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Vertiefung Finanzmanagement (Fach) / Asset Management Teil 2 (Lektion)

Aktien / Fusionsmanagement

Diese Lektion wurde von yutaka erstellt.

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  • Aktie = Wertpapier das ein Anteilrecht an einer AG verbrieft Rendite -          Kursentwicklung (börsennotiert) -          Wertentwicklung (nicht börsennotiert) -          Dividendenausschüttung Risiko -          Insolvenz -          Dividendenausfall/-kürzung -          Kursverfall Unterscheidungsmerkmale -          Umfang der Rechte (Stamm-/Vorzugsaktie) -          Anlass der Ausgabe (junge Aktie / Belegschaftsaktie) -          Handelbarkeit (börsenfähig / nicht börsenfähig) -          Ländern, Sektoren, Branche
  • Aktientypen Stammaktie -          Dividende / Hauptversammlung / Stimmrecht Vorzugsaktie -          Höhere Dividende / Vorabdividende / Kein Stimmrecht Inhaberaktie -          Namenslos: Inhaber = Eigentümer -          Übertragung durch Einigung und Übergabe Namensaktie -          Lauten auf Namen des Aktionärs -          Übertragung durch Einigung, Übergabe und Indossament  
  • Auswahlkriterien Fundamentalanalyse -          Kauf von „unterbewerteten Aktien“ und Verkauf bei Erreichen des fairen Preises -          Kurs der Aktie schwankt um inneren Wert -          Ermittlung Innerer Wert mit Barwertmethode -          Daten: ges. Wirtschaftliche Entwicklung / Länder-, Brancheneinfluss / Unternehmensgegebenheiten / Finanzmarktumfeld -          Top-Down: erst Makroumfeld analysieren, dann das einzelne Unternehmen (kurz-,mittelfristige Anlage) -          Bottom-Up: erst einzelnes Unternehmens analysieren, dann Makroumfeld (langfristige Anlage / Kostenintensiv) -          Innerer Wert = Barwert der zukünftigen Jahresüberschüsse / Dividenden -          Multiplikator-Verfahren: KGV * bereinigter Gewinn = Wert des EK -          Weit verbreitet unter Analysten und Asset-Managern Technische Analyse -          Frühzeitiges Erkennen von Verlaufsmustern/Trends -          Basisprämisse: bestimmte Kursverläufe wiederholen sich -          Kursverlauf steht im Vordergrund – nicht das Unternehmen -          Keine Analyse von Ursache-Wirkung -          Besonders geeignet sind Volatile Werte -          Bewertung von Formationen -          Korrelation zwischen Formation und zukünftiger Kursentwicklung -          Timing hat große Bedeutung -          Kurzfristige Ausrichtung
  • Portfoliobildung Ziel -          Reduktion des Risikos bei gegebener Rendite -          Vermeidung des unsystematischen Risikos   Aktives Management -          Überrendite zum Vergleichsmaßstab -          Risikoadjustierte Rendite bei Portfolio > als bei Benchmark -          Überdurchschnittliche Prognosefähigkeit des Asset-Managers nötig Managementtechniken 1.       Aktienselektion -          Stock Screening (Punktevergabe nach gewichteten Kriterien, zB KGV u. Dividendenrendite) -          Titled Funds (Übergewichtung von einzelnen Aktien gegenüber Benchmark) 2.       Timing 3.       Branchenrotation   Passives Management -          Ziel: Performance von adäquaten Vergleichsmaßstab -          Annahme: Effiziente Märkte, nachhaltiges erzielen von Überschussrenditen nicht möglich -          Einsparung von Transaktions- und Informationskosten -          Nachbildung von Aktienindex -          Minimierung des Tracking Errors durch Nachbildung -          „Census Approach“ = Aufnahme der Aktien im Index mit Index-Gewichtung -          „Sampling Approach“ = Teilweise Index Aktien + eigenen Aktien-Mix (mit ähnlicher Performance wie Index)
  • Hybride Anlageformen Wandelanleihe -          Anleihe mit Kaufoption -          Zins + Rückzahlung + Option in einer bestimmten Frist beides in Aktien des Emittenten zu tauschen -          Nach Tausch erlischt Recht auf Zins- und Rückzahlung -          Bei Umtausch meist Zuzahlung -          Frist und Verhältnis werden bei Emission festgelegt -          Zins niedriger als bei vergleichbaren, normalen Anleihen -          Wertuntergrenze: wenn direkt Erwerb günstiger = PV / sonst Abitragegleichgewicht -          Partizipation: 2/3 Kurssteigerungen, 1/3 Kursrückgänge Optionsanleihe -          Zins + Rückzahlung + Optionschein -          Ähnlich Wandelanleihe, nur nicht Rückzahlung und Zins in Aktien sondern Option gesondert von beidem
  • Ziel von Hybridanleihen 1.       Eigenkapital im Ratingprozess -          Dauerhaftigkeit des Kapitals -          Vergütung im Ermessen des Emittenten 2.       EK in der Bilanz 3.       FK im Steuerrecht 4.       Keine Verwässerung des Gesellschafterkreises
  • Asset Allocation   -      -          Kombination und Strukturierung von Anlagemöglichkeiten und Rendite und Risiko-Gesichtspunkten unter Beachtung der Korrelation Dimensionen der Asset Allocation -       Assetklassen (Renten, Aktien, Immobilien, Fonds, Rohstoffe, Derivate) -       Strukturelle Aufteilung (Länder, Regionen, Sektoren, Branchen, Währungen) -       Spezifikum (Zeit-/Anlagehorizont) Strukturierungsprozess -       Portfoliostrukturanalyse (Analyse bestehender Kapitalanlagen) -       Ziel-/Potentialanalyse (Ertragsziele / Risikorestriktion) -       Adjustierung/Optimierung (Ermittlung notwendiger Änderungsmaßnahmen) -       Implementierung (Umsetzung) Bsp. Top-Down Entscheidungsprozess -       Strategie für Aufteilung der Assetklassen -       Gewichtung Branchen / Länder -       Auswahl Aktien -       Überwachung der Strategieumsetzung Benchmarking -       Investor wählt, beraten von Asset Manager, die Benchmark -       Festlegung von Anlagezielen und Erwartungen bzgl. Rendite und Risiko -       Benchmark=Spiegelbild der Zielvorstellungen des Anlegers -       Benchmark=Messlatte für Performanceabweichungen des Portfoliomanagers -       Anleger für Performance Benchmark verantwortlich / Manager für Abweichung von Benchmark Strategische Asset Allocation -       Langfristige Verteilung auf Assetklassen in Berücksichtigung von Rendite, Volatilität, Korrelation -       Basisstrategie zur Erreichung langfristiger Ziele Taktische Asset Allocation -       Kurzfristige Feinsteuerung -       Bewusst kurze Abweichung von Gewichtung der SAA    
  • Performance -       =Erfolgsbeurteilung einer Anlage bzw. Anlagespektrums -       Damals Rendite / heute Rendite im Verhältnis zum Risiko Probleme bei Vergleich von Performance -       Unterschiedliche Def. Von Rendite -       Unterschiedliche Benchmarks (standardisiert / individuell) -       Unterschiedliche Anlagestrategien (aktiv/passiv) -       Unterschiedliche Datenqualität Probleme bei Präsentation von Performanceergebnissen -       Rendite in ausgewählten Zeitraum -       Benchmarkvergleich in ausgewählten Zeitraum -       Performancevergleich mit untersch. Benchmarks -       Performancevergleich mit untersch. Portfolios Bewertung von Performance „How well did we do?“ 1.       Sharp Ration -       Überschussrendite pro Einheit übernommener Volatilität -       (Portfoliorendite – risikoloser Zins) / Portfoliovolatilität -       Je höher das Sharp Ratio des besser das Verhältnis von Rendite zu Risiko -       Problem wenn: Portfoliorendite < risikoloser Zins (falsche Bewertung) 2.       Treynor Ration -       Überschussrendite in Relation zum systematischen Risiko -       (Portfoliorendite – risikoloser Zins) / Beta des Portfolios -       Vergleich von Portfolios relativ zur gemeinsamen Benchmark -       Nur geeignet für Portfolios mit hohem Diversifikationsgrad 3.       Jensen Alpha -       Differenz zwischen Portfoliorendite und erwarteter Rendite laut CAPM -       Portfoliorendite - (risikoloser Zins + (Marktrendite - risikoloser Zins) * Portfolio-Beta) -       Positives Jensen Alpha = bessere Performance als betrachtete Benchmark -       Nur Vergleich mit Portfolios mit gleicher Benchmark und gleichen Beta möglich -       Beschreibt Selektionsfähigkeit des Portfoliomanagers 4.       Information Ratio -       (Portfoliorendite – Benchmarkrendite) / Tracking Error -       Rel. Bewertung der Rendite bezogen auf Tracking Error -       Rendite aus den Abweichungen der Portfoliostruktur zur Benchmark, bezogen auf das eingegangen Risiko -       0,5 = gut / 1 = hervorragend Tracking Error -       Abweichungsrisiko zwischen Portfolio und Benchmark -       Standartabweichung der aktiven Rendite   Performance Attribution „How did we do well?“ -       Glück oder Können? -       Rendite Dekomposition o   Allokationsbeitrag (Gewichtung Assetkategorien) o   Selektionsbeitrag (Gewichtung einzelner Titel) o   Währungsbeitrag (Gewichtung einzelner Währungen) o   Kreuzprodukt (Kombination aus Assetkategorie und Titel) -       Rendite kontinuierlich oberhalb Benchmark / geringe Renditeschwankungen / Unabhängigkeit von Einstiegszeitpunkt
  • Fusionsmanagement Ziele Finanzielle Ziele -       Ertragssteigerung und Kostensenkung (Synergie-, Skaleneffekte) -       Begrenzung von Risiken (Diversifikation) Marktziele -       Produkt- und Leistungsportfolio ergänzen (Verringerung von Abhängigkeit) -       Erschließung neuer Märkte (regionale Diversifikation) -       Marktanteilserhöhung (Buy and Build) Sonstige Ziele -       Gewinnung von Know How
  • Gründe für das Scheitern -       Unzureichende strategische Logik -       Schlecht strukturierter Transaktionsprozess -       Keine ausreichende Due Diligence -       Unprofessionelle Post Merger Integration
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  • Gründe für zu hohen Preis -       Zu optimistische Einschätzung -       Überschätzung von Synergiepotenzial -       Strategische Prämie im Bietprozess
  • Kritische Erfolgsfaktoren -       Nachhaltigkeit der Ertragskraft (Auftragsbestand, Geschäftsentwicklung, langfr. Planung mit bereinigten Daten) -       Angemessener Unternehmenspreis (Risikoeinschätzung, vernünftige Finanzierungsstruktur) -       Management (Bindung Management, Incentivierung, Verfügung des Verkäufers) -       Stringente Integration beider Unternehmen (Integrationsmanagement, Commitment der Managementebenen, akzeptierte Fusionsziele) -       Strategischer Fit -       Konservative Planung -       Integrationskonzept -       Feedback-Prozesse -       Eindeutige Besetzung von Führungspositionen
  • Phasen im Fusionsmanagement 1.       Pre-Merger -       Situationsanalyse und strat. Ausrichtung (Ist-Ananlyse) -       Geschäftsmodell (Grundsatzüberlegungen und ableiten künftiges Geschäftsmodell) -       Unternehmensbewertung (Due Dilligence, Bewertung von Rechts- u. Steuergutachten -       Detailprogramm (Planung themenbezogener Programme) 2.       Merger 3.       Post-Merger -       Integration/Change Management (Funktionsfähigkeit des neuen Unternehmens sicherstellen, Ausbau von Fusionsvorteilen) -       Fusionscontrolling (Soll-Ist Abgleich mit Balance Scorecard)
  • Strategische Planung im Fusionsmanagement -       Analyse der Situation/Trends -       Entscheidung über strat. Ausrichtung -       Entwicklung der Strategie -       Umsetzungsplanung u. –monitoring -       Setzung und Überprüfung der strat. Ziele Bsp.: Strategische Zielsetzung -       Rentabilität / Investitionsrendite -       Marktanteile -       Internes/externes Wachstum Strategische Geschäftsfeldanalyse (BCG-Matrix) -       Question Marks (Analyse zur Bestimmung der weiteren Entwicklung zu Poor Dog oder Star) -       Stars (Wachstumsinvestitionen) -       Poor Dogs (Desinvestition) -       Cash Cow (Melken / Abschöpfen)
  • Verhandlungen im Fusionsmanagement Vorbereitung auf die Verhandlung 1.       Erarbeitung Verhandlungsstrategie -       Szenarien möglicher Kooperationsformen -       Antizipation Verkäuferstrategie 2.       Festlegung Verhandlungsrahmen und zentraler Eckpunkte -       Preis / Zahlungsmodalität -       Kaufpreiseinbehalt -       Berücksichtigung Due Diligence -       Earn Out -       Gewährleistung Verhandlung und Abschluss 1.       Organisation und Durchführung der Verhandlungen -       Angebot -       Festlegung der Teilnehmer und deren Rolle -       Ausarbeitung der Verträge 2.       Abschluss der Transaktion -       Einigung über Kaufpreis, Gewährleistung u.a. Bestandteile des Vertrages
  • M&A Prozess 1.       Strategie -       Ziele -       Akquisationsstrategie -       Kontaktaufnahme 2.       Analyse -       Vertraulichkeitserklärung -       Analyse des Unternehmens -       Unternehmensbewertung -       Indikatives Angebot 3.       Due Diligence -       Einladung zum Datenraum -       Due Diligence (Commercial/Tax/Financial/Legal/Environmental) -       Einarbeitung der Egebnisse in Bewertunsgmodell -       Abgabe bindendes Angebot 4.       Abschluss -       Transaktionsstrukturierung -       Verhandlungsstrategie -       Verhandlung -       Abschluss
  • Kaufpreisbestimmung Ziele -       Ermittlung Preisuntergrenze des Verkäufers -       Ermittlung Preisobergrenze Käufer -       Abbildung von Wertbandbreiten -       Bewertung von Synergieeffekten -       Unterstützung des Verhandlungsprozesses Schwerpunkte -       Ermittlung der Werttreiber des Unternehmenswert -       Finanzierungsstruktur -       Unternehmenswert nach Ertragswert- oder DCF-Verfahren -       Plausibilisieren durch marktorientiertes Multiplikatorverfahren Gesonderte Bewertung von nicht betriebsnotwendigen Immobilien
  • Due Diligence Ziele -       Besseres Verständnis des Geschäfts -       Aufdeckung von Chancen und Risiken -       Grundlage für Entscheidungsfindung -       Hinweis für Bewertung und Finanzierung des Transaktion -       Aufdeckung von potenziellen Synergien Schwerpunkte -       Normalisierung EBIT / Cashflows / Working Capital -       Net Debt Betrachtung -       Nicht bilanzierte Verpflichtungen / Haftung Analyse Bereiche -       Financial (Bilanz/Cashflows/Planungsrechnung/Normalisierung) -       Tax (Steuerliche Risiken und Effekte / Betriebsprüfungsbericht) -       Legal (Gesellschafterverträge/wesentliche Verträge/rechtl. Strukturierungskonzept) -       Human Resources (Personal-/Qualifikationsstruktur/Ausfallzeiten/Vergütungssystem) -       Commercial (Marktwachstum/Wettbewerb/Kunden/Synergien) -       Operational (Fertigungsabläufe/Produktivität/techn. Risiken) -       IT (IT Soft-/Hardware / Investitionsbedarf) -       Sonstige (Versicherungen/Environmental/Umweltrisiken)
  • Deal Issues -       Strategischer Fit nicht gegeben (Verifizierung des eigenen Strategie) -       Timing passt nicht (Verzögerung) -       Schadensersatzklagen (Gewährleistungsklauseln) -       Hoher Restrukturierungsbedarf (Kaufpreisanpassung) -       Komplexe Eigentümerstruktur (Gesellschaftsrechtliche Reorganisation) -       Kaufpreis zu hoch für Profitabilität (Kaufpreisanpassung) -       Erhebliche abgrenzbare Risiken (Kaufpreisanpassung) -       Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (Verschiebung der Transaktion) -       Geringe Synergieeffekte (Kaufpreisanpassung) -       Hohe Investition erforderlich (Kaufpreisanpassung) -       Auslaufen von Patenten (Verlängerung der vertragl. Regelung / Kaufpreisanpassung) -       Kartellprobleme (Veränderung des Erwerbsobjekt/Austiegsklausel)
  • 5 Felder des Fusionsmanagements -       Ziele (klare Festlegung von quantitativen und qualitativen Zielen) -       Führung (Führungsspitze muss sich einig sein/Doppelbesetzungen nur kurz) -       Projektmanagement (detailliert planen, steuern und kontrollieren) -       Umsetzung (Synergien schnell realisieren/Change Management) -       Kommunikation (umfangreiche und zeitnahe Information an Mitarbeiter / schnelle Einbeziehung der Führungskräfte)
  • Häufige Fehler der Manager im Fusionsmanagement -       Unterschätzung und Simplifizierung -       Traditionen respektlos über Bord werfen -       Veränderungen als Bombenwurf -       Nicht das Know How für ganzheitliche Veränderungsstrategien -       Zu späte Lern- und Veränderungsvorbereitung -       Zu schnelles Vorgehen (kurzfristige Erfolge) -       Einwände von Mitarbeitern werden ignoriert -       Fehlende Vision über den Zustand danach