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Ortho (Fach) / Ortho (Lektion)

Ortho

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  • Bouchard-Arthrose : wo kommt sie vor? Typisch für die Bouchard-Arthrose ist ein Befall der Fingermittelgelenke (verdickt und druckschmerzhaft), auch hier degenerativ, nicht entzündlich bedingt 
  • Wo findet man eine Heberden-Arthrose? Bei der Heberden-Arthrose handelt es sich um eine Degeneration der Fingerendgelenke mit genetischer Prädisposition, oft postmenopausal auftretend (F>>M). Sie ist charakterisiert durch einen schubweisen Verlauf, schmerzhafter, knotig-plumper Deformierung der Gelenke, Streckdefizit und radialer Achsenabweichung. 
  • Wo findet man eine Rhizarthrose? Die Rhizarthrose ist eine häufige, meist beidseitige Arthrose des Daumensattelgelenkes, die oft postmenopausal im Rahmen einer Polyarthrose auftritt und mit frühzeitiger schmerzhafter Funktionslimitierung mit Adduktionskontraktur einhergeht.
  • Therapie der nicht-dislozierten subcapitalen Humerusfrakturen? Bei subcapitalen Humerusfrakturen genügt meist eine Ruhigstellung im Desault-Verband bis zur Schmerzfreiheit (ca. 10 Tage). 80% der proximalen Humerusfrakturen sind 1-Segment-Frakturen und können konservativ behandelt werden. Bei mobiler Fraktur erfolgt zunächst Ruhigstellung im Desault-Verband bis zur Schmerzfreiheit, dann Anlegen eines Hanging-Cast, einem schweren zirkulären Gips vom Oberarm bis zum Handgelenk reichend. Hierdurch wird eine Extension auf die Fraktur durch das Eigengewicht des Gipses erreicht. Die Tragedauer beträgt durchschnittlich 6 Wochen. Nach Entfernung des Verbandes kann mit einem Bewegungstraining begonnen werden, bei dem zunächst Pendelbewegungen der Arme ausgeführt werden. Ein operatives Vorgehen kann bei stark dislozierten Frakturen nötig sein. Bei möglicher geschlossener Reposition und fehlender Stabilität sollte eine perkutane Fixation mit Gewinde-K-Drähten erfolgen.
  • Was ist ein Stiftgliom? Eine Stiftgliom bezeichnet eine stiftförmige Wucherung von Neuroglia im Bereich des Canalis centralis bei einer Syringomyelie. Hierbei findet sich am oberen und unteren Ende einer länglichen Höhle in der grauen Substanz des Rückenmarks (= Syringomyelie) eine narbige Gliareaktion, die in der T2-Wichtung hell erscheint. Männer sind häufiger betroffen und die ersten Symptome treten im 2.–4. Lebensjahrzehnt auf. Es findet sich ein diffuser Schulter-Arm-Schmerz, dissoziierte Sensibilitätsstörungen infolge der Läsion des Tractus spinothalamicus, trophische Störungen der Haut, Schwellungen der Hand, Entkalkung der Knochen und Arthropathie, Frakturen, Thoraxdeformitäten, eine Kyphoskoliose und durch Läsion des Sympathicus im Seitenhorn des Rückenmarks ein Horner-Symptomenkomplex. Weiter finden sich eine Anhidrose und durch Läsion der Vorderhörner Lähmungen und eine Inaktivitätsatrophie der Muskulatur.
  • Was ist das Mennell-Zeichen? Die Auslösung des Mennell-Handgriffes wird in der Abbildung dargestellt. Dabei liegt der Patient in Seitenlage, das unten liegende Bein wird maximal im Hüftgelenk flektiert und das obere Bein wird maximal im Hüftgelenk retroflektiert. Das Mennell- Zeichen ist bei Entzündungen und degenerativen Veränderungen des Illiosakralgelenkes positiv. Antwort (C) ist richtig.
  • Knochentumore: Malignitätszeichen im Rö? Knochentumoren: A) Lokalisation der wichtigsten Knochentumoren; aa) Osteoid-Osteom; a) Enchondrom, Ewing-Sarkom, Retikulosarkom; b) nicht ossifizierendes Knochenfibrom, Fibrosarkom; c) aneurysmatische Knochenzyste, solitäre Knochenzyste, Chondromyxoidfibrom; cc) Osteochondrom, kartilaginäre Exostose; d) Osteosarkom, Chondrosarkom; e) Chondroblastom; f) Osteoklastom (Riesenzellgeschwulst).  B) Röntgenologische Anzeichen der Malignität; 1) Spikulae; 2) Codman-Dreieck; 3) Kortikalislamellierung; 4) Kortikalisverschiebung; 5) unscharfe, wie ausgefranste Randbegrenzung („Mottenfraß“); 6) Auslöschphänomen file://localhost/Users/Dani/Downloads/Knochentumore.gif
  • Prognosebestimmung nach Resektion des Osteosarkoms Da die Patienten mit Osteosarkomen meist jung sind, ist eine Aussage über die Prognose essentiell für die weitere Therapieplanung. Nach Diagnosestellung werden die Patienten ja in der Regel in klinischen Studien neoadjuvant chemotherapiert und sekundär reseziert. Diese Resektate werden hinsichtlich der Tumorgröße, des Tumortyps und des Resektionsstatus hin untersucht. Zusätzlich ist die Aufarbeitung einer Tumorscheibe im größten Durchmesser obligat. Dazu wird das Gewebe entkalkt und histologisch untersucht. Entscheidend ist, wie viel Residualtumor man in dieser Scheibe findet. Bezogen auf die Fläche gibt es ein System der Graduierung der Regression nach Therapie. Von einem Ansprechen der Therapie ist auszugehen (Responder), wenn man weniger als 10% Residualtumor findet. Damit ist eine Vorhersage möglich, inwieweit ein Substanzwechsel bei Auftreten von Metastasen angezeigt ist.
  • Einteilung der Spondylolisthese? Das Bild links zeigt einen Normalbefund, nach rechts zunehmendes Wirbelgleiten nach vorn (Spondylolisthesis) bis zum Abkippen über die vordere Kreuzbeinkante (Spondyloptose). Stadieneinteilung nach Meyerding: Die unterhalb des Gleitwirbels gelegene Deckplatte wird in 4 gleiche Strecken geteilt. Die Lagebeziehung der hinteren unteren Wirbelecke zu diesem Segment bestimmt den Grad der Verschiebung
  • Was ist ein Gibbus und wann kommt er vor? Unter einem Gibbus wird eine anguläre, am Scheitelpunkt fixierte Kyphose verstanden, die bei starker keilwirbelförmiger Destruktion eines oder zweier benachbarter Wirbelkörper bei fortgeschrittener Spondylodiszitis entstehen kann. (C) ist die gesuchte Falschantwort. Beispiel eines Gibbus nach Wirbelsäulen-TBC bei einem 3-jährigen Mädchen: Nahezu komplette Destruktion eines Wirbelkörpers der unteren BWS im Röntgenbild (a) und im CT (b) (Pfeile). Das MRT (c) zeigt einen Abszess (Pfeil) mit peripherer KM-Aufnahme der Kapsel (Doppelpfeil) sowie Gibbusbildung und Bedrängung des Myelons (gestrichelter Pfeil).
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