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Software Ergonomie (Fach) / Einführung in die Software Ergonomie (Lektion)

Eine Einführung in die Software Ergonomie

Diese Lektion wurde von yufail erstellt.

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  • Was bedeutet Ergonomie und woran orientiert sie sich? Ergon = Arbeit, Werk ; Nomos = Gesetz, Regel Ergonomie ist die Lehre der menschlichen Arbeit und die Erkenntnis ihrer Gesetzmäßigkeiten. Sie orientiert sich an der menschengerechten Gestaltung der Arbeitsmittel, der Arbeitsmethoden und der Arbeitsumgebung.
  • Welches sind die Ziele und Erfolgskriterien von Software-Ergonomie? Ziel ist eine menschengerechte Gestaltung der Programmfunktionalität und ihrer Zugriffsmöglichkeit durch den Benutzer. Das Programm soll sich also dem Benutzer anpassen, nicht andersherum. Erfolgskriterien sind hierbei, die Effektivität, die Effizienz und Zufriedenheit des Endproduktes (Usability). Diese sollen im besten Falle die User Experience positiv beeinflussen.
  • Welches sind die Gestaltungsebenen, -bereiche oder -gegenstände von Software-Ergonomie? Gestaltungsebenen:  Schnittstellenergonomie  Korrektheitsergonomie  Funktionalitätsergonomie Gestaltungsgegenstände: Funktionalität Schnittstelle Organisatorische und technische Peripherie Entwicklungswerkzeuge Verfahren und Methoden der Entwicklung und Einführung
  • Nennen Sie beispielhaft Forschungsbereiche oder Fragestellungen. Fehlererkennung/-behandlung Fehlerdignose/-meldungen Fehlerbehebung Fehlervermeidung Systemtransparenz Durchschaubarkeit Selbsterklärungsfähigkeit von sich aus oder auf Anforderung Anpassung an die Lernfortschitte
  • Wodurch wird Software-Ergonomie zu einer interdisziplinären Aufgabe? Es kommen bei der Software-Ergonomie verschiedene Disziplinen zusammen, die zusammenwirken in Fragestellungen und Methoden. Informatik Gestaltungskonzepte (zb. GUIs) Entwicklungsverfahren (zb. Prototyping) Architektur (Schnittstelle versus Funktionalität) Verhaltenswissenschaften Psychologie, Soziologie, Pädagogik Verhalten und Informationsverarbeitung Anforderungsbestimmung und Evaluation benutzerorientierter Aspekte Arbeitswisseschaften Ordnung und Gestaltung der technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen von Arbeitsprozessen Anforderungsbestimmung und Evaluation aufgaben- und organisationsorientierter Aspekte Linguistik Besonderheiten der Mensch-Computer-Kommunikation Natürliche versus formale Sprache Design Ästhetik Blickführung
  • Worin liegt der Unterschied zwischen der Fragestellung "Was ist schlecht am System?" und "Wie gut ist das System?": In welcher Phase und mit welchen Methoden lassen sich diese Fragestellungen untersuchen? Weiche Methoden geeignet für die Frage: „Was ist schlecht am System?“ absolut auch schon während der Entwicklung mit Gestaltungsziel mit wenigen Probanden → „formative Evaluation“ Harte Methoden geeignet für die Frage: „Wie gut ist das System?“ im Vergleich (zu anderer Software) nach Abschluss der Entwicklung mit einem Entscheidungsziel mit vielen Probanden → „summative Evaluation“ Insgesamt nennt sich das die Prozessorientierung, ohne diese kann ein Software-Produkt nur zufällig ergonomisch werden Beruht die Entwicklung auf einer Anforderungsanalyse Ist eine Benutzerbefragung durchgeführt worden Ist eine Benutzungsanalyse mit Prototypen durchgeführt worden Erfolgt eine Hot-line-Auswertung  
  • Was unterscheidet einen Schwamm bei der Aufnahme von Wasser von einem Menschen bei der "Aufnahme" von Informationen? Mensch ist kein passiv reagierendes Wesen (Schwamm), sondern ein aktiv Informationen suchendes, aufnehmendes und verarbeitendes System Beschreibbar in Stufen: Informationsaufnahme (Wahrnehmung - Perzeption) Informationserfassung und -aneignung (Verstehen - Apperzeption) Informationsspeicherung Informationsabgabe Die Übergänge zwischen Perzeption und Apperzeption sind fließend
  • Welche drei Merkmale zeichnet die menschliche Wahrnehmung aus und was bedeuten sie? Wahrnehmung erfolgt subjektiv spezifisch für den jeweiligen Kontext: selektiv: je nach Bedeutung, Erwartung, Interesse, Befindlichkeit wird nur ein Ausschnitt bewusst aufgenommen strukturierend: der Ausschnitt wird (nach Gestaltgesetzen) zu einer Einheit geformt interpretativ: die Einheit wird in einen Zusammenhang gestellt und gewinnt dadurch ihre individuelle und situative Bedeutung
  • Wie viele Einheiten (Chunks) kann das Arbeitsgedächnis behalten? Nach einer Studie von Miller aus dem Jahre 1959 können etwa 7 plus/minus 2 Chunks für etwa 15 Sek. im Arbeits- bzw Kurzzeitgedächnis behalten werden. Durch Lernen können diese Chunks vergrößert werden.
  • Worin liegt der Unterschied zwischen Fehlerbehebung und Fehlervermeidung und wie erreicht man Fehlervermeidung im Software-Design? Fehlerbehebung: Fehler ist aufgetreten, Versuch den Fehler wieder aufzuheben (Ungültige Daten korrigieren) entweder automatisch oder durch Anweisung/ Anleitung des Benutzers. Fehlervermeidung: Funktion, die keine fehlerhafte Eingabe ermöglicht: z.B. automatische Korrektur von fehlerhaften Eingaben, Beschränkung, der Benutzerauswahl auf korrekte Eingabedaten (z.B. Menü)
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  • Wie wird der Benutzer bei "Fehlern" optimal unterstützt? Was sollte eine Fehlermeldung beinhalten? Nützlich und einfach: Die Fehlermeldung beschreibt die gültigen Eingabewerte (z.B. Natürliche Zahlen von 1-12) Der Cursor wird an die Stelle positioniert, an der der Fehler aufgetreten ist.  
  • Was bedeuten Fehler aus Sicht des Benutzers und aus Sicht des Systems? Sicht des Systems: Syntaktischer Fehler (z.B. ungütlige Eingabe) Sicht des Benutzers: Semantischer Fehler (Sinn ist Fehlerhaft), Versehen: z.B. Tippfehler
  • Welche Anforderungen stellen Anfänger und welche Anforderungen stellen Experten an die Interaktionsgestaltung? Anfänger: Benutzerführung Erwartet explizite selbsterklärende Kommandos Experten: will nicht eingeengt werden erwartet komplexe Kommandos für schnelle Interaktion
  • Wie wird Benutzerunterstützung außer durch das Hilfesystem erreicht? Konsistenz Selbsterklärung "Hotline"-Support Transparenz
  • Welche Formen des Hilfesystems gibt es außer der Online-Hilfe? Hilfesystem Handbuch Experten Kollegen Selbsterklärung (indirekte Hilfe) Training Systemkomplexität
  • Welches sind die Vor- und Nachteile von Online-Hilfesystemen gegenüber einem Handbuch? Hilfesystem: bietet vernetzte Informationen kann kontextbezogen reagieren ist schneller verfügbar lässt sich besser aktuell halten Handbuch: bietet die Gelegenheit zur zurückgezogenen Lektüre größerer Wissenseinheiten ist Geräteunabhängig (Kann gelesen werden wenn Computer aus ist)  
  • Wie wird eine konsistente Wirkung von Fehlermeldungen und Hilfen erreicht? selbsterklärende Nutzung des Hilfesystems Benutzung gleicher Dialogtechniken wie das Anwendugssystem
  • Welches sind die Konsequenzen von Evaluation für die Entwickler, Anwender und Benutzer von Systemen? Entwickler: Klarheit über Vorgehensweise möglicherweise re-design von Software Anwender (Käufer): Investition in ein geprüftes Produkt geringeres Risiko eines Fehlkaufs Benutzer: Konsistentes, stabiles System
  • Welche Formen von Flexibilität kann man unterscheiden? Flexibilität: Möglichkeit unterschiedlicher Wahl von Vorgehensweise und Ergebnisdarstellung nach individuellen Präferenzen Individualisierung: Manuelle Anpassung Automatische Anpassung Vielfältigkeit  
  • Was bedeutet Vielfältigkeit, manuelle Adaptivität und automatische Adaptivität? Vielfältigkeit: Permanente wahlweise Verfügbarkeit von Alternativen mit äquivalenten Effekten z.B. Menüauswahl und Kommandoeingabe Manuelle Anpassung: Anpassung von Systemeigenschaften initiativ und aktiv durch den Benutzer z.B. Benennung von Menüoptionen Automatische Anpassung: Anpassung von Systemeigenschaften initiativ und automatisch durch das System z.B. Reihenfolge von Menüoptionen nach Benutzungsfrequenz Inhaltsanpassung
  • Welches sind die Gründe für die Forderung nach individualisierter Systemnutzungsmöglichkeit? Systeme werden nicht für einen Benutzer oder eine Aufgabe entwickelt Gestaltungsentscheidungen werdem vom Benutzer getroffen bessere Bindung der Person an individualisierte Systemeigenschaften → Bessere Eignung für Personen und die Aufgabe
  • Kann Systemevaluation durch eine gründlich überlegtes Systemdesign ersetzt werden? Nein, da es keine allgemeingültigen Gestaltungsrichtlinien gibt. Es gibt keine uniformen Benutzer und so muss ein Softwareprodukt speziell auf die Zielgruppe ausgerichtet sein und auch von ihr erprobt werden. Ohne Evaluation kann ein Softwareprodukt nur zufällig ergonomisch werden.
  • Was sind die Vor- und Nachteile von manueller bzw. automatischer Anpassung des Systems? Vorteile manuell: Der Benutzer kann selbst entscheiden, wie genau er seine Software einrichten möchte Es wird ihm vom System nichts auferlegt (Uneingeschränktheit) automatisch: Der Benutzer wird entlastet, das Programm wird automatisch seinem Benutzungsverhalten angepasst allgemein: Verbesserte Motivation Erhöhte Kreativität Erhöhte Arbeitszufriedenheit In der Folge: Erhöhte Effektivität/ Effizienz Nachteile manuell: Zeitaufwand seine Software einzurichten automatisch: Dem Benutzer werden Sachen auferlegt, die ihm so vielleicht gar nicht gefallen
  • Welche Methoden der Evaluation kann man unterscheiden und was sind ihre wesentlichen Merkmale? Nicht reaktive-Methoden Interviews Schriftliche Befragung Beobachtung Experimente Objektive bzw. intersubjektive Methoden Beobachtung bei der Anwendung »mit technischen Mitteln Protokolle (Logfiles) Videoaufnahmen »durch Personen Protokolle Beobachtungsinterview Vorteile präzise Angaben über Bearbeitungszeiten, Fehlerzahlen, ... Ausschluss subjektiver Einflüsse Nachteile hoher Aufwand keine Aussagen über mentale Vorgänge Subjektive Methoden Bewertung der Anwendung durch Benutzer Fragebögen Interviews Ermittlung des mentalen Modells lautes Denken Partnergespräch Vorteile relativ geringer Aufwand für Ermittlung Aussagen über Akzeptanz Nachteile Übertreibungen und Gefälligkeitsurteile möglich Beeinflussung durch Fragestellung    
  • Wodurch unterscheiden sich Sachprobleme und Interaktionsprobleme bei der Mensch-Computer-Interaktion? Es gibt 2 Ebenen der Mensch-Computer-Interatktion: Sachproblem auf der Ebene des Anwendungssystem: (Funktionakität: Nützlichkeit, utility) hier: Abgleich mit den inhaltlichen Aufgabenstellungen des Benutzers Interaktionsproblem auf der Ebene der Benutzerschnittstelle: (Interaktion: Handhabbarkeit, usability) hier: Abgleich mit den Handhabungsanforderungen des Benutzers ∑ = Verwendbarkeit, Gebrauchstauglichkeit
  • Welche Bedeutung haben die Wahrnehmungsbesonderheiten für die Softwaregestaltung?   Farbe (Farbfehlsichtigkeit) Form Größe Platzierung Bewegung/ Animation Strukturierung/ Relation  
  • Was kann man aus den Gestaltgesetzen für die Gestaltung von Menüs ableiten? Gestaltgesetze:  visuelle Gegenstände werden nicht als Ansammlung von Einzelelementen, sondern nach bestimmten Prinzipien wahrnehmungsmäßig zu Figuren zusammengesetzt erlebt: G. der Nähe G. der geschlossenen Gestalt G. der Symmetrie G. der Gleichartigkeit G. der guten Gestalt
  • Wozu dienen Metaphern und was zeichnet gute Metaphern aus? Wozu? Aufbau des Dialogs zwischen Benutzer und Funktion Vereinfachen den Umgang mit Icons Gütezeichen? Funktion der Metapher ist dem Realitätsbereich nahe z.B. Papierkorb Icon ist ein Papierkorb und wird dazu genutzt um Sachen wegzuschmeißen die man nicht mehr braucht, allerdings werden sie wie in Echt nicht komplett gelöscht, sondern bleiben noch bis man den Papierkorb endgültig leert, vorrätig
  • Welche Vor- und Nachteile haben Menüs? Vorteile: Menüs erfordern weniger: Lernaufwand Gedächnisbelastung Eingabeaktionen Vorteil für die menschliche Eigenschaft, schon nach einmaligem Wahrnehmen viele Informationen wiederzuerkennen Durch Menüs wird der Dialog strukturiert Durch die Auswahl vorgegebener Funktionen entfallen Namens- und Tippfehler Nachteile: aufwändigerer Dialog, u.U. in kleinere Schritte zerlegt Platzbedarf für die Präsentation des Menüs
  • Welche Kriterien gelten für die Benutzerführung? (guide) Ziele der Benutzerführung (Wozu?): Unterstützung bei Systeminteraktion Fördern effizienter Benutzung Vermeidung mentaler Belastung Unterstützung bei Fehlsituationen Elemente der Benutzer (Wodurch?): allgemeine Empfehlungen zur Benutzerführung Eingabeaufforderung Rückmeldung Statusanzeige Fehlermanagement Online-Hilfe  
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  • Welche Kriterien gelten für die Informationsgestaltung? (look) Klarheit (Der Informationsinhalt wird schnell und genau ermittelt) Unterscheidbarkeit (Die angezeigte Information kann genau unterschieden werden) Kürze (Die Benutzer werden nicht mit übermäßigen Mengen von Information gelenkt) Konsistenz (einheitliche Entwicklung, Erwartungskonformität) Entdeckbarkeit (die Aufmerksamkeit des Benutzers wird zur benötigten Information gelenkt) Lesbarkeit (Die Information ist leicht zu lesen) Verständlichkeit (Die Bedeutung ist leicht verständlich, eindeutig, interpretierbar und erkennbar)    
  • Welche Kriterien gelten für die Dialoggestaltung? (feel) Aufgabenangemessenheit: Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen. Selbstbeschreibungsfähgkeit: Ein Dialog selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Benutzer auf Anfrage erklärt wird.  Steuerbarkeit: Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.  Erwartungskonformität: Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. den Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet,  der Ausbildung und der Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen. Fehlertoleranz: Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand durch den Benutzer erreicht werden kann. Individualisierbarkeit (zusätzlich zu DIN): Benutzer können ihre eigenen Dialogwege beschreiten, z.B. Abkürzungen oder unterschiedliche Zugangswege oder bestimmte Informationsdarstellungen wählen, je nach Disposition und Kenntnisstand. Lernunterstützung (zusätzlich zu DIN): Lernunterstützung bieten Systeme, wenn sie dazu beitragen, den Nutzer bei der Einarbeitung in das System zu unterstützen, und ihm Wege aufzeigen, wie Aufgaben alternativ bewältigt und mit welchen Strategien Dialoge geführt werden können.
  • Was sind die Einsatzzwecke der einzelnen Evaluationsmethoden? Analytische Methoden: einfachere Weise, die ergonomischen Eigenschaften eines Softwareprodukts frühzeitig zu bestimmen Keystroke Level Model: (Tastenanschläge bei Bearbeitung einer Aufgabe werden gemessen) GOMS: (Goals - Operations - Methods - Selection Rules)(Lösungsweg wird in Form von Handlungsabläufen aufgelistet. Je mehr Handlungen nötig, desto schlechter) Evaluationsleitfaden: (Benutzerbefragung, Arbeitsanalyse und die Anwendung eines Leitfadens sollen sowohl die ergonomische, ganzheitliche Qualität der Arbeitsaufgaben wie auch die ergonomische Qualität der Funktionalität der Software beurteilen) Nicht-reaktive-Methoden: (Hypothesenbildend, vorbereitend für Befragungen oder kontrollierte Experimente) Schrifliche Befragung: (Hypothesentestend, ergänzung zu kontrollierten Experimenten) Beobachtung: (Hypothesenbildend, Vorbereitung kontrollierter Experimente) Lautes Denken: (Hypothesenbildend) Experimente: (Hypothesentestend, Kausalschlüsse möglich) Leitfadenmethoden: (Abgleich gegen feste Kriterien)
  • Was bedeutet relationale und propositionale Informationscodierung? Beispiele? bildlich räumlich (relational): es kann ein paralleler Zugriff erfolgen Bsp. (als Diagramm): (Grüne Tiere(Repilien(Frösche(Arthur)))) Ist Arthur grün? begrifflich sequentiell (propositional, prozedural): der Zugriff muss seriell erfolgen Bsp.:   Alle Reptilien sind grün Frösche sind Reptilien Arthur ist ein Frosch Ist Arthur grün?      
  • Welche Gestaltungsmöglichkeiten gelten für Menüs? Strukturelle Organisation von Menüs:  einzelne Menüs lineare Menüsequenzen Baum-Strukturen Netzwerke Unterscheidungsmerkmale von Menüs: Anzahl der Optionen (n=2 "binär"; n>2 "mehrfach") Anzahl der Bildschirmseiten Anzahl der gleichzeitig möglicher Wahlen  Sichtbarkeit der Optionen (permanent, pull-down, pop-up, etc.) Darstellung der Optionen (sprachliche/ grafische Umschreibung) Benennung der Optionen: kurze, treffende Bezeichnungen Anordnung der Optionen: natürliche Ordnung (alphabetisch, chronologisch, etc.) Häufigkeit der Nutzung Ähnlichkeit der Funktion Grafische Darstellung konsistene, einheitliche Gestaltung Orientierung anbieten durch Übersichten
  • Welche Chancen bieten direkt-manipulative Dialogtechniken? Permanente Sichtbarkeit von Objekten Ersetzen komplexer Kommandos durch physische Aktionen Direktes Handeln führt zu: schneller Erlernbarkeit der Funktionen durch Ausprobieren effiziente Arbeitsweise und Erweiterbarkeit leicht zu behandelnde Interaktionsmöglichkeiten Reduzierung der Beanspruchung des Benutzers Ziel: Ein-/ Ausgabe-Kluft durch das Konzept der Direktheit überwinden
  • Was bedeutet aktive Hilfe und welches sind die Vor- und Nachteile von aktiver Hilfe gegenüber passiver Hilfe? aktive Hilfe:  vom System wenn Hilfe benötigt wird berücksichtigt den Kontext Dynamische Hilfe: berücksichtigt den Kontext Individuelle Hilfe: Informationen an die Bedürfnisse des Benutzers angepasst passive Hilfe: auf explizite Anfrage keine Berücksichtigung des Kontextes statische Hilfe: keine Berücksichtigung des Kontextes uniforme Hilfe: jeder Benutzer kriegt die gleiche Information Aktive Hilfe basiert auf einem Benutzermodell Vorteile: Vorschlag neuer Konzepte keine Anfragesprache für Hilfesystem nötig Nachteile: störend schwerer zu programmieren unzutreffende Hilfangebote
  • Wieso ist Software-Gestaltung Arbeitsgestaltung? Durch eine sorgfältig evaluierte Software wird gewährleistet: effizientes und fehlerfreies Arbeiten Software die auf den Benutzer zugeschnitten ist Entlastung des Benutzers => Arbeitsgestaltung
  • Wodurch kann der Software-Gestalter zu guter (menschengerechter) Arbeit beitragen? Indem er bei der Gestaltung auf die Unterschiede der Informationsverarbeitenden Systeme eingeht:   Rechner und Mensch in Wahrnehmung, Gedächnis, Denken, Motivation Arbeitssysteme sollen unterschiedliche Arbeitsweisen zulassen (flexibel)  Gleichzeitiges Angebot verschiedener Strukturen (diffenrenziell)  An den Benutzer anpassen (dynamisch differenziell)  Dadurch wird gute Arbeit garantiert.  
  • Welche Bedeutung haben Normen und Richtlinien (Style Guides)? Technische Normen: beruht auf Stand der Technik macht genaue Angaben definiert zulässige Toleranzen gibt Messvorschriften wirkt normativ durch die Gesetze Zweck: Sicherheit, Effizienz, Ökonomie Ergonomische Norm: Lässt Spielraum für Vielfalt nicht auf durschnittlichen Menschen bezogen gibt Hinweise über Gestaltungsmaßnahmen ist keine Prüfliste für "richtig" oder "falsch" Müssen:  übersetzt werden in Regeln Auf den Benutzer zugeschnitten werden    
  • Welche arbeitswissenschaftlichen Kriterien für die Arbeitsgestaltung lassen sich unterscheiden? Ausführbarkeit: z.B. Erkenn-/ Lesbarkeit Schädigungslosigkeit: z.B. körperliche/ psychische Belastungen Beeinträchtigungslosigkeit:  z.B. Isolation führt zu Depression Persönlichkeitsförderlichkeit: z.B. Handlungsspielraum (Freiheitsgerade) Zumutbarkeit: z.B. Fehlbeanspruchung durch Über-/Unterforderung Ganzheitlichkeit: z.B. klares Anfangs-/Endprodukt Anforderungsvielfalt: z.B. Anforderungen an versch. Sinnesorgane Autonomie: z.B. eigener Stil + Handlungsstrategien Soziale Interaktion: z.B. Vermeidung sozialer Isolation Lernmöglichkeiten: z.B. Zukunftsperspektiven