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Entwicklulng und Lernen (Fach) / Entwicklung und Lernen im Kiga (Lektion)

Entwicklung und Lernen im Kiga

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Lektion lernen

  • Animistisches Denken (anthropomorphes Denken). Begriff Begriff ·         Jean Piaget, 1926 ·         Zuschreibung von Bewusstsein und Leben im Zusammenhang mit unbelebten Objekten ·         Fehlende Differenzierung zw Objektwelt und sozialer Welt (materieller und lebender Welt) ·         Regelhaftigkeit der Objektwelt (Dinge) entspricht Regelhaftigkeit der Sozialwelt (Menschen): Ø  Die Sonne weiss, dass sie scheint, weil sie heiss hat ·         Keine Unterscheidung von physikalischen und physiologischen Wirkmechanismen ·         Finalistisches Denken: Zuschreibung von Motiven, Zielen und Absichten Ø  Die Sonne scheint, damit wir heiss haben Ø  Die Wolke regnet, damit wir Wasser haben ·         Kulturabhängig (bei uns verschwindet das animistische Denken etwa bei Schuleintritt, grosse Unterschiede möglich)
  • Stadien im animistischen Denken   •1. Alles ist mit Bewusstsein und Leben ausgestattet: •Die Wolke weiss, spürt und fühlt, dass sie regnet) •"Stein spürt die Berührung" •"Das Auto spürt, dass es fährt" •2. Bewegte Objekte haben Bewusstsein und Leben: •"Der Stein spürt keine Berührung, aber wenn er an die Wand geworfen wird, spürt er es schon" 3. Eigenbewegte Objekte haben Bewusstsein und Leben: •"Das Auto weiss nicht, dass es fährt, weil es kann ja nicht alleine fahren, also ist es auch nicht lebendig" •4. Einschränkung auf Tiere und Pflanzen: •"Die Blume freut sich, wenn sie abgeschnitten wird, weil sie dann im nächsten jahr wieder blühen kann ·         Animismus ist eigentlich typisch für die präoperationale Phase, kann aber unter der Oberfläche noch lange vorhanden sein ·         Animistische Antworten, geordnet nach Häufigkeit der Zuschreibung: (Sonne, Blume, Wolke, Puppe, Auto Stein)
  • Zählfertigkeiten bei Grundstufenkindern Grosse Unterschiede in der Zählfertigkeit bei KG-Eintritt  ählfertigkeit: transitives Zählen ·         Abzählen von Elementen ·         Grundlage für mathematische Konzepte (Wichtiges Element bei der Entwicklung mathematischer Konzepte) ·         Zählen einzelner Elemente zur Bestimmung der Menge (Eins zu eins-Zuordnung, Zahlwort – Objekt) ·         Bestimmen der Anzahl Elemente einer Menge (Kardinalzahl) ·         Eindeutigkeitsprinzip: Problem des asynchronen / synchronen Zählens) ·         Fehlende Zählstrategie (ZB Ordnen zur Mengenerkennung oder um bei Fehler nicht wieder vorne anfangen zu müssen) ·         Zählfertigkeit und Kompetenzeinschätzung der LP: Kindern mit guter Zählfertigkeit wird auch eine höhere mathematische Kompetenz zugeschrieben
  • Subitizing Subitizing ·         Unmittelbares Erfassen einer Menge (ohne Abzählen) ·         Kaufmann et al (1949): subitizing / erfassen: Menge ist klar bestimmbar (ist natürlich nur bei kleinen Mengen möglich) ·         Subitizing ist nicht estimating (schätzen): beim Schätzen wird nur eine ungefähre Anzahl bestimmt, beim Subitizing wird die genaue Anzahl erfasst
  • Drei Komponenten des Zahlenverständnisses Drei Komponenten des Zahlenverständnisses ·         Wort: Zehn ·         Zahl: 10 ·         Position auf mentalem Zahlenstrahl Ø  Diese drei Komponenten sind an verschiedenen Orten im Hirn lokalisiert Ø  Position der Zahl im Parietallappen (Grössenvorstellung): dieser ist bei kleinen Kindern noch wenig ausgebildet Ø  Fähigkeit der Grössenvorstellung kann aber geübt werden (zB lineare Würfelspiele)
  • Entwicklung des Zahlenverständnisses (Einordnung einer Zahl auf Zahlenstrahl) Siegler / Booth Entwicklung des Zahlenverständnisses (Einordnung einer Zahl auf Zahlenstrahl) ·         Logarithmischer Verlauf: kleinere Zahlen werden überschätzt ·         KG: im Zehnerbereich können Zahlen bereits recht gut lokalisiert werden ·         Im 100er Bereich: typische Überschätzung der kleineren Zahlen
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