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Pädagogik der Lernförderung (Fach) / Produktionschule (Lektion)

PS

Diese Lektion wurde von kaikasus erstellt.

Lektion lernen

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  • Nenne eine Definition für das Übergangssystem? „Bildungsangebote, die unterhalb einer qualifizierten Berufsausbildung liegen, bzw. zu keinem anerkannten Ausbildungsabschluss führen, sondern auf eine Verbesserung der individuellen Kompetenzen der Jugendlichen zur Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung zielen und zum Teil das Nachholen eines allgemein bildenden Schulabschlusses ermöglichen.“
  • Was sind die individuellen Faktoren von Benachteiligung?     -          soziale Herkunft -          schulische Vorbildung -          Geschlecht -          Nationalität/Herkunft -          Behinderung/Sonderschulabschluss -          Teilleistungsschwächen -          Verhaltensauffälligkeiten -          Drogenabhängigkeit -          Kriminelle Vergangenheit  
  • Was sind die äußeren Faktoren von Benachteiligung? -          Struktur des Berufsbildungs- und Beschäftigungssystems z. B. -          Regionale Arbeitsmarktsituation z.B. -          Allgemein bildendes Schulsystem z.B.
  • Defniniere Produktionsschule!     Die Produktionsschule ist ein Lernarrangement für junge Menschen, in dem über einen kooperativ organisierten Arbeitsprozess individuelle Lernprozesse nachhaltig gefördert werden.  
  • Was macht das Klientel von PS aus?     Jugendliche im Alter von 14- 25 Jahren Jugendliche, die in staatlichen, allgemeinbildenen und berufsbildenen Schulen gescheitert sind Schulverweigerer, aufgrund biographischer, familiärer, schulischer, gesellschaftlicher Probleme Haben brüchige Lernbiographien Keine Motivation für Schule oder Lernen  
  • Wie ist das Übergangssystem strukturiert? - eine von drei Säulen des Berufsbildungsystems - drei Akteure: Agentur für Arbeit, Jugendhilfe, Berufsschulwesen - bietet Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, vermittelt in Ausbildung oder Beschäftigung  
  • Welche Jugendlichen landen im Übergangssystem? - 750000 Jugendliche befinden sich im Übergangssystem - 80% der Jugendlichen ohne HS-Abschluss - 50% der Jugendlichen mit HS-Abschluss - 25% der Jugendlichen mit Realschulabschluss  
  • Ist die Produktionsschule Bestandteil des Übergangsystems? Nach Definition: Ja, weil die PS die Ausbildungsreife fördert Nach Akteuren: eher nein, die klassischen Akteure kooperieren lediglich mit der PS, rechtlich ist die PS nicht abgesichert Nach Adressaten: große gemeinsame Schnittmenge, also ja, PS hat die krasseren Fälle Nach Inhalten: ja, PS bedient sich klassischer Inhalte wie Praktika, Berufsorientierung, Eingangsanalyse, Leistungszertifikate, PS ist jedoch ganzheitliche Förderung aus einer Hand
  • Was macht die Lernkultur an der PS aus? praktisches Tun, das allmähliche Verantwortungsübernahme fördert Verknüpfung der Lernprozesse über die Produktionsprozesse ermöglichen Erfolgerlebnisse enger Zusammenhang von Emotion, Kognition und Motivation von Lernen Lernen heißt hier lernen um zu handeln Jugendliche erfahren den Ernst des Lebens Abbau der Dominanz kognitiver Lernprozesse zugunsten praktischen, handwerklichen Lernens, ist damit Kontrast zur Regelschule  
  • Welche Aspekte umfasst die spezifische Arbeitskultur an PS? -          Arbeitsplatzgestaltung -          Arbeitssicherheit -          Arbeitsinhalte -          Abbau von Arbeitsmonotonie -          Arbeitsbeziehungen -          Veränderungen der Arbeitsmittel durch Technisierung und Rationalisierung
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  • Wie trägt die räumliche Gestaltung zu einer förderlichen Lernatmosphäre bei? überschaubares Haus Begegnungen für Gespräche, Hören, Sehen und Eigentätigkeit möglich sollte die Schüler durch die Form nicht an ihre bisherige Schule erinnern Jugendliche sollten die Schule selber mitgestalten Rückzugsmöglichkeiten
  • Durch welche Prinzipien wird ein Heimatgefühl erzeugt? Regeln werden mit den Jugendlichen gemeinsam vereinbart Tages- und Wochenstrukturen Respektvolle Haltung gegenüber der Person und ihrem Lebensentwurf Stärkenperspektive, Orientierung am Erfolg Jugendliche können sich-einlassen etwas Neues zu probieren Gemeinschaftsförderliche Rituale    
  • Welche Rituale kann es an einer PS geben? Begrüßungs- und Abschiedsrituale Morgenbesprechung Jahresfeste gemeinsame Auslieferung des Produkts gemeinsame Mahlzeiten
  • Nenne die Bezugsebenen vom produktiven Lernen! -          Tätigkeitsbezug o       Man beginnt mit der Tätigkeit o       Umkehrung des Bildungstheoretischen Verständnisses -          Personenbezug o       Bildungsprozess entspricht den individuellen Bedürfnissen o       Person ist mit der Tätigkeit emotional, persönlich verbunden -          Gesellschaftsbezug o       Abhängig der Tätigkeit von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Arbeitsnormen, Bezahlung, Markt, Nachfrage, Konkurrenz) -          Fachbezug o       Fachliche Vermittlungsprozesse fließen in die Tätigkeit ein -          Kulturbezug o       Ethische, ästhetische, historische und kulturelle Themen werden angesprochen
  • Wie ist es um den rechtlichen Status von PS bestellt? haben keine rechtlichen Rahmenbedingungen Qualitätsprinzipien des Bundesverbandes 1. Lern- und Arbeitsort bilden eine Einheit 2. Freiwilligkeit, flexible Ein- und Ausstiege, individuelle Qualifizierung 3. anregende Lern- und Arbeitsatmosphäre 4. Bestandteil des regionalen Wirtschafts-, Bildungs- und Sozialraums 5. Multiprofessionelles Team mit Herz 6. Qualitätsmanagement - PS haben unterschiedliche Träger - Finanzierung aus unterschiedlichen Töpfen - Finanzierung nicht langfristig gesichert
  • Worin besteht der Balanceakt von PS zwischen pädagogischen Zielen und ökonomischen Zielen? -          Pädagogische Maximen o       Pädagogisch differenzieren o       Individuellen Entwicklungsstand berücksichtigen o       Arbeitsaufgaben sollen fordern und fördern -          Imperative des Marktes: o       Kundenwünsche o       Qualitätsansprüche o       Terminvorgaben
  • Welche Methoden wenden PS um die Balance zwischen pädagogischen und ökonomischen Zielen zu halten? o       Zeitliche Puffer o       Auszubildende und Personal wird als flexible Arbeitskraftreserve eingeplant o       Lernbedürfnisse der Teilnehmer stehen im Vordergrund o       Aufträge abweisen
  • Worin liegt die Relevanz der PS für L-Schüler? strukturelles Dilemma überwinden, Ausbildung aufnehmen zu müssen, aber keine Ausbildungsplätze vorhanden gesellschaftliche Erwartung der Gesellschaft steht konkreter Exklusionserfahrung gegenüber Unterstützungsleistung in vielen Lebensbereichen auch diesen Jugendlichen Möglichkeiten von Erfahrungen im Bereich Arbeit ermöglichen ohne Schulabschluss ist es extrem schwierig anderswo Anschluss zu finden das praktische Lernen liegt den L-Schülern mehr, am rein kongnitiv ausgerichteten Lernen sind sie in der Schule schon gescheitert
  • Wo liegen die Grenzen des pädagogischen Konzepts der PS? Förderung nicht unbedingt in der Zone der nächsten Entwicklung Aufträge bestimmen die Lerninhalte gesellschaftliches und soziales Engagement der regionalen Auftraggeber erforderlich
  • Plädoyer für die PS. Institutionell: Ps grenzt sich von anderen verschulten Formen des Übergangssystems ab und kann damit die Jugendlichen auffangen, die immernoch durch niedrigschwellige Angebote des Übergangssystems fallen Individuumszentriert: Jugendlichen sind in allen anderen System bereits gescheitert, andere Selbstwirksamkeitserfahrung, Ernstsituation ganzheitlicher Ansatz hilft den L-Schülern gesellschaftlich: Zugang zum Arbeitsmarkt finden Übergänge auf regionaler Ebene stärken durch Kooperation mit regionaler Wirtschaft Bedenken: staatliche Förderung verliert sich die Realitätsnähe: Scheinaufträge Subventionsfaulheit verringertes Kooperationsbemühen mit Wirtschaft