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IM (Fach) / IM_KE1 (Lektion)

IM

Diese Lektion wurde von hannemac erstellt.

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  • Phasen im Management der IT o„Plan“ (Planung) – Planung aller Komponenten der IT und der zugehörigen Infrastruktur, Informatikstrategie, Roadmap, Bindeglied zwischen Anforderungen aus den Prozessen im Unternehmen und der technischen Umsetzung in IT-Lösungeno„Build“ (Entwicklung + Integration) – Entwicklung (Individualsoftware) und Integration (Standardsoftware) einer neuen Applikationo„Change“ (Anpassungen) – Anpassung der IT an sich verändernde Anforderungen (SOX, Basel II, Fehler)o„Run“ (täglicher Betrieb) – täglicher Betrieb der IT
  • Prozess der Inrofmationsverarbeitung (systematisierung der Informationslogistik) KE1 S28 Grafik Informationsbedarfsanalyse Datensammlung Datenaufbereitung Informationsbereitstellung Informationsanalyse Infromtaionsnutzung Informationsprozess: (1-4: Informationsproduktion, 5+6: Informationsverwendung) 1)Erhebung des Informationsbedarfs - Basis, Maßgröße für Qualität der Informationslogistik, Erkennen der zu deckenden Informationslücke 2)Analyse der Datenquellen und Sammlung der Daten - prüfen, ob und in welcher Qualität Daten zur Verfügung stehen, Fehlende Daten müssen integriert werden, Abschluss durch vollständige Datensammlung- und Speicherung  -  zu schließende Datenlücke 3)Aufbereitung der Daten und Erzeugung der Informationen - anforderungsgerecht4)Bereitstellung der Informationen - kann Wissenslücke aufdecken 5)Analyse der Information - Verbindung Informationen mit bereits vorhandenem Wissen, am Ende mögliche Konsequenzen der Informationsnutzung bekannt 6)Nutzung der Informationen- Einsatz von Information und Wissen und Abbildung in Maßnahmen, die Entscheidungsproblem lösen, Schaffung von neuem Wissen
  • Definition Information Unter Informationen werden die auf Basis eines definierten Profils für einen Adressaten bzw. eine Adressatengruppe zweckorientiert aufbereiteten Daten verstanden. Information ist in der Regel subjektiv, dh. Sie wird in einen bestimmten individuellen Kontext eingesetzt und interpretiert. Sie kann nach Funktion, Bedeutung und Inhalt unterschieden werden.
  • Systematisierung von Informationen Funktion Bedeutung Inhalt
  • Definition Informationsbedarf - Unter Informationsbedarf wird die Art, Menge und Beschaffenheit von Informationen verstanden, die im Rahmen eines Profils von einem Entscheider oder einer Gruppe von Entscheidern benötigt werden, um eine Aufgabe zu erfüllen. - Das Medium, über das die Informationen zeitgerecht und am richtigen Ort zur Verfügung gestellt werden, ist ein Bestandteil der Definitionen des Informationsbedarfs.
  • Kategorien von Informationsbedarf -subjektiver Informationsbedarf: wird primär durch den Entscheider festgelegt, basiert auf den individuellen Einschätzungen-objektiver Informationsbedarf: wird primär durch die Entscheidung festgelegt, basiert auf Kontextfaktoren (z.B. Marktgegebenheiten)
  • Dimensionen Informationsbedarf Adressat Zielsetzung Art Qualität/Beschaffenheit Menge Zeit Ort Medium
  • vom Informationsbedarf zum Informationsstand (Grafik) Siehe Unterlagen KE1 S25
  • Arten/Typen von Systemen geschlossene Systeme:      sind binnenstabil und deterministisch; keine Wechselwirkung mit Umfeld offene Systeme:      Beziehungen zum Umfeld, Überschreitung der Systemgrenzen, Änderung in unvorhersehbarer Weise, Fließgrenzen
  • Rückkopplungen bei offenen Systemen Positive Rückkopplung System reagiert auf Aktion und löst weitere Aktion (Wachstum oder Schrumpfung) aus Negative Rückkopplung System reagiert auf Abweichungen („Störungen“), zielsuchend
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  • Systemtheorien klassische Systemtheorie: fokussiert die gestaltbaren Elemente von Systemen und deren Steuerbarkeit Wechselwirkung Mensch-Maschine Systeme sind nicht deterministisch, sonder emergent (zu einem gewissen Grade unvorhersehbar) Steuerung durch externes Führungssystem - Intervention konstruktivistische Systemtheorie: Weiterentwicklung von klassischer Systemtheorie es gibt keine allgemeingültige Instanzierung (für alle gleich Ausprägung) eines Systems Wirklichkeit wird aufgrund individueller Wahrnehmung konstruiert Interaktions- und Kommunikationsprozesse spielen eine zentrale Rolle Steuerungseinheit ist integraler Bestandteil
  • Annahmen der konstruktivistischen Systemtheorie Unterschiede bzw. Differenzen bezeichnen die kontinuierliche Bewegung im System, dienen der Stabilisierung und verarbeiten "Störungen" Beobachtung entsteht durch Wahrnehmung und Interpretation der auftretenden Differenzen, Rekursivität von Beobachter und Beobachtetem (verändert sich mit Wahrnehmung des Beobachters) Ereignis sind z.B. Entscheidungen oder Handlungen, also nicht mehr gegebenen und manifestierte Entitäten, Ereignissystem: Ereignisse sind mit einander vernetzt, Ereignisstrom: Abfolge von Geschehnissen Strukturen Prozesse Anschlussfähigkeit: soziale Prozesse bauen auf den drei Dimensionen zeitlich, sachlich und sozial auf. Selektierte Ereignisse ermöglichen eine weitere Selektion von Ereignissen Umwelt Thema
  • Systembegriff im betrieblichem Kontext (Grafik KE1 S34) Das technische System besteht aus Maschinen und anderen technischen Anlagen, also Systemelemente die auf einen Steuerungsimpuls mit deterministischem Verhalten reagieren. Das soziale System wird durch Menschen und Organisationsstrukturen konstituiert -> nicht deterministisch. Kontingenz: Unsicherheit über ein Ereignis oder eine Situation Emergenz: Systemeigenschaften lassen sich nicht aus den  Eigenschaften der Subsysteme erklären
  • Systembegriff nach Grochla (Grafik KE1 S35) Basissystem ist für die betriebliche Leistungserstellung verantwortlich, also Beschaffung Produktion, Lagerung und vertrieb Informationssystem steuert das Basissystem und hat entsprechend Planungs-, Kontroll- und Steuerungsaufgaben (umfasst das technische System als auch das soziale System)
  • betriebliches Informationssystem (BIS) Grafik KE1 S37 Ein BIS umfasst das gesamte informationsverarbeitende Teilsystem einer Organisation(oder deren Teilbereiche), dieses besteht aus Menschen, der Aufbau- und Ablauforganisation, der IT und allen Kommunikationsverbindungen nicht rein technisch beschränkt Bestandteile: Subjektiver Informationsbedarf (individuelle Entscheidungsprozesse & Informationsbedarfe) BIS (betriebswirtschaftlich) : deckt Prozesse, Organisationsstrukturen und Steuerungsstrukturen ab. BIS (technisch): Alle Applikationen und andere technische Systeme im Unternehmen (z.B. ERP, Data Warehouse, MIS, EIS)
  • IT-System (technisches Teilsystem des BIS) Grafik KE1 S38 Universalapplikation & Geschäftsapplikation Systemnahe Software - zum Betrieb von Applikationen benötigt - normalerweise hat Benutzer keine Berührung mit dieser Ebene - Services (Middleware, DBMS) Systemsoftware - zum Betrieb eines Hardwaresystems erforderlich - normalerweise hat Benutzer keine Berührung mit dieser Ebene - Betriebssysteme; Dienstprogramme; Übersetzungsprogramme; Oberflächenverwaltung; Kommunikation) Hardwaresystem - für Benutzer sichtbare Elemente des BIS - alle physischen Bestandteile des technischen Teils des BIS - z.B. Laptops, Desktops, Server Drucker, Platinen
  • was ist Universalapplikation & Geschäftsapplikation? Universalapplikation: Nicht nur zur Unterstützung von Geschäftsprozessen, sondern universell einsetzbar  - z.B. Office Geschäftsapplikation: Applikation zur Unterstützung von Geschäftsprozessen entwickelt und eingesetzt - spezialisierte Applikationen.
  • Applikation Software, die unmittelbar durch den Benutzer Verwendet wird und die Aufgabenerfüllung unterstützt. Standardlösungen: nützt Erfahrungen verschiedener Unternehmen und ihre Lösungsansätze, Integration der Standardsoftware in bestehende Applikationsarchitektur (oft aufwändig) Individualsoftware: spezielle auf Anwendungsbereich zugeschnittene Lösungen,
  • Applikationstypen: funktionsbereichsübergreifende Applikationen: Produktivitätsapplikationen (wie MS Office, Entwicklertools) und Koordinationsapplikationen   funktionsbereichsbezogene Applikationen: integrierte Standardsoftwarepakete (SAP ERP) oder spezialisierte Applikationen (z.B. für das Risikomanagement im Unternehmen
  • Steuerung des Informationssystems Grafik KE1 S45 Steuerung 1. Ordnung: die erste Schicht fokusiert das "technische System" und fasst Steuerung im klassischen Sinne auf. technische Systeme - deterministisch Steuerung 2. Ordnung: Steuerung oder Kybernetik zweiter Ordnung soziale Systeme
  • Steuerungsauffassungen Steuerungsoptimismus: System direkt steuerbar Kennzahlensysteme und, Steuerungsmechanismus wie BSC haben direkte Wirkung, Verhalten deterministisch Steuerungsskepsis:       indirekt steuerbar durch Selbststeuerung oder Kontext Steuerungsmechanismus wirkt nur indirekt, es müssen Kenngrößen und Messsysteme entwickelt werden (basierend z.B. auf Wissen, Macht, Motivation) Steuerungspessimismus: nicht steuerbar Es gibt keinen Steuerungsmechanismus, alles passiert stochastisch
  • Zwei zentrale Hebel zur Steuerung zweiter Ordnung durch Corporate Governance -> setzt Rahmenbedingungen, Strukturen und Prozesse für die Architektur des BIS, Entscheidungen und Verhaltensweisen Steuerung durch Organisationsstrukturen und Machtverhältnisse
  • Aufgabe IM bei der Steuerung des BIS IM hat die Aufgabe zu diesen beiden Hebeln Informationen zu sammeln und sie dem Controlling zur Verfügung zu stellen, nur so wird Steuerung des BIS effektiv und effizient unterstützt
  • Kategorien von Entscheidungsproblemen wohl-strukturierte Entscheidungsprobleme weisen eine bestimmte Anzahl von Handlungsalternativen auf können Informationen über die Konsequenzen bereitstellen besitzen eine klar formulierte Zielsetzung mit entsprechenden Lösungsalgorithmen, die Reihung der Alternativen zulässt lassen sich mit analytisch logischen Lösungsverfahren erfassen und können so formalisiert werden, dass sie automatisierbar sind Routineentscheidungen, können aufgrund von Erfahrung optimiert werden schlecht-strukturierte Entscheidungsprobleme weisen mindestens eine der o.g. Charakteristika nicht auf komplex, neuartig, nicht regelmäßig
  • Entscheidungstheorien Normative (klassische) Entscheidungstheorie: Prozess wie eine Entscheidung zu Stande kommen sollte unterstützt Optimierung der Informationslogistik Entscheider handelt rational, Entscheidungsregeln, maximale Zielerreichungung und Nutzen Entscheidungsfeld  (Umweltzustände, Handlungsalternativen, Konsequenzen) wird als bekannt angesehen Zielsystem (Präferenzen, Zielgrößen) Entscheidungsfeld + Zielgrößen = Ergebnismatrix Ergebnismatrix + Präferenzen = Entscheidungsmatrix Entscheidungssituation durch mindestens ein Merkmal gekennzeichnet (Sicherheit, Risiko, Unsicherheit bez. der Umweltzustände) • Sicherheit in der Entscheidungssituation (Umweltzustände festgelegt), • Entscheidungssituation beinhaltet Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit) • es herrscht Unsicherheit bez. der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Umweltzustandes Deskriptive Entscheidungstheorie: Prozess wie eine Entscheidung zu Stande kommt Erklärungsansatz für Entscheidungsverhalten -> Abbildung der Realität Erkenntnisse für eine zukünftige Informationsversorgung werden abgeleitet  
  • Phasen eines Entscheidungsprozesses Grafik KE1 S54 1.Problemstellungsphase(Problemerkennung)• Problemstellung erkennen und voranalysieren2.Suchphase• Suche nach möglichen Handlungsalternativen. Für IM wichtig, wie und mit welchen Informationen Entscheider versorgt wird. 3.Beurteilungsphase• Bewertung von Handlungsalternativen->Ergebnis: priorisierte Liste der Alternativen mit Vorschlag für die Auswahl.4.Entscheidungsphase• Entscheidung fällen5.Realisationsphase• detailierte Planung der Umsetzung, anstoßen des Durchführungsprozesses6.Kontrollphase• Überprüfung, ob und wie die Vorgaben erreicht wurden. Ob Maßnahmen zur Gegensteuerung erfolgreich waren
  • Ausprägungen/Typen von Entscheidungsprozessen rationaler Entscheidungsprozess:(Lösung betrieblicher Entscheidungsprobleme – Fakten – Planung und Programmierung) Definition Diagnose Design Entscheidung kreativer Entscheidungsprozess:(Ideen – Vision und Vorstellungskraft) Vorbereitung: Fähigkeit zur Problemlösung aufbauen, um Problem aus verschiedenen Perspektiven durchzudenken Durchdenken (Wälzen): Analyse im Unterbewusstsein Einsicht: Lösungsansatz entsteht eher zufällig und wird es danach logisch begründet Verifikation: Begründung, Ausarbeitung und Überprüfung des Lösungsansatzes durch das bewusste uns strukturierte Erarbeiten von Argumenten und Beweise aktionsorientierter Entscheidungsprozess:(Erfahrungen – Ausprobieren und Lernen) Ausprobieren verschiedener Ansätze - Enactment Auswahl günstiger Lösungen - Selection Anwendung und Festigung der Lösung - Retention
  • Einflussfaktoren von Entscheidungsprozessen Direkt Werte und Überzeugungen der Organisationsmitglieder (individuelle Erfahrungen, wechselseitige Beeinflussung) Werte- und Steuerungsstrukturen sowie Verhaltensprogramme Rollen der Organisationsmitglieder Indirekt Umfeld (extern, Einfluss durch Shareholder, Mitbewerber, etc.) Situation der Organisation (Wettbewerb, finanzielle Situation) Ziele für die Organisation (aus Werten und Überzeugungen abgeleitet)
  • Sichten bei der Modellierung von Entscheidungsprozessen Informationssicht: Informationsprozess (Informationsentstehung:Informationsproduktion+Informationsverwendung) Entscheidersicht: Entscheidungsprozess aus der Perspektive des Individuums
  • Entscheidungsprozesse aus der Sicht des Individuums „Der“ klassische Ansatz 1)Wahrnehmung    •Reize, die in Folge Entscheidungsproblem werden2)Definition    •Auseinandersetzung mit dem Entscheidungsproblem3)Alternativenerzeugung   •Prozesse zur Informationsgewinnung,- Verarbeitung und – Bewertung werden durchlaufen4)Entscheidung    •Eine Handlungsalternative wird ausgewählt5)Nachbearbeitung   •Erfolg der Zielerreichung nach Umsetzen der Entscheidung wird geprüft
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  • Entscheidungsprozesse aus der Sicht des Individuums Vernetztes Denken 1)Sichtweisen identifizieren  •Komplexe Fragestellung erarbeiten, •Einflussfaktoren aus Umfeld identifizieren2)Schlüsselfaktoren herleiten •sind konstituierenden Parameter des Netzwerks3)Netzwerk erstellen •Schlüsselfaktoren miteinander in Beziehung setzen•Wirken Faktoren in direkter bzw. indirekter Wechselwirkung 4)Netzwerk entwickeln•Fragestellung: welche Richtung der Gegenseitige Einfluss nimmt, verstärkend oder abschwächend5)Netzwerk interpretieren •Ergebnis zeigt, welche Hebel im Netzwerk bestehen, dh. Welcher direkten Einflussfaktoren6)Aktionen ableiten •aus Schritt 5-> Aktionen/Aktionsplan ableitenAktionsplan:*Welche Maßnahmen zur Bearbeitung des Hebels*Istwerte für Hebel heute*Zielgrößen die angestrebt werden*Zeithorizont*Prozess zur Erfolgskontrolle
  • Entscheidungsprozesse aus der Sicht der Gruppe Entscheidungsarten kollektive Entscheidung: mehrere Individuen, die in einer Beziehung stehen, treffen Einzelentscheidungen, die zusammengeführt werden Gruppenentscheidung: engere Kommunikation der Individuen; Ziel ist, ein gemeinsames Problem zu lösen
  • Entscheidungsprozesse aus der Sicht der Gruppe Effizienzhypothesen zu Gruppenentscheidungen Gruppe leistet weniger als ihr bestes Mitglied wegen Dominanzen, Konflikten, Gruppendruck, Harmoniestreben Gruppe leistet so viel wie ihr bestes Mitglied wegen effizienter Prozesse, bestes Mitglied setzt sich durch, Wahl der Kriterien ist effizient Gruppe leistet mehr als ihr bestes Mitglied wegen angemessener Heterogenität, Qualifikation, Erfahrungen, konstruktives Arbeiten