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Entwicklulng und Lernen (Fach) / Das Schulische Selbstkonzept: Das lernende Kind und die Schule als soz Spiegel (Lektion)
) Das Schulische Selbstkonzept: Das lernende Kind und die Schule als soz Spiegel
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- Thomas-Theorem Thomas-Theorem: If men defines situations as real, they aer real in their consequences- · Überzeugungen beeinflussen unsere Handlungen · Wenn wir eine Überzeugung als wahr ansehen, wird auch unsere Reaktion darauf real sein · Oder: So wie ein Mann im Herzen denkt, so ist er" ( SPRÜCHE 23:7)
- Leistungsbezogenes Selbstkonzep: Beginn Leistungsbezogenes Selbstkonzept Vorstufe: Leistungsbezogenes Selbstkonzept bei jüngeren Kindern (Ende 1. Grundstufe) · Selbstkonzept bezogen auf Leistungsfähigkeiten bezogen, aber noch wenig auf schulische Fähigkeiten (Sportl. Fähigkeiten) Schulischer Rahmen der Selbstkonzeptentwicklung · Gesellschaftlich, kulturell vorgegebene Erwartungen und Standards im sozialen Vergleich: Fähigkeiten sind gerichtet (Was man wo zu können hat) · Ausrichtung des Könnens auf verbindliche schulische Inhalte Im Lichte der psychosozialen Entwicklungstheorie Eriksons (Stufenmodell, gilt heute nicht mehr) · Schuleintritt im 4. Entwicklungsphase: Werkphase · Kognitiv und motorisch in der Lage, etwas zu schaffen (Zielgerichteter Gebrauch von Werkzeugen) · Selbstverständnis: Ich bin, was ich lerne · Werksinn vs Minderwertigkeit · Werksinn: Gefühl haben, etwas zu können, nützlich zu sein · In allen kulturen: Beginn der systematischen Unterweisung · Nach ödipaler Phase: (Latenzphase): Energie kann auf Lernen gerichtet werden · Gefahr in dieser Phase: Minderwertigkeit (Etwas nicht zu können)
- Selbsteinschätzungen bei jüngeren Kindern Selbsteinschätzungen bei jüngeren Kindern Selbstwertdienlicher motivationaler Aspekt der Lernorientierung Optimistisches Selbstbild als positive Voraussetzung Bei Schuleintritt: Freude, Stolz, Lernen Wollen · Anstrengung (Tüchtigkeit) als zentraler Wert des Selbsterlebens o Kopplungsschema (Nicholls, 1978): Je mehr ich mich anstrenge, umso besser bin ich o Anstrengung = Begabung · Bei Misserfolgen: Selbstwertschützende Interpretationen (Noch nicht können, Lernen, Üben): o Schutz vor negativer Einschätzung der Fähigkeit (Selbsttheorie Dweck: groth Mindset: Fähigkeit wird nicht als veränderbare Grösse gesehen) o günstige Kausalattributionen (zeitvariable internale oder externale Faktoren), die Motivation steigern · Interpretation von Lob als Fähigkeits- bzw. Tüchtigkeitshinweis ( o noch kein paradoxer Effekt von Lob (Lob von einfachen Dingen wird später als Unfähigkeitsbekundung gesehen) o Kinder in diesem Alter sind auf Lob erpicht Selbsteinschätzung bei jüngeren Kindern · Mehrheitlich überhöhte Selbsteinschätzung o Wurde lange Zeit als kognitives Defizit angesehen o Gilt heute als wichtiger Motivationsfaktor (es ist gut, dass sich die Kinder mehr zutrauen, als realistisch ist) · Aber: Realistische Einschätzung anderer · Und: Auch Eltern überschätzen ihr Kind bei Schuleintritt mehrheitlich
- Entwicklung der Selbsteinschätzungsfähigkeit (nach ...Susan Harter •4-5 Jahre : Ich beobachte, was andere tun (Subjekt) •Intensive Beobachtung andere / Kein bewusstsein des Beobachtetwerdens ->Noch keine soziale Spiegelung •5-6 Jahre: Ich beobachte, dass du mich beobachtest (Objekt) •Erkennen des Beobachtetwerdens (Selbst als Objekt des Beaobachtens erkann) / Vermeiden von Selbst-Präsentation •Wichtig werden Reaktionen von aussen (Bewusstwerden von Fremdbewertung und Versuch, diese Bewertungen zu vermeiden) •Beginn des looking-glass self (Spiegelselbst, das Selbst als reflexion der wahrgenommenen Wirkung auf andere) •6-7 Jahre: Differenzierung von I (Knower) und ME (Known) (=Subjekt-Objekt-Differenzierung) •Integration der Sicht anderer in eigenes Selbst •Zunehmende Selbsevaluation auf der Basis fremdgesetzter Standards / Zunehmende Soziale Vergleiche •Selbstemotion (Scham) noch abhängig von Reaktion anderer •8-9 Jahre: Verinnerlichte Konzepte und Massstäbe •Selbsbeobachtungen (I-Me) Selbstbewerungen (Selbstwertgefühl) •Selbsemotionen unabhängig von Reaktion anderer
- Die Anpassung des schulischen Selbstkonzepts und Fehleinschätzungen Die Anpassung des schulischen Selbstkonzepts und Fehleinschätzungen Typischer Verlauf des Selbstkonzeptes Andreas Helmke): · anfänglich optimistisch überhöhtes Selbstkonzept der schulischen Fähigkeiten · Im Verlauf der ersten Schuljahre wachsende Annäherung an Aussenkriterien Geschlechtsspezifische Ausformung o Knaben höhere Selbsteinschätzung als Mädchen o Nicht entwicklungsbedingt o Mädchen schätzen sich realistischer ein o Knaben erleben Misserfolge weniger negativ o Eltern: immuner gegen Fremdeinschätzung der Söhne Korrelation (Übereinstimmung Fremd / Selbsteinschätzung) § Nimmt zu mit zunehmenden Schuljahren § Anfang einer neue Stufe zT wieder weniger Übereinstimmungen § Klassenspezifische Unterschiede § Nicht notenabhängig (Sowohl Kinder mit tiefen als auch Kinder mit höheren Noten können sich über- oder unterschätzen § Personenspezifisch: Es gibt auch KG Kinder, die sich realistisch einschätzen § Fächerspezifische Unterschiede: (Mathe: Knaben überschätzen sich, Mädchen unterschätzen sich / Sprache: realistischere Selbsteinschätzung) Selbsteinschätzung und Prüfungsangst o Prüfungsangst nimmt zu mit zunehmender Unterschätzung o Bei leicht erhöhter Selbsteinschätzung geringste Prüfungsangst Mehr Motivation Kein „Energieverbrauch“ wegen AngstAb 3 / 4 SJ: Selbstbild im Zusammenhang mit der Bewertung
- Die Struktur des frühen schulischen Selbstkonzeptes Die Struktur des frühen schulischen Selbstkonzeptes: 2 Positionen Frage: Top down oder Bottom Up?: Von den spezifischen zum globalen Selbstkonzept oder umgekehrt? Wechselwirkung gilt als anzunehmen. Susan Harter 4 Faktoren · Kognitive Kompetenzen · Körperliche Kompetenzen · Peer Akzeptanz · Akzeptanz durch Mutter Bildpaare (gut /nicht gut in Puzzle): welches trifft fest / schwach auf dich zu) Bestätigt Annahme Ø Kinder unter 8 Jahren haben noch kein generelles Selbstkonzept (Selbstwert) Selbstkonzept ist wenig differenziert Herbert Marsh 8 Faktoren Ø 3 kognitive (Lesen, R, allg Schul) Ø 4 nicht kognitive(körperl. Fähigkeiten, körperl. Erscheinung, Peer Beziehungen, E-K Beziehung) 1 allg SK-Skala (Selbstwert Bestätigung der acht Faktoren Ø Kinder haben schon früh ein gut differenziertes und Selbstkonzept und besitzen auch generelles Selbstkonzept
- Bezugsrahmeneffekte Bezugsrahmeneffekte Big-Fish-Little-Pond-Effekt (Marsh) · Anpassung des SK, wenn die beiden gleich grossen „Fische“ aufeinandertreffen · Ein Kind in einer leistungsschwachen Klassen haben ein höheres Selbstkonzept als ein leistungsgleiches Kind in einer leistungsstarken Klasse · Nach Übergang in Oberstufe: Neues Selbstkonzept, da neue „Vergelichskinder“ o Leistungsschwache: Steigerung des SK o Leistungsstarke: Tieferes SK (Aber auch Assimilationseffekt „zur Elite gehören“, ähnlich wie nach Übertritt in 1. Klasse) Referenzrahmeneffekt (Marsh) Interner-Externer Referenzrahmenvergleich Zweifacher Vergleich von zwei Selbstkonzeptbereichen (Sprache / Mathe) a) Leistung der anderer in den beiden Bereichen (externer Referenzrahmen) Ø Hohe Leistung in einem Bereich führt zu hohem Selbstkonzept in diesem Bereich (logischerweise…) „besser in Mathe als X“ b) Eigene Leistung in beiden Fächern (interner Referenzrahmen) Ø Kontrasteffekt: Gute Leistung in einem Bereich führt zu Abwertung der Leistung im anderen Bereich „Besser in Mathe als in Sprache Ergo: schlecht in Sprache“
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