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Wirtschaftsgeographie (Fach) / Klausurvorbereitung (Lektion)
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- Fordismus Die durch Ford eingeführten Produktionsmethoden: Fließbandfertigung (1913) tayloristische Arbeitsorganisation extreme Standardisierung
- Fordismus Produktionsstruktur die ProStr entsprach ein Konsummuster, das durch die Massennachfrage nach langlebigen Verbrauchsgütern gekennzeichnet war.
- Krise des Fordismus Ende des Wirtschaftswachstums von 1970-1980 in den Industriestaaten nach dem 2. Weltkrieg Zur überwindung der strukturellen Kriese waren neue Produktions, Konsum, und Regulationsmuster notwendig.
- Sektoren in der Wirtschaft Sektoren weisen jeweils ähnliche Merkmale hinsichtlich der Art der Produkte und ihrer Erstellung auf und sie weisen jeweils sektorenspezifisch typisch betriebliche Standorte und Standortsysteme auf
- Primärer Sektor (Urproduktion) Landwirtschaft
- Sekundärer Sektor verarbeitende Wirtschaft (Produktion)
- Teritärer Sektor immaterielle Güter (Dienstleisungen)
- Zusammenhang zwischen einer Region und Anteil der Wirtschaftssektoren Geringe Entwicklung = 80% primär Gut Entwickelt = 50% sekundär Gutes Wirtschaftswachstum = 60% tertiär
- Wichtige Tribkräfte für den sektoralen Wandel sind: auf Seiten der Unternehmer die Erhöhung der Arbeitsproduktivität auf Seiten der Nachfrager der Einkommensanstieg
- Entwicklungsphasen Bis zum 1. WK Extensive Akkumulation (Handwerk, Manufaktur, Handel)
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- Entwicklungsphasen Zwischenkriegszeit: Intensive Akkumulation ohne Massenkonsum
- Nachkriegszeit bis 1970 Intensive Akkumulation mit Massenkonsum
- Entwickungsphasen Seit 1970 Postfordistische Akkumulationsregime
- Sektorenteorie nach Clark(1940), Hoover(1948), Fourastié(1954) Hypothese: Wirt. Wachstum wird hauptsächlich von einer Verlagerung des Schwergewichtes der Wirtschaftstätigkeit vom primären über den sekunderen zum tertiären Sektor. Eine zunahme des Einkommens zu einer Verschiebung von Gütern des primären Bereichs zu Industriegütern und schließlich zu Dienstleistungen.
- Sektoraler Wandel in Entwicklungsländern In Entwicklungsländern erfolgt häufig ein direkter Übergang von Landwirtschaft zu formellen und informellen Aktivitäten im Dienstleistungsbereich.
- Gründe für den Sektoralen wandel in Entwicklungsländern Aufgrund einer schnell wachsenden Bevölkerung und durch den technologischen Wandel werden in der Landwirt. innerhalb kürzester Zeit viele Menschen arbeitslos. Im gleichen Zeitraum werden nicht viele Arbeitsplätze in der Industrie geschaffen.
- informeller Sektor unregelmäsige Gelegenheitsarbeiten. Eine staatliche Regelung und Kontrolle findet nicht statt (Schwarzarbeit)
- Standortliche Ebene In kleinen Siedlungen des ländlichen Raumes dominiert der primäre Sektor. Durch zunehmende Siedlungsgröße mehr Effizienz von sekundären Aktivitäten und dann absinken durch erhöhte Standortkosten Effizienz der tertiären Aktivitäten erhöht sich In Großstädten findet man auch einen quartären Sektor
- Quartärer Sektor Hochproduktive quartäre Aktivität (Forschung und Entwicklung)
- Thünen´sche Ringe nach Thünen benannte Ringe eines Kreismodelles, die den Zusammenhang von Grundrente und Standort der landwirtschaftlichen Produktion verdeutlichen sollen
- Thnen´sch Annahmen a) Existenz eines von der übrigen Welt abgeschlossensn Staates (der isolierte Staat) b) keine natur- und anthropogeoraphische Differenzierungen dieser Fläche c) Dominanz einer einzigen großen Stadt auf die die Agrarwirtschaft ausgerichtet ist d) Gewinnmax. durch die Landwirtschaft wird angestrebt e) Anstie der Transportkosten proportional zur Entfernung (Luftlinie) zwischen Produktionsstandort und Absatzort, sowie zum Gewicht des Produktes
- Ziel der Annahmen durch Thünen Optimale Ordnung der Bodennutzung, die den höchstmöglichen Reinertrag (Lagerente) abwirft.
- Formel nach Thünen R=E x (p-a) - E x f x k R = Lagerente p = Marktpreis pro Produkteinheit f= Transporkosten pro Produkt- und Entfernungseinheit E = Produktionsmenge je Flächeneinheit a = Produktionskosten je Produkteinheit k = Distanz zwischen Produktionsstandort und Markt
- Ergebniss der Formel In Marktnähe kann infolge geringer Transportkosten ein höherer Gewinn erzielt werden als in Marktferne
- Der marktnahe Landwirt kann seinen Betrieb durch erhöhten Kapital- und Arbeitseinsatz stärker intensivieren. Die höhere intensivierung der marktnahen Bewirtschaftung ergibt sich auch zwangsweise aus den höheren Löhnen, Boden- und Pachtpreisen.
- Der marktferne Landwirt muss seine Produktionskosten infolge hoher Transportkosten senken und demnach extensiver wirtschaften. So ergeben sich je nach Transporteigenschaften der Produkte unterschiedliche Standortbereiche.
- Die ringförmige Nutzungsanordnung nach Thünen folgen in mitteleuropäischen Betrieben häufig von innen nach außen Gartenland und Weiden für das Milchvieh, Feldland und Wald. In subtropischen Gebieten werden Agrumen-, Wein und Olivenkulturen von extensiverem Weizenbau und ortsfernen Weiden umgeben. In wechselfeucht-tropischen Räumen folgen ortsnaher intensiver Bewässerungsreisbau, extensiver Regenfeldbau und periphere Naturweiden aufeinander
- Ableitung nach Thünen extensive Betriebszweige sind mit zunehmender Marktentvernung überlegener, sowie umgekehrt intensive mit zunehmender Marktnähe.
- Ringe heute 1 Ring Handel/Dienstleistungen 2. Ring Industrie/Gewerbe 3. Ring Wohnen 4. Ring Landwirtschaft
- Unterschiedliche Betriebsformen Gewinnungsbetriebe (Rohstoffe - Standortwahl vorgegeben) Veredelungsbetriebe (Bearbeiten von Rohstoffen und Fabrikaten) Fertigungsbetriebe (Herstellen von Erzeugnissen)
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- Standorttheorien Kritik Der Mensch verhält sich nicht immer wie ein Homo Oekonomicus
- Erkenntnistheorie nicht alle Infos stehen dem Unternehmen zur Verfügung
- Kontextspezifisch Unternehmen streben nach Macht, Gewinn ist zweitrangig, Standort ist auch oft nähe zum Wohnort des U.)
- Empirisch Austauschpartner ist Entscheidungsträger (Spieltheorie)
- Kritik 2 Die traditionellen Theorien sind für Ein-Betriebs Unternehmen entwickelt worden. Dieses Konzept ist unzureichend, da sich im 20 Jhd. komplexe Unternehmens- und Organisationsstrukturen entwickelt haben.
- Kritik 3 Standorttheorien betonen die Transportkosten übermäßig. Bei 1/4 der Unternehmen betragen die Transportkosten weniger als 5% Transportkosten haben heute keine große Bedeutung mehr.
- Faktoren, die heute ein Rolle spielen Arbeitskräfte bzw. Arbeitslohn Boden bzw. Bodenpreise Subventionen Persönliche Entscheidungen der Unternehmer (weiche Standortfaktoren)
- Räumliche Wirkung der Industrie Agglomerationsprozesse Große arbeitsintensive Betriebe verstärken Bevölkerungs- Siedlungs und Verkehrskonzentration
- Globalisierung Definition Zunahme der internationalen Verflechtungen von Gesellschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. Auf wirtschaftlicher Ebene im überpropotionalen Zuwachs von Warenströmen, Direktinvestitonen, Finanztransaktonen und Informationsaustausch dokumentiert.
- verursachende Elemente der Globalisierung sind verstärkte politische Zusammenarbeit, der Ausbau der Infrastruktur mit sinkenden Transport- und Transaktonskosten und der durch technisch-organisatorische Innovationen bedingte Wandel im Produktons- und Unternehmenssystem.
- Schritte der Globalisierung 1. Handel (Export/Import) 2. Direktinvestitionen 3. Kooperationen mit anderen Unternehmen im Ausland (strategische Allianzen mit und ohne Kapitalbeteiligung) 4. Lizensverträge und Franchising 5. Kredite
- Global Commodity Chains (GCC) Waren- und Wertschöpfungsketten
- Warenkette Verbindung vom Rohmaterial, über die Herstellung bis zum Verkauf
- Klassische Warenketten Materialfundort über verschiedene Verarbeitungsstufen Verkauf Der Grad der Verarbeitung wird schrittweise erhöht
- Heute durch Globalisierung komplexere Commodity Chains Die Schnittstellen zwischen den einzelnen Schritten und Einheiten gewinnen an Bedeutung
- Schnittstellen der Commodity Chain Als konstitutive Elemente der GCC gelten nicht nur materielle input-output Beziehungen, sondern auch immaterielle Verflechtungen.
- Die Partner in GCC besitzen oft ungleiche Macht, durch welche sie Einfluss auf Preise und Informationsweitergabe nehmen und damit auch die Wettbewerbssituation der Einheiten prägen.
- Produzentendominierte Commodity Chain treten vorallem bei großen kapital- und technologieintensiven Produktionen multinationalen Industrieunternehmen auf. (Automobilindustrie, Flugzeugbau, Halbleiterproduktion) bei denen wenige Anbieter vielen Nachfragern gegenüberstehen. Sie besitzten großen Einfluss auf die Zulieferer hinsichtlich qualität und Preise und haben eine starke Position gegenüber dem Handel.
- Käuferdominierte Commodity Chain bestehen dagegen bei eher standardisierten, teilweise arbeitsintensiven Konsumgüterproduktionen wie Bekleidung, Haushaltsartikel, Spielwaren und Lebensmittel, wo viele Produzenten ähnlicher Güter auf eine begrenzte Zahl von Großnachfragern treffen. Große Handelsunternehmen können hier ihre Produkt- und Preisvorstellungen gegenüber dem Hersteller durchsetzen.
- Ergänzende Aspekte zur Commodity Chain Als zusätzliche wichtige Einflussgröße gilt das institutionelle bzw. politische Rahmenwerk, welches auf internationaler Ebene wie zB. das internationale Multifaserabkommen für die Bekleidungsproduktion oder nationaler Ebene wie zB. die Wirtschaftspolitik die Beziehungen prägen. Auch kann unter besonderen Bedingungen die Seite der Endnachfrager als prägendes Element große Bedeutung erlangen zB. vom Konsumenten dominierte Ketten