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GesWiss (Fach) / A Learn First: "Top 10" Fragen (Lektion)
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- Für die Wirksamkeit eines neuen Medikamentes gegen Schlaganfall errechnet eine Studie ein relatives Risiko von 0.8 (95%-Konfidenzintervall von 0,7 bis 0,9). Was bedeutet dies? 1. Die Wahrscheinlichkeit, unter Medikamentengabe einen Schlaganfall zu erleiden, beträgt 80%. Ohne Medikament liegt das relative Risiko bei 100%. Es besteht demnach ein 20% niedrigeres Risiko einen Schlaganfall zubekommen, wenn man das Medikament nimmt. → signifikantes Ergebnis 2. mit 95%iger Wahrscheinlichkeit liegt der wahre Wert innerhalb des Intervalls von 0,7 bis 0,9 je kleiner das Intervall, desto präziser die Schätzung Wert 1: nicht bedeutsam → nicht interpretieren
- Was ist der Unterschied zwischen einem (Erkrankungs-)Risiko und einem relativen Risiko? 1. Das Erkrankungsrisiko gibt das Risiko (z.B. in %) an, überhaupt zu erkranken. 2. Das relative Risiko Verhältnis der Krankheitsrate von zwei Gruppen Inzidenz der Krankheit bei ExponiertenInzidenz der Krankheit bei Nicht-Exponierten gibt an, um wieviel wahrscheinlicher es ist, unter einer bestimmten Exposition zu erkranken.
- Was ist der Unterschied zwischen dem relativen Risiko und dem Odds Ratio? Das Relative Risiko gibt das Verhältnis zwischen der Inzidenz in der exponierten uind der Inzidenz in der Nicht-Exponierten Gruppe an. von 0 -100% → Anwendung z.B. Kohortenstudie Die Odds Ratio gibt das Chancenverhältnis an, dass ein Ereignis in der Fall-Gruppe oder in der Kontroll-Gruppe eintritt. Quotient aus zwei Odds Die Odds Ratio gibt an, wieviel mal so hoch die Chance ist, einen Outcome zu erhalten bzw. krank zu werden. Bsp. eine Schulklasse in einem feuchten Klassenraum, eine in einem trockenen. 1:4 dividiert durch 1:9 Quote von 0 - ∞ → Anwendung in Fall-Kontroll-Studie
- Was bedeutet es, wenn bei OR oder RR die 1 mit eingeschlossen ist? Es liegt keine Wirkung vor, da 1 vergleichbar mit 0 keine rechnerischen Auswirkungen bei einer Multiplikation hat.
- Studientypen und Effektmaße Querschnittstudie → Prävalenz (Vorkommen, Verteilung)* Fall-Kontroll-Studie → Odds Ratio (Stärke des Zusammenhangs)* Kohortenstudie → Relatives Risiko (Stärke des Zusammenhangs)* Ökologische Studie → Korrelation (Stärke der stat. Beziehung zwischen 2 oder mehreren Variablen) von Krankheiten und Risikofaktoren bzw. zwischen Outcome und Exposition
- Def. Confounder bzw. konfundierende Variable Störgrößen, z.B Alter, sozioökonom. Status, Tabak- und Alkoholkonsum, Geschlecht werden rechtzeitig entdeckt und sind im Ggs. zu Bias noch zu korrigieren
- Möglichkeiten zur Verbesserung einer Studie: Randomisierung - gleichmäßige Verteilung von Confoundern auf 2 Gruppen nach Zufallsprinzip Matching: Fälle möglichst ähnliche Kontrollen zuordnen Restriktion: Einschränkung der Studienbevölkerung auf bestimmte Teilgruppe Stratifikation - Untersuchung einzelner Untergruppen multivariate Verfahren (stat.), um Confounder herauszurechnen
- Fall-Kontroll-Studie: Was versteht man unter matching? Warum werden matched pairs bzw. matching angewendet? Je ähnlicher sich die Fälle und Kontrollen sind, um so wahrscheinlicher kann ein Merkmal/eine Erkrankung auf die zusätzliche Exposition zurückgeführt werden.
- Fall-Kontroll-Studien: Hauptmerkmale 1. START mit Erkrankten retrospektiv → Vergleich von Erkrankten + Gesunden in Bezug auf Exposition: Expo ← Fälle und Kontrollen (Gegenwart) Frage: Tritt Expo in beiden Gruppen unterschiedlich häufig auf? Falls ja, dann Hinweis auf Assoziation zwischen Expo + Outcome Odds Ratio: Methode, um Assoziation zu berechnen und zwar als Quote der Odds der Fälle und der Odds der Kontrollen
- Fall-Kontroll-Studien: Vorteile (4) seltener Outcome → gezielte Auswahl möglich → z.B. bei neuen Symptomen (z.B.durch Contergan) mehrere Expositionen möglich lange Latenzzeit → Zeit spielt keine Rolle relativ schnell + preiswert
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- Fall-Kontroll-Studien: Nachteile (4) bei seltener Expo nicht geeignet viele Outcomes können nicht untersucht werden Inzidenz kann schlecht bestimmt werden, wenn mit Prävalenzen gestartet wird → Erinnerung an Exposition unterschiedlich Lösung: mit inzidenten Fällen starten Bias: Kontroll-Gruppe mit gleicher Expo finden schwierig
- Ökologische Studien: Vorteile (3) aggregierte Daten häufig verfügbar schnell und kostengünstig teilweise übergeordnete Ebene von Interesse → versuchen, relevante Expositionsarten (z.B. Lärm, Luftverschmutzung) auf regionaler ( nicht individueller) Ebene zu untersuchen, und eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zu ermitteln. (Vgl. Gesundheitssysteme)
- Ökologische Studien: Nachteil Rückschlüsse von aggregierten Daten auf Einzelfall sehr schwierig und können zu falschen Schlussfolgerungen über einzelne Individuen führen. Bsp.: Trugschluss Alphabetisierungsquote USA 1950er
- Ökologische Studien: Hauptmerkmale (3) Expo und Outcome von verschiedenen Bevölkerungen oder mehreren Zeitpunkten untersucht aggregierte* Daten verwendet, nicht von Individualdaten (arbeiten mit Durchschnittswerten, nicht mit einzelnen Personen) meist Korrelationsstudien *zusammengefasst
- Mit welchem Studientyp würden Sie die Prävalenz einer Krankheit erheben? Querschnittstudie
- Kriterien für Querschnittstudien: (3) zeitgleiche Untersuchung von Exposition und Outcome → einmalige Untersuchung bzw. Untersuchungszeitraum → keine Auswahl der Teilnehmer nach Status (der Expo. o. Erkr.) Bsp. Elektrosmog
- Querschnittstudie: Merkmale Prävalenzstudien (relative Häufigkeit) Verteilung von Exposition/Risikofaktoren oder Erkrankungen im Verhältnis zur def. Bevölkerung herausfinden ein Messzeitpunkt/ einmalige Befragung schnell, preiswert, wenig aufwändig deskriptiv "Dauer" des Zeitpunkts/der Datenerhebung kann länger sein → abhängig von der Anzahl der befragten Personen
- Fall-Kontroll-Studie: Confounder und zwei Möglichkeiten der Kontrolle Störfaktor (lat. confundere = vermischen) müssen adjustiert werden, wenn sie vorhanden sind, sonst beeinflusst er das Ergebniss → Beispiel: Alter, sozioökonom. Status, Geschlecht als Confounder Restriktion, z.B. Beschränkung der Altersgruppen Matching: Zuordnung von ähnlichen Kontrollen
- Welche Arten von Veränderungsmessungen sind Ihnen bekannt? direkte Veränderungsmessung indirekte Veränderungsmessung quasi-indirekte Veränderungsmessung zielorientierte Ergebnismessung (ZOE)
- Transtheoretisches Modell: Absichtslosigkeit (precontemplation) Absichtsbildung (contemplation) Vorbereitung (preparation) Umsetzung (action) Stabilisierung (maintenance) Termination
- Transtheoretisches Modell im Präventionsprogramm: (5) Welches Problem behandeln?Welches Verhalten ändern?Welche Zielgruppe? Wie soll die Veränderung umgesetzt werden? Mit welchen Maßnahmen/Methoden? Auf welchen Ebenen des Transtheoretischen Modells wird wie angesetzt?
- Veränderungsmessung: Vor- und Nachteile der 4 Typen 1. Indirekt und Zielerreichung: Besser: durch 2 Meßzeitpunkte kann Veränderung gemessen werden als Direkt → nur ein Messzeitpunkt und quasi Indirekt, da → Erinnerung an Status kann schnell verzerrt sein
- Healthy Worker Effekt Unterschätzung des Zusammenhangs zwischen einer exponierten Gruppe von (kerngesunden, jungen) Arbeitern und der Allgemeinbevölkerung. Gefahr: Exposition wird als Schutzfaktor interpretiert → gilt v.a. für Kohortenstudien
- Ökologische Studie: 1. Korrelation Def. und 2. Interpretation Korrelationskoeffizient 1. beschreibt die Stärke der statistischen Beziehung zwischen 2 oder mehreren Variablen 2. 0,1 - 0,3 schwacher Zusammenhang 0,3 - 0,5 mäßiger Zusammenhang über 0,5 starker Zusammenhang
- Fall-Kontroll-Studie: Warum sollte man an besten inzidente und nicht prävalente Fälle aufnehmen? Weil wir bei prävalenten Fällen nicht sicher sein können, ob die Exposition tatsächlich vor dem Outcome aufgetreten ist. (Bsp. nur noch 1 Tasse Kaffe, weil das Magengeschwür schon da war).
- Wozu ist ein Signifikanztest gut? Um festzustellen, ob das Stichprobenergebnis auch für die Allgemeinheit gilt.