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Magen - Darm - Trakt (Fach) / Erkrankungen des Magens (Lektion)
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- " Die Gastritis " - Formen 1) akute Gastritis 2) chronische Gastritis
- " Akute Gastritis " - Ursachen 1) Alkohol, Stress, Medikamente, Nikotin 2) Helicobacter pylori, ( WHO: potentiell kanzerogen )
- " Akute Gastritis " - Symptome 1) breites Spectrum: -> Übelkeit, Erbrechen -> diffuser Schmerz -> empfindlicher Magen -> Druck im Oberbauch -> Appetitlosigkeit -> bei erosiver Gastritis ist auch ein sog. Teerstuhl möglich 2) aber auch Beschwerdefreiheit
- " Akute Gastritis " - Diagnose 1) klinische Untersuchung 2) Gastroskopie 3) Probeentnahme
- " Akute Gastritis " - Therapie 1) Nahrungskarenz, Tee, Zwieback 2) bei chronischer Gastritis u. U. Vitamin B12 - Substitution 3) bei Bedarf Säureblocker
- " Akute Gastritis " - Komplikationen 1) Übergang zur chronischen Form 2) Blutverluste: Eisenmangelanämie 3) Verlust des Intrinsinc Faktors: perniziöse Anämie
- " 3 Typen der Gastritis " - Typ A ( Autoimmungastritis ) 1) Antikörper werden gegen körpereigenes Gewebe gebildet -> Antikörper richten sich v.a. gegen Belegzellen der Magenschleimhaut und häufig gegen den von ihnen produzierten Intrinsic - Faktor 2) Folge: verminderte Produktion von Magensäure und gleichzeitig übermäßige Ausschüttung von Gastrin ( in G- Zellen des Magens -> stimuliert im Normalfall die Sekretion der Magensäure aus den Belegzellen ) Aber: die Säure bildenden Belegzellen sind zerstört -> ständige Stimulierung der G - Zellen zur Abgabe von Gastrin führt zu einem gehäuften Auftreten von Karzinoiden, einer speziellen Form von bösartigen Tumoren des Magen - Darm - Trakts 3) der Mangel an Intrinsic - Faktor hemmt die Vitamin B12 - Resorption im Dünndarm -> perniziöse Anämie 4) Häufigkeit: selten 5) Manifestation: vorwiegend im Magenkorpus
- " 3 Typen der Gastritis " - Typ B ( Helicobacter pyloris - Gastritis ) 1) Ursache: -> Helicobacter pylori -> Erreger bildet das Enzym Urease und schafft damit ein alkalisches Milieu, das zu Störungen in der Regulierung der Magensäureproduktion führt -> Schädigung der Magenschleimhaut 2) Typ B - Gastritis betrifft meist den Antrumbereich des Magens
- " 3 Typen der Gastritis " - Typ C ( chemisch - toxische Gastritis ) 1) Ursache: -> Einwirkung giftiger Substanzen auf die Magenschleimhaut; v.a. Gallensaft und Flüssigkeit, die aus dem Zwölffingerdarm in den Magen zurückfließt ( duodengastraler Reflux ), sowie Alkohol und Schmerzmittel ( NSAR, z.B. Acetylsalicylsäure ) 2) Lokalisation der Störung: Pylorus
- " Das Magengeschwür ( Ulcus ventriculi ) " - Ursache -> Ungleichgewicht zwischen schleimhatschützenden Faktoren ( z.B. Muzin ) und schleimhautangreifenden, aggressiven Faktoren ( z.B. HCI )
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- " Das Magengeschwür ( Ulcus ventriculi ) " - Risikofaktoren 1) Helicobacter pylori 2) Langzeitglukokortikoidtherapie 3) Dauereinnahme von Acetylsalizylsäure zur Thronmbozytenaggreationshemmung bei Z.n. Herzinfarkt, Schlaganfall usw 4) Daereinnahme vom NSAR ( sog. nicht steroidale Antirheumatika - Mittel gegen Rheuma, die keine Steroidhormone enthalten )
- " Das Magengeschwür ( Ulcus ventriculi ) " - Symptome 1) langanhaltender, sich wiederholender Schmerz, besonders nach Nahrungsaufnahme 2) allgemeine Oberbauchbeschwerden 3) Übelkeit, Brechreiz 4) Völlegefühl 5) Gewichtsverlust
- " Das Magengeschwür ( Ulcus ventriculi ) " - Therapie 1) Medikamente mit: -> schleimschützender Wirkung oder säurehemmender Wirkung -> Noxen meiden -> Helicobacter - Eradikation 2) medikamentös: -> Protonenpumpenhemmer und H2 Blocker verhindern die Produktion der Salzsäure -> Antazida neutralisieren die Säure -> Prokinetika regen die Magenbewegung an
- " Das Magengeschwür ( Ulcus ventriculi ) " - Komplikationen 1) maligne Entartung ( Karzinom ) 2) Blutungen ( Eisenmangelanämie ) 3) Perforation und anschließende Peritonitis ( Bauchfellentzündung ) 4) Penetration -> Einbrechen des Ulcus in Nachbarorgane -> besonders das Pankreas 5) Pylorusstenose
- " Das Magengeschwür ( Ulcus ventriculi ) " - Entstehung 1) Allgemeine Ursachen: -> Ungleichgewicht zwischen schleimhautschützenden Faktoren ( Muzin ) und aggressiven Faktoren ( HCI ) -> -> die Anwesenheit von Magensäure ist für die Ulkusentstehung unabdingbar 2) Endogene Ursachenfaktoren: -> übermäßige Bildung von Magensäure -> Störungen der Magenbewegungen -> Zollinger - Ellison - Syndrom -> -> hormonaktiver Tumor, der Gastrin im Überschuss produziert -> Hyperparathyreoidismus -> -> Überfunktion der Nebenschilddrüse schafft Überangebot an Kalzium, das u.a. Gastrin produzierende Zellen stimuliert 3) Exogene Ursachenfaktoren: -> Nikotin und Alkohol -> Helicobacter pylori -> Medikamente -> psychische Faktoren / Stress
- " Ulkus schützende Faktoren " - schleimhautprotektive Faktoren 1) Magenschleim 2) gute Durchblutung der Magenschleimhaut 3) aktive Sekretion von Bikarbonat
- " Ulkus begünstigendeFaktoren " - schleimhautaggressive Faktoren 1) Helicobacter - Bakterien 2) Magensäure, Pepsin 3) Medikamente ( nicht steroidale Antirheumatika, z.B. Aspirin - Glukokortikoide ) 4) Nikotin 5) negativer körperlicher und seelischer Stress 6) familiäre Disposition
- " Das Magenkarzinom " - Definition 1) maligne Entartung der Schleimhautzellen, die sich unkontrolliert vermehren und in die restlichen Wandschichten des Magens infiltrieren -> zählt zu den häufigsten Karzinomen
- " Das Magenkarzinom " - Allgemeines -> Betroffen vor allem Männer ->Erkrankungsgipfel: 50. - 70. Lebensjahr -> meist ausgehend von Drüsengewebe oder Zylinderepithel der Magenschleimhaut
- " Das Magenkarzinom " - Symptome 1) wie Gastritis oder Ulcus ventriculi 2) empfindlicher Magen 3) oft frühe und zunehmende Abneigung gegen Fleisch
- " Das Magenkarzinom " - Ursachen 1) chron. Gastritis, Ulkus, Polypen, Perniziosa, Teilresektion des Magens ( nach 15 Jahren und später ) 2) Umwelteinflüsse 3) genetische Faktoren
- " Das Magenkarzinom " - Risikofaktoren 1) Magenvorerkrankungen ( Gastritis Typ A oder B ) 2) Z.n. Magenteilresektion Bilroth I 3) Rauchen 4) Helicobacter pylori 5) familiäre Disposition 6) Nationalität ( höhere Erkrankungsrate, z.B. in China, japan, Finnland, Kolumbien ) 7) sehr fleisch - und wurstreiche Ernährung ( enthalten Nitrosamine )
- " Das Magenkarzinom " - Formen 1) Frühkarzinom: -> auf Mukosa und Submukosa beschränkt 2) Spätkarzinom: -> transmural, Infiltration in Leber, Pankreas, Darm, Milz, Mesenterium
- " Das Magenkarzinom " - Diagnose 1) Gastroskopie mit Biopsie 2) Endosonografie, Oberbauchsonografie 3) CT 4) MRT ( Metastasierung ) 5) Tumormarker: CA 19-9, CEA
- " Das Magenkarzinom " - Therapie 1) frühzeitige OP => Magenresektion nach Bilroth I und II oder Totalresektion
- " Das Magenkarzinom " - Prognose 1) bei rechtzeitiger chirurgischer Intervention -> 5 - Jahres Überlebensrate > 90 % 2) leider sind die ersten deutlichen Symptome des magenkarzinoms schon Spätsymptome -> Früerkennung schwierig
- " Das Magenkarzinom " - Differentialdiagnose -> Ulzerosa -> Polypen -> Refluxkrankheit
- " Das Magenkarzinom " - Folgen 1) Frühdumpingsyndrom: -> meist nach Bilroth II - Resektion -> Nahrung gelangt zu schnell in das Jejunum -> nach Kohlenhydratreicher, flüssiger Mahlzeit -> osmotisch bedingter Flüssigkeitsstrom von Blutgefäßen in Darmlumen -> Volumenmangel im Gefäßsystem -> führt nach 10 - 20 Minuten nach dem Essen zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schwitzen, Hitzegefühl, Durchfall und Kollapsneigung -> Vorbeugen durch diätische Naßnahmen 2) Spätdumpingsyndrom: -> Auftreten nach Magenresektion oder Gastrektomie -> zu schnelle Nahrungspassage -> überschießende Insulinfreisetzung -> Hypoglykämie
- " typische Symptome einer Hypoglykämie " 1) allgemeine Symptome: -> Übelkeit, Schwindel, Kollaps - Zustände, evtl Gewichtszunahme 2) adrenerge Symptome: -> schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Unruhe, Nervosität, Hungergefühl, Aggressivität 3) neuroglucopenische ( neurologische ) Symptome: -> Bewusstseins-, Konzentrations-, Seh-, Sprach-, Gedächnisstörung, Müdigkeit, Verlangsamung, Krampfanfälle, Doppelbilder, Bewusstlosigkeit
- " Der Reizmagen " - Definition 1) " funktionelle Dyspepsie" 2) Störung der Magenfunktion ohne eindeutigen organischen Befund 3) Beschwerden müssen mindestens drei Monate anhalten oder wiederholt für jeweils einige Tage oder Wochen auftreten
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- " Der Reizmagen " - Ursachen 1) vermutlich Ernährungsgewohnheiten ( Genuss von Kaffee, scharfen Gewürzen, Alkohol und fetthaltigen Lebensmitteln als Auslöser ) 2) Unverträglichkeiten gegen Milchprodukte, Eier, bestimmte Obstsorten 3) möglich: gesteigerte motorische Aktivität des Magens 4) schwere Konfliktsituationen und psychische Störungen, z.B. Ängste, Depressionen, seelische Anspannung, Unruhe, Stress
- " Der Reizmagen " - Symptome 1) Völlegefühl, Brennen und Druck im Oberbauch ( " Stein im Magen " ) 2) vorzeitiges Sättigungsgefühl 3) Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen 4) Ambivalenz: -> Beschwerden, die im Hungerzustand auftreten und sich durch Nahrungsaufnahme bessern -> Symptome, die durch Essen hervorgerufen werden 5) neben Magenbeschwerden bestehen häufig weitere Symptome -> schnelle Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schweißneigung und feuchte Hände 6) begleitend bei Frauen häufig Reizblase