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Emotion und Motivation (Fach) / Emotion (Lektion)
basierend auf Rothermund-Lehrbuch und VL SoSe 2012 an der Uni KN
Diese Lektion wurde von Fubuki erstellt.
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- definierende eigenschaften Emotion Affektivität zeitliche Begrenztheit Objektgerichtetheit Unwillkürlichkeit
- Abgrenzung Emotion zu Stimmungslage und emotionaler Disposition Stimmungslage = diffus, nicht objektgebunden und längerfristig emotionale Disposition = an wechselnde objekte gebunden und lngerfristig
- Ausdrucksdimensionen von Emotion Kognition Physiologie Motivation Ausdruck Erleben
- Kognitionskomponente der Emotion = Bewertung bzw. evaluative Kategorisierung der Situation verknüpft mit weiterführenden Attributionen
- Erlebenskomponente Emotion = Veränderung in der Qualia des Erlebens der Situation hoch problematisch in der Erfassung durch Subjektivität und interkulturelle Unterschiede
- physiologische Komponente der Emotion = Reaktionen des ANS (differenzierbar nur positive und negative affektive Komponenten) = Veränderungen v.a. in je spezifischen Bereichen des sog. "limbischen Systems" = Reflexe
- kritische Funktionen der Amygdala emotionales Lernen z.B. von Furchtreaktionen Identifikation emotionaler Gesichtsausdrücke Konsolidierung emotionale Gedächtnisinhalte
- Ausdruckskomponente Emotion Mimik, Haltung, Stimme, Gestik universelle Ausdrücke bestehen aber viele auch durch kulturelle Regelen geprägt (sowohl Art als auch Intensität des Ausdrucks, display rules) Zusammenhang mit Erlebenskomponente? <-- facial feedback Hypothese
- motivationale Komponente Emotion Hervorrufen von Hanldungsbereitschaften abstrakte Verhaltensfunktionen werden automatisch ausgeöst und dienen als Vorlage zur Bewältigung wiederkehrender Situationen (bzw. Muster)
- Reaktionskohärenz Annahme eines spezifischen Reaktionsprofils auf alle 5 Dimensionen (Physiologie, Ausdruck, Kognition, Motivation und Erleben) für jede Emotion dabei synchrone Veränderung auf allen Ebenen gleichzeitig - zusammenhängende Reaktion
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- Funktion(sbereiche) von Emotionen adaptive Reaktion auf wiederkehrende Situationen Handlungsleitung (Bewältigung wiederkehrender Situationen durch eine flexible Reiz-Reaktions-Verkettung) Information (Aufmerksamkeitslenkung, erhöhte Gedächtnisleistung, feeling as information) soziale Kommunikation
- Basisemotionen-Ansatz Unterscheidung diskreter Emotionstypen nach ihrer Funktion, dem auslösenden Ereignis und dem daraus resultierenden Verhaltensimpuls: Furcht Ärger Freude Traurigkeit Akzeptanz Ekel Antizipation Überraschung Problem: nicht alle Funktionen einer Emotion werden erfasst
- dimensionale Emotionstheorie 2 Pole: Annäherung und Vermeidung = Reaktion auf positive bzw. negative Stimuli ausschließlich Annäherung und Vermeidung werden erklärt und unterschieden
- informative Funktionen generell: bedeutsame Ereignisse und Veränderungen hervorheben 1. Aufmerksamkeitslenkung als "Relevanzdetektor": ignorieren nicht-emotionaler Reize und Hervorhebung von best. Emotionsausdrücken wie Ärger 2. Optimierung der Zielverfolgung durch Überwachung von Fortschirtten und Rückschlägen 3. Feedback durch Signalisierung von Entscheidungs- und Verhaltensfolgen
- einfluss auf das Gedächtnis bessere Erinnerung (znetraler Inhalte) emotionaler Eriegnisse durch: erhöhte Salienz, Distinktheit und Konsolidierung im LZG sowie häufigeren Abruf
- Bestandteile emotionaler Handlungssteuerung generell Einfluss auf Urteil, Bewertung und Planung der Handlung antizipatorische Emotionen = Bewertung zukünftiger Ergnisse zielbezogene Emotionen = Feedback der aktuellen Handlungsregulation Emotionen als Konsequenz von Belohnung und Bestrafung
- feelings-as-information aktuelle Emotionen = Heuristik für generelle Einschätzung z.B. der Lebenszufriedenheit
- somatische-Marker-Hypothese Damasio: Verhaltenskonsequenzen als Emotion und dazugehörige körperliche Reaktion "gespeichert" Abruf dieser Inforamtion bei Wiedereintreten ähnlicher Situation, Entscheidung, etc. Beleg: Schädigung im VMPFC führt zu Perseverationen
- 3 Aspekte emotionale Signale Befindlichkeit Verhaltensabsicht Verhaltensaufforderung
- Circumplex-Modell 2-dimensionale Einteilung von Emotionen: Aktivierung - Deaktivierung Unangenehm - angenehm gehört zu den konstruktivistischen Theorien bei gleicher Aktivierung auf den Dimensionen wird Emotionsbezeichnung durch kulturelle und situationale Faktoren bestimmt
- 3 Ansätze zur Erklärung von Emotions-Entstehung 1. biologische: funktionale Spezialisierung 2. kongitive: Bewertung der Umwelt 3. konstruktivistische: unspezifische affektive Zusstände, kategorisiert durch sozio-kulturelle Normen
- biologischer Ansatz Emotionsentstehung angeborenes Merkmal:Emotionsmodul Basisemotionen ausgelöst durch Schlüsselreize (Objektklasse, nicht bestimmte Objekte) keine kognitive Komponente nötig Entstehung durch natürliche Selektion: Vorteile in überlebens- und reproduktionsrelevanten Situationen Erklärung kulturübergreifender emotionaler Reaktionen
- lernpsychologische Prinzipien und Preparedness Antwort der biologischen Ansätze auf die Kritik, dass emotionale Reaktion auch auf evolutionär irrelevante Situationen erfolgt "Nachweis": klein Albert
- James-Lange-Theorie körperliche Reaktion folgt als erstes auf einen bestimmten Reiz die Wahrnehmung dieser körperlichen Veränderung ist die Emotion selbst Ohne körperliche Reaktion wäre Emotion "kalt" und reine Kognition - also eben keine Emotion i.e.S. Problem: keine Reaktionsspezifität für Emotionen nachweisbar
- Kriterien für Basisemotionen + ungefähr dazu gehörende – Angeboren – Treten bei allen Menschen unter ähnlichen Umständen auf – Unverwechselbar im Ausdruck – Distinkte physiologische Reaktionsmuster meist genannt – Furcht/Angst – Ärger – Traurigkeit – Freude oft genannt:– Ekel – Überraschung – Verachtung
- Vielfältigkeit von Emotion aus biologischem Blickwinkel Misch-Theorie: Vermischung verschiedener Basisemotionen erzeugt Sekundäremotionen Prototypen-Theorie: Basisemotion als Prototyp, der alle anderen Emotionen mit einschließt
- Forschungsschwerpunkte, Stärken und Defizite: biologischer Ansatz Forschung:neuronale Mechanismen, kulturübergreifende Invarianten Stärken: evolutionsbiologisch, universeller Ausdruck, Analoge im Tierreich Krit: weder soziale noch kognitive Variablen, inter- und intraindividuelle Varianz? Auslöser von Emotion? Reaktionskohärenz so nicht gegeben
- kognitive Emotionstheorien = Appraisaltheorien: Bewertung und Einschätzung als zentrale Elemente subjektive Einschätzung der objektiven Situation i.S. von Werten, Zielen, Normen und Wünschen Reizberwertung als erster Schritt einer Sequenz von Reaktionen emotionale Erfahrung = Gesamtheit dieser Sequenz
- relevante kognitive Einschätzungen als persönlich relevant eingeschätzte Ereignisse (i.S. von Zielrelevanz) lösen emotionale Reaktionen aus danach: Einschätzung der Zielkongruenz = Entscheidung über positive oder negative Emotion Attribution von Kontrollierbarkeit und Verantwortlichkeit (beeinflusst durch voraktivierte Attributionsstile)
- Ablauf emotionaler Reaktion kognitiver Ansatz Reiz Reizbewertung Handlungsbereitschaft physiologische Veränderung Verhalten Attribution und Labelling in Gesamtheit (außer Reiz) = Emotion(ale Erfahrung)
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- Forschungsschwerpunkte, Stärken und Kritik kognitive Theorien Forschung: bedeutungsabhängigkeit emotionaler Reaktion, interindividuelle und intersituative Varianz emotionaler Reaktionen Stärken: alltagsplausibel, Varianz berücksichtigt, präzise Krit: Großteil der Varianz bleibt unerklärlich, nicht-kognitive Variablen? vorwiegend korrelative Studien, nicht-gegebene Reaktionskohärenz, Zshg zwischen Kognition und eben NICHT-Kognition = Emotion?
- konstruktivistische Emotionstheorie keine spezifischen Reaktionsprofile, sondern Ketgorisierung von core affects: Variabilität innerhalb jedes Emotionstyps wird betont weder Auslösereiz noch Bewertung entscheidend, sondern Vergleich mit Vorstellung "typischer" emotionaler Reaktion Erregungstransfer kann Emotion verursachen
- 2-Faktoren-Theorie Emotionsentstehung setzt voraus unspezifischer, physiologischer Erregungszustand kognitive Attribution dieses Zustands auf eine Emotion Erregungstransfer als Kernkomponente kann zu Fehlattributionen führen, wenn keine Erkärung für den Erregungszustand vorhanden ist: Orientierung an der Reaktion von "Leidensgenossen"
- moderne konstruktivistische Ansätze core affects bestimmt über Valenz und Erregungsniveau ständige Überwachung und Kategorisierung der core affects Kategorisierung = Einordnung des Affekts in Sinnzusammenhang Emotion als Produkt von bottom-up und top-down Prozessen
- Ablauf emotionaler Reaktion nach konstruktivistischen Ansätzen Reiz sowohl kognitive als auch physiologische Reaktion aus Basisaffekt emotionale Kategorisierung (soziale Faktoren!!) Erleben und Kognition 4. ergeben gemeisam die emotionale Erfahrung
- Eifnlussfaktoren auf Unterschiede in Emotion kosntruktivistische Theorien Verfügbarkeit von Interpretations-Schemata (abhängig von subjektiven Dispositionen und objektiven situativen Gegebenheiten) interkulturelle Variation: unterschiedliche Assoziationen, Erleben
- Kritik an kosntruktivistischen Ansätzen Auslöser für Basisaffekte? Prozess der Integration von Valenz und Erregung? Auslöser für emotionale Kategorisierung? Entstehung universell auftretender Emotionen?
- Arten von Emotion auf interpersoneller Ebene Gesichtsausdrücke als Zusammenfasung der Beziehung in Dyade Auskunft über Siutation Regulation gegenseitigen Verhaltens nachempfundene Emotionen Lernen von affektiven Assoziationen ohne direkte Beteiligung stellvertretede Emotionen
- Gesichtsausdrücke als Verhaltensregulatoren soziales Referenzieren: Gefährlichkeitseinschätzung initital mehrdeutiger Objekte wird auch darüber gelernt, mit welchem Gesichtsausdruck andere darauf reagieren !Voraussetzung: Furchterkennung als Belohnung oder Bestrafung Ausdruck des Potentials und der Art der einer Dyade Mitbestimmung der Bedeutung verbaler Kommunikation, dadurch angepasste soziale Intentionen
- Funktion: nachempfundene Emotionen Lernen durch Beobachtung: Reaktion wird ohne sie selbst erlebt zu haben in gleicher Situation gezeigt
- Simulationstheorien interpersoneller Emotionen Verstehen Emotionen anderer durch Simulation der gleichen Gesten im gleichen Kontext Simulation = GRundlage der Inferenz der GEfühle des Gegenübers und dessen zukünftigen Verhaltens
- Simulationstheorien: Gesichtsausdrücke als Beispiel Gesichtsmimikry (muss nicht sichtbar sein) Nachahmung wird durch Botox unterdrückt --> schwächere Aktivität des limbischen Systems bei Nachahmung von Gesichtsausdrücken(spezifisch für die Muskelpartie, welche bei entsrpechender Emotion bewegt werden müsste)
- Muskeln zur Untersuchung von emotionalem Ausdrucksverhalten Zygomaticus Major corrugator supercilii
- Unterscheidung gekünsteltes und echtes Lächeln Maringer 2011: nur wenn Mimikry erlaubt ist, können beide "zuverlässig" unterschieden werden tiefere Verarbeitung von Gesichtsausdrücken durch Mimikry ABER bei prototypischem Lächeln reicht perzeptuelle Analyse aus
- relevante Phänomene von Emotionen auf Gruppenebene Gruppenemotionen auftreten innerhalb der GRuppe geteilt von allen Mitgliedern der Gruppe gruppenbasierte Emotionen eigene Gruppenzugehörigkeit als Basis kann auch allein erlebt werden
- Funktion von Gruppenemotionen Aufbau der Funktionsfähigkeit der Gruppe Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Gruppe: Abgrenzug von anderen Gruppen Persistenz des Engagement für die Gruppe aufbauen
- Funktionen gruppenbasierter Emotionen Unterstützung gemeinschaftlichen Handelns: unterschiedliche Emotionen gegnüber Ingroup und Outgroup als stärkste PRädiktoren für Handlungstendenzen Aufrechterhaltung kollektiver Handlungen Auswahl der Strategie kollektiver Handlung emotionales Klima als Ausdruck der Notwendigkeit kollektiver Handlung
- Beeinflussung durch Emotion innerhalb der Gruppe gehört zum Phänomen der Gruppenemotionen Emotionen einzelner Gruppenmitglieder beeinflussen sich gegenseitig, d.h. Stimmung passt sich einander an Phänomen ist unabhängig von Gemeinsamkeiten der erlebten Situationen
- Operationalisierung der Abgrenzung der eigenen Gruppe z.B. durch Kooperation vs. Wettbewerb mit einer anderen Gruppe Überprüfung der Manipulation durch Messung der Ängstlichkeit AV: Bewertung der Mitglieder der anderen Gruppe (die sich individuell unterschiedliche verhalten) Erg.: bei hoher Ängstlichkeit höhere Abgrenzung der eigenen Gruppe durch undifferenziert negative Bewertung der Mitglieder der anderen Gruppe
- Unterschied zwischen individuell vs. in der Gruppe erlebter Emotionen steht in Zusammenhang mit gruppenbasierten Emotionen: je stärker die Identifikation mit der Gruppe, desto größer der Unterschied