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Wettbewerbspolitik (Fach) / 7.2 (Lektion)

Horizontale Unternehmenszusammenschlüsse, Unternehmenskonzentration und Fusionskontrolle

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  • Was bedeutet Unternehmenskonzentration? --> Anzahl und relative Größe (Marktanteile) von Anbietern, zwischen denen die Nachfrager auf dem Mark auswählen können. steigt die Unternehmeskonzentration verringert sich also die Anzahl der Anbieter oder die Marktanteile werden stärker auf ein Unternehmen konzentriert
  • Wie kann man Märkte von einander abgrenzen? Sachlich: welche Produkte gehören zum gleichen Markt? auf Nachfragerseite: welche Produkte werden als Substitut angesehen. Auf Anbieterseite: Anbieter mit einer hohen Produktionsflexibilität   Räumlich: geographische Lage. Zölle, Transportkosten, regionale Präferenzen. Lokalzeitungen vs. zivile Großraumflugzeuge
  • Wie kann man Unternehmenskonzentration messen? Erkläre zwei Methoden. 1) concentration rate. Wie viel Marktanteil haben die 3, 6, 8 größten Unternehmen auf einem Markt 2) Der Herfindahl-Hirschmann-Index: absolutes Konzentrationsmaß. Die Marktanteile aller Unternehmen werden quadriert und anschließend summeiert und dann mit 10000 multipliziert. Bei einem Monopol erreicht der HHI sein Maximum von 10000. HHI<1000 = niedrig konzentriert. HHI >1800 hoch konzentriert
  • Welche Probleme ergeben sich aus der Messung der Marktmacht? Es ist nicht eindeutig festlegbar ab welchem Konzentrationsgrad eine wettbewerbsbeschränkende Marktmacht entsteht. Das kann in verschiedenen Situationen durchaus unterschiedlich sein.
  • Zu welchen Vorteilen kann ein horizontaler Zusammenschluss führen? Wie soll beurteilt werden ob ein Zusammenschluss erlaubt ist oder nicht? Senkung der Fixkosten Skalen- und Verbundvorteile Effizienzvorteile durch gemeinsamen Einkaufe, F&E...-> Synergievorteile Verringerung der X-Ineffizienzen durch besseres Management Allgemein kann ein Zusammenschluss dann erlaubt werden, wenn die Preise hinterher nicht steigen. Wird wie in der Chicago School ausschließlich die gesamte Wohlfahrt betrachtet, muss die Fusion in Betracht gezogen werden (wie auch Williamson nahelegt).
  • Kann es auch zu negativen Effekten kommen bei horizontalen Zusammenschlüssen? möglicherweise: höhere Bürokratisierung bei größeren Unternehmen steigende Kosten bei sinkendem Wettbewerbsdruck Synergieeffekte lassen sich nicht realisieren Ein großer Teil der Zusammenschlüsse ist gescheitert, die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns steigt mit der Größe der Fusion an.
  • Warum versucht man Fusionen zu verhindern? Unternehmen sollen daran gehindert werden, durch externes Wachstum (Konzentrationsstrategie) den wirksamen Wettbewerb wesentlich zu beeinträchtigen und damit durch Aufrechterhaltung wettbeerblicher Marktstrukturen einer Vermachtung der Märkte vorzubeugen. Präventivmaßnahme.
  • Was ist und was ist das Problem der Ministererlaubnis? Wenn im Einzelfall Wettbewerbsbeschränkungen gegen gesamtwirtschaftliche Vorteile abegewogen wird, kann der Bundeswirtschaftsminister ein vom Kartellamt untersagte Fusion erlauben. Problem: Die entstehenden Nachteile werden ggü beliebigen anderen Vorteilen abgewogen. Das Prinzip der strikten Wettbewerbsordnung ist damit unterbrochen.
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