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Diagnostik und Therapie (Fach) / Dekubitus (Lektion)
- Definition ist eine Wunde, die sich in der oberen Hautschicht infolge eines anhaltenden externen Drucks entwickelt und sich dann sowohl strahlenförmig als auch in tiefere Gewebsschichten vergrößert.
- Entstehung Mangeldurchblutung--> nährstoff- und sauerstoffreiches Blut kann nicht mehr zu den Zellen transportiert werden--> Ischämie Körperzellen in diesen Arealen sterben ab (Nekrose), Nervenzellen schon früher irreversibel geschädigt venöse Durchblutung unterbrochen--> saure Stoffwechselprodukte werden nicht abtransportiert--> Übersäuerung des Gewebes--> Vasodilatation, erkennbar durch Rötung Gefäßdilatation--> Flüssigkeits- und Eiweißansammlungen im Gewebe --> Blasen ud Ödeme
- Risikofaktoren intrinsisch: Adipositas, Kachexie, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, hohes Alter, Mobilitätseinschränkungen extrinsische: sedierende Medikamente, falsche oder mangelnde Körperhygiene, Pflegefehler/ Scherkräfte, Feuchtigkeit, Inkontinenz
- Einteilung Grad 1: Rötung, die bei Druck zunächst verschwindet, Haut intakt Grad 2: Teilverlust der Haut, Epidermis bis Teile der Dermis deschädigt, Blasenbildung Grad 3: Schädigung aller Hautschichten, Nekrose des subkutanen Gewebes, Schädigung bis zur Faszie Grad 4: Nekrosen bis in Muskulatur, häufig Knochen und Periostbeteiligung
- Symptome Juckreiz, Brennen, Schmerzen, Depressionen, Apathie --> Mobilität sinkt weiter weitere Gefahren: Sepsis, bakterielle Infektionen, Knochenmarksentzündungen, Knochenabszesse, Pneumonie
- Diagnostik sichtbare Veränderungen der Haut Einteilung nach Norton-, Braden- oder Waterlowskala individuelle Wiederholung der Risikoeinschätzung
- Therapie Lokaltherapie: Nekroseentfernung, Infektionsbekömpfung, Wundversorgung, Evaluierung Kausaltherapie: vollständige Druckentlastung--> Mikrolagerung, Ernährungsverbesserung--> Steigerung des Energie- und Proteinbedarfs
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