33

Wirtschaftsfachwirt (Fach) / Rechnungswesen (Lektion)

15.03.12

Diese Lektion wurde von eculeus erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Betriebsbezogene Aufwendungen Betriebsbezogene Aufwendungen werden als Kosten bezeichnet. (z.B. Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne).
  • Betriebsbezogene Erträge Betriebsbezogene Erträge nennt man Leistungen (z.B. Umsatzerlöse, Mehrbestände an Erzeugnissen, Eigenverbrauch).
  • Hauptziel der Kosten und Leistungsrechnung Hauptziel der KLR ist die periodenbezogene Gegenüberstellung der Kosten und Leistungen und die Ermittlung des Betriebsergebenisses
  • Welche Aufgaben (Funktionen) erfüllt die Kosten- und Leistungsrechnung Ermittlungs und Informationsfunktion Planungs-,Vorgabe und Entscheidungsfunktion Analyse bzw. Kontrollfunktion Entscheidungs- und Steuerungsfunktion Kalkulationsfunktion Ergebnismermittlung und kurzfristige Erfolgrsrechnung
  • Auszahlungen und Einzahlungen Auszahlungen sind tatsächliche AbflüsseEinzahlungen sind tatsächliche Zuflüsse von Zahlungsmitteln.
  • Einnahmen und Ausgaben Einnahmen sind MehrungenAusgaben sind Minderungen des Geldvermögens
  • Aufwendungen Aufwendungen sind der gesamte Werteverzehr; er ist zu unterteilen in den betreibsfremden Werteverezehr (=nicht durch den Betriebszweck verursacht;Z.B. Spenden) und den betrieblichen Werteverzehr (=durch den Betriebszweck verursacht; z.B. Miete für eine Produktionshalle,Betriebssteuern). Die betrieblichen Aufwendungen werden noch weiter unterteilt in  - ordentliche Aufwendungen(Aufwendungen, die überlicherweise im "normalen" Geschäftsbetrieb anfallen) und - außerordentliche Aufwendungen(Aufwendungen, die unregelmäßig vorkommen oder ungewöhnlich hoch auftreten; z.B. periodenfremde Steuernnachzahlungen, Aufwendungen für einen betrieblichen Schadensfall). Die betrieblichen, ordentlichen Aufwendungen bezeichnet man auch als Zeckaufwendungen. Die betriebsfremden sowie die betrieblich-außerordentlich bedingten Aufwendungen ergeben zusammen die neutralen Aufwendungen Die Zeckaufwendungen bezeichnet man als Grundkosten, da sie den größten Teil des betrieblich veranlassten Werteverzehrs darstellen. Da sie unverändert aus der Finanzbuchhaltung in die KLR übernommen werden, heißen sie auch aufwandsgleiche Kosten (Aufwand = tatsächlicher, betrieblicher Werteverzehr = Kosten).
  • Leistungen Die Erträge analog zu den Aufwendungen gegliedert: Erträge sind der gesamte Wertezuwachs in einem Betrieb. Betrieblich bedingte, ordentliche Erträge sind Leistungen. Betriebsfremde Ertärge sowie betrieblich bedingte, außerordentliche Erträge sind neutrale Erträge.
  • Kosten Kosten sind der tatsächlichen Werteverzehr für Zwecke der Leistungserstellung. Ein Teil der Kosten kann unmittelbar aus der Finanzbuchhaltung übernommen werden; Aufwand und Kosten sind hier gleich; dies ist der sog. Zweckaufwand = Grundkosten Für die Erfassung des tatsächlichen Werteverzehrs reicht dies jedoch nicht aus: Siehe Zusatzkosten, Anderskosten.  
  • Zusatzkosten Zusatkosten: Es gibt auch Kosten, denen kein Aufwand gegenübersteht (der Werteverzehr führt nicht zu Ausgaben). Sie heißen daher aufwandslose Kosten und zählen zur Kategorie der Zusatzkosten. Beispiele: Kalkulatorischer Unternehmenslohn,Kalkulatorische Zinsen
  • Anzeige
  • Anderskosten Bei den Anderskosten liegen zwar Aufwendungen vor, jedoch entsprechen die Zahlen der Finanzbuchhaltung nicht dem tatssächlichen Werteverzehr und müssen deshalb "anders" in der KLR berücksichtig werden. Man nennt sie daher Anderskosten bzw. aufwandsungleiche Kosten. Beispiel: In der FIBU wurde der Aufwand für den Werteverzehr der Anlagen (blianzielle Abschreibung) gebucht. Diese Zahlen können jedoch z.B. nicht in die KLR übernommen werden, weil der tatsächliche Werteverzr anders ist. Aus diesem Grunde wird ein anderer Berechnungsansatz gewählt ("kalkulatorischer Wertansatz" --> Kalkulatorische Abschreibung). Analog berücksichtigt man z.B. kalkulatorische Wagnisse.
  • Abgrenzungsrechnung (Aussonderung) Aufgabe des Kostenrechners ist es, die Aufwendungen und Erträge auszusondern, die nicht betrieblich bedingt sind, sowie kostenrechnerische Korrekturen durchzufürhen. Diese Abgrenzungsrechnung ist das Bindeglied zwischen der FiBu und der KLR und kann in folgenden Schritten durchgeführt werden - dargestellt am Beispiel der Kostenermittlung: Aus den gesamten Aufwendungen der Abrechnungsperiode sind die neutralen Aufwendungen auszusondern. Von den Zweckaufwendungen sind die Grundkosten unverändert zu übernehmen. Die übrigen Zweckaufwendungen werden nicht mit dem Wert der FiBu übernommen; es wird ein geeigneter Wert veranschlagt. Aufwendungen, die nicht in der FiBu erfasst wurden, sind als Zusatzkosten zu übernehmen.
  • Welche Bereiche (Stufen) umfasst die KLR ? Kostenartenrechnung = Welche Kosten sind entstanden?Ermittlung der Kostenarten. Rohstoffe,Hilfstoffe,Betriebsstoffe, Löhne, Sozialkosten, Instandhaltung usw. Kostenstellenrechnung=Wo sind die Kosten entstanden?Aufteilung der Kosten auf die Kostenverursacher (Kostenstellen) Mithilfe des Betriebsabrechnungsbogen (BAB) Kostenträgerrechnung=Wer hat die Kosten zu tragenZuordnung der Kosten auf Erzeugnis, Serie, Sorte oder Auftrag mithilfe der Kalkulationsverfahren
  • Welche Aufgabe hat die Kostenartenrechnung? Die zentrale Aufgabe der Kostenartenrechnung ist es alle in einem Abrechnungszeitraum angefallenden Kosten zu erfassen und in Gruppen systematisch zuzuordnen. Die Fragestellung lautet: Welche Kosten sind entstanden? Sie stellt damit die Kostenarten für die unterschiedlichen Zwecke der Kostenrechnung zur Verfügung. Daraus ergeben sich folgende Einzelaufgaben: Erfassung aller Kosten einer Periode Ermittlung der Kostenart un der Kokstenbeträge Information über die Struktur der Kosten Gliederung un Zurechnung in Einzel-,Geminkosten sowie Sondereinzalkosten Aufteilung in fixe und variable Kosten in Abhängigkeit von der Beschäftigung Bereitstellen von Informationen für betriebliche Entscheidungsprozesse Schaffen der Voraussetzungen für die Zuordnung der Kosten auf Kostenstellen und Kostenträger
  • Wie werden Einzel- und Gemeinkosten unterschieden? Einzelkosten können dem Kostenträger (Produkt,Auftrag) direkt zugeordnet werden, z.B. Fertigungsmateriel (Materialentnahmeschein)Fertigungslöhne (Lohnzettel),Sondereinzelkosten (Auftragszettel,Eingangsrechnung Gemeinkosten fallen für das Unternehmen insgesamt an und können daher nicht direkt einem bestimmten Kostenträger zugerechnet werden. Man erfasst die Gesmeinkosten zunächst als Kostenart auf bestimmten Konten der Finanzbuchhaltung. Anschließend werden die Geminkosten über geeignete Verteilungsschlüssel auf die Hauptkostenstellen umgelegt (vgl. Betriebsabrechnungsbogen; BAB) und später den Kostenträgern prozentual zugeordnet. Beispiele: Materialgemeinkosten, Abschreibungen, Zinsen, Steuern, Versicherungen, Gehälter usw.
  • Wie werden die kalkulatorischen Kosten ermittelt? Kalkulatorische Abschreibung:  FiBu: Ausgangspunkt ist der Anschaffungswert (AW) KLR: Ausgangspunkt ist der Wiederbeschaffungswert (WB)
  • Welche Aufgabe erfüllt die Kostenstellenrechnung ? 1. die Gemeinkosten verursachergerecht auf die Kostenstellen zu verteilen 2. die jeweiligen Zuschlagssätze zu ermitteln3. den Kostenverbrauch zu überwachen.  Wo sind die Kosten entstanden ?
  • Was ist eine Kostenstelle ? Kostenstellen sind nach bestimmten Grundsätzen abgegrenzte Bereiche des Gesamtunternehmens, in denen die dort entstanden Kostenarten verursachungsgerecht gesammelt werden.
  • Welchen Kostenstellen werden verrechnungstechnisch unterschieden? Hauptkostenstellen: an denen unmittelbar am Erzeugnis gearbeitet wird, z.B.:Lackiererei,Montage. Hilfskostenstellen: sind nicht direkt an der Produktion beteiligt, z.B.:Arbeitsvorbereitung,Konstruktion. Allgemeine Kostenstellen: können den Funktionsbereichen nicht unmittelbar zugeordnet werden, z.B. Werkschutz, Fuhrpark.
  • Im Allgemeinen wird ein Industriebetrieb in folgenden Kostenstellengruppen aufgeteil: Materialstellen Fertigungsstellen Verwaltungsstellen Vertriebsstellen
  • Welche Aufgabe hat der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) ? Der BAB ist die tabellarische Form der Kostenstellenrechnung. Er wird monatlich oder jährlich erstellt und ist nach Kostenstellen und nach Kostenarten gegliedert. Im BAB werden die Gemeinkosten nach Belegen oder nach geeigneten Verteilungsschlüsseln auf die Kostenstellen verteilt. Anschließend erfolgt die Berechnung der Zuschlagssätze als Grundlage für die Kostenträgerstück- bzw. Kostenträgerzeitrechnung.
  • Herstellkosten des Umsatzes Materialeinzelkosten+ Materialgemeinkosten+ Fertigungszeinezlkosten+ Fertigungsgemeinkosten= Herstellkosten der Erzeugung-/+ Bestandsveränderungen (+Minderbestand/-Mehrbestand)= Herstellkosten des Umsatzes
  • Zuschlagssätze Materialgemeinkostenzuschlag= Materialgemeinkosten * 100 / Materialzeinzekosten Fertigungsgemeinkostenzuschlag= FKG * 100 / FEK Verwaltungsgemeinkostenzuschlag= VGK * 100 / Herstellkosten des Umsatzes Vertriebsgemeinkostenzuschlag= Vert.GK * 100 / Herst.kosten des U.
  • Zuschlagsbasis Materialbereich = Materialeinzelkosten Fertigungsbereich= FertigungseinzelkostenVerwaltungsbereich= Herstellkosten des UmsatzesVertriebsbereich= Herstellkosten des Umsatzes
  • Welche Aufgabe erfüllt die Kostenträgerrechnung ? Die Kostenträgerrechnung hat die Aufgabe zu ermitteln, wofür die Kosten angefallen sind, d.h. für welche Kostenträger (Produkte oder Aufträge). Sie wird in zwei Bereiche unterteilt:   Die Kostnträgerrechnung übernimmt die Einzelkosten aus der Kostenartenrechnung und die GEminkosten aus der Kostenstellenrechnung. Außerdem werden die Leistungen erfasst, um dadurch den Erfolg der Unternehmensaktivität zu ermitteln.   Kostenträgerrechnung Kostenträgerzeitrechung    Kostenträgerstückrechnung
  • Welche Aufgabe erfüllt die Kostenträgerzeitrechnung ? Die Kostenträgerzeitrechnung (auch:kurzfristige Ergebnisrechnung) überwacht laufend die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens: Sie stellt die Kosten und Leistungen (Erlöse) einer Abrechnungsperiode (i.d.R. ein Monat) im Kostenträgerblatt (BABII) gegenüber - insgesamt und getrennt nach Kostenträgern. Sie ist damit die Grundlage zur Berechnung der Herstellkosten, der Selbstkosten und des Umsatzergebnisses einer Abrechnungsperiode. Außerdem kann der Anteil der verschiedenen Erzeugnisgruppen an den Gessamtkosten und am Gesamtergebnis ermittelt werden. Die Kostenträgerzeitrechnung wird üblicherweise auf Basis der Verechneten Normakosten erstellt und später mit den Istkosten verglichen.  Bei der Gegenüberstellung von Kosten und ERlösen tritt ein Problem auf: Die Erlöe beziehen sich auf die verkaufte Menge, während sich die Kosten auf die hergstellte Menge bezihen. Das heisst also, das Mengengerüst von hergestellter und verkaufter Menge ist nicht gleich (Stichwort: Bestandsveränderungen). Um dieses Problem zu lösen, gibt es zwei Verfahren zur Ermittlung des Betriebsergebnisses: (1) Die Erlöse werden an das Mengengerüst der Kosten angepasst(Gesamtkostenverfahren) (2) Die Kosten werden an das Mengengerüst der Erlöse angepasst (Umsatzkostenverfahren)
  • Primäre und sekundäre Kosten (Kriterium Kostenherkunft) Primäre Kosten: Die verbrauchten Kostengüter wurden von außen beschafft und nicht im Unternehmen produziert. Primäre Kosten sind Gegenstand der Kostenartenrechnung. Beispiele: Lohn- und Gehaltszahlungen, Abschreibungen auf Maschinien, Materialverbrauch Sekundäre Kosten: Die verbrauchten Kostengüter bestehen aus innerbetrieblichen Leistungen. Sekundäre Kosten sind Gegenstand der Kostenstellenrechnung. Beispiele: Eigenreperaturen, Eigenerzeugung von Energie
  • Materialarten Nennen Sie vier Materialarten und beschreiben Sie zwei. Rohstoffe (Hauptbestandteil des Endprodukts) (Holz) Hilfsstoffe (gehen ebenfalls in das Fertigprodukt ein,sind aber von untergeordneter Bedeutung, (Leim) Betriebsstoffe (gehen nicht in das Fertigprodukt ein, werden bei der Produktion verbraucht (Schmieröl) fertig bezogene Einzelteile
  • Erläutern Sie den Unterschied zwischen bilanzieller und kalkulatorischer Abschreibung. Die bilanzielle Abschreibung der Buchführung richtet sich vor allem nach steuerlichen Gesichtspunkten (Nutzung von Sonderabschreibungen, es darf nur vom Anschaffungswert ausgegangen werden). Die kalkulatorische Abschreibung geht zweckmäßigerweise vom Wiederbeschaffungswert aus, weil so die Substanzerhaltung des Unternehmens gesichert werden kann. Die kalkulatorische Abschreibung wird meist linear vorgenommen.
  • Nennen Sie drei Aufgaben der Kostenstellenrechnung Die Gemeinkosten werden nach Kostenarten differenziert dem Ort der Kostentstehung zugeordnet.  Die innerbetriebliche Leistungsverrechnung zwischen den Kostenstellen nach dem Verursachungsprinzip durchgeführt Die Bildung der Kalkulationssätze zur Weiterverrechnung der Kosten auf die Produkte/Warengruppen nach dem Verursacherprinzip wird vorgenommen Die Wirtschaftlichkeit der Kostenstellen bezüglich der Gemeinkosten wird überprüft.
  • Anzeige
  • Die Aufgabe der Kostenträgerstückrechnung Selbstkosten ermitteln je Produkt / Auftrag Sie kann als Vor- , Zwischen-, oder Nachkalkulation aufgestellt werden.
  • Kosten müssen.... 3 Dinge betriebsbeding sein (z.B. Löhne planbar (z.B. Miete) periodenbezogen (Grundsteuer) Nicht: betriebsfremd ( Spende) außerordentlich (Schaden) periodenfremd (Steuernachzahlung)
  • Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) 1 Beschreibe die Reihenfolge der Arbeiten bei der Buchung nach Belegen Vorbereiten der Belege zur Buchung:- Überprüfung der sachlichen und rechnerischen Richtigkeit- Ordnen der Belege nach Belegarten- fortlaufende Nummerierung der Belege- Vorkontierung - Grundsatz beachten: Keine Buchung ohne Beleg! Guchung der Belege Aufbewahrung der Belege