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Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / M8 03423 - Grundlagen und Methoden der Arbeits- und Organisationspsychologie Kap (Lektion)
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- 01. Welche Ebenen lassen sich in der Organisationpsychologie unterschieden? - Mikroebene - Mesoebene - Makroebene
- 02. Was wird auf der Mikrobene untersucht? Arbeitsmotivation und Arbeitseinstellung
- 03. Was wird auf der Mesoebene untersucht? persönliche Interaktion im Rahmen der Mitarbeiterführung und Teamarbeit, wozu auch allgemeine Teilaspekte interpersonaler Beziehungen wie Kommunikation, Konflikte oder Vertrauen gehören
- 04. Was wird auf der Makroebene untersucht? Organisation als Gesamtsystem, wobei sich die Psychologie hier neben der theoretischen Beschreibung von Organisationen insbesondere für die Organisationsdiagnose und -entwicklung interessiert
- 05. Was bedeutet Arbeitsmotivation? Zustand einer Person, der durch das Zusammenwirken von inneren Bedürfnissen uind anderen überdauernden Wertungsdispositionen (Motiven) mit äußeren Reizn (Motivatoren) entsteht und das Verhalten dieser Person hinsichtlich Richtung, Intensität und Ausdauer
- 06. Was bedeutet Motivierung? die Gestaltung von Interaktionen, Anreizen und Bedingungen mit dem Ziel, Mitarbeiter auf Handlungsziele auszurichten und letztlich ihre Leistung zu steigern
- 07. Welche Theorien befassen sich mit der Motivation? - Inhaltstheorien - Prozesstheorien
- 08. Welche inhaltstheoretischen Konzepte für Motive gibt es? - Bedürfnispyramide von Maslow 1940: höherrangige Motive (soziale Bildung, Selbstachtung) werden erst wirksam, wenn Grundbedürfnisse (Hunger, Schlaf) erfüllt sind - ERG-Theorie von Alderfers 1972 (Existence, Relatedness, Growth) - differentialpsychologische Motivklassifikationen in der Tradition von Murray und McClelland: erklären Verhaltensunterschiede durch stabile interindividuelle Differenzen
- 09. Welche inhaltstheoretischen Konzepte für Motivatoren gibt es? - Zweifaktorentheorie von Herzberg 1959 - Modell der Arbeitscharakteristika nach Hackmman und Oldham: konnte gut bestätigt werden - Theorie der Selbstbestimmung von Deci und Ryan 1985: umstrittene These --> intrinsische Motivation wird durch extrinsische Anreize unterminiert, was etwa den motivierenden Wert der Leistungsentlohnung in Frage stellen würde
- 10. Womit beschäfitgen sich Prozesstheorien? mit der Dynamik der Einstellung der motivationalen Elemente Richtung, Ausdauer und Intensität der Anstrengung
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- 11. Welches ist das Rahmenmodell der Prozesstheorien? Rubikonmodell von Gollwitzer 1996 und Heckhausen
- 12. Wie sehen die Handlungsphasen im Rubikonmodell aus? Abwägen-->Planen-->Handeln-->Bewerten-->Abwägen
- 13. Welche Prozesstheorien gibt es? - Risikowahlmodell - Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-(VIE-)Theorie von Vroom 1964: die Stärke einer Handlungstendenz bestimmt sich durch die multiplikative Verknüpfung verschiedener subjektiver Bewertungen - Zirkulationsmodell von Porter und Lawler: Weiterentwicklung von Vroom - Zielsetzungstheorie von Locke Latham - Theorien der Selbstregulation und der Handlungskontrolle (Bandura; Kuhl) - Gerechtigkeitstheorien: Equity-Theorie (Adams); Theorien der prozeduralen Gerechtigkeit
- 14. Was besagt die Zielsetzungstheorie von Locke und Latham (Prozesstheorie)? dass Handlungen vor allem durch Ziele gesteuert werden, wobei höhere Leistungen resultieren, wenn schwierige bzw. hohe und spezifische bzw. konkrete Ziele gesetzt werden
- 15. Welche Formen der Arbeitszufriedenheit unterscheidet Bruggemann? progressive Arbeitszufriedenheit sabilisierte Arbeitszufriedenheit resignative Arbeitszufriedenheit pseudo Arbeitszufriedenheit fixierte ArbeitsUNzufriedenheit konstruktive ArbeitsUNzufriedenheit
- 16. Um welche Prozesse geht es auf der Mesoebene? - Mitarbeiterführung - Kooperation in Arbeitsgruppen - spezifische Aspekte der Interaktion wie bspw. Kommunikation - Konflikte und Vertrauen
- 17. Welche Machtbasen werden in der Theorie der Machtgrundlagen von French und Raven unterschieden? Belohnung Zwang Legitimation Expertise Information Referenz- bzw. Beziehungsmacht
- 18. Welche Führungstheorien lassen sich unterscheiden? - persönlichkeitsorientierte - charismatische und transformationale Führung - verhaltensbezogene Führungsansätze - situative Führungsansätze: u.a. Fiedlers Kontingenztheorie
- 19. Wie wird Führung in Weg-Ziel-Theorien verstanden? als der Klärung und dem Erreichen der Ziele der einzelnen Gruppenmitglieder dienliches Verhalten
- 20. Worauf bezieht sich die LMX-Theorie (leader-member-exchange) von Grean und Kollegen? auf die Beziehungsqualität zwischen Führungskraft und den einzelnen Geführten
- 21. Wann kann von einem Team oder einer Arbeitsgruppe gesprochen werden? wenn eine Mehrzahl von Personen in direkter Interaktion über einen längeren Zeitraum an einer gemeinsamen Aufgabe bzw. einem gemeinsamen Ziel arbeiten, wobei sich unterschiedliche Rollen, aber auch gemeinsame Normen und eine Gruppenidentität herausbilden
- 22. Welche fünf Stufen der Gruppenentwicklung nennt eine klassisches Phasenmodell der Gruppenentwicklung? forming (gegenseitiges Abtasten) storming (kontrovers geführte wechselseitige Herausforderung) norming (Herausbildung etablierter Normen und Rollen) performing (Konzentration auf gemeinsame Zielerreichung) u. U. adjourning (geplante Auflösung der Gruppe)
- 23. Welche Einflussfaktoren auf das Gruppenverhalten gibt es? negativ: - Gruppendenken - Risikoschub (risky shift): Verschiebung hin zu hoch riskanten Gruppenentscheidungen - Risikomeidung (conservative shift) - Gruppenpolarisierung
- 24. Welche Effekte der Gruppenarbeit führen zu Motivationsverlusten? - social loafing (eher unabsichtliche Reduzierung der eigenen Anstrengung) - free riding - Sucker-Effekt (Demotivierung durch bei anderen beobachtetes Trittbrettfahren) - soldiering (kollektive Leistungsreduktion aus Protest gegen illegitime Anforderungen von außen)
- 25. Welche Effekte der Gruppenarbeit können zu Motivationsgewinn führen? - social facilitation (durch Beobachtung von außen oder auch die wahrgenommene Wettbewerbssituation in der Gruppe ausgelöste Willensasntrengung - social comprehension (Versuch Leistungsstarker, das Gruppenziel durch Ausgleich schwächerer Einzelleistungen zu retten) - social laboring (umgekehrt zum solidering eine durch den Wettbewerb mit einer out-group angeregte kollektive Leistungssteigerung)
- 26. Welche Arten von Arbeitsgruppen unterscheiden Sundstorm, McIntyre, Halfill und Richards? - Produktionsteams - Serviceteams - Führungsteams - Projektteams - beratende Teams --> Qualitätszirkel
- 27. Was ist ein allgemeines Rahmenmodell der Kommunikation? Sender-Empfänger-Modell
- 28. Was ist ein weiteres modell der Kommunikation? Filtermodell der Kommunikation, das die Annahme von Störungen im Sender-Empfänger-Modell durch die Annahme von Schemata aufhebt
- 29. Welches Konzept hat für die Wagl des Kommunikationskanals in Organisationen Beachtung gefunden? Konzept der medialen Reichhaltigkeit, nach dem sich Medien durch die Vielfalt und Schnelligkeit der Informationsübermittlung kennzeichnen lassen --> am reichhaltigsten ist z.B. die Face-to-Face-Kommunikation, da sie unmittelbare Reaktionen und nonverbales Kommunizieren zulässt
- 30. Welche Arten von Konflikten unterscheidet Rüttinger? - Bewertungskonflikte (Handlungsergebnisse werden unterschiedliche bewertet) - Beurteilungskonflikte (gleich bewertete Folgen werden als unterschiedlich wahrscheinlich angesehen) - Verteilungskonflikte (Nullsummenspiel bei begrenzten Ressourcen) - Beziehungskonflikte
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- 31. Was besagt das Konflikteskalationsmodell von Glasl? die Eskalation verläuft über insgesamt neun mögliche Stufen, die sich zu drei Hauptphasen zusammen fassen lassen
- 32. Wie sehen die drei Hauptphasen im Konflikteskalationsmodell aus? 1. rationales Handeln und es besteht Möglichkeit zur Lösung ohne Hilfe von außen 2. Konflikt wird zunehmend personalisiert und der Gegner stereotypisiert 3. es geht nur noch darum, dem Gegner Schaden zuzufügen, wobei auch eigener Schaden in Kauf genommen wird
- 33. Wie kann mit Konflikten nach Thomas umgegangen werden? siehe Abb. Seite 105
- 34. Organisationsbegriff? eine Organisation ist ein soziales Gebilde, das mittels formaler Regelungen die Aktivitäten seiner Mitglieder auf die Verfolgung bestimmter Ziele ausrichtet
- 35. Was unterscheiden Betriebswirte? ziwschen der Aufteilung in spezialisierte Organisationseinheiten in der Aufbauorganisation und der Strukturierung der Prozesse bei der Aufgabenerfüllung in der Ablauforganisation
- 36. Was beschreibt die Aufbauorganisation? die Konfiguration der Arbeitsteilung und Koordination innerhalb der Organisation durch einzelne Einheiten sowie deren formale Beziehungen hinsichtlich Weisungen und Kommunikation.
- 37. Welche humanistische Theorie ist in Bezug auf die Bedürfnisse von Organisationsmitgliedern neben Maslow noch zu nennen? Theorie X vs. Y von McGregor --> er kontrastiert darindas tayloristische Bild vom Arbeiter als einem im Grunde faulen und materiell motivierten Menschen, der durch klare Anweisungen und Kontrolle zu steuern ist (dies nennt er „Theory X“) mit dem humanistischen Menschenbild des intrinsisch motivierten, nach Anerkennung und Selbstverwirklichung strebenden Individuums, dem Verantwortung und Handlungsspielräume eingeräumt werden sollten(„Theory Y“).
- 38. Welche Organisationsmetaphern gibt es? - Maschine und Bedürfnisse - Problemlösen - Organismus
- 39. Was beschreibt die Markoebene der Organsiationspsychologie? Beschreibung und Gestaltung der Gesamtorganisation
- 40. Welche Begriffe sind bei der Beschreibung der Gesamtorganisation wichtig? - Organisationsbegriff - Organisationsstruktur - Organisationskultur - Organisationstheorien, -metaphern
- 41. Welche Begriffe sind bei der Gestaltung der Gesamtorganisation wichtig? Organisationsdiagnose Organisationsentwicklung
- 42. Von wem stammt ein bekannter Ansatz zur Organisationsdiagnostik? Van de Ven und Ferry --> wichtig sind hier Mitarbeiterbefragungen
- 43. Welche Haupttypen von Mitarbeiterbefragungen unterscheidet Borg? Meinungsumfrage Benchmark-Umfrage (wiederholte Befragung mit dem Ziel des Vergleichs mit externen Standards bzw. Normen) Klimabefragung mit Rückspiegelung Auftau- und Einbindungsmanagement-Programm (AEMP)
- 44. Was wird unter dem Begriff Organisationsentwicklung verstanden? geplante, langfristig angelegte Maßnahmen des Wandels in Organisationen, durch die unter Beteiligung der betroffenen Mitarbeiter Lern- und Problemlöseprozesse angeregt werden sollen