4
Bilanz und Erfolgsrechnung (Fach) / Kapitel 2: Dogmengeschichtliche Entwicklung von Bilanztheorie (Lektion)
Zerschlagungs, Fortführungstaktik, statische, dynamische Bilanztheorie
Diese Lektion wurde von mariarumyantseva erstellt.
- Zerschlagungstaktik - entwickelt vom Reichsoberhandelsgericht ende des 19 Jhd. - Bilanzierungszweck: Gläubigerschutz durch Ausschüttungsbeschränkung - Ausschüttungen dürfen die Anteilseigner nur unter der Bedingung vornehmen, dass die Gläubigeransprüche gesichert sind Vermögensgegenstände größer gleich Schulden Ansatzregel: Verkehrsfähigkeit Bewertungsregel: Liquidationswerte
- Probleme bei der Ermittlung von Zerschlagungswerten 1) Zerschlagungsdauer: welcher Zeithorizont wird der fiktiven Zerschlagung zugrunde gelegt? 2) zerschlagungsintensität: In welche Funktionseinheiten wird das Betriebsvermögen zerlegt? 3) Mangelnde Marktgängigkeit von gebrauchten Betriebsvermögensgegenständen (keiner würde sie in der Praxis kaufen) Fazit: zerschlagungsprämisse wenig praktikabel
- Fortführungsstatik - Erfinder: Hermann Veit simon 1886 - Unterscheidung der Vermögensgegenstände nach der Nutzungsart in Gebrauchsgüter (AV) und Verbrauchgüter (UV) - Anastz "betriebsindividueller" Teilwerte - Zugrundelegende Prämisse: Fortführungsannahme - Betonung der Objektivierungsfunktion von ansatz- und Bewertungsnormen
- Dynamische Bilanztheorie nach Schmalenbach (1919) - Bilanz als betriebswirtschaftliches Führungs- und Steuerungsinstrument - Ergebnisgrößen als Indikator der Unternehmensentwicklung --> Stromgröße ( Bilanzerfolg) ist die wichtigste Größe - primäres Verlangen der dynamiker: Ermittlung einer Erfolgsgroße zu Vergleichszwecken (Zeitvergleich)- periodengerechte Erfolgsermittlung
Anzeige