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Entwickung und Lernen (Fach) / S7_Kooperatives Lernen (Lektion)
- Definition Kooperatives Lernen Definition Kooperatives Lernen „Mit kooperativem Lernen werden Lernsituationen bezeichnet, bei denen zwei oder mehr Personen mit dem Ziel zusammenarbeiten, etwas zu lernen.“ (A.A. Huber, S.313)
- Günstige Bedingungen für kooperatives Lernen SchülerInnen / Gruppe S. müssen in der Lage sein, sich mit anderen Gruppenmitgliedern auszutauschen und mit ihnen gemeinsam Probleme zu lösen Kooperative Arbeitstechniken müssen bekannt sein Gemeinsame Verantwortung für das Lernen in der Gruppe: Erfolg der Lerngruppe insgesamt sollte zählen Berücksichtigung individueller Unterschiede: ungewissheitsorientierte Lerner versus gewissheitsorientierte Lerner Aufgabe / Rahmenbedingungen Spielraum für Entscheidungen: in mehrdeutiger Situation Ressourcen teilen und gemeinsam das Problem lösen Die Lernaufgabe muss so gestellt sein, dass sie in kooperativer Arbeitsteilung gelöst werden kann bzw muss (Gruppenmitglieder müssen aufeinander angewiesen sein) Anreizstruktur muss so gegeben sein, dass eine Kombination von individueller Verantwortung und Gruppenleistung gefördert wird Individuelle Verantwortlichkeit für eigenen Lernerfolg: verhindert Trittbrettfahren und vorsagen von Antworten (schwächere Schüler lernen nichts) z.B. Belohnung der Gruppe für Einzelleistungen der Mitglieder Organisatorische Rahmenbedingung müssen gegeben sein
- Stärken und Schwächen Stärken und Schwächen Stärken Leistung: Wissen und Fertigkeiten in Schuldisziplinen Soziale Kompetenz: Kommunikation, Teamfähigkeit Persönlichkeitsentwicklung: Positives Selbstkonzept, Selbstregulation Schwächen Besserwisserei und Konkurrenz, Ausschluss einzelner Mitglieder, leistungsschwächere Mitglieder können nicht mithalten Trittbrettfahren, nicht alle Mitglieder am Ergebnis beteiligt Brainstorming: weniger Ideen in der Gruppe als Summe der Einzelpersonen
- Wirkungen kooperativen Lernens Wirkungen kooperativen Lernens Motivationale Perspektiven: Anreize – Gruppenmitglieder nur erfolgreich, wenn die Gruppe erfolgreich ist; Mitglieder motivieren sich gegenseitig (Gruppenbelohnungen abhängig vom Verhalten der einzelnen Mitglieder) Kohäsionsperspektive: (Gruppenzusammenhalt) Arbeiten in der Gruppe wird als belohnend erlebt (v.a. langfristig) Entwicklungsperspektiven: Zone der nächsten Entwicklung wird erreicht (Vygotskij), wenn Kinder füreinander fortgeschrittene Verhaltensweisen modellieren; Piaget: Interaktion fördert Infrage stellen von Überzeugungen und Neukoordinierung (v.a. bei kleinen Kindern) Perspektive der kognitiven Elaboration: Förderung kognitiver Umstrukturierung des Materials z.B. durch wechselseitiges Lehren (sich gegenseitig zu erklären, wechselseitiges Fragen stellen) (v.a. bei Studenten) Übungsperspektive: z.B. beim Lernen der Rechtschreibung mit Partner · Organisationsperspektive: Selbststeuerung in der Gruppe, Lehrer wird frei für wesentliche Aufgaben
- Formen / Fördermöglichkeiten Indirekte Ansätze: · Aufgabe ist so vorgegeben und strukturiert, dass die Prozesse der Zusammenarbeit beeinflusst werden. Die erwünschten motivationalen und kognitiven Prozesse werden durch das Arrangement der Lernumgebung ausgelöst · ZB: Aufgabenspezialisierung / Expertenwissen è SOL (selbst organisiertes Lernen): Der Kurs (z.B. die ganze Klasse) wird in Stammgruppen geteilt. Jedes Mitglied einer Stammgruppe bearbeitet ein Teilthema und trifft sich dann mit den anderen Personen, die dasselbe Teilthema bearbeitet haben für die Besprechung/Diskussion (Expertengruppe). Dann gehen alle zurück in ihre Stammgruppen und informieren sich gegenseitig. è WELL (wechselseitiges Lehren und Lernen): Die Lernenden werden in einer ersten Phase Experten zu einem Thema. In der zweiten Phase tauschen sie dieses Expertenwissen mit einem Lernpartner aus, indem sie einmal als Experte ihr Wissen weitergeben und ein anderes Mal als Lernender Wissen erklärt bekommen. In einer dritten Phase wird das neu erworbene Wissen wiederholt und vertieft. Direkte Ansätze · Training für Kooperatives Lernen relevante Kooperations- und Kommunikationskompetenzen · Bsp: (Trainings, Lernvortrag, etc.)
- Förderliche Lernstrategien Förderliche Lernstrategien: · Einander den Stoff erklären · Am Modell der Gruppenmitglieder lernen · Kognitives Elaborieren (gegenseitig erklären und wechselseitig Fragen stellen) · Gemeinsames Üben · Kooperatives Evaluieren und Korrigieren von Lösungsvorschlägen und Ergebnissen
- Prozess: der Prozess des Kooperativen Lernens baut sich wie folgt auf: Prozess: der Prozess des Kooperativen Lernens baut sich wie folgt auf: 1. Ideenorientierung und Zielfindung durch Austausch => Das Hauptziel ist die Zielsetzung, wie man zu einem guten Ergebnis kommt. 2. Strukturierung der Lernaufgaben => Zuteilung in den Gruppen, wer was übernimmt. 3. Zugang zu Information => Durch Zusammenarbeiten automatischer Zugang zu mehr Informationen. 4. Gestaltung des Lernprozesses => Wie die Gruppe am effektivsten lernt und am besten ans Ziel kommen. 5. Bedeutung und Nutzung der Ergebnisse => Wie können die Ergebnisse weiterverwendet werden, was nützen sie einem, wie interpretiert man sie? 6. Bewertung der Ergebnisse und des Lernprozesses => Reflexion des kooperativen Lernens.
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