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Innere - KKK (Fach) / KKK (Lektion)
KKK
Diese Lektion wurde von cynthia_frana erstellt.
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- Anämien in Europa & USA (Häufigkeit in abnehmender Inzidenz) - Eisenmangelanämie (29% (1/3)) > in der 3. Welt noch häufiger - Anämie bei chronischen Erkrankungen (rheumatoide Polyarthritis, CED, Tumorerkrankungen, Infektionen) - akute Blutungen - Hämolyse (Thalassämie in Afrika, Sichelzellanämie, Sphärozytose in Europa) - Knochenmarksinsuffizienz (Leukämien, MDS, Lymphom, Tumore)
- Anämieursachen - Anämie bei chronischen Erkrankungen - Eisenmangelanämie - akute Blutung/postoperativ - Vitamin B12- und Folsäuremangel - chronische Leukämie o. Lymphom - MDS (Myelodysplastisches Syndrom) - Renale Anämie - Hämolytische Anämien und andere - unklar
- Erythropoese - stimuliert durch Erythropoetin (EPO), das bei Sauerstoffmangel im Gewebe (Hypoxie) in der Niere gebildet wird - Multipotente Stammzelle > Unipotente Stammzelle (ERC-erythropoetin responsive cell) > Proerythroblast > Erythroblast > Normoblast (basophil-polychromatophil-orthochromatisch) > Retikulozyt > Erythrozyt - Entwicklungszyklus im KM (bis zum Retikulozyt) dauert etwa 6 Tage (Hb-Gehalt nimmt zu; Größe nimmt ab; RNA-Gehalt nimmt ab) > Bildung kann bis auf das 8- bis 10fache erhöht werden > anzahl der Retikulozyte lässt sich durch Gabe von G-CSF über das natürliche Maß hinaus erhöhen
- Retikulozytenproduktionsindex (RPI) - Kennzahl, die die Regenerationsfähigkeit der Erythropoese abbildet - Ermittlung durch Formel: (Retikulozyten(%) x Hkt) / (Shift (Tage) x 45) Grundsätzlich ist bereits der Anteil der Retikulozyten im peripheren Blut ein geeigneter Marker um die Aktivität der Neubildung von Erys im KM abzuschätzen. Der RPI korrigiert diesen Wret um 2 Faktoren und führt so insbesondere bei der Beurteilung von Anämien zu aussagekräftigeren Werten! - RPI = 1 (gesund) - RPI > 3 (Anämie bei ungestörter Erythropoese) - RPI < 1 (Anämie bei relativer erythropoetischer Insuffizienz
- Retikulozytenshift - beschreibt die Verschiebung der Reifungsortes der Retikulozyten vom KM in das Blut in Abhängigkeit vom Hkt !!! = Korrekturfaktor - Abfall des Hkt > früherer Uebertritt der Retikulozyten aus dem KM und zu einer entsprechend längeren Verweildauer der Erythrozytenvorstufen im peripheren Blut > führt bei gleicher Retikulozytenproduktion zu einem erhöhten Anteil von Retikulozyten im Blut > die Aussagekraft des Retikulozytenanteils als Kennzahl für die Aktivität der Erythropoese ist somit in diesem Fall eingeschränkt > daher korrigiert der RPI den Antiel der Retikulozyten im Blut um den Retikulozytenshift in Tagen (= Tage, die ein Retikulozyt im peripheren Blut verbringt - Hkt 45% > Shift 1 - Hkt 35% > Shift 1,5 - Hkt 25% > Shift 2 - Hkt 15% > Shift 2,5
- Morphologische Einteilung der Anämien Normochrom normozytär > Akute Blutung, sekundäre Anämie, KM Infiltration Hypochrom mikrozytär > Eisenmangel, Hb-pathien Hyperchrom makrozytär > Alkoholismus, Folsäuremangel, Vitamin B12 Mangel, Hypothyreose
- Echinozyten (Stechapfelzellen) - kugelige Form mit zahlreichen stumpfen Fortsätze - bei Lebererkrankungen, nach Splenektomie, ...
- Echinozyten (Stechapfelzellen) - kugelige Form mit zahlreichen stumpfen Fortsätze - bei Lebererkrankungen, nach Splenektomie, Urämie, HUS, ...
- Akanthozyten (Stachelzellen) - bei einigen Lebererkrankungen und Bluterkrankungen, nach Milzentfernung, ... - sind den Echinozyten sehr änlich, können alleine aus dem Blutaustrich nicht voneinander unterschieden werden - Akanthozyten im Urin: Ringförmige Erythrozyten mit bläschenförmige Ausstülpungen ("Mickey Mouse Ohren") > Glomerulonephritis
- Funktionelle Einteilung der Anämie Hypoproliverativ: - KM-Schaden - Eisenmangel - Stimulation reduziert (EPO-Mangel, chron. Entzündung, metabolisch/endokrine Erkrankung) Reifungsstörung: - Zytoplasmatische Defekte (Thalassämie, Eisenmangel) - Kernreifungsdefekte (Folsäuremangel, Vit.B12 Mangel, refraktäre Anämie) Blutung/Hämolyse: - Blutverlust - Hämolyse (intravasal, autoimmun, Ery-Membranstörung)
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- Molluscum contagiosum (Dellwarze) - pustelartige Effloreszenz - gutartige & stark ansteckende Infektionskrankheit & Geschlechtskrankheit - selbstlimitierend beim Erwachsenen nach etwa 18 Monaten - Achtung bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen & bei Kindern > Gefahr der generalissierten Hautinfektion - Erreger = Molluscum contagiosum Virus (Familie der Pockenviren) > werden NICHT zu den Warzen gezählt !!! - Uebertragung durch Schmierinfektion oder Kontaktinfektion - 1. Erkrankungsgipfel in der Kindheit; 2. Erkrankungsgipfel im frühen Erwachsenenalter - Therapie: ASS (wenn nur wenig ausgebreitet) ansonsten Kürettage!
- Kawasaki Syndrom (mukokutanes LK-Syndrom) - akute, fieberhafte, systemische Erkrankung - nicht granulomatöse, nicht ANCA assoziierte Vaskulitis - AK gegen Endothelzellen der mittleren Arterien - v.a. bei Kleinkindern (DD Masern oder Scharlach) - Ursache unbekannt (infektiöse Entstehung?, erbliche Grundlage?) 3 Phasen: - akute fieberhafte Periode (10 Tage) - subakute Phase (2-4 Wochen) > Schuppung von Händen & Füßen - Phase der Rekonvaleszenz (Monate) > Müdigkeit & Leistungsschwäche Hauptsymptome: - Fieber > 5 Tage !!! Paracetamolresistent !!! - "Lacklippen" !!! > Cheilitis - geschwollene, schuppene Finger !!! - "Lackzunge"/Erdbeerzunge > Stomatitis - intensive Rötung der Mundschleimhaut- & Rachenhaut - Konjunktivitis !!! - Exanthem: nicht juckend, rumpfbetont, "buntes Bild" (polymorph) - Vergrößerung der Hals-LK Therapie: - ASS & IVIG