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A & O (Fach) / Kapitel 5 (Lektion)

Negative Wirkpotentiale der Arbeit

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  • Monotone Arbeitsbedingungen - Arbeit inhaltlich gleichförmig - erfordert keinerlei Planungs- und Entscheidungsleistungen, ausschließlich sensumotorische Regulationen - dennoch kann sie psychisch nicht automatisiert werden, es müssen z. B. ständig visuelle Infos ausgewertet werden - ständige Aufmerksamkeit erforderlich - Reizarmut - eintönig- rhythmische Dauerreize mittlerer Intensität - eingeschränkte Möglichkeit zu körperlicher Bewegung oder Ablenkung  
  • Problem der herabgesetzten Vigilanz - monotonie-ähnlich - ensteht vor allem durch die unregelmäßige und seltene Erfordernis von Reaktionen, weniger durch die Einförmigkeit der Reize
  • Psychische Sättigung Zustand geistiger Anspannung. Dieser entsteht aus dem Widerwillen gegen Aufnahme oder Weiterführung der Tätigkeit - Einstellung zur Tätigkeit ist entscheidend. Sie lässt sich durch Übergang zu einer inhaltlich neuen tätigkeit fast ganz aufheben.
  • quantitative Unterforderung entsteht durch einförmige, sich wiederholende tätigkeiten, die keine Daueraufmerksamkeit erfordern. Gefühl, zu wenig zu tun zu haben. Kann auch mit Müdigkeit einhergehen.
  • prinzipielle Maßnahmen zur Verringerung von Monotonie - Tätigkeitswechsel - Job rotation - Job enrichement (mehr eigenverantwortung, höheres Anforderungsniveau) - Job enlargement (verschiedene Tätigkeiten auf dem selben Anforderungsniveau) - Mischtätigkeiten - Gruppenarbeit
  • Stimulus-Konzept von Stress Stress als Reiz äußere Ereignisse versetzten den Menschen in STress - z. b. traumatische Erlebnisse etc. Problem: große interindividuelle Variabilität der Reaktion auf gleiche Bedingungen
  • Reaktions-Konzept von Stress Stress als Reaktion Reaktion des Organismus auf einen STressor - kann jede Situation sein, sowohl unangenehm als auch freudig. messung über physiologische, verbale oder Verhaltensdaten.
  • Belastungs-Beanspruchungs-Konzept (Rahmert, Rutenfranz, Luczak) Belastung: alle von außen einwirkenden Faktoren Beanspruchung: Auswirkungen der Belastungen auf den Organismus. Sie ist von Person zu Person unterschiedlich, da sie sich in der Bewältigung unterscheiden. Bewältigung: hängt von individuellen Eigenschaften ab.
  • Wie kann die Belastung laut dem Belastungs-Beanspruchungs-Konzept sein? - optimal - zu gering (Unterforderung) - zu hoch (Überforderung) die letzten beiden führen zu Fehlbeanspruchung
  • Wann spricht man laut dem Belastungs-Beanspruchungs-Konzept von STress? Wenn es sich um eine als aversiv erlebte, von negativen Emotionen begleitete Beanspruchung handelt.
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  • Def .stress selye unspezifische Reaktion des Körpers auf jede Anforderung. Unterscheidung zwischen eustress und distress.
  • Def. STress Lazarus gleich wie belastungs- beanspruchungskonzept
  • Def stress greif Ungleichgewicht zwischen Zielen und Möglichkeiten. unangenehmer und unausweichlicher Ausgang wird antizipiert. Man befürchtet einen Mangel an Bewältigungsressourcen.
  • Def. STress Dunkel &Zapf Ungleichgewicht zwischen Anforderungen der Umwelt und persönlichen Lebensvoraussetzungen. Persönlich bedeutsam, wird als unangenehm erlebt.
  • Semmer & Udris def. stress ein als unangenehm erlebter Spannungszustand, der durch eine negative Einschätzung der Situation und ihrer Entwicklungsmöglichkeiten ausgelöst wird.
  • Ulich def. Stress verbunden mit tatsächlichem oder vermeintlichen Kontrollverlust, Gefühl der Bedrohung, Hilflosigkeit, Anhängigkeit, Ausgeliefertsein
  • Def. Stressor - Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von STress erhöhen - nicht jeder Stressor löst bei jedem Stress aus.
  • Grundzüge des kognitivistischen Bewertungsmodells von Lazarus und Lounier individuelle Bewertungsprozesse spielen eine zentrale Rolle: gleiche Belastungen können unterschiedliche Beanspruchungen zur Folge haben und umgekehrt.
  • kognitive Bewertungsprozesse nach Lazarus und Lounier: - primary appraisal (gegenwärtige Situation/Ereignis wird hinsichtlich Bedeutsam/unbedeutsam und Stressend (Schädigung/Verlust, Herausforderung oder Bedrohung) bewertet.) - secondary appraisal (Bewertung hinsichtlich Bewältigunsfähigkeiten, Bewältigungsmöglichkeiten) >> Bewältigung kann instrumentell oder emotional sein. - reappraisal (rückkoppelung, neubewertung. Information über die eigene Reaktion und die Umwelt, Relexion. geschieht oft automatisch und intuitiv) -
  • Kritik am kognitivistischen Stress-Modell - Reaktion des Individuums entscheidet darüber, ob Stress vorliegt (obwohl sich Lazarus gegen S-R-Modelle gestellt hat. - für die Beurteilung der Stressreaktion sollten nicht nur unmittelbar auftretende Symptome beachtet werden - NAchwirkung! (macht anfällig für normale Belastungen)
  • welche Arten von Coping-Strategien gibt es? - problembezogene (bedingungsverändernde) - emotionsbezogene
  • Problembezogene coping-STrategien - Änderung der Arbeitsstrategie - Informationssuche - Aussprache mit Mitarbeitern bei Konflikten - Unterlassung von handlungen Änderung der Organisation
  • Emotionsbezogene Coping-Strategien - Entspannung, Ablenkung, Konsumverhalten - Kognitive Umstrukturierung und Neubewertung - Neudefinition einer Situation (Herausforderung anstatt Bedrohung) Entspannungstechniken, resignative Arbeitszufriedenheit - oft mit schlechterem befinden einhergehend.
  • Warum können Coping-Strategien dysfunktional sein? Sie sagen nichts über den Erfolg aus; sie können kurzfristig wirksam, aber längerfristig unwirksam, sogar schädlich sein.Kosten von coping müssen bedacht werden. Bsp: - aggressives VH - bringt andere zum Nachgeben, aber Konfliktpotenzial geht davon nicht weg. - Verzicht auf Sicherheitsmaßnahmen (entlastenden Vorgehensweisen) können riskant sein und zu Fehlern führen - Leistungssteigerung bei erhöhtem Druck ist schädlich bei Chronifizierung
  • Was sind Regulationsbehinderungen? äußere Arbeitsbedingungen, die die Erreichung des Arbeitsergebnisses behindern. Der Arbeitende muss zusätzlichen Aufwand betreiben, um das Arbeitsergebnis trotzdem zu erreichen.
  • 2 Formen von Regulationsbehinderungen - Regulationshindernisse: sie beeinflussen die geforderte Regulation direkt und verlangen kurzfristige Reaktionen >>> Erschwerung (informatorisch und motorisch) und >>> Unterbrechung. >>>Auswirkungen sind Zusatzaufwand und riskantes Handeln. - Regulationsüberforderungen: bestimmte Arbeitsbedingungen vermindern im Laufe des Tages die Regulationsfähigkeit >>>aufgabenimmanente Bedingungen (monotone Bedingungen, zeitdruck) >>> aufgabenunspezifische Umgebungsbedingungen (z. B. Lärm, Beleuchtung, Temperatur der Abbau der Regulationsfähigkeit erfolgt zeitbezogen und vorübergehend. psychische Belastung ensteht nur, wenn die Aufgaben zeitgebunden zu erledigen sind.
  • 5 hauptbereiche objektiver Stressfaktoren - Die Aufgabe: Eintönig, untinteressant - zu komplex - schwierige emotionale Anforderungen (bsp. Selbstbeherrschung bei schwierigen Personen) - Arbeitsorganisation: Intensität, Zeitdruck, Daueraufmerksamkeit - mangelhafte Materialien, Information etc. - wenig handlungsspielraum - unklare Bewertungskriterien, Anweisungen etc. - Physische Bedingungen: Umgebungsbedingungen: Lärm, Hitze, Gerüche - Einseitige Körperhaltungen - Länge und Dauer der Arbeitszeit, Schichtarbeit - Soziale Bedingungen: rollenkonflikte, soziale Stressoren, Mobbing - Kooperationszwänge, Abhängigkeit - Organisatorische Rahmenbedingungen: Status, Anerkennung - Informationspolitik - Lohnpolitik - Zukunftsaussichten (Sicherheit der Arbeitsstelle, Aufstiegsmöglichkeiten usw.)
  • 3 unterschiedliche Bereiche von Belastungs- Stressfolgen - physiologisch/somatisch kurzfristig: Adrenalinausschüttung, erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruch langfristig: psychosomatische Beschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen - psychisch kurzfristig: Anspannung, Frustration, EMS (Ermüdung, Monotonie und Sättigung), Konzentrationsprobleme langfristig: psychos. Beschw., Unzufriedenheit, Resignation, Depression - verhaltensbezogen individuell: kurzfristig: Leistungsschwankungen, Fehler... langfristig: Fehlzeiten, Konsum von Nikotin, Alkohl, Tabletten sozial: Streit, Konflikte, Isolierung, Aggression  
  • unwinding Die Zeit, nach Arbeitsstress wieder auf ein normales Niveau zurückzufinden >>> Anfälligkeit gegenüber neuen Problemen ist erhöht. Folgen: Schlafprobleme, Lesitungsminderung, Anspannungszustände.
  • Was beinhaltet das Burn-out-syndrom? - emotionale Erschöpfung (Überbeanspruchung durch andere Personen) - Depersonalisierung (Abstumpfung gegenüber Klienten) - reduzierte Leistungsfähigkeit.
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  • wo tritt burn-out am häufigsten auf? in sozialen Berufen
  • Bedingungen für das Entstehen von Burnout? - Stressfaktoren und idealistische Motivation gleichzeitig - mangelnde soziale Unterstützung - mangelnde Wertschätzung der erbrachten Leistung
  • Faktoren die sich auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-erkrankungen auswirken? - Zeitdruck, Fehlen von zeitreserven, Keine Möglichkeiten zum Abschalten - Persönliche Ressourcen, sowie Erwartung sozial unterstützt zu werden - Selbstregulation und Kontrollierbarkeit in der Arbeit  
  • Was sind Ressourcen? Faktoren, die den Umgang mit einer Situation erleichtern. Sie können in der Situation oder der Person begründet sein.
  • Situationsbezogene Ressourcen - Handlungsspielraum (Kontolle, Autonomie, Selbstgestalten der Situation) - Soziale Unterstützung
  • personenbezogene Ressourcen - Gesundheitszustand, Optimismus, Selbstvertrauen, berufliche Qualifikation, soziale Fähigkeiten, Problemlösefähigkeiten - Förderung durch Aus-, Fort, Weiterbildung
  • Salutogenese welche Faktoren erhalten den Menschen trotz widriger Umstände gesund? (nicht: was macht ihn krank)
  • 3 Faktoren nach Aronoswky - Gefühl der Verstehbarkeit - Gefühl der Handhabbarkeit - Gefühl der Sinnhaftigkeit des Lebens
  • förderliche Bedingungen zur Salutogenese: - Situationskontrolle - Soziale Unterstützung - Wechselwirklungen von personalen und organisationalen Ressourcen
  • 2 Sichtweisen der sozialen Unterstützung - individuumsorientierte sichtweise - Systemorientierte Sichtweise
  • individuumsorientierte Sichtweise soz. Unterstzützung Soziale Unterstzützung spielt eine wichtige Rolle bei der Stressauslösung von stressoren. Sie wird durch eigenes Verhalten mitbestimmt.
  • Systemorientierte Sichtweise Angebot sozialer Unterstzützung kann auch ambivalente oder negative Effekte auslösen (Pflicht zur Gegenleistung). hängt also auch vom organisationalen und gesellschaftlichen Kontext ab (kollektive Selbstregulation in der Gruppe)
  • 4 prinzipielle Maßnahmen der Gesundheitsförderung gegen Stress - Institutioneller Abbau von Stressoren ( Einrichtung von Schutzmaßnahmen- Lärmschutz, Pausengestaltung) - Individueller Abbau von Stressoren (Abbau von Risikoverhalten, Entspannungstrainings, Veränderung des Gesundheitsverhaltens) - Institutionell eingerichtete Ressourcen zur Bewältigung (Erhöhung von Handlungsspielräumen, Zeitautonomie, entscheidungsbefugnisse) - Individuelle Ressourcen zur Bewältigung (berufliche Qualifikationsmaßnahmen, Problemlösetraining, Schulungen)  
  • Welches Modell wird hauptsächlich in der Arbeitspsychologie verwendet? Belastungs-Beanspruchungs-Modell
  • Stressrelevante Bedingungen der Arbeit, die zu HKE führen können sozioökonomische Determinanten: Arbeitsbelastung, geringe soziale Stabilität bei Arbeitern unterer Schichten /diese sind anfälliger äußere Arbeitsbedingungen: Lärm, Zeitdruck, Schichtarbeit, Rationalisierungen (sehr gesicherter Faktor) Arbeitstätigkeit: hoher Zwangscharakter, Zeitdruck, geringe Kontrollierbarkeit