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G-Psychologie (Fach) / Autismus (Lektion)
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- Woher kommt das Wort Autismus? vom griechischen Wort autos=Selbst es bezeichnet die Zurückgezogenheit des Individuums auf sich selbst
- Wer verwendete als erstes den Begriff Autismus und wie ordnete er ihn ein? - Bleuer 1911 verwendet den Begriff - definiert es aber nicht als eigene Krankheit - ordnet die Symptome der Schizophrenie zu, die jedoch auch im Kinderalter schon beginnen kann
- Wie versteht Bleuer Autismus? - Realitätsferne Wünsche und Befürchungen - Mangelnde Widerstandsfähigkeit gegenüber Trieben und Affketen - denken in Symbolen - unvollständige Begriffe - kein Erkennen von logischen Zusammenhängen
- Wie wird Autismus in ICD 10 und beschrieben? Frühkindlicher Autismus: - vor dem dritten Lebensjahr - abnorme Funktion in den Bereichen soziale Interaktion Kommunikation stereotypes Verhalten Eingeschränkte kognitive Fähigkeiten Unterform ist der Atypische Autismus, wenn Symptome erst nach dritten Lebensjahr auftreten Asperger-Syndrom Störung in folgenden Bereichen soziale Interaktion Stereotypien
- Nenne Kritikpunke an der Einteilung von Autismus nach der Klassifikation von ICF und DSM! Trost - die drei Typen werden der Vielfalt von Autismus nicht gerecht - fließender Übergang zwischen verschiedenen Formen und Ausprägungen des Autismus kann durch Klassifikation nicht abgebildet werden
- Nenne Merkmale von Autistischem Verhalten (7) Störung des Sozialverhaltens Intellektuelle Leistungsinseln Wahrnehmungsstörungen Stereotypes Verhalten Sprachstörung Veränderungsangst der Umwelt Isolation von der personalen Umwelt
- Nenne die 6 wesentlichen Unterschiede von Asperger und Kanner-Autismus! Kanner Beginn im 1. Lebensjahr - Asperger im 3. Lebensjahr Sprache Kanner gestört oder verzögert - Asperger weitgehend ungestört Kanner meist wenig intelligent - Asperger meist hochintelligent aus Spezialgebiet Veränderungsangst in vielen Situationen - nur bei Heimatwechsel Jungen und Mädchen - nur Jungen Isolierung und Veränderungsangst - nur Isolierung Motorik bei Kanner graziös - Asperger grobmotorisch, plump Gefahr des totalen Rückzug - vollständiger Rückzug nicht möglich
- Wie lässt sich Außensicht umschreiben? - meint Wahrnehmen und Interpretieren des Verhaltens eines anderen Menschen
- Wie lässt sich Innensicht beschreiben? - ergibt sich aus den Beweggründen, Vorstellungen und Zielsetzungen des handelnden Menschen
- Welche vier Qualitäten der Kommunikation gibt es nach Schulz von Thun? - Informationsaspekt - Beziehungsaspekt - Appellaspekt - Selbstoffenbarungsaspekt
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- Wie kommt man zu seiner Außensicht? wir entwickeln über die die Jahre hinweg Beobachtungs- Denk- und Interpretationsmuster - diese Konzepte wenden wir rasch bei der Interaktion mit anderen Menschen an -
- Wieso weicht die Außensicht auf Autisten so häufig von deren Innensicht ab? Unsere Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster sind nicht auf autistische Verhaltensweisen abgestimmt - mit unseren Konzepten können wir nicht auf die Innensicht von Autisten schließen
- Beschreibe den psychoanalytischen Erklärungsansatz für Autismus! Nenne auch zwei Verteter. Vertreter: Bettelheim, Mahler - fehlerhafte Ich-Entwicklung - mangelnde Emotions- und Bindfähigkeit - Bettelheim sucht die Schuld bei der Mutter - Mahler sagt Kind nicht in der Lage Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen und sich die Mutter zur Homöostase nutzbar zu machen
- Beschreibe die verhaltenstherapeutische Sicht auf Autismus! Nenne Vertreter, Ursachenverständnis und Interventionsansatz! - Vertreter sind Cordes und Miller und Schreibmann - Ursache ist die selektive Wahrnehmung und gestörte Reizverarbeitung - Ziel ist es dem Menschen Verhalten anzutrainieren damit er in die Gesellschaft zurückkehren kann - die Eltern spielen eine zentrale Rolle angemessene Verhaltensweisen zu vermitteln
- Beschreibe den psychiatrisch-neurologischen Ansatz! - Vertreter: O'Gorman, Wing, Weber - ähnlich wie die Klassiker - Organische Ursache oder Entwicklungsstörung Wechselspiel von emotionalen und somatischen Faktoren
- Wie erklärt die ethnologische Sicht Autismus? - Delcato,Tinbergen - Autismus aufgrund von Sinnesschädigungen - erhöhte psychische Verletzlichkeit gegenüber der Umwelt (Tinbergen) - Autismus ist nicht vererbbar - Delcato: hat erweiterten Autismusbegriff, der auch Kinder mit Hirnschädigungen einschließt
- Wie wird Autismus von der DSM 4 beschrieben? Summendiagnose (erst ab eine gewissen Anzahl an beobachteten Kriterien darf die Diagnose Autismus ausgesprochen werden Autistische Störung qualitative Störung der sozialen Interaktion qualitative Störung der Kommunikation Stereotypien Beginn vor dem dritten Lebensjahr Asperger-Diagnose Qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion Stereotypien kein Sprachrückstand kein kognitiver Rückstand