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Die Haustechnik/Haushaltstechnik (Fach) / Die Kühl- und Gefriergeräte (Lektion)

Hauswirtschafter/in

Diese Lektion wurde von pontenja erstellt.

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  • Welche Bauform der Kühlschränke unterscheidet man? Unterbaufähige Kühlschränke (sie werden unter die Küchenarbeitsplatte geschoben und können durch eine Dekorplatte, die in den Dekorrahmen eingebaut werden kann, an die Küchenmöbelfront angepasst werden). Einbaukühlschränke (mit leichter Bedienung durch arbeitsgerechte Sicht- und Griffhöhe) benötigen einen Schrank aus dem Küchenmöbelprogramm. Standkühlschränke Sehr wichtig ist, beim Kauf eines Kühlschranks den Nutzinhalt nach dem vorhandenen Platz und der Größe des Haushaltes (jePerson 30 bis 50 Liter Nutzinhalt) zu beachten.
  • Auf welchem Prinzip beruht der Kühlschrank? Zum Verdampfen einer Flüssigkeit wird bekanntlich Wärme benötigt, die der Umgebung entzogen wird. Wenn im Verdampfer des Kühlschrankes eine Flüssigkeit mit niedrigem Siedepunkt verdampft, wird dem Kühlschrank un den darin befindlichen Lebensmitteln Wärme entzogen (wodurch sie gekühlt werden). Als geeignete Flüssigkeit dafür wird ein "Kältemittel" verwendet. In einem Kreislauf wird das Kältemittel ständig verdampft und wieder verflüssigt.  
  • Erläuterin Sie den gängigen Kompressor-Kühlschrank! Im Verdampfer (Metallplatte im Kühlraum) siedet das Kühlmittel bei -30°C. Der Kältemitteldampf wird vom motorgetriebenen Kompressor (auch Pumpe bzw. Verdichter genannt) angesaugt und in den rohrschlangenartigen Kondensator (Verflüssiger) an der Rückseite des Kühlschranks gedrückt. Durch den Druck im Kondensator erwärme sich das Kältemittel, verflüssigt sich und gibt die Wärme dabei wieder nach außen ab (in die Küche, weshalb der Kühlschrank nicht ganz an der Wand stehen darf). Über das geschlossene Rorhsysthem gelangt das Kältemittel in den Verdampfer zurück,und der Kreislauf beginnt neu, ohne dass das Kältemittel dabei verbraucht wird.
  • Warum bewegt sich die Luft im Kühlschrank ständig? Die Luft, die den oben befindlichen Verdampfer umgibt, kühlt sich ab, wird dadurch schwer und sinkt nach unten. Dadurch kühlt sie die Nahrungsmittel ab, an denen sie vorbeistreift. Diese Kühlung wird begünstigt, wenn der Kühlschrank nicht überladen ist. Beim Herabsinken erwärmt sich die Luft, wird dadurch wieder leichter und strömt deshalb seitwärts zurück nach oben, um sich am Verdampfer abzukühlen und den Kreislauf erneut zu beginnen.
  • Was ist zu beachten, damit sich die Kühlleistung des Kühlschranks nicht vermindert? Je mehr Feuchtigkeit sich als Reif auf dem Verdampfer niederschlägt, umso mehr wird das Kühlvermögen beeinträchtigt. Deshalb die Türe immer nur so lange wie nötig öffnen und auf ihre Abdichtung achten. Jede Speise nur in einem zugedeckten Behälter bzw. eingewickelt in den Kühlschrank geben. Warme Speisen erst nach dem Erkalten (auf Zimmertemperatur) im Kühlschrank abstellen.
  • Welche Temperatur und Lagermöglichkeiten sind zu unterscheiden? Darüber orientiert die Sterne-Kennzeichnung auf dem Verdampferfach und den Packungen der Tiefkühlkost. Im Eisfach (ein Stern) mit -6°C Mindesttemperatur kann Tiefkühlkost einige Tage gelagert werden. Im Frostfach (zwei Sterne) mit -12°C Mindesttemperatur kann Tiefkühlkost mehrere Wochen abgestellt werden. Das Tiefkühlfach (drei Sterne) mit mindestens -18°C (bei vier Sternen noch tiefer) eignet sich für eine mehrere Monate dauernde Aufbewahrung. Tiefkühllagerfächer mit 1, 2 bzw. 3 Sternen sind nur zur Lagerung von eingefrorenem Gut geeignet.
  • Aus welchen Gründen gehören manche Lebensmittel nicht in den Kühlschrank? Beeinträchtigung durch Kälte (z.B. Orangen) Geschmacksverlust (z.B. Marmelade) Austrocknung (z.B. bei Brötchen ohne Folie) Unterbrechung des Reifevorganges (z.B. bei Tomaten)
  • Welche Regeln gelten für die Aufbewahrung von Lebensmitteln im Kühlschrank? Der Kühlschrank dient grundsätzlich nur der kurzfristigen Bevorratung. Lebensmittel, die leicht verderben, nur einige Tage in den Kühlschrank geben und dabei in die Nähe des Verdampfers legen (weil es dort am kältesten ist). Auch Lebensmittel, die haltbar sind, sollen nicht länger als zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Brot, Semmel u. dgl., die unverpackt sind, trocknen aus. Offene Gefäße sollen nicht verwendet werden (u.a. um die Geruchsübertragung, z.B. von Fisch, zu vermeiden). Auch Reifbildung wird durch Verpackungbzw. geschlossene Behältnisse vermieden. Bei Einstellung von warmenSpeisen bildet sich Reif (Energieverlust). Obst und Gemüse sollen im unteren Behälterteil (mit der kleinsten Temperatur) getrennt voneinander abgestellt werden.
  • Welche Regeln gelten für den Betrieb des Kühlschrankes? Das Aufnahmevermögen soll nicht voll ausgenutzt (der Kühlschrank also nicht zu voll gestellt) werden, weil ansonsten die notwendige Luftzirkulation beeinträchtigt wird. Die Temperatur (geregelt durch einen Thermostat) soll nicht zu tief eingestellt werden (+8°C bis +2°C, ausreichend ist eine mittlere Einstellung). Die Tür soll möglichst wenig geöffnet werden (und stets nur kurz). Die Reifschicht an den Verdampferfächern (verursacht von der Feuchtigkeit der Luft und unzugänglich verpacktem Kühlschrankgut) soll regelmäßig abgetaut werden (weil schon 2mm Reifschicht den Stromverbrauch um mehr als 10% erhöhen).
  • Was ist bei der Reinigung des Kühlschranks zu beachten? Den Kühlschrank nicht nur abtauen lassen, sondern nach dem Abtauen auch auswaschen(mit einer warmen Spülmittellösung) und sorgfälltig austrocknen. Essigwasser dient der Geruchsbeseitigung. Die Türdichtung regelmäßig feucht abwischen und abtrocknen (Achtung auf Fett, das Gummidichtungen zersetzt, während Einreiben mit Talkumpuder erhaltend wirkt). Die Rückseite mit dem Kondensator mindestens jährlich reinigen (nicht feucht, sondern mit dem Staubsauger oder einer Handbürste bzw. einem Pinsel). Als Reihenfolge gilt eventuell: Schalter auf Abtauen stellen oder Thermostat auf "0" stellen - Lebensmittel ausräumen - Böden, Schalen u.dgl. herausnehmen - Innenraum, Innentür und Außenwände, Böden und Schalen abwaschen - Böden, Schalen u. dgl. einschieben - Lebensmittel einräumen - Temperaturschalter einstellen.
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  • Worauf soll man beim Kauf eines Kühlschrankes achten? Die Größe des Kühlschranks soll sich nach der Größe des Haushaltes richten (pro Person mindestens 30 Liter Inhalt), aber auch andere Umstände berücksichtigen, z.B. häufige Gäste. Das Gehäuse soll gut isoliert, die Inneneinteilung praktisch und die Türöffnung nicht dem Herd zugewandt sein. Die vollautomatische Abtauvorrichtung ist zeit- und energiesparend. Geräte mit Low-Frost-System bevorzugen. Der Kompressorkühlschrank hat den Absorberkühlschrank verdrängt. Die Sternesymbole verdeutlichen, welche Mindesttemperaturen unter 0°C im Verdampferfach herrschen müssen. Ein Stern bedeutet -6°C (= kurzfristige Aufbewahrung möglich, etwa ein Tag), drei Sterne bedeuten -18°C (= langfristige Lagerung ist möglich, Tiefkühlkost).
  • Was wissen Sie Allgemeines über Gefriergeräte? Sie dienen der mittel- und langfristigen Lagerung von Lebensmitteln und arbeiten nach demselben Verfahren wie der Kompressorkühlschrank. Um die nötigen tiefen Temperaturen (mindestens -18°C) zu erreichen, ist der Innenraum insgesamt als Verdampferfach gestaltet. Ein Thermostat steuert den Tiefkühlvorgang, indem er durch regelmäßiges Ein- und Ausschalten des Kompressormotors für die gleichmäßige Einhaltung der eingestellten Temperatur sorgt. Zum schnellen Einfrieren wird die tiefstmögliche Temperatur (ca. -35°C) eingestellt (mit Dauerlauf des Motors), während bei normaler Lagerhaltung Temperaturen zwischen -18°C und -20°C herrschen.
  • Was ist beim Umgang mit dem Gefriergerät wichtig? Das Gerät soll nur so oft und lange wie nötig geöffnet werden (also möglichst wenig). Es soll auch nicht zu voll beschickt werden. Bei Überschreitung der möglichen Lagerdauer treten Qualitäts- bzw. Geschmacksverluste auf, und es ist dem alsbaldigen Verderb zu rechnen (Einlagrungsdatum und Inhalt sollen auf der Verpackung vermerkt werden). Die Temperatur soll regelmäßig kontrolliert werden (weniger als -15°C führt zu Qualitätsverlust, sodass bei Störungen innerhalb kurzer Zeit der Kundendienst eingreifen muss).
  • Welche Vorteile hat ein Gefriergerät? Es erlaubt eine große Vorratshaltung. Es vermittelt mehr Unabhängigkeit von der Jahreszeit (bei günstigen Saisonpreisen kann mehr eingekauft werden). Die Nahrungszubereitung auf Vorrat wird ermöglicht. Speisereste können ohne Gefahr eines schnellen Verderbens länger aufbewahrt werden.
  • Welche Formen der Gefriergeräte gibt es? Es gibt Gefriertruhen, die von oben gefüllt werden, und Gefrierschränke, die mehrere Abstellebenen haben (auch an der Innenseite der Tür). Gefriertruhen haben ein größeres Fassungsvermögen und weniger Kälteverlust beim Öffnen als Schränke, sind aber unübersichtlicher. Gefrierschränke lassen infolge der verschiedenen Abstellfächer bzw. herausziehbarer Körbe eine übersichtliche (die Temperaturunterschiede beachtende) Einordnung zu, aber die kalte Luft entweicht beim Öffnen der Türe schneller als bei Truhen. Drei- oder Vier-Sterne-Gefrierfächer im Kühlschrank.
  • Was ist bei der Reinigung des Gefriergerätes zu beachten? Die Reifschicht soll regelmäßig mit einem Schaber beseitigt werden. Dabei muss nur umgestapelt werden, wenn das Gerät nicht voll beschickt ist. Ein- bis zweimal jährlich soll das Gerät ausgeschaltet und abgetaut werden (Gefriergut in der Zwischenzeit geeignet von Wärme isolieren, d.h. z.B. in Zeitungspapier einwickeln). Nach dem Abtauen soll das Gerät ausgewaschen und trocken gerieben sowie auch an der Rückseite (Kondensator) gesäubert werden.
  • Welche Gegebenheiten sollen für die Größenwahl des Gefriergeräts maßgebend sein? die Haushaltsgröße (Personenanzahl im Haushalt) die Platzverhältnisse die Koch- und Essgepflogenheiten das individuelle Einkaufsverhalten
  • Wovon ist der Energieverbrauch eines Kühl- bzw. Gefriergeräts abhängig? von der Größe und Isolierung des Schrankes von der Temperatur, die für das Gerät eingestellt ist, und auch von der Temperatur, die im Aufstellungsraum herrscht von der Anzahl und jeweiligen Dauer des Tür- bzw. Deckelöffnens vom Ausmaß sowie von der Art und Weise der Füllung des Gerätes (ausgekühlt und gut verpackt einlagern) vom rechtzeitigen Abtauen Beim Kauf sollten die Energieverbraucherzahlen verschiedener Geräte verglichen werden (anhand der Produktinformationen). Kühl- und Gefriergeräte nicht neben Herd oder Heizung platzieren.