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Wirtschaftssoziologie (Fach) / Max Weber (Lektion)

Max Weber und die institutionalistische Klassik

Diese Lektion wurde von annikame erstellt.

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  • Interessen und Ideen materielle und idelle Interessen beherrschen unmittelbar das Handeln der Menschen, aber Ideen sind häufig Weichensteller für Interessen Ideen: Wertvorstellungen, auf die sich Handeln bezieht und die Institutionen begründet und legitimiert
  • Fragestellung der Kultursoziologie Wie lassen sich Elemente des sozialen Handelns auf bestehende Ideen zurückführen? --> betrachtet sowohl die Entstehung als auch die Auswirkungen von Ideen
  • Kultur als "black box" Alles, was sich nicht durch andere Faktoren erklären lässt, wird als Kultur bezeichnet --> sollte vermeiden werden
  • Exakte Bestimmung von Kultur Ideen, die eine dogmatische oder rechtliche Konkretion erhalten haben --> Rechts- und Religionssoziologie
  • Welche Umstände haben dazu geführt, dass sich im Okzident der Kapitalismus herausgebildet hat? Es gibt einen Zusammenhang zwischen modernem Wirtschaftsethos und der rationalen Ethik des asketischen Protestantismus --> Entstehung einer "Wirtschaftsgesinnung" durch bestimmte religiöse Glaubensinhalte
  • Berufsethik des asketischen Protestantismus Prädestinationslehre: keine Beeinflussung des Gnadenstandes möglich innerweltliche Bewährung im Alltag durch asketische Lebensführung (Sparsamkeit, Gewissenhaftigkeit, Selbstdiziplinierung) zeigt Gnadenstand an Plicht zur Bewährung in der alltäglichen Arbeit --> Plicht zur Ausübung eines Berufes als Wert an sich --> Ziel ist nicht äußerer Zweck, sondern innere Sicherheit über Gnadenstand
  • Bedingungen für Durchsetzungen einer Idee kognitive und soziale Isolierung einer Idee Verankerung bei Trägergruppe durch Internalisierung und Sanktionierung
  • Konsequenzen der asketischen Berufsetik unterwirft Berufsethik (zuvor außerhalb asketischer Normen)  einer planmäßigen und selbstreflektierenden Wahrnehmung --> Kern: Wandel von der außerweltlichen zur innerweltlichen Askese
  • direkte und indirekte Folgen der asketischen Berufsethik direkte Folgen: zurückführbar auf die Sozialrelevanz der Idee indirekte Folgen: zurückführbar auf die Eigenschaften des Kontexts   direkt --> Erhöhung der Arbeitsintensivität indirekt --> Erhöhung der Gewinnchancen direkt --> Konsumverbot: Gewinne nur zur Reinvestition indirekt --> Erhöhung der Kapitalbildung und Selbstfinanzierung indirekt --> höhere Kreditwürdigkeit durch Sektenzugehörigkeit: bessere Chancen von Fremdfinanzierung
  • Diffusion der Idee Ausbreitung auf Gruppe, die nicht der protestantischen Sozialisation unterlag --> Folgen der Idee bleiben ohne Geltung der Idee bestehen
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  • Institutionalisierung der Idee protestantischen Arbeitsverhalten wird wegen seiner Erfolge geschätzt --> Effizienz und Erfolgskriterien zur Begründund der Berufsethik --> andere Normen treten an Stelle religiöser Wertbegründungen
  • Protestantische Ethik (Zusammenfassung) - innere Affinität der protestantischen Religionslehre zum modernen Erwerbsleben -Prädestinationslehre: es steht von Anfang an fest, wer Gottes Gnade besitzt, und es wird verlangt, Gottes Ruhm durch Arbeit zu vermehren --> an Wohlstand lässt sich beruflicher Erfolg ablesen --> Zeichen der Erwähltheit - Protestantismus schafft religiös motivierte Berufsethik, die dem modernen Betriebskapitalismus entsprach und als eine wesentliche Triebkraft für seine Entfaltung zu betrachten ist - mit erfolgreicher Etablierung des Kapitalismus als institutioneller Ordnung verlieren religiösen und ethischen Wurzeln ihre Bedeutung ==> religiöse Zweckrationalität