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GesWiss (Fach) / Studientypen (Lektion)

Public Health

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  • Querschnittststudie (4) = Prävalenzstudien (relative Häufigkeit) Verteilung von Exposition/Risikofaktoren oder Erkrankungen im Verhältnis zur def. Bevölkerung herausfinden ein Messzeitpunkt/ einmalige Befragung schnell, preiswert, wenig aufwändig deskriptiv "Dauer" des Zeitpunkts/der Datenerhebung kann länger sein → abhängig von der Anzahl der befragten Personen  
  • Längsschnittstudie mind. zwei zeitlich aufeinanderfolgende Befragungen
  • Gemeinsamkeiten (3): Fall-Kontroll-Studien und Kohortenstudien analytische Studien  Stärke von Zusammenhang zwischen Expo und Krankheit wird untersucht Verteilung von Risikofaktoren oder Krankheiten
  • Assoziation (3) gleichzeitiges Vorhandensein von zwei Faktoren die Kausalität ist nicht klar (was war zuerst da) typisch für Querschnittstudie!!!
  • Querschnittstudie: relative Häufigkeit = Prävalenz, denn es wird das Verhältnis der erkrankten oder exponierten Personen zur gesamten Teilnehmerzahl gemessen, einer genau def. Gruppe, z.B. 12 von 1000, die einer Exp. ausgesetzt sind oder krank werden. Die relative Häufigkeit bezieht die absolute Häufigkeit (12) auf die gesamte befragte Personenzahl (1000) rel. Häufigkeit=12/1000 Multiplizierst du die relative Häufigkeit mit 100 dann hast du die rel. Häufigkeit in %. Erg.: 1,2 %
  • Kann man mit Querschnittstudien die Inzidenz berechnen? Nein, denn das Erinnerungsvermögen der Teilnehmer ist unzuverlässig!
  • Kriterien für Querschnittstudie (3) → zeitgleiche Untersuchung von Exposition und Outcome   → einmalige Untersuchung bzw. Untersuchungszeitraum → keine Auswahl der Teilnehmer nach Status (der Expo. o. Erkr.) Bsp. Elektrosmog
  • Kohortenstudie 1. Hauptmerkmal (4) 2. Frage 1. prospektives Verfahren START mit Gesunden! Bevölkerung wird beobachtet ausreichend langer Zeitraum daraus: Gruppe mit Exposition und Gruppe ohne Exposition 2. Outcome? bzw. steht Exposition mit Outcome in Verbindung? Bsp. röm. Legionäre (Kämpfende und Flüchtende) und Gallier
  • Kohortenstudie Beispiel: EPIC (European Prospective Investigation into Nutrition and Cancer) seit Mitte der 90er  
  • Kohortenstudie: Das Vorgehen 1. Teilnehmer rekrutieren 2. Exposition ermitteln (wer exponiert ist und wer nicht) 3. Beobachten beider Gruppen über längeren Zeitraum 4. Outcome ermitteln Unterscheidet sich die Häufigkeit des Outcomes beider Gruppen: → möglicher Zusammenhang zwischen Expo und Outcome Beachte: Gruppen müssen sich jedoch in anderen Merkmalen ähnlich sein, z.B. Altersverteilung
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  • Kohortenstudie: Vorteile (4) 1. zeitliche Abfolge von Expo und Outcome kann ermittelt werden 2. eine Expo → mehrere Outcomes (Bsp. Rauchen) oder mehrere Expos → mehrere Outcomes 3. gut für seltene Expos 4. Inzidenz kann errechnet werden und das Verhältnis der Expos und Nicht-Expos gibt Aufschluss über Risiko- und Schutzfaktoren
  • Kohortenstudie (Def.) (3): Inzidenzstudie prospektiv analytisch  
  • Kohortenstudie: Was könnte eine hohe Inzidenz einerseits in der Gruppe der Exponierten und andererseits in der Gruppe der Nichtexponierten aussagen? Inzidenz Exponierte > Inzidenz Nichtexponierte→ Assoz positiv Expo könnte ein Risikofaktor sein Inzidenz Nichtexponierte > Inzidenz Exponierte → Assoz negativ Expo könnte ein Schutzfaktor sein
  • Kohortenstudie: Nachteile (4) 1. Aufwändig und teuer 2. Oft sehr viele Studienteilnehmer- Rekrutierung manchmal schwierig → sehr große Gruppe notwendig, um statistisch auswerten zu können 3. Ergebnisse oft erst nach langer Zeit 4. wenn häufige Expo (z.B. Mobilfunk) kann man schlecht eine Vergleichsgruppe aufstellen!!! oder seltener Outcome (z.B. Osteogenesis imperfecta)
  • Fall-Kontroll-Studien: Hauptmerkmale 1. START mit Erkrankten retrospektiv →      Vergleich von Erkrankten +  Gesunden in Bezug auf Exposition: Expo ← Fälle und Kontrollen (Gegenwart)           Frage: Tritt Expo in beiden Gruppen unterschiedlich häufig auf?           Falls ja, dann Hinweis auf Assoziation. Odds Ratio: Methode, um Assoziation zu berechnen              
  • Kohortenstudie: Alternative historische Kohortenstudie: "damit es nicht so lange dauert" Einbezug alter Daten Untersuchungszeitraum kann in der Vergangenheit starten und  bis in die Gegenwart reichen  und in die Zukunft ausgedehnt werden Beachte: Es wird Zusammenhang zwischen Expo und Outc untersucht und zwar jeweils prospektiv Vergangenheit bis Gegenwart = prospektiv Gegenwart bis Zukunft = prospektiv z.B. Fabrikarbeiter mit Farbstoff Anilin
  • Fall-Kontroll-Studien: Vorteile (5) bei seltenem Outcome → gezielte Auswahl möglich bei neuen Symptomen (z.B.durch Contergan) bei langer Latenzzeit → Zeit spielt keine Rolle mehrere Expositionen möglich relativ schnell + preiswert
  • Fall-Kontroll-Studien: Nachteile (4) bei seltener Expo nicht geeignet Inzidenz kannnicht bestimmt werden → Erinnerung an Expo unterschiedlich Bias: Kontroll-Gruppe mit gleicher Expo finden schwierig mehrere Outcomes können nicht untersucht werden
  • (Haupt-)Unterschied Fall-Kontroll-Studie und Kohortenstudie: →→→            Kohortenstudie      →→→   Exposition                                    Erkrankung ←←←          Fall-Kontroll-Studie   ←←← (Ausgangspunkt- und Ziel beider Studiendesigns)  
  • RCT-Randomisierte kontrollierte Studien: Hauptmerkmale (5) Vergleich von zwei Gruppen, die sich ähnlich sind Interventionsstudie: Forscher bestimmen, welche Gruppe exponiert wird und welche nicht → Interventions- und Kontrollgruppe experimentell und prospektiv Randomisierung: Teilnehmer werden den Gruppen zufällig zugeteilt Verblindung: → Teilnehmer wissen nicht, ob sie in der Kontroll- oder Vergleichsgruppe sind → Arzt weiß es auch nicht Bsp.: Medikamentenstudie mit Verum und Placebo
  • RCT: Wie vermeidet man Bias in der RCT? Randomisierung Verblindung
  • RCT: Was ist unter Goldstandard zu verstehen? bester Studientyp, um Zusammenhang zwischen Expo und Outcome zu beweisen RCTs, z.B. bei der klinischen Prüfung von Arzneimitteln
  • RCT: Warum sind moralische Überlegungen anzustellen? Es geht um Therapie vs Nicht-Therapie
  • RCT: Vorteil (1) und Nachteile (3) Vorteil: Plausible Herleitung von Kausalität, insb. durch Randomisierung und Verblindung d.h. die Strukturgleichheit der Gruppen wird gewährleistet, denn auch die personengebundenen Störfaktoren werden neutralisiert. Nachteile: therapeutisches Setting oft nicht alltagsnah moralische Probleme methodische Probleme bei Verblindung
  • RCT- Verblindung: Welche Möglichkeiten existieren? 1. Einfach: Patient 2. Zweifach: Patient und Behandelnder 3. Dreifach: Patient, Behandelnder und Auswerter
  • Ökologische Studien: Hauptmerkmale (3) Expo und Outcome von verschiedenen Bevölkerungen   oder mehreren Zeitpunkten untersucht aggregierte* Daten verwendet, nicht von Individualdaten (arbeiten mit Durchschnittswerten, nicht mit einzelnen Personen) meist Korrelationsstudien   *zusammengefasst
  • Ökologische Studien: Nachteil Rückschlüsse von aggregierten Daten auf Einzelfall sehr schwierig  Bsp.: Trugschluss Alphabetisierungsquote USA 1950er
  • Ökologische Studien: Vorteile (3) aggregierte Daten häufig verfügbar schnell und kostengünstig teilweise übergeordnete Ebene von Interesse → versuchen, relevante Expositionsarten (z.B. Lärm, Luftverschmutzung) auf regionaler ( nicht individueller) Ebene zu untersuchen, und eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zu ermitteln.           (Vgl. Gesundheitssysteme)
  • A Studientypen: Welche Fragestellung könnten mit welchen Studientypen beantwortet werden? (5) Querschnittstudie: Wie verbreitet sind Expo und Outcome? Kohortenstudie: Wie hängt Expo mit Outcome zusammen? Wer wird krank? Fall-Kontroll-Studie:Welche Expos könnten Outcome verursachen bzw. könnte ein Expo für ein Outcome verantwortlich sein? Warum wird jemand krank? RCT: Welche Intervention/Therapie hilft? Ökologische Studie: Wie krank oder gesund sind Bevölkerungen im Vergleich?
  • Fall-Kontroll-Studie: Ein signifikanter Unterschied zwischen der exponierten und der nicht exponierten Gruppe hat eine Bedeutung. Welche? signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen bedeutet eine Korrelation zwischen Risikofaktor und Erkrankung.
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  • Ökologische Studien: Welche Fragen könnte man mit ÖS beantworten? (4) z.B. nach dem durchschnittlichen Alkoholkonsum, staatl. Gesundheitsausgaben pro Person, Kalorienzufuhr, Einkommen, landesweite Inzidenz oder Mortalität einer Erkrankung