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Wahrnehmung und Kognition (Fach) / Psychophysik und Signalentdeckungstheorie (Lektion)

Vorlesung basierend auf: – Goldstein, E. B. (2007). Sensation and perception (7th ed.). Belmont, CA: Wadsworth-Thomson Learning.

Diese Lektion wurde von Fubuki erstellt.

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  • klassische Schwellentheorie Annahme einer absoluten Schwelle, aber der Wahrnehmung immer auftritt
  • Methoden der Schwellenmessung (klassische nach Fechner) Herstellungsmethode: Stimulus wird so lange in kontinurierlicher Weise von VL oder VP herunterreguliert, bis der Reiz eben noch wahrnehmbar ist Grenzmethode: Darbietung des Reizes in diskreten Schritten mit aufsteigender und absteigender Intensität, mehrfach bis Übergangspunkt erreicht, Durchschnittlicher Übergangspunkt = absolute Schwelle Konstanzmethode: mehrfache Darbietung aller möglichen Intesitätsstufen in zufälliger Reihenfolge, relative Entdeckungshäufigkeit wird gegen Intensität abgetragen. Schwelle = Intensität, bei der Stimulus im Schnitt zu 50% wahrgenommen
  • psychometrische Funktion Ergebnis der Konstanzmethode kurvilinearer Verlauf mit Asymptote = 100% probabilistische DEfinition der Wahrnehmungsschwelle = Intensität bei der Stimulus in 50% der Fälle entdeckt wird
  • Unterschiedsschwelle eben noch merklicher Unterschied Weber-Bruch = delta S / S = k                      = Reizunterschied / Reizintensität = konstant innerhalb eines moderaten Intensitätsbereichs für die meisten Sinnesmodalitäten gültig variiert aber auch leicht interindividuell ! und variiert mit Stimullusmodalität
  • psychophysische Funktion (Fechner) bildet Zusammenhang zwischen Reiz und Empfindung ab Fechners Gesetz: Empfindung ~ log(Reizintensität)               E = k*log(I) + c Gültigkeitsbereich eingeschränkt wie beim Weberschen Gesetz, aber nicht für alle Modalitäten (z.B. Ausnahme Schmerz) Beginn der Funktion: absolute Schwelle  
  • psychophysische Funktion (Stevens) Erweiterung zu Fechner: E = k*In  = Stevens Potenzgesetz basierend auf Angabe der Empfindungsstärke als Zahl relativ zu Vergleichsreiz Verdichtung (Helligkeit) Spreizung (Schmerz)  
  • probabilistische Entscheidungstheorie Basis: sensorische Info aus Umwelt durch Beschränkungen (noise): probabilistische Rückschlüsse auf Zustand der Umwelt Beschreibung der Bedingungen von Entscheidungen Erklärung des menschlichen Verhaltens führte zur Entwicklung der Signalentdeckungstheorie
  • Wahrscheinlichkeitsfunktion SDT x-Achse: perzeptueller Effekt y-Achse = Wkt der Wahrnehmung eines best. perzeptuellen Effekts aufgrund von... ...abgetragen = 1. Zustand N (noise allein)                        2. Zustand N + S (Stimulus) Überlappung der Verteilungen 1. und 2. --> Fehler
  • probabilistische Zusammenhände in der SDT perzeptueller Effekt x  probabilistisch abhängig von den bedingten Wahrhscheinlichkeiten: p(x | N) und p(x|S+N)
  • Determinanten der Etscheidung SDT Sensitivität(Empfindlichkeit der Wahrnehmung, variiert interindividuell) d' = Abstand zwischen Peaks der Dichtefunktionen = unabhängig vom Kriterium Kriterium = c = Antworttendenz der Person = Schwelle ab der "ja" gesagt wird = veränderbar durch verschiedene Payoffs, etc.
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  • 3 Arten der Antwortkriterien 1. neutrales Kriterium: misses und false Alarms sind gleich wahrscheinlich, Grenze wird genau dort angesetzt, wo sich Dichtefunktionen schneiden 2. liberales Kriterium: false alarms wahrscheinlichers als misses: Greze nach links verschoben 3. konservatives Kriterium: misses wahrscheinlicher als false alarms: Grenze nach rechts verschoben
  • ROC-Kurve Receiver Operating Characteristic dargestellt als Isosensitivitätskurve x-Achse = % falsche Alarme y-Achse = % Hits Krümmung = Sensitivität (je stärker, desto höher)
  • Unterschiede SDT-Psychophysik (Methodik) SDT = 1 Stimulus, manchmal, geringe Intensität, hits, misses, false alarms und correct rejections, Manipulation durch Payofss, ROC-Kurve Psychophysik = >=5 Stimuli unterschiedlicher Intensität, % wahrgenommener Stimuli, keine Manipulation, Schwellenwertskurve ermittelt (psychohysische oder psychometrische Funktion)