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Kooperation (Fach) / Die richtige Diagnostik (Lektion)

In der Sonderpädagogik streitet man über die richtige Diagnostik. Es soll hier Kritik und Lob der unterschiedlichen diagnostischen Ansätze gezeigt werden

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  • Kritikpunkte von Trost an einer klassifizierenden, taxonomischen Diagnostik Die starke individuumszentrierte Perspektive verlagert die Verantwortung und Ursachen für die Testergebnisse in das Kind. Durch die Objektivitätsanforderung ist die Interaktion zwischen Diagnostiker und Proband stark eingeschränkt. Die enge Versuchsanleitung verbietet es dem Diagnostiker zur Motivierung oder zum Verständnis stärker auf den Probanden einzugehen Die Tests liefern Zahlen und Daten über einen Status Quo der Entwicklung, sagen jedoch wenig über deren Ursachen aus. Außerdem zeigen die Testergebnisse keine pädagogischen Perspektiven für Erziehung, Unterstützung und Begleitung des Menschen mit Behinderung. Ein letzter zentraler Kritikpunkt erwächst aus der medizinischen Sichtweise, welche an der Suche nach Defiziten orientiert ist und damit mögliche Stärken nicht ausreichend würdigt.
  • Wie lautet die Neudefinition des Behindertenbegriffs? Behinderung ist nicht mehr länger individuelle Kategorie, sondern versteht sich als Relationsbegriff zwischen Individuum und Umwelt. (Werning)
  • Nenne die zwei Ursachen, die eine neue Diagnosepraxis in den 70er Jahren erforderten. Neudefinition des Behindertenbegriffs Wandel vom segretativen zum integrativen Schulsystem, welches nicht Auslesekriterien bedurfte, sonders Perspektiven zur Förderung
  • Nenne die vier Merkmale der Förderdiagnostik nach Mand/Veber Mit Hilfe der Förderdiagnostik sollen keine Zuweisungsentscheidungen legitimiert werden. Eine integrative Praxis benötigt diagnostische Informationen um positive Entwicklungen zu erkennen und zu fördern. Förderdiagnostik ist damit entwicklungsorientiert. Förderdiagnostik beschränkt ihre Informationsgewinnung nicht alleine auf den einmaligen Zeitpunkt ihrer Erhebung, sondern ist eine regelmäßige Erhebung diagnostischer Daten. Die Förderdiagnostik weitet ihre diagnostische Arbeit auf die Institution und das Umfeld des Kindes aus. Das Kind wird nicht mehr als integrationsfähig oder nicht-integrationsfähig abgestempelt, sondern vielmehr wird die Institution integrationsfähig gemacht und im Umfeld des Kindes nach positiven und negativen Einflüssen für die Entwicklung des Kindes gesucht.
  • Schlusssatz der ersten Frage? Die sonderpädagogische Diagnostik entwickelt sich somit weg von quantitativen, normierten Verfahren hin zu qualitativ interpretierenden und verstehenden Verfahren.
  • Nenne die Aufgabenbereiche sonderpädagogischer Diagnostik! Beantwortung institutioneller Fragestellungen Beurteilung von Entwicklung und Verhalten Sonderpädagogische Diagnostik ist damit Hilfsmittel der Unterrichtplanung Förderplanung  
  • Nenne die drei Inhaltsbereiche der Fragestellungsanalyse Prozessanalyse Analyse des individuellen Bedingungshintergrunds und Lernvoraussetzungen Kind-Umfeld-Analyse
  • Nenne die zwei Hauptfunktionen der Fragestellungsanalyse in der bedigungsanalytischen Diaganostik! Die Fragestellungsanalyse gibt damit einen theoretischen Hintergrund im Hinblick auf die Fragestellung und bietet damit auch eine Struktur im diagnostischen Vorgehen.
  • Nenne vier diagnostische Verfahren Standardisierte Tests Spielerische Verfahren Beobachtung Befragungen
  • Methodische Schritte der bedingungsanalytischen Diagnostik 1. klare Formulierung der diagnostischen Fragestellung, damit sich das Vorgehen an inhaltlichen Gesichtspunkten orientiert 2. Fragestellungsanalyse als Kern   3. Erhebung des Ist-Stands 4. Aufstellen von Hypothesen 5. Überprüfung der Hypothesen
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