exanthem eines Neugeborenen durch Eintrocknen der oberen Hautschichten. Keine besondere Bedeutung und Behandlung.
  • Exanthema exsudativum multiforme eine akute Hautreaktion, bei der in symmetrischer Art scheibenförmige, kokardenartige Effloreszenzen auftreten. Die Schleimhäute können bei schweren Fällen mit betroffen sein (Stevens-Johnson-Syndrom). Man vermutet eine „allergische“ Reaktion auf Antigene von Mikroorganismen oder auf Medikamente. Herpes simplex und die Streptokokkenangina sind die häufigsten Auslöser. An auslösenden Medikamenten sind Penicillin, Sulfonamide, Barbiturate, Antikonvulsiva u. a. bekannt.
  • Erythema anulare gehört zu den Hauptkriterien des rheumatischen Fiebers neben Karditis, Polyarthritis, Noduli rheumatici und Chorea minor. Man sieht blassrötliche, oft ringförmige, schmale Erythemstreifen besonders am Rumpf. Da sie sehr flüchtig sind, muss die Haut mehrfach genau untersucht werden.
  • Scharlachexanthem beginnt mit hohem Fieber (40° C). Nach 12-48 Stunden kommt es zu dem charakteristischen kleinfleckigen, höchstens stecknadelkopfgroßen, intensiv geröteten Exanthem, das beim Berühren einen sandpapierartigen Eindruck hinterlässt. Zusätzlich fällt die „Himbeer“ - oder „Erdbeer“-Zunge auf (deutlich gerötete Zunge mit verdickten Papillen). Im Gesicht imponiert das blasse Munddreieck.
  • Trichorrhexis nodosa erhöhte Brüchigkeit mit pinselartigen Aufsplitterungen der Haare durch zu häufiges Waschen und Bürsten, die z.Bsp. im Rahmen einer Argininberbsteinsäurekrankheit auftritt.