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Biologie terrestrischer Tiere UBRM (Fach) / In Ö. gefährdete Heuschrecken (Lektion)

Kl. Insecta, O. Saltatoria

Diese Lektion wurde von vronsch erstellt.

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  • Corthippus pullus (Kiesbank Grashüpfer) vom Aussterben bedroht Kies und Sandbänke unregulierter Flüsse; aufgrund von Flussregulierungen, Schottergewinnung und Kraftwerksbauten regional ausgestorben
  • Tetrix tuerki (Türks Dornschnecke) Vom Aussterben bedroht Vegetatiosarme, durchfeuchtete Schotterbänke von Umlagerungsstrecken unregulierter Flüsse; Gefährdung durch Flussregulierungen, Schottergewinnung und Kraftwerksbauten
  • Sphingonotus caerulans (Blauflügelige Sandschnecke) Stark gefährdet Xerothermophile Art auf rasch abtrockenenden Böden mit spärlicher Vegetation; intensive Nutzung von für diese Art geeignete Sekundärstandorten (Schottergruben, militärische Übungsgelände, Sandabbaugebiete) haben zu einem starken Rückgang geführt
  • Gampsocleis glabra (Heideschrecke) Vom Aussterben bedroht Steppenböden mit Federgrasfluren und Trockenrasen, sekundär auf wenig belasteten Ruderalflächen; Intensivierung der Landwirtschaft und Verbauung haben zur hochgradigen Gefährdung der Art geführt  
  • Saga pedo (Sägeschrecke) Vom Aussterben bedroht Zählt zu den seltensten heimischen Heuschreckenarten (nur parthenogenetisch sich fortpflanzende Weibchen bekannt), Bewohnerin ausgesprochen xerothermer Standorte; Gefährdung resultiert aus der geringen Populationsgröße und der geringen Zahl der Fundpunkte  
  • Ephippiger ephippiger (Sattelschrecke) Gefährdet auffälliger Bewohner verbuschender Trockenrasen und Weinbaugebieten am Alpenostrand; progressives Fortschreiten von Verbuschung und der Intensivierung der Bearbeitung im Weinbau haben die Bestände stark dezimiert
  • Stetophyma grossum (Sumpfschnecke) Stark gefährdet Feuchtgebiete unterschiedlichster Ausprägung (Feuchtwiesen, Großseggensümpfe, Moore etc,); großflächige Mellorationen und Verluste von Retentionsgebieten führten zu einem starken Rückgang der Art  
  • Corthippus montanus (Sumpfgrashüpfer) Gefährdet ausgesprochen hygrophile Heuschreckenart (bes. Feuchtigkeitsbedarf der Eier), Bewohner von Feuchtwiese, Seggensümpfen und Moorrändern; Gefährdung durch großflächige Melioration und Verluste von Retentionsgebieten  
  • Parapleurus alliceus (Lauchschrecke) Gefährdet typischer Bewohner ursprünglicher Auen und Feuchtgebiete; Wasserbauliche Großprojekte und der Verlust strukturreicher Feuchtgebiete führten zum Verschwinden vieler Populationen
  • Metrioptera brachyptera (Kurzflügelige Beißschrecke) Gefährdet Typischer Bewohner verschiedenster extensiv genutzter Wiesen; die Umwandlung von Wiesen in Ackerland und die Intensivierung der Nutzung im Grünland hatte fortschreitende Habitatverlust für diese Art zur Folge
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  • Decticus verrucivorus (Warzenbeißer) Gefährdet Charaktertier extensiv genutzter, wärmebegünstiger Grüblandgebiete; Verbreitungsareal durch diverse Veränderungen in der Landnutzung in velen Regionen stark aufgesplittert
  • Miramella carinthiaca (Kärntner Gebirgsschrecke) Gefährdet Ausgesprochene Gebirgsheuschrecke mit Verbreitungsschwerpunkt über 1000m; durch sein begrenztes Verbreitungsgebiet und den zunehmend stärker werdenden Einfluss des Tourismus auf den Alpenraum gefährdet.