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Histologie II (Fach) / Histologie II 31-40 (Lektion)
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- Eierstock - ovar, Aufbau Funktion: Aufbewahrung und zyklische Freisetzung der weiblichen Keimzelle Bildung von Sexualhormonen Aufbau: Epithelium superficiale überzieht das Ovar, platte- bis isoprismatische Epithellage hat 2 Abschnitte: Keimepithel (hochprismatischem Keimepithel überzogen, gewährleistet einen Austritt für die Ovozyte ins Infundibulum) Margo mesovarius (dient zur serösen Befestigung des mesovariums, Hilus ovarii zum Ein- und Austritt von Gefäßen und Nerven) →modifizierte Serosa, deren Propria ohne Grenze in die darunter liegende weiße Kapsel, die Tunica albuginea, übergeht diese setzt sich in das zellreiche Bindegewebe der Eierstocksrinde fort Rinde enthält die in Follikeln liegenden Eizellen (primär, sekundär oder tertiär)und Gelbkörper Eierstocksmark - zona vasculosa besteht aus Bindegewebe und enthält zahlreiche Blut- und Lymphgefäße (mit Intimakissen) sowie Nerven bindegewebiges Stroma in Rinde und Mark
- Follikel 1. Primordialfollikel: primärer Ovozyt umgeben mit isoprismatischem Follikelepithel mit lamina basalis liegen dicht zusammengeballt unter der Tunica albuginea 2. Primärfollikel: zentraler Ovozyt durch Epithelschicht umgeben, die durch die zona pellucida getrennt wird doppelt so groß wie Primordialfollikel 3. Sekundärfollikel primäre Ovozyte mehrschichtiges Follikelepithel auch Granulosazellen genannt Stromazellen werden in der Umgebung der Granulosazellen spindelförmig, sind zirkulär angeordnet und differenzieren sich zur Theca folliculi zwischen den Granulosazellen und der Theca folliculi ist die lamina basalis zu sehen mit dem Wachstum des Follikels proliferieren die Granulosazellen bis zu 10-12 Schichten →Räume zwischen den Zellen treten auf, diese Räume verbidnen sich zu einer Höhle, antrum folliculi 4. Tertiär Follikel antrum folliculi ist typisch, enthält liquor follicului mit Wachstum des Antrums gelangt der Ovozyt in die Peripherie die in der Nachbarschaft des Ovozyten gelegenen Granulosa-zellschichten umgeben weiterhin den Ovozyten und bilden die Corona radiata die kleine Granulosaerhabenheit für die Ovozyte wird als cumulus oophorus bezeichnet in der Theca kommt eine Doppelschicht zustande: innere spindelförmige Zellen produzieren Steroidhormone äußere werden zu einem mehrschichtigem Fibroblastnetz umgewandelt, welches ein reic hes Kapillarnetz besitzt
- Gelbkörper zwischen den Follikeln sind in der Rinde zahlreiche Gelbkörper (corpora lutea) zu sehen Entwicklung aus corpus haemorrhagicum durch Luteinisation Prozess= Umwandlung der (inneren) Granulosazellen und der (äußeren) Thecazellen in Lutealzellen Corpus luteum aufgrund des gelben Farbstoffes (Lutein) Granulosa-Lutein Zellen sind größer als die Theca-Lutein Zellen und ihr Zellkern und Zytoplasma sind weniger intensiv gefärbt
- Eileiter beinnt mit trichterförmigen Erweiterung (infundibulum) wonach eine Ampulla zu dem verengten Isthmus führt, welche sich in das Gebärmutterlumen öffnet Treffpunkt von Eizelle und Spermie Lumen= Schneeflockenförmig Mukosa bildet Längsfalten, die zahlreiche Äste enthalten Schleimhaut gebildet durch mehrreihiges hochprismatisches Epithel mit Zilien lamina muscularis fehlt →verschmolzene Propria-mucosa besteht aus lockerem Bindegewebe und freien Zellen Mehrzahl der Muskelbündel der Tunica muscularis sind zirkulär angeordnet
- Gebärmutter Histologie ist von dem physiologische Zustand abhängig 3 Schichten (im Ruhezustand des Sexualzyklus): 1. Endometrium (Schleimhaut): bildet dicke Falten mit einschichtiger oder mehrschichtiger Epithelauskleidung Propria-Mucosa folgt den hormonellen Veränderungen und wird deswegen als funktionelle Zone bezeichnet unter dem Epithel liegt eine zellreiche Schicht (Stratum compactum), die Fibroblasten, neutrophile und eosinophile Zellen, sowie Plasmazelen,... enthält drüsenbsetztes Lumen wird von einschichtigem hochprismatischen Epithel ausgekleidet und kann Zilien aufweisen Endstücke der Drüsen erreichen die basale Zone, welche nicht so aiffällig den hormonellen Veränderunge flgt, jedoch die komplette funktionelle Zone verändern kann 2. Myometrium: besitzt eine dicke innere zirkuläreund eine dünne äußere Längsschicht glatter Muskulatur zwischen beiden liegt eine markante Gefäßschicht 3. Perimetrium: dünnes Gewebe
- Veränderungen der Gebärmutter in der Sekretionsphase verdicktes Endometrium hervortreten von Blutgefäßen Erweiterung des Drüsenlumens in der funktionellen Zone deutliche Sekretion durch Progesteronproduktion des Gelbkörpers keine signifikanten Veränderungen des Myo- und Perimetriums während dieser Phase
- Scheide - vagina typischer Aufbau eines häutig-muskulösen Schlauchs Schleimhaut des Scheidenvorhofs enthält im Gegensatz zur Drüsenlosen kutanen Schleimhaut der Vagina, Schleimdrüsen: Gl. vestibularis major ( fe, ru), Gll. vestibulares minores in der Propria Tunica muscularis: spiralig angeordnete glatter Muskulatur mit elastischen Fasern, im Bereich des Vestibulums wird sie durch außen anliegende, zirkuläre Skelettmuskulatur ergänzt (m. constrictor vestibuli)
- Scham - Vulva besteht aus den Schamlippen: labia pudendi s. vulvae almählicher Übergang von einer Schleimhaut zur äußeren Haut, die spärlich beharrt ist Bindegeweboge Grundlage enthält reichlich Fettgewebe und elastische Fasern ähnlich wie beim Scheidenvorhof liegt der glatten Muskulatur, Skelettmuskulatur auf (m. constrictor vulvae)
- Klitoris Homolog des Penis, zeigt ungefähr den gleichen Aufbau 8000 Nerven Kitzlerschenkel befestigen sich am arcus ischiadicus beide Schenkel vereinigen sich zum corpus clitoridis Schwellkörper, wobei das Schwellgewebe weitesgehend durch Fett oder Bindegewebe ersetzt ist freies Ende des Kitzlers trägt die Eichel mit Schwellkörper
- Adenohypophyse teil der Hypophyse (anderer teil: Neurohyphyse) wird aus Epithel gebildet drüsig, setzt Trophormone frei, beeinflußt andere Neurokrine Organe und Zellgruppen drei Anteile: pars distalis (größter Teil) pars intermedia (gegenüber der Neurohyophyse) pars tuberalis (erstreckt sich dorsal am Stiel der Hypophyse) 1. pars distalis: Zellstränge und -bündel liegen gegenüber von Kapillaren deutliche Färbung in HE Präparaten folgende Zelltypen sind zu identifizieren: chromophile Zellen: azidophil: abgerundete Zellen mit azidophilen Zytoplasma (kleiner als andere Zellen) basophile: Zellen mit blassem, basophilen Zytoplasma, in HE Präparaten nicht weiter zu identifizieren chromophoble Zellen: stark gefärbter Zellkern, ungefärbtes Zytoplasma 2. pars intermedia: schmale Region, welche durch Hypophysenbucht von von der pars distalis getrennt wird durch hochprismatisches Epithel ausgekleidet histolgisch ähnlich der pars distalis azidophile Zellen nur spärlich vorhanden kooloidgefüllte Follikel umgeben schwach gefärbte Zellen
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- Funktion der Adenohypophyse setzt Trophormone frei beeinflussen andere endokrine Drüsen und Gruppen werden in Blutbahn freigesetzt und zu peripheren endokrinen Organen geliefert ( Trophormon → Blutbahn→ Organ→ Blutbahn→ Trophormon) = selbstregulierender Kreislauf Trophormone: Laktotrophormone Somatotrophormone Adenokortikotrophormone Gonadotrophormone Thyreotrophormone Melanotrophormone
- Neurohypophyse Zellarm aus Nervengewebe Ausdehnung der Hypophyse Freisetzung der Hormone des Hypothalamus gebildet durch: Axone, Axonterminale mit neurosekretischen Zellen, spezifische Gliazellen (Pituizyten) und Kapillaren Zellkörper der neurosekretorischen Zellen liegen in den magnozellularen Kernen des Hypothalamus Hormone werden durch marklose Axone zur Neurohypophyse transportiert Hormone werden an den Herring'schen Körperchen ins Blut abgegeben (riesige Axonterminale) mit fenestrierten Kapillaren in Kontakt Zwei Teile: pars infundibularis pars distalis echte Hirnstruktur basophile Körnchen Herring Körperchen →Leitungsbahnen gehen davon aus: Nodulus supraopticus Nodulus paraventricularis Neurosekretion
- Schilddrüse Gl. thyreoidea durch dünne, aus festem Bindegewebe bestehende Kapsel umgeben daraus ziehen Trabekel ins Parenchym Interstitium enthält: Sinusoide und Lymphkapillaren Parenchym: zahlreiche runde Follikel unterschiedlicher Größe Follikel: Funktionseinheit Bildung der Iodhaltigen Schilddrüsenhormone Speicherung in aktiver Hormone beeinhalten C-Zellen follikuläre Zellen mit dunkle gefärbten, ovalen oder runden Zellkernen und leicht basophilem Zytoplasma, welche das Lumen umgeben in den Follikeln ist eine homogene, eosinophile Subtanz, das Kolloid (enthält Hormone) zu finden ausgekleidet mit Follikelepithel: Ruhephase: isoprismatisch, Sekretionsphase: hochprismatisch Kalzotonin-produzierende oder C-Zellen bilden im interstitialem Bindegewebe Gruppen
- Nebenschilddrüse klein und oval, liegen in direkter Nachbarschaft der Schildrüse Kapsel mit vielen Kapillaren Parenchym: Klumpen, Strängen und Bündeln, welche hauptsächlich aus prinzipalen Hautzellen bestehen schwach gefärbte Prinzipalzellen sind verhätnismäßig groß mit einem azidophilen, körnartigem Zytoplasma Hauptzellen: polygonaler Umriss rundlich, dichter Kern helle (Glykogenreich, weniger aktiv) und dunkle (aktiv, Hormonbildende Zellen) selten oxyphiele Zellen: größer als die Hauptzellen, leicht azidophiles Zytoplasma, Piknotischer Zellkern Bildung des Parathormons = Aufrechterhaltung des Kaliumspiegels, Abbau von Apatit
- Nebenniere Aufbau umgeben von dünner aus festem Bindegwebe umgeben Kapsel gegliedert in peripher gelegene Rinde und innere Marksubstanz, wobei beide eigenständige endokrine Drüsen darstellen 1. Nebennierenrinde: zona arcuata (zona glomerulosa bei ru, Nagern und Pri) : hochprismatischen Zellen mit ovalem Zellkern und schwach gefärbtem, schaumigem Zytoplasma, Zellen sind in Bögen angeordnet (konvexe Fläche Richtung außen) zona fasciculata: radiär angeordneten Zellsträngen, getrennt durch fenestrierte sinusoid-Kapillaren, Zellen= Spongiozyten haben leicht gefärbten Zellkern im Zentrum, schaumiges Zytoplasma zona reticularis: liegt dem Mark an, Netzwerk aus anastomosierten Zellsträngen, getrennt durch Sinusoid-Kapillaren, kleinere Zellen als in der zona fasciculata mit schwach gefärbtem runden Zellkern und eosinophilem Zytoplasma 2. Nebennierenmark: 2 Arten von kromaffinen Zellen Adrenalozyten Noradrenalozyten Die Zellen sind in Strängen oder kleinen Klumpen angeordnet, welche durch Kapillaren und Venolen getrennt werden
- Endokrine Zellgruppen sind nicht in endokrines Parenchym eingebettet, keine endokrinen Organe Endokrine Zellgruppen (Inseln): im Hoden: gonade Zellen, Leydig'sche Zellen im Hodeniterstitium (Testosteron) im Ovar: Granulosa- und Theca-Luteinzellen im corpus luteus (Progesteron und Östrogen) im Pancreas: Langerhans'sche Inseln, A,B,C,D,F,G- Zellen A: Glukagon B: Insulin C: Reservezellen D: Peptidhormone im Nierenkörperchen (Renin, wird mit ACE zu Angiotensin (Blutdruck)) disseminierte Zellen: Enteroendokrinzellen gastroendokrine Zellen in Lieberkühn'sche Krypten im Darmkanal: stimulieren Kontraktion durch Plexus myentericus (wichtig für Mobilität des Magen-Darm-Trakts), enterochromatisch (Chromfärbung), ergeben addiertgrößte endokrine Gewebsmasse im Körper in allen Schleimhäuten: einzelne, endokrine Zellen (Bronchielbaum, Harnwegsschleimhaut) allgmein: endokrine Drüsen (einheitliches Parenchym, anatomische Struktur) + Zellen sezernieren direkt in die Blutbahn System mit Hyrachie: Befehl und dessen Weitergabe sowie feedback Hypothalamus - Hypophyse - Peripherie - Blut Sekretstoffe: Hormone (Protein-, Peptid-, Glykoprotein-, Lipid(Steroid)-Hormon)
- Zirbeldrüse Augenrudiment liegt in Knochenbucht am Schädel biologische Uhr Melanin wird freigesetzt →beeinflusst den bio. Rhythmus Pinealozyten Stäbchen mit Vesikeln sind nur in der Retina zu finden wird indirekt vom Licht beeinflusst → Photoendokrin unter Beleuchtung gereingere Melantoinausschüttung →Beeinflussung des Schlafrhythmus Acervulus cebri - Hirnsand funktionslos Menge nimmt im Alter zu eventuell Menge von neutralen Schadstoffen
- Hirnrinde Organ des Nervensystems Oberfläche des Großhirns Schicht aus Nervenzellen Schicht Hirnfäden Stratum zonale Stratum granulosum externum Stratum pyramidale externum - kleine Zellen Stratum granulosum internum Stratum pyramidale inetnum - große Zellen Stratum multiformis Pyramidenzellen ca. 5000 Kontaktstellen (Apikaldendrit, Basaldendriten, Axon) nur mit Nissl-Färbung sichtbar