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Entwicklulng und Lernen (Fach) / Emotionale Entwicklung bis ins Schulalter (Lektion)

Emotionale Entwicklung bis ins Schulalter

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Lektion lernen

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  • Definition Emotionen Emotionen sind ein Gesamtprozess des Organismus, bestehend aus… •Physiologische Komponente •(wahrnehmbar und nicht wahrnehmbar, wie Hormonausschüttungen) •rasender Puls.. •emotionsbezogene Kognitionen: •denkenden Einordnung, Benennen von Emotionen •Es ist gefährlich, weil ein Auto kommen könnte •emotionsbezogene Befindlichkeiten: •Zustand (Freude, Ärger) der Emotion  entspricht •Ich habe Angst •emotionsbezogene Handlungstendenz •(ich verhalte mich meiner Emotion entsprechend) •..renne ihm nach •mehr od weniger deutliche • expressive Komponente • (Emotion wird sichtbar): Körperhaltung Gesichtsausdruck •mein Gesichtsausdruck ist verzerrt Emotionen geben Auskunft über die Bedeutung einer Situation, einer Aussage, einer Handlung etc Ø  Ich höre einen Knall, meine Emotionen helfen mir, die Situation einzuschätzen (Harmlos? Weglaufen? etc) Ø  Unsicherheit entsteht, wenn sich die Situation nicht einschätzen lässt . 
  • Basisemotionen Distress Ekel Wohlbehagen Erschrecken Interesse   Ø  werden im alten Hirnteil generiert und haben minimalen kognitiven Anteil Ø  Basisemotionen kommen schon beim Säugling vor Ø  Nicht gelernte sondern mitgebrachte Emotionen Ø  Wenig kognitiv besetzt Ø  Ursprüngliche, ursächliche Angelegenheit
  • Emotionale Kompetenz Acht Schlüsselfertigkeiten emotionaler Kompetenz   Acht Schlüsselfertigkeiten emotionaler Kompetenz nach Caroly Saami Bewusstsein über eigenen emotionalen Zustand  Fähigkeit, Emotionen anderer wahrzunehmen und zu verstehen Fähigkeit zur Empathie  Differenz zwischen gefühlten und gezeigten Emotionen erkennen Fähigkeit zur Bewältigung negativer Emotionen Angemessen über Emotionen kommunizieren können (kulturgebundene  Skripte kennen) Echte Emotionen in Beziehungen empfinden und mitteilen können Fähigkeit zur emotionalen Selbstwirksamkeit  (Möglichkeit, Emotionen zu regulieren)
  • Drei Sichtweisen zum Verständnis von Emotionen   Drei Sichtweisen zum Verständnis von Emotionen nach Holodynski   Strukturalistisch ·         Was für Emotionen gibt es? ·         Beschreibung und Klassifizierung von einzelnen Emotionen ·         Katalog verschiedener Emotionen erstellen (Problem: Emotionen sind zum Teil schwierig voneinander abzugrenzen) ·         Abgrenzungskriterien, Indikatoren der verschiedenen Emotionen suchen ·         Vorwiegend individualistisch Funktionalistisch ·         Wozu dienen Emotionen? ·         Wie greifen Emotionen in unsere Handlungen ein, inwiefern steuern Emotionen unsere Handlungen? ·         Emotionen als spezifische Handlungsbereitschaft ·         Subjektives Erleben, Wirkungsweise ·         Vorwiegend individualistisch Kontextualistisch ·         In welchem Kontext entwickeln sich welche Emotionen wie? ·         Emotionen in Kultur und Beziehungen (Interaktionen) ·         Einbettung in Kontext der Kultur und Beziehung, Ko-konstruktion
  • Allgemeine Entwicklungslinie   Allgemeine Entwicklungslinie  Zunehmende Emotionsregulation wir in unserer Kultur als Schlüsselkompetenz gesehen (aggressive Kinder müssen „verändert“ werden) Je nach kulturellem Kontext wird eine mehr oder weniger starke „Kultivierung“ der Emotionen Von Basisemotionen (Baby) • ohne willentliche Steuerung  Emotion entspricht Erleben  Häufige, intensive und der willentlichen Kontrolle entzogene Emotionen mit starken Ausdrucksmerkmalen (Freude, Angst, Wut...) Zu Reflexive Emotionsregulation  Fähigkeit, eigene Emotionen zu regulieren Entkoppelung von Emotionserleben und Emotionsausdruck: Äussere Zeichen spiegeln nicht immer Emotionen
  • Entwicklung des allgemeinen Ausdruckes von Emotionen   6-10 W •Soziales Lächeln •("Belohnungssystem" im Sinne Verstärkung nach Skinner) 3-4Mte •Lachen 6-12 Mte •Trennungsangst, Fremdeln •Social Refferencing •(Verwendung von emotionaler Reaktion des Gegenübers als Information -Visual Cliff experiment) Ab 2. Lebensjahr und später Beginn des sprachlichen Ausdrucksvon Emotionen •Auftreten von Scham, Stolz, Verlegenheit (Auslöser gelernt, kulturabhängig)
  • Entwicklung des sprachlichen Ausdruckes von Emotionen   •18-24 mte •Wörter für Basisemot. •passives Verständnis von Emotionswörtern •Selten: Benennen der eigenen Befindlichkeit •bis 4. Lebensjahr •Benennen von Emotionen anderer •Urachen und Konsequenzen von Emotionen verbalisiere •bis 6. Lebensjahr •Zunahme Emotionsvokabulars •Benennung komplexer Emotionen •(langweilig, nervös, eifersüchtig...) •6-12 Jahren •Erweiterung des Vokabulars •Synonyme Bezeichnungen
  • Entwicklung des emotionalen Verstehens Niveau 0: Einzelne Wertung gegenüber einem Ziel: 1  Ziel  -> 1 Emotion  Prinzessin = schön oder Hexe = böse Niveau 1:  2 gleichgepolte Wertungen gegenüber einem Ziel:  Ziel 1 -> 1 Emotionen + Emotion 2 Prinzessin = schön und reich oder Hexe = böse und hässlich Niveau 2:  Beginn des mapping: zwei verschiedene aber gleichgepolte Wertungen können auf verschiedene aber gleichgepolte Ziele gerichtet sein: 1  Ziel+  ->   Emot. 1+  und Ziel 2 +-> Emotion 2+ Prinzessin = schön und  Prinz = reich Niveau 3:  Beginn  von Repräsentationssystemen (mit Fokuswechsel): verschieden gepolte Wertungen können auf zwei verschieden gepolte Ziele gerichtet sein:  1  Ziel 1+  ->   Emot. 1+ und Emotion 2+  und Ziel 2- -> Emotion 3- und Emotion 4- Prinzessin = schön und reich und Hexe = böse und hässlich Niveau 4: verschieden gepolte Wertungen können auf das gleiche  Ziele gerichtet sein Positive und negative Aspekte eines Ziels können gleichzeitig vorhanden sein: Ziel 1  ->   Emotion 1+ und Emotion 2-        Eltern sind nett und nervig Diese Niveau relativ spät (ca 8 Klasse): Befragung von Kindern: mit zunehmendem Alter werden den Eltern mehr negative Eigenschaften zugeschrieben obwohl die Wahrnehmung der Eltern gleich bleibt
  • Entwicklungsverlauf im Erschliessen der Emotionen anderer (Entwicklungsverlauf nach Robbie Case) Ausrichtung: Stufentheorie (nach Piaget) kombiniert mit zunehmender Effizienz der Informationsverarbeitung   Operationale Konsolidierung (3.5-5 j) Konzentration auf möglichst auffälliges Merkmal Glücklicher ist, wer mehr hat  (Menge wird verglichen)   Operationale Koordination (5-7) Absoluter Vergleich: Zählen Glücklich ist, wer mehr hat (Menge wird gezählt)   Bifokale Koordination(7-9) Bi: Zwei Elemente werden berücksichtigt / Indi. Relation (Wunsch vs Wirklichkeit) glücklich wenn mehr od. gleich viel erhalten wie gewünscht   Elaborierte Koordination  (9-11 j) (Verknüpfte Relation)  Differenz gewünschte vs Erhaltene, verknüpfter Vergleich: inter und intrapersonell) Grössere Differenz = weniger glücklich
  • Emotionsregulation nach Holodynski Emotionsregulation: Ø  Fähigkeit, Emotionen durch Handlungen zu beeinflussen Ø  Den mit Emotionen verbundenen Handlungsbereitschaften nicht einfach nur ausgeliefert sein, sondern aktiv Einfluss auf die Wirkung der eigenen Emotionen nehmen zu können (Holodynski, 2006)
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  • Entwicklung der Emotionsregulation     nach Holodynski Von der interindividuellen zur intraindividuellen Emotionsregulation.   Ø  Interindividuelle Regulation: Bezugsperson nimmt Regulation vor (Eltern regulieren Emotionen des Kindes), Voraussetzung für die: Ø  Intraindividuelle Regulation: Kind reguliert Emotionen selber
  • Strategien der Emotionsregulation Holodynski Verhaltensstrategien Beruhigung (physisch): Körperkontakt, Umarmen Ablenkung (mit anderen Objekten) Aktivierung des Bindungsverhaltens Flucht, Rückzug, Ortsveränderung Symbolische Strategien Beruhigung (verbal), Trost Ablenkung durch Themenwechsel Umdeutung durch Bagatellisierung Leugnen, Nicht Wahrhabenwollen Zeitliche Hierarchisierung (auf später vertrösten) Antezendente Strategien Gezieltes Aufsuchen von positiven Emotionskontexten Vermeiden von potenziell negativen Emotionskontexten -> jà älter umso einfacher Regulation thematisieren: gedankliche Auseinandersetzung mit mögl. Emotionsereignissen  
  • Entwicklung der Emotionsregulation (genauer)   Bis Ende 2. Lebensjahr: Beruhigen, Ablenken, evtl erste kognitive Umdeutungen von Situationen abhängig von: - Temperament (Reizschwelle etc) -Beteiligung Erwachsener (interpersonelle Regulation, Hilfe zur Umdeutung ) 3. bis 6. Lebensjahr zunehmende reflexife Emotionsregulation: Willentliche Steuerung eines emotionalen Impulses, vermehrt ohne Steuuerung durch Bezugsperson Zeitliche Verzögerung, Ausrichtung auf passende spätere Situation Belohnungsaufschub (ab ca 4j): Bsp. Marshmellwo-Test (Walter Mischel) Erwartung an Schulkinder (KG): willentl. Unterdrückung d Impulse ab. 6. Lebensjahr Internalisierung von Ausdruckszeichen: kann dazu führen, dass äusserliche Ausdrucksreaktionen nicht mehr wahrnehmbar sind (=Miniaturisierung, Holodynski)), Emotionen aber dennoch gefühlt werden. Bsp: 4j zeigt Freude in kommunikationssituation gleich wie in Allein-Situation, 23 jährige nur in Kommunikationssituation
  • Zur Bedeutung des Emotionsausdrucks im Schulkontext Spiegelreaktion: ·         Freude über eigenes Spiegelbild (Lachen, Aufrichten als Reaktion des Stolzes) ·         Knapp 13% zeigten keine Ausdruck, die Restlichen gut 83% zeigten Freude unterschiedlichen Grades   Bedeutung im Schulkontext: ·         Kinder mit positiver Spiegelreaktion werden von LP als Kinder mit Erfolgszuversicht wahrgenommen ·         Kinder mit Erfolgszuversicht können sich besser konzentrieren (Wahrnehmung der LP) Ø  Ausdrucksverhalten (positive Spiegelreaktion) beeinfluss die Wahrnehmung der LP Positive Spiegelreaktion / Erfolgszuversicht / soziale Gehemmtheit Positive Spiegelreaktion -> Erfolgszuversicht (traut sich mehr zu, glaubt an seinen Erfolg) -> Abwesenheit sozialer Gehemmtheit Erfolgszuversicht als Zeichen für die Abwesenheit sozialer Gehemmtheit