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Entwickung und Lernen (Fach) / S6_Selbstreguliertes Lernen (Lektion)

Selbstreguliertes Lernen

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Lektion lernen

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  • Definition Selbstreguliertes Lernen Definition SRL: Lernen, Regulation, Selbst Lernende setzen sich eigeninitiativ Ziele, um sich die entsprechenden Inhalte anzueignen, wählen Vorgehensweisen, mit denen sie die Ziele zu erreichen hoffen, beobachten dabei gleichzeitig, ob die Aneignung tatsächlich auch stattfindet, und intervenieren i.e. regulieren, falls dies nötig sein sollte. Selbst: * Was * Wie * Just do it* •        Lerner setzt sich selbstständig Ziele (Soll-Wert) •        Lerner ist motiviert, Lernprozesse eigenständig zu initiieren und aufrechtzuerhalten •        Wählt eigenständig Strategien aus, die zur Erreichung der Ziele führen (kognitive, metakognitive und ressourcenbezogene Lernstrategien) Regulation *still on track?* Allmost there * •        Regulation: Eigenständige Bewertung von Erfolgen der Reduzierung der Ist-Soll-Differenz (Zielerreichung) und Anpassung des Lernprozesses •        Zyklischer Prozess der Planung, des Beobachtens (Monitoring) und der Evaluation des Lernens (Metakognition) Lernen*gewusst wie *Judihui*Big Brother •        dynamisches Zusammenwirken von motivationalen, kognitiven und metakognitiven Aspekten des Lernens Die Fähigkeit zum selbstregulierten Lernen ist als Kernkompetenz zur Realisierung eines autonomen und mündigen Lebens anzusehen.“ (Götz und Nett, S.152)  
  • Lernstrategien   Lernstrategien Handlungen und Gedanken, die dazu dienen, den Lernprozess direkt oder indirekt  zu steuern und die vom Lernenden wissentlich mit dem Ziel, den Lernprozess zu optimieren, genutzt werden können •       Kognitive Lernstrategien: Organisationsstrategien (z.B. Markieren wichtiger Textstellen), Elaborationsstrategien (z.B. Verknüpfen mit vorhandenem Wissen), Wiederholungsstrategien (z.B. Auswendiglernen) •       Metakognitive Lernstrategien: panning * watching over * more or less? Planung (Reihenfolge, Wichtigkeit), Überwachung (selbst Fragen stellen, einem Mitstudierenden den Inhalt erzählen), Regulierung (nochmaliges Durcharbeiten von schwierigen Aspekten) •       Ressourcenbezogene Lernstrategien: wo * wie lange * mit wem * wie stark Zeitmanagement, Gestaltung der Lernumgebung, Anstrengung, Lernen mit Studienkollegen Oder: Allgemeine, fachspezifische und Kontrollstrategien
  • Metakognition   Metakognition: Wissen über das Wissen •       Wissen über eigene Fähigkeiten (Vorwissen, Gedächtnis u.ä.) •       Wissen über die effektive Nutzung kognitiver Lernstrategien (z.B. Auswendiglernen, Elaboration) •       Planung, Überwachung und Evaluation der Nutzung kognitiver Strategien
  • Komponenten selbstregulierten Lernens Komponenten selbstregulierten Lernens   *gewusst wie *Judihui*Big Brother 1. kognitive Komponente – konzeptionelles und strategisches Wissen – Fähigkeit passende Strategien anzuwenden 2. motivationale Komponente – Initiierung und Auftrechterhalten des Lernens – handlungsfördernde Attributionen und Selbstwirksamkeitsüberzeugung (Yes, we can!) 3. metakognitive Komponente – Planung, Selbstbeobachtung, Reflexion und adaptive Anpassung des Lernverhaltens in Bezug auf Lernziel. 4. (emotionale Komponente)
  • Bsp Hierarchiemodell   Boekarts (1999): Dreischichtenmodell : Hierarchiemodell Regulation des Verarbeitungsmodus: Im Zentrum des Modells stehen die kognitiven Prozesse, d.h. die Wahl der kognitiven Strategien (Kognitive Strategien bilden die Basis des Selbstregulierten Lernens). Wahl kognitiver Lernstrategien zur Erarbeitung von Lernergebnissen (z.B. Wiederholung, Elaboration, Problemlösestrategien) Regulation des Lernprozesses: metakognitive Prozesse: In der mittleren Schicht stehen die metakognitiven Prozesse, d.h. die Nutzung von metakognitiven Wissen und Fähigkeiten, die der Steuerung des Lernens dienen. Sie steuern den Lernprozess (Planung, z.B. Wahl spez. Lernzeiten, Lernort, Lernstrategien; Monitoring (Identifizieren von Fortschritten oder Problemen: Ist-Soll-Differenz); Regulation: Strategiewechsel Regulation des Selbst: motivationale Aspekte, (äusserste Schicht) Wahl von Zielen und Ressourcen, Abschirmen gegen konkurrierende Einflüsse und Alternativen Enger Zusammenhang zwischen allen drei Regulationsprozessen: Definition von Zielen hat Einfluss auf Planung, diese auf die Art der Steuerung
  • Selbstregulations- Prozess-Modell (Schmitz)   Selbstregulations- Prozess-Modell (Schmitz) Selbstregulations-Prozessmodell von Schmitz (2001) Aufeinanderfolgende Beeinflussung von präaktionaler, aktionaler und postaktionaler Phase. Lernprozess als Abfolge mehrerer Lernsequenzen. Präaktionale Phase (zu Beginn): •       Aufgabenstellung (-wahl), Lernumgebung und –situation •       nehmen Einfluss auf: emotionales Erleben, Zielsetzungen und Motivation (negatives Erleben: Oberflächenstrategien, positives Erleben: Tiefenstrategien) •       Diese beeinflussen die Planung des Strategieeinsatzes Aktionale Phase (während des Lernprozesses): •       Effektive Lernzeit, optimale Nutzung der Lernstrategien und Volition (Aufrechterhalten des Lernprozesses, Abschirmen gegenüber aufgaben-irrelevanten Gedanken) beeinflussen die Leistung •       Monitoring: Überwachung des Lernprozesses hat Auswirkungen auf die Leistung •       Bsp: Tiefenverarbeitung (Lernstrategie Elaboration): Verankerung im Vorwissen führt zu dauerhaftem Wissen (Einfluss auf das Verstehen)   Postaktionale Phase (nach Abschluss der Lernphase): •       Reflexion des Lernergebnisses •       Bewertung bzgl. Zielerreichung (quantitativ: z.B. Menge der gelösten Aufgaben; qualitativ: Verarbeitungstiefe; subjektiv: subjektive Zufriedenheit, Stolz (Attributionen) •       Ist-Soll-Vergleich (Individuelle Bezugsnorm: anhand der eigenen Vorleistungen; Kriteriale Bezugsnorm: anhand von Aussenkriterien) •       Schlussfolgerungen für den Planungsprozess in der präaktionalen Phase des folgenden Lernzyklusses (z.B. mehr oder weniger Zeit für eine bestimmte Lernhandlung einplanen)
  • Förderung selbstregulierten Lernens Förderung selbstregulierten Lernens Zu fördern bzgl. des SRL sind: •       positive Emotionen (Stolz, Freude): Folge ist mehr Tiefenverarbeitung, ganzheitliches Herangehen •       Motivation: z.B. Steigern der Selbstwirksamkeitsüberzeugungen bzgl. des SRL •       Ressourcen: Raum im Curriculum gewährleisten, Arbeitsbelastung reduzieren  •       Metakognitionen: Wissen vermitteln, dass Selbstregulationskompetenzen fachspezifisch sind   Wie? Freiheiten gewährleisten, aber nicht überfordern: z.B. bzgl. der Inhalte, der Lernstrategien, der Lernzeiten Metaanalysen: zeigen positiven mittleren Effekt von SRL auf Lernverhalten, Affekt und Leistung (Hattie; 1996: d = 0.45)
  • unterschiedliche Föderansätze: Förderansätze Fachspezifisch versus fachübergreifend: eher fachspezifisch vermitteln/ fördern (v.a. bzgl. Emotionen und Motivation); Lerntransfer fördern Direkt versus indirekt: •          explizites Ansprechen des Themas SRL, direkte Vermittlung und Diskussion; •          indirekt: learning by doing (z.B. problembasiertes Lernen, Projektarbeit)
  • Förderansätze: Fördern unterschiedlicher Aspekte Förderansatz nach Ormrod (2006): 6 Aspekte, die eine wichtige Rolle spielen -            Zielsetzung unterstützen (herausfordernd aber realistisch); -            zu Monitoring ermutigen (eigenes Verhalten zu beobachten und zu dokumentieren) -            Unterstützung bei Planung -            Ermutigung zur Selbstevaluation  (anhand einer Kriterienliste)  -            Ermutigung, sich selbst zu belohnen (Motivation);  -            Freiheit zur SR: Möglichkeit geben, ohne oder mit nur wenig Hilfe der LP zu lernen
  • Förderansatz nach Woolfolk (2007): vier Aspekte, die beachtet werden sollten Förderansatz nach Woolfolk (2007): vier Aspekte, die beachtet werden sollten -            Den Wert von Ermutigungen betonen (Motivation) -            Selbstregulation modellieren (Zielsetzung: z.B. angemessene Tages- und Wochenziele setzen; Zielsetzung, Monitoring: mit den Schülern besprechen, wie man Ziele setzt und den Fortschritt überwacht) -            Familien zur Quelle guter Strategie-Ideen machen (z.B. Strategievermittlung) Richtlinien zur Selbstevaluation zur Verfügung stellen (z.B. Kategorien zur Selbstevaluation mit den Schülern erstellen
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  • Programm zu strategischen lernen   Weinstein et al. (2005): Programm zum strategischen Lernen •       Ziel: Lernstrategien vermitteln, Wissen zum adäquaten Einsatz der Strategien (konditionales Wissen: wann) und zur Evaluation der Wirksamkeit vermitteln (Evaluation) •       Skill (Fähigkeiten, Fertigkeiten), Will (Volition, Motivation, Einstellungen), Self-Regulation, Academic Environment (Lernumgebung) bewusst machen •       Selbstevaluation (mit LASSI): Skalen zum Wissen über sich selbst als Lerner, Wissen zu Aufgaben, Wissen zu Lernstrategien, Wissen zur Lernumgebung •       Vermitteln von kognitiven Lernstrategien und von Prinzipien der Selbstregulation •       Gelegenheit zur Anwendung in unterschiedlichen Bereichen •       Reflexion
  • Wirkungen selbstregulierten Lernens exemplarisch beschreiben können Wirkungen selbstregulierten Lernens exemplarisch beschreiben können      ·         Höhere Motivation ·         Leistungsförderliches Lernverhalten ·         Bessere Leistungen Meta-Analysen: Sammlung von Studien zu einem bestimmten Thema zur Gesamteinschätzung ·         Untersuchung von Unterschieden zw  Gruppe, die an Training teilgenommen hatte vs Kontrollgruppe: ·         Untersuchung von Primar- und Sekundarschule: Unterschiede in div Bereichen, Unterschiede grösser, wenn Training von Wissenschaftlern durchgeführt wurde und bei grösserer Anzahl Interventionsmassnahmen
  • Methoden zur Erfassung selbstregulierten Lernens beschreiben und gegeneinander abwägen Methoden zur Erfassung selbstregulierten Lernens beschreiben und gegeneinander abwägen ·         Fragebögen ·         Interview: mündlich über Denken; Fühlen und Handeln berichten ·         Lautes Denken: eigenes Handeln kommentieren ·         Lerntagebuch: ermöglicht kontinuierliches Erfassen, zudem auch Anregung zur Reflexion des Lernens, besonders effektiv durch Prompts (Spezielle Didaktische Fragen) ·         Experience Sampling: auf gegebenes Signal wird Selbstbericht ausgfüllt, zeitrandomisierte Erfassung, Reflexion wird angeregt) ·         Verhaltensbeobachtung: Beurteilung des Lernverhaltens durch Beobachtung anderer (Bsp Checklisten, anhand derer die Häufigkeit bestimmter Verhaltensweisen notiert werden wie Pausen, Nachschlagen etc) ·         Dokumentanalysen: Beurteilung des Lernverhaltens durch Analyse von Dokumenten (Klassenarbeiten, Portfolios, Hausaufgabenheft) ·         Analyse von Log Files: Beurteilung des Lernverhalten am Computer anhand der Analyse von logfiles ·         Multi-methodale Erfassung: Kombination von Erfassungsmöglichkeiten Wichtig: Ergebnisse je nach Studie oft unterschiedliche, wichtig ist zu, zu wissen, was auf welche Art erfasst wurde (Bsp einmalige Erfassung kognitiver Lernstrategien bei Schülern durch einen Fragebogen…)