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Stoffwechsel (Fach) / Nahrungsstoffe und Begriffe (Lektion)

Heilpraktikerausbildung

Diese Lektion wurde von sunshine190866 erstellt.

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  • " Stoffwechsel " - Metabolismus 1) Metabolismus - steht für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus, sowie die Abgabe von Stoffwechselendprodukten an die Umgebung
  • " Stoffwechsel " - Anabolismus 1) Anabolismus - Aufbau körpereigener Bestandteile unter Energieverbrauch -> Aufbaustoffwechsel
  • " Stoffwechsel " - Katabolismus 1) Katabolismus: - Abbau von Substanzen im menschlichen Stoffwechsel zur Energiegewinnung -> Entstehung von Wasser, Kohlendioxyd, Harnstoff, Harnsäure und anderen Stoffwechselendprodukten
  • " Stoffwechsel " - Dissimilation 1) Dissimilation: - die von einem Organismus angelegten Energiespeicher ( z.B. Fette oder die Kohlenhydrate Stärke oder Glykogen ) werden abgebaut -> Energie wird freigesetzt, diese ist als ATP und / oder Wärme nutzbar -> Dissimilation sind Reaktionen des katabolischen Stoffwechsels
  • " Stoffwechsel " - Assimilation 1) Assimilation: - schrittweise Stoffumwandlung körperfremder in körpereigene Stoffe
  • " Stoffwechsel " - Grundumsatz 1) Energie, die der Körper morgens in Ruhe, nüchtern und bei indifferenter Raumtemperatur zur Aufrechterhaltung benötigt
  • " Stoffwechsel " - Energiehaushalt 1) ist abhängig von körperlicher und geistiger Arbeit, Umgebungstemperatur, Muskeltonus, Alter, geschlecht, Körpergröße -> ein mensch mit normaler belastung benötigt ca. 2500 kcal tgl., die mit der nahrung zugeführt werden müssen -> Zusammensetzung der Nahrung idealerweise: 50 - 60 % Kohlenhydrate, 30 % Fette, 10 - 15 % Eiweiße
  • " Stoffwechsel " - Brennwert 1) kalorischer Energiehaushalt der Nahrung -> 1 kcal ( Kilokaorie ) -> Energie, die benötigt wird um 1 Liter Wasser von 14 Grad Celsius auf 15 Grad Celsius zu erwärmen
  • " Stoffwechsel " - Nahrungsstoffe 1) Kohlenhydrate 2) Fette 3) Eiweiße 4) sog. akzessorische Vitalstoffe ( Schutzstoffe ) -> Mineralstoffe und Spurenelemente: Natrium, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Jod, Kupfer, Phosphor, Mangan, Zink -> Vitamine: fettlöslich = Vitamine A,D,E,K                    wasserlöslich = Vitamine der B - Reihe,C,Folsdäure,Biotin -> Wasser ( 50 - 60 % des Körpergewichts; kommt im Körper extra - und intrazellulär vor )
  • " Stoffwechsel " - Energieverbrauch des Menschen 1) ist abhängig von: - körperlicher und geistiger Arbeit - Umgebungstemperatur - Muskeltonus - Geschlecht - Alter - Körpergröße
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  • " Kohenhydrate " - Allgemeines 1) Zusammensetzung: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff 2) Verbindung aus Wassermolekülen und Kohlenstoffatomen im Verhältnis 6:6 3) sind Hydrate ( Wasserverbindungen )
  • " Kohenhydrate " - Einteilung 1) Monosaccharide: -> bestehen aus einem Zuckermolekül -> wichtigster Vertreter = Glucose = Hauptenergieträger des menschlichen Organismus -> weitere Vertreter: Fructose, Galaktose 2) Disaccharide: -> bestehen aus zwei verknüpften Einfachzuckern = Zweifachzucker -> Vertreter: Saccharide ( Fructose + Glukose ). Lactose ( Fructose + Galaktose ) 3) Polysaccharide: -> besteht aus mehreren miteinander verknüpften Einfachzuckern = Mehrfachzucker -> es können Riesenmoleküle entstehen - beispiel: Glykogen, Stärke
  • " Kohenhydrate " - Hauptaufgabe 1) kurzfristige Energielieferung 2) Cave!! - die Umwandlung von Kohelnhydraten in Fett ist möglich, wenn mehr Kohlenhydrate zugeführt werden als verbraucht und gespeichert werden können
  • " Kohenhydrate " - Abbau und Resorption der Kohlenhydrate / Kohlenhydratverdauung 1) im Mund durch Speichel: -> alpha - Amylase oder Ptyalin ( ein Enzym des Speichels ) spaltet Polysaccharide zu Oligosacchariden ( Vielfachzuckern ) und Disacchariden ( Zweifachzucker ) auf. 2) Duodenum: -> alkalischer Pankreassaft, der alpha - Amylase enthält, spaltet die Zucker weiter auf 3) Duodenum, Jejunum, Ileum: -> im Bürstensaum des Dünndarms -> Disaccharide zu Monosacchariden ( Glucose, Fructose, Galaktose ) -> resorptionsfähig machen
  • " Kohenhydrate " - Abbau und Resorption der Kohlenhydrate / Resorption der Kohlenhydrate 1) Monosaccharide werden durch die Dünndarmwand aufgenommen und mit dem Blut über die Pfortader zur Leber transportiert
  • Kohenhydrate " - Abbau und Resorption der Kohlenhydrate / Abbau der Kohlenhydrate 1) in der Leber erfolgt die Umwandlung aller Einfachzucker in Glucose 2) weiterer Abbau erfolgt über: Glykolyse -> Zitratzyklus -> Atmungskette
  • Kohenhydrate " - Abbau und Resorption der Kohlenhydrate / Speicherung der Kohlenhydrate 1) in Leber und Muskulatur kann Glucose, die z.Zt. nicht zur Energiegewinnung gebraucht wird in Form von Glykogen gespeichert werden
  • " Kohenhydrate " - Tabelle 1) Ort: Mundhöhle     Enzym: Alpha - Amylase     Ausgangspunkt: Polysaccharide     Spaltprodukte: Oligosaccharide, Disaccharide 2) Ort: Duodenum     Enzym: im Pankreassaft enthaltene Alpha - Amylase     Ausgangsprodukt: Oligosaccharide     Spaltprodukte: Disdaccharide 3) Dünndarm:     Enzym: Disaccharidasen     Ausgangspunkt: Disaccharide     Spaltprodukte: Monosaccharide ( Glucose, Fruktose, Galaktose )
  • " Kohlenhydratstoffwechsel der Leber " - Glykogenese 1) aus der Pfortader aufgenommene Glucose wird - stimuliert durch das Hormon Insulin - in der Leber zu Glykogen umgebaut und dort gespeichert
  • " Kohlenhydratstoffwechsel der Leber " - Glykogenolyse 1) angeregt v.a. durch Adrenalin ( Stress ) und Glukagon ( Antagonist des Insulins ) wird das in der Leber gespeicherte Gykogen zu Glucose zurückgewandelt und ins Blut abgegeben
  • " Kohlenhydratstoffwechsel der Leber " - Glykkoneogenese 1) Aufbau von Glucose aus Nichtzuckern, wie Kohlenhydratvorstufen, Eiweißen und Fetten ( Aminosäuren, Glycerin ) 2) auch Milchsäure, die bei anaerober Verstoffwechselung von Glucose anfällt, wird in der Leber in Glucose umgewandelt 3) Vorkommen: -> Leber, Nieren 4) Aufgabe: -> Anhebung des Blutzuckerspiegels in Mangelzeiten ( Fasten, hoher Bedarf ) -> Stimulation durch Adrenalin, Glukagon und Cortison -> Hemmung durch Insulin
  • " Fette ( Lipide ) " - Allgemeines 1) Eigenschaften: -> wasserunlöslich, Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln -> wesentlicher Bestandteil: Fettsäuren
  • " Fette ( Lipide ) " - Hauptaufgabe 1) Reservestoff 2) Aufbaustoff für Zellmembran, Steroidhormone und Gallensäuren 3) Energielieferant 4) Unterstützung der Aufnahme fettlöslicher Vitamine aus dem Darm
  • " Fette ( Lipide ) " - Aufnahme 1) über die Nahrung 2) durch Synthese im Körper
  • " Fette ( Lipide ) " - Einteilung 1) Triglyzeride ( Neutralfette ): -> 95 % der mit der Nahrung aufgenommene Fette -> bestehen aus drei Fettsäuren und einem Glyzerinanteil -> werden abhängig von der Anzahl ihrer Doppelbindungen unterschieden in: • gesättigten Fettsäuren:                                                                   - Vorkommen v.a. in tierischen Fetten                                    bewirken Cholesterinspiegelanstieg beim Menschen • einfach ungesättigten Fettsäuren: - Vorkommen in pflanzlicher und tierischer Nahrung                                                                      - sind essentielle, also lebenswichtige Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann                                                                        - müssen mit der Nahrung zugeführt werden                                       - können den Blutfettspiegel senken                                                    - Vorkommen: Pflanzen - und Fischöle 2) Cholesterin: -> wird dem Körper über tierische Fette zugeführt oder selbst vom Körper hergestellt ( v.a. in Leber, Darmschleimhaut, Nebenniere, Keimdrüsen -> wichtiger Bestandteil von Zellmembranen -> bildet eine Vorstufe bei der Herstellung von Steroidhormonen und Gallensäuren -> kann den Blutfettspiegel anheben 3) Phospholipide: -> bekanntester Vertreter: Lezithin -> wichtiger Bestandteil der Zellmembranen
  • " Fette ( Lipide ) " - Abbau und Resorption der Fette - CAVE!!! 1) Fette müssen zum Transport durch die Darmwand in eine wasserlösliche Form überführt werden
  • " Abbau und Resorption der Fette " - Fettverdauung 1) Gallensäuren emulgieren die Fette im Duodenum, das heißt sie schäumen sie auf in feinste Tröpfchen -> Moleküle zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit der Fette lagern sich an 2) Oberflächenspannung zwichen Fett und Wasser wird verringert 3) Entstehung von Mizellen: kugelförmige supramolekulare Aggregate -> erster Schritt der Fettverdauung 4) Mizellenbildung ist Vorraussetzung für die Fettverdauung durch Enzyme 5) Enzyme benötigen Angriffsfläche, die durch Emulgierung und Mizellbildung geschaffen wird 6) Mizellen stellen Kontakt zur Darmschleimhaut her -> somit Vorraussetzung für Fettresorption im Dünndarm
  • " Abbau und Resorption der Fette " - Resorption 1) Aufnahme von Fetten in das Blut und die Lymphe erfolgt im Dünndarm 2) kurzkettige Fettsäuren werden ohne Mizellen direkt ins Blut resorbiert, an Albumin gebunden 3) langkettige Fettsäuren werden über die Lymphgefäße aufgenommen, als Chylomikronen an Transportproteine gebunden 4) Fettresorption wird im jejunum abgeschlossen 5) etwa 90 % der Gallensäuren der Mizellen werden im Ileum in den enterohepatischen Kreislauf resorbiert
  • " Abbau und Resorption der Fette " - Transport 1) kurzkettige Fettsäuren sind relativ gut wasserlöslich und können als freie Fettsäuren an Albumin gebunden werden, um über die Pfortader zur Leber transportiert zu werden 2) langkettige Fettsäuren und Gyzeride werden in den Mukosazellen des Dünndarms an Eiweiße gebunden -> Entstehung von Chylomikronen aus der Protein - Lipid - Verbindungen -> werden über die Lymphe aufgenommen und über den Ductus thoracisus in das venöse Blut transportiert
  • " Apoliporoteine " - Definition 1) Transporteiweiße: -> aufgrund schlechter Wasserlöslichkeit der Fette müssen sie zum Transport im Blut an diese gebunden werden
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  • " Apoliporoteine " - man unterscheidet .... 1) VLDL ( very low densitity lipoproteins ) -> Lipoproteine sehr geringer Dichte: Transport der im Körper selbst produzierten Triglyzeride ( Vorläufer von LDL ) 2) LDL ( low densitity lipoproteins ) -> Lipoproteine niedriger Dichte: Cholesterintransport von der Leber zu den Körperzellen bewirkt eine Erhöhung der Blutfette 3) HDL ( high densitity lipoproteins ) -> Lipoproteine hoher Dichte: Transport des Cholesterins aus den peripheren Zellen zurück zur Leber -> bewirkt eine Senkung der Blutfette
  • " Fette ( Lipide ) " - MERKE 1) Nahrungsfette + Gallensaft = Emulgation 2) Emulgation + Pankreaslipase = Mizellen 3) Mizellen der kurzkettigen FS + Albumin -> Pfortader -> Leber 4) Mizellen der langkettigen FS + Lipid - Eiweiß - verbindung -> Chylomikronen -> Lymphe -> Blut
  • " Fette ( Lipide ) " - Fettabbau ( Lipolyse ) 1) Mangel an Kohelnhydraten in der Körperzelle -> Fettabbau zur Energiegewinnung 2) dabei entstehen Ketonkörper wie Aceton, Azetessigsäure und Betahydroxylbuttersäure 3) aus den so gewonnenen Energien können quergestreifte Muskulatur, Niere und Gehirn kurzfristig versorgt werden
  • " Fette ( Lipide ) " - Speicherung von Fetten ( Lipogenese ) 1) bei Überernährung -> Aufbau von Triglyceriden -> Körper speichert sie im Fettgewebe und in der Leber
  • " Fette ( Lipide ) " - der Fettstoffwechsel der Leber => Fettsäuren, Phospholipide und Choleseterin werden auf - und abgebaut -> der überwiegende Teil, der mit der Nahrung aufgenommenen Fette wird in der Leber zu Fettsäuren und Cholesterin abgebaut 1) Lipogenese: -> ist der Abbau körpereigener Fette aus Fettsäuren und Glukose 2) Lipolyse: -> ist der Abbau von Speicherfett und die Abgabe von freien Fettsäuren in das Blut -> Entstehung von Ketonkörpern -> bei massiven Einschmelzen der Fettreserven durch Fasten, Hungern, bei Glukogenüberschuss und bei Diabetes mellitus entstehen Ketonkörper 3) Cholesterin: -> ist Bestandteil der Gallensäuren, der Steroidhormone und des Vitamin D3 -> ist Bestandteil von Zellmembranen
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - Allgemeines 1) Eiweiße sind aus verschiedenen Aminosäureketten zusammengesetzt 2) essentielle Aminosäuren: -> lebensnotwendig -> kann der Körper nicht selbst herstellen -> müssen mit der Nahrung zugeführt werden 3) nicht essentielle Aminosäuren: -> Körper kann sie selbst herstellen -> Enzyme -> Hormone -> Kollagen -> Muskeln -> Gerinnungsfaktoren    -> Hämoglobin -> Aufbau von Zellstrukturen -> wichtig für Zellfunktionen -> notwendig für Wachstumsvorgänge -> Reparaturvorgänge -> Energiegewinnung bei Glucosemangel ( Glukoneogenese )
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - Einteilung 1) 2 Aminosäuren = Dipeptid 2) 3 Aminosäuren = Tripeptid 3) weniger als 10 Aminosäuren = Oligopeptid 4) über 100 Aminosäuren = Polypeptid
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - 8 essentielle Aminosäuren 1) Lysin 2) Valin 3) Methionin 4) Leucin 5) Threonin 6) Isoleucin 7) Tryptophan 8) Phenylalanin
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - der Name des Peptides 1) 2 Amionsäuren = Dipeptid 2) 222 Aminosäuren = Polypeptid 3) 7 Aminosäuren = Oligopeptid 4) 19 Aminosäuren = Polypeptid
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - Abbau und Resorption von Eiweißen 1) Nahrungseiweiß wird bis zu den Aminosäuren aufgespalten 2) tierisches Eiweiß enthält mehr essentielle Aminosäuren als pflanzliches -> besitzt für den Menschen höhere eiweißbiologische Wertigkeit 3) beim Abbau von Eiweißen entsteht Ammoniak, der in der Leber zu Harnstoff umgebaut und über die Nieren ausgeschieden wird
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - Verdauung von Eiweißen 1) Eiweißverdauung erfolgt im Magen und Dünndarm: -> Magen -> Salzsäure quillt Eiweißfasern auf und aktiviert Pepsinogen zu Pepsin -> Pepsin spaltet Proteine -> Dünndarm -> Trypsinogen, Chymotrypsinogen und Procarboxypeptidasen -> aus dem Pankreas werden im Dünndarm aktiviert zu Trypsin, Chymotrypsin und Carboxypeptidase -> spalten Polypeptide zu Aminosäuren auf -> Aminopeptidasen und Peptidasen der Dünndarmmukosa spalten Oligopeptide zu Tri - und Dipeptiden sowie zu Aminsäuren auf
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - Resorption 1) Aufnahme von Dipeptiden, Tripeptiden und Aminosäuren erfolgt über die Mukosazellen des Dünndarms direkt ins Blut 2) bei Säuglingen ist auch die Resorption größerer Proteine ( z.B. Antikörper aus der Muttermilch ) möglich
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - Transport -> über die Pfortader zur Leber
  • " Eiweiße ( Proteine ) " - Eiweißstoffwechsel der Leber 1) die Leber produziert ca. 95 % aller körpereigenen Eiweiße -> Albumin, Globuline ( außer den in den Plasmazellen gebildeten Immunglobulinen, wie IgE, IgG, IgM, IgA -> Gerinnungsfaktoren z.B. Prothrombin, Fibrinogen -> Stickstoff N: durch den Ab - und Umbau von Aminosäuren fallen große Mengen Stickstoff an -> wirken ungebunden als Nervenzellgifte     -> Umbau von Stickstoff von der Leber zu Harnstoff     -> Ausscheidung über die Niere
  • " Vitamine " - Definition 1) Vitamine sind lebensnotwendige organische Verbindungen, die der Körper nicht bzw. nicht ausreichend selbst herstellen kann 2) sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden
  • " Vitamine " - Hauptaufgaben 1) jedes Vitamin hat spezifische Aufgaben 2) katalytische und steuernde Funktion 3) sie liefern keine Energie
  • " Vitamine " - Einteilung 1) wasserlösliche Vitamine: -> Vertreter: Vitamin B1, B2, B3, B5, Folsäure, B6, B12, Vitamin C -> Eigenschaften:     • können nicht gespeichert werden     • zirkulieren im Blut     • werden über die Nieren ausgeschieden 2) fettlösliche Vitamine: -> Vertreter: Vitamine A, D, E, K -> Eigenschaften:     • können gespeichert werden ( i.R. Leber )     • können nur mit der Nahrung aufgenommen werden, wenn Fettverdauung und Resorption funktionieren     • fettlösliche Vitamine können überdosiert werden, weil sie gespeichert werden
  • " Vitamine " - Zeiten des Mehrbedarfs 1) Schwangerschaft, Stillzeit 2) körperliche Belastung 3) Schlafmangel 4) Dauerstress 5) Rauchen 6) Alkoholmissbrauch 7) chron. Erkrankungen
  • " Vitamine " - Vitamin A ( Retinol ) 1) Funktion: -> Wachstum der Epithel - und Knorpelzellen -> Infektabwehr -> wichtig für Augen, Haut, Schleimhaut, Zähne, Keimdrüsen 2) Vorkommen / Bildung: -> Milch, Leber, Butter, Eier, Fischtran, Kohlarten, Spinat, Karotten, Paprika, Getreidekeime, Mais, Sahne, Käse 3) Mangelsymptome: -> Sehstörungen, Nachtblindheit, Haut - und Schleimhautatrophie, trockene Haut, Schuppungen, Eintrocknen der Schleimhäute, Atrophie der darmschleimhaut, akute Infekte, Unfruchtbarkeit -> bei Kindern: Wachstumsstörungen, verminderte Knochenbildung -> Schwangerschaft = Fehlbildungen 4) Medikamente: -> A-E Mulsin forte: 1 Tr.= 1360 IE Vitamin A und 3,4 IE Vit. E, Provitamin A +D + E ( 4000 IE Vit. A ) Fa. Klein -> Kräuter / Heilpflanzen = Brunnenkresse, Löwenzahn, Ringelblume, Petersilie
  • " Vitamine " - Vitamin B1 ( Thiamin ) 1) Funktion: -> Energiegewinnung aus Kohlenhydraten -> Synthese von Acethylcholin ca. 50 % von Vit. B1 werden für die Muskeltätigkeit benötigt 2) Vorkommen / Bildung: -> Hefe, Gemüse, Karotten, Innereien, Sojabohnen, Hülsenfrüchte, Getreidekeime, Samen, Nüsse, Milch, Schweinefleisch, Seetang, Geflügel, Muscheln, Kartoffeln, Eier 3) Mangelsymptome: -> Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, in schweren Fällen Beri - Beri mit neurologischen Symptomen, Muskelschwäche, Herzinsuff., Gemütsschwankungen, Vergesslichkeit, Depressionen, Neuralgien 4) Medikamente: -> Vitamin B1 - Injektopas ( 25mg, 100 mg ), Vitamin B1 - Injekt - Hevert ( 200 mg ), B - Komplex forte Hevert Tabletten -> Kräuter / Heilpflanzen: Knoblauch, Petersilie