95

Nutztierkunde (Fach) / Basis (Lektion)

wichtige Fakten der Nutztiere

Diese Lektion wurde von Ruthi erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Funktion der meisten Phytomastigophora in der Lage Photosynthese zu betreiben -> an Primärproduktion der Ozeane beteiligt
  • Chagaskrankheit (Erreger, Überträger, Empfänger, 'Verlauf') Erreger: Trypanosoma cruzi (eingeißelige Flagellata) Überträger: Wanzen bei Mensch, Wild- und Haustier -> Zerfall der Herz-Muskelfasern bis Reißen der Faserbündel (evtl. Herztod)   -> Strategie: Gewebszysten
  • Nagana-Seuche Erreger:Trypanosoma brucei brucei (eingeißelige Flagellata) Überträger: Tsetsefliege beim Rind
  • Schlafkrankheit (Erreger, Überträger, Empfänger, 'Verlauf') Erreger: Trypanosoma brucei gambiense (weniger schlimm)/rhodesiense (nach kürzerer Zeit tödlich)   (eingeißelige Flagellata) Überträger: Tsetsefliege bei Menschen -> Erreger gelangt in Spinalflüssigkeit (Krankheitsbild Hirunhautentzuündung)   -> Strategie: Surface coat!
  • Orientbeule (Erreger, Überträger, Empfänger, 'Verlauf') Erreger: Leishmania tropica (eingeißelige Flagellata) Überträger: Sandmücke (Weibchen) beim Menschen -> Befall der Immunzellen bis Zerstörung der Wirtszellen in vielen Organen (Knoten, Geschwüre, Hautschädigungen)
  • Kala Azar(Dum-Dum-Fieber) (Erreger, Überträger, Empfänger, 'Verlauf') Erreger: Leishmania donovani (eingeißelige Flagellata) Überträger: Sandmücke beim Menschen -> Befall von Milz und Leber (evtl. schwärzliche Hautpigmentierung, Fieber (39-40°C) mit 2 Max binnen 24h)
  • Deckseuche Erreger: Tritrichomonas foetus (Trichomonadina - mehrgeißlige Flagellaten) beim trächtigen Rind -> Zerstörung der Plazenta; evtl. Aborte
  • mehrgeißelige Flagellata, die symbiotisch im Darm von Termiten leben Hypermastigiden
  • Aufnahme fester (Nahrungs)Stoffe Phagocytose
  • Aufnahme flüssiger (Nahrungs)Stoffe Pinocytose
  • Anzeige
  • Aufbau Amoebida eukaryontische Protozoa mit Zellkern, Nahrungsvakuole und pulsierender Vakuole (Osmoregulation)
  • Amöbenruhr (Darmerkrankung) (E,Ü,E,'V') Erreger: Entamoeba histolytica Überträger: Fliegen (beim Mensch) -> Befall von Darm, über Blutgefäße in Lunge, Leber, Gehirn (blutige Diarrhöen -> o.B. tödlich)
  • Arten freilebender Amöben 1. Naegleria-Arten (Infektion beim Baden in kontaminiertem Gewässer) 2. Acanthamoeba-Arten (Infektion über Atmungssystem, Urogenitalsystem, Haut)   -> heftige Diarrhöen
  • letale Amöbenhirnhautentzündung (E,Ü,E,'V') Erreger: Amoebida Naegleria-Arten beim Mensch -> Infektion beim Baden in kontaminiertem Gewässer (Erreger durch Riechnerv ins Gehirn)
  • Lebensweise Eumycetozoa z.T. sozial -> bei Nahrungsknappheit lagern sie sich als Zellverband zusammen und differenzieren sich zu Sporenträger (mithilfe Pheromonen) -> Verbreitung durch Wind etc (jede Spore entlässt eine Amöbe)
  • Aufbau Radiolaria eine Zentralkugel mit kieselsäurehaltigen Glitterkugeln
  • Besonderheit der Apicomplexa/Sporozoa ausschließlich parasitisch!
  • Malaria (alle Arten) (E,Ü,E,'V') Malaria tertiana -> Plasmodium vivax Malaria quartana -> Plasmodium malariae Malaria tropica -> Plasmodium falciparum -> Plasmodium-Arten der Haemosporidia(Coccidia) Überträger: Anopheles-Mücke (Weibchen) beim Mensch/Wirbeltieren -> Befall von Darm und Speicheldrüse
  • Texasfieber Erreger: Babesia spp (Haemosporidia/Coccidia) Überträger: Zecke beim Rind, Hund, Reh (Mensch = Fehlwirt) -> Befall der roten Blutkörperchen
  • Vorkommen von Spirotricha (Strudler) symbiotisch in Pansen von Wiederkäuern
  • Asexuelle Fortpflanzung - 3 Arten 1. Zweiteilung: Zelle teilt sich in 2 Tochterzellen - aequal: Tochterzellen sind von gleich gestaltet - inaequal: Tochterzellen sind verschieden 2. Multiple Teilung: Erst zahlreiche Kernteilungen in Zelle, dann Teilung in einkernige Tochterzellen 3. Plasmotomie: Vielkernige Zelle teilt sich in 2 vielkernige Tochterzellen   -> unter konstanten Umweltbedingungen (z.B. im Körper des Wirts) begünstigt
  • Sexuelle Fortpflanzung Gamont (besitzt Gonaden und) bildet Gameten oder Gametenkerne   -> unter ungünstigen Umweltbed. begünstigt (erhöht Anzahl der verschied. Genotypen)
  • Generationswechsel (3 Arten) 1. Haplo-homophasischer GW: Zygote macht Meiose(Reifeteilung) durch -> Gamont und Agamont sind haploid 2. Diplo-homophasischer GW: Gamont und Agamont liegen diploid vor. Meiose der Zygote erst nach asexueller Vermehrung. 3. Heterophasischer GW: Agamont ist diploid, Gamont haploid. Meiose im Agamonten während der Bildung von Agameten, die zu Gamonten reifen.
  • neue Entwicklungen bei Metazoa (2) - extrazelluläre Matrix: sorgt für Zusammenhalt einzelner Zellen - temporäre Gastrula: temporäre Verdauung (-> Gastrovaskularraum)
  • Besonderheiten der Porifera -kein Nervensystem, keine Organe, keine Muskeln, keine Sinnesorgane! - marin,limnisch, wenige terrestrisch - sessil
  • Aufbau von Porifera - 3 Deckschichten: Ektoderm= Pinacoderm, Entoderm=Choanoderm, Mesohyl/Mesogloea aus extrazellulärer Matrix - in Mesohyl/Mesogloea bewegl. Zellen eingelagert: x Archaeocyten (Stammzellen von allen weiteren) x Amoebocyten (phagocytotisch) x Choanocyten (Entoderm -> Nahrungsaufnahme etc.) x Pinacocyten (Ektoderm) x Sklerocyten (sondern Skelettnadeln ab) x Collencyten (bilden Gerüst mit Skelettnadeln)
  • Fortpflanzung der Porifera asexuell und sexuell: sexuell: Archaeocyten, Amoebocyten und Choanocyten bilden Gametocyten -> Choanocyten strudeln Gametocyten von Porifera gleicher Art ein, die zur Befruchtung in weibliche Gameten dringen (es entwickelt sich bewegliche Larve)   asexuell durch Knospenbildung: es ensteht ein Tierstock -> Einzeltiere schwer voneinander abgrenzbar   -> Porifera = Gemmulae (Ansammlung totipotenter Archaeocyten)
  • Öko. Bedeutung der Porifera + : Badeschwamm und Wasserspeicher, Nahrung (Leberschwamm), toxische Stoffe in Pharmakologie, Riffbildung - : Bohrschwämme (in Kalkstein, Muscheln, Schneckenhäuser) -> Schädlinge in Austernbänken
  • Besonderheiten/Aufbau der Cnidaria - Nervenzellen, Sinneszellen, Muskelstränge, keine echten Organe! - 3-schichtige Körperwand: Ektodermis, Entodermis, Mesogloea (primär azellulär! -> extrazelluläre Matrix zur Verankerung von Ekto- und Entoderm)   -> umschließt Gastrovaskularraum (extrazelluläre Verdauung) (kann durch Septen gegliedert sein!) - EINE Körperöffnung (Mund und After)
  • GW von Cnidaria asexuelle Generation: Polypen (Korallen!) -> durch Querteilung Medusen! (SESSIL) sexuelle Generation: Medusen (meisten Quallen) -> bilden Gameten, Befruchtung findet statt und es ensteht nach 2 Larvenstadien (2. Larve setzt sich fest) wieder ein neuer Polyp (PELAGISCH)
  • Anzeige
  • Fortpflanzung bei Scyphopoda (Quallen) getrenntgeschlechtlich oder zwittrig! (MEDUSEN) -> Befruchtung im Muttertier oder im Wasser -> Terminierung/Ende durch Mondphase
  • Anfänge einer Gewebebildung bei Quallen! - Epithelmuskelzellen - I-Zellen (Stammzellen für alle weiteren) - Nervenzellen - Sinneszellen (Ocellen -> Rezeptoren! + Statocysten) - Nesselzellen (Abwehr -> schleudern Stilettapparat aus)
  • Atmung und Exkretion bei Scyphopoden durch gesamte Körperoberfläche
  • Öko. Bedeutung der Cnidaria + : Riffbildung (fixieren CO2), Schmuck (Corallium), Baumaterial (Riffkalke) u.a. Bau von Hotels aus lebenden Riffen, Bildung von Herz- und nervenwirksamen Polypeptiden - : stärkstes Toxin unter Meeresbewohnern
  • Was ist Triplastie? Unter welcher Gruppe tritt sie erstmals auf? Entoderm, Ektoderm und dazwischen Mesenchym/Parenchym (anstatt Mesogloea) Erstmals bei Plathelminthen!
  • Was tritt erstmals bei Plathelminthen auf? - Triplastie - erstmals Organe! -> Exkretionsorgane (Protonephridien! mit Exkretionsporus), Genitalorgane, Muskeln, Nervensystem mit Cerebralganglion und Nervensträngen     (- bilateraler Körperbau mit Cephalisation durch aktive Nahrungssuche)
  • Fortpflanzung bei Plathelminthen - meist zwittrig (zwittriger Genitalapparat) - innere Besamung + Begattungsorgane
  • Entwicklung/GW der Trematodes (Saugwürmer) - Miracidium = bewimperte Larve 1. Generation (geschlechtlich/zwittrig) (ZW) - Sporocyste = 2. Generation (ZW) - Redien = 3. Generation (ZW) - Cercarie = Larve mit Schwanz (wird zu Trematodes) (ZW -> EW) Befruchtung der Trematodes im EW -> befruchtete Eier mit Kot abgegeben, von ZW aufgenommen -> Miracidien schlüpfen (im ZW) und wachsen zu Sporocysten heran, welche Redien bilden (im ZW) -> Sporocysten und Redien vermehren sich parthenogenetisch und gebären vivipar Cercarien (im ZW) -> werden in EW übertragen (als Kapsel/Cyste) und werden dort zu Trematodes
  • Fasciolose (großer Leberegel) Erreger: großer Leberegel -> Fasciola hepatica ZW: Schnecke EW: Rind, Schaf, Ziege (Wiederkäuer), selten Mensch -> Infektion über orale Aufnahme von Cercarien, die an Wasserpflanzen haften -> Trematodes lebt in Gallengängen der Leber (Verkalkung der Gallengänge, Fieber, Abmagerung, Anämie, Zerstörung der Leber; verminderte Woll-, Fleisch-, Milchleistung)
  • Dicrocoeliasis (kleiner Leberegel) Erreger: kleiner Leberegel -> Dicrocoelium dentriticum ZW 1: Schnecke(über Eier im Kot)     ZW 2: Ameise (über Schleimballen) EW: Grasende (Rind, Schaf, Ziege, Kaninchen) -> Infektion über Nahrungsaufnahme (Ameisen im Gras)
  • Blutharnen/Bilharziose Erreger:Schistosoma haematobium (Pärchenegel) ZW: Schnecke EW: Mensch -> Trematodes lebt in Darm- oder Harnblasenvenen des Menschen -> Infektion über kurzen Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Spritzwasser (aktiver Eintritt des Erregers über Haut)
  • Parasitismus zw. Schnecke und Vogel Erreger: Leucochloridium macrostomum ZW: Schnecke EW: Vögel -> Vogel verteilt Eier in Kot in Natur -> Schnecke nimmt Eier auf -> Entwicklung bis zu Cercarien -> diese bilden Parasitenschlauch, der bis in die Fühler der Schnecke reicht -> Schlauch fängt an zu pulsieren -> Vögel picken Fühler mit Cercarien ab
  • Aufbau/Eigenschaften der Cestodes (Bandwürmer) - alle parasitisch! - Kopf: Scolex;  darauffolgende Glieder: Proglottiden (einzelne Körperabschnitte) - kein Mund! -> Nahrungsaufnahme über Microvilli auf Epidermis -> absorbieren Nahrungsbrei! (zwischen Microvilli Mucopolysaccharide -> hemmen Verdauungsenzyme des Wirtes -> Bandwurm bleibt unverdaut!)
  • Entwicklung/GW der Cestodes (Bandwürmer) befruchtete Eier der Cestodes gelangt in ZW (über Kot z.B.) -> Hakenlarven schlüpfen (im ZW) -> werden zu Finnen (2. Larvenstadium; im ZW) -> Finnen werden auf EW übertragen (durch Nahrungsaufnahme z.B.) -> Entwicklung zu Cestodes sexuelle FP im EW -> zwittrige FP asexuelle FP durch Knospung (entstehen Millionen von Scolex für neue Cestodes)
  • Fischbandwurm (ZW, EW, Ü) Diphyllobothrium latum ZW 1: Krebs (Hakenlarven im Darm) , ZW 2: Fisch (Finnen im Gewebe) EW: Mensch (über Verzehr von infiziertem Fisch)
  • Rinderbandwurm (ZW, EW, Ü) Taenia saginata ZW: Rind (Hakenlarve im Darm, Finnen in Muskulatur) EW: Mensch (über Verzehr von infiziertem Fleisch)
  • Schweinebandwurm (ZW, EW, Ü) Taenia solium ZW: Schwein (Hakenlarven im Darm, Finnen in Muskulatur) EW: Mensch (über Verzehr von kontaminiertem Fleisch)
  • Hundebandwurm (ZW, EW, Ü) Echinococcus granulosus ZW: Rind, Schwein, Pferd, Ziege; Mensch = Fehlwirt, bei zu engem Kontakt mit Hund! (Eier über Kot; Hakenlarve in Darm/Blutgefäßen, Finne in Leber, Lunge, Gehirn, Gallengängen, Herz) EW: Hund (über Verzehr von infiziertem Fleisch)
  • Fuchsbandwurm (ZW, EW, Ü) Echinococcus multilocularis ZW: Ratten, Mäuse... ; Mensch = Fehlwirt bei Mangelhygiene oder Verzehr von ungewaschener Nahrung (Salat, Beeren etc.) (Eier über Kot auf Nahrung(Beeren etc); Finnen in Leber, Lunge, Rückenmark, Gehirn, Lymphknoten) EW: Fuchs, Hund, Katze (Verzehr von infizierten Tieren/Fleisch)   -> Cysten für Mensch sehr schädlich! Bis jetzt keine Heilung!
  • Drehkrankheit (E,ZW,EW,'V') Erreger: Taenia multiceps ZW: Wiederkäuer (v.a. Schafe) (Eier über Kot bei Nahrungsaufnahme) EW: Fuchs, Hund (über Verzehr von infiziertem Fleisch) -> Befall des Gehirns: Finne verdrängt Hirnsubstanz (ataktische Bewegungen, Ausfallerscheinungen)