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ELAM2 (Fach) / prävention (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Valentina465 erstellt.

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  • Primärprävention  setzt beim Gesunden mit Risikofaktoren an; dient der Förderung der Gesundheit und/oder der Verhütung von Krankheiten
  • sekundäre PRÄVENTION  Früherkennung von Krankheiten in der präklinischen Phase, also bevor Symptome auftreten (z.B. Cholesterin‐ Screening).
  • tertiär Prävention richtet sich an kranke Menschen und betrifft die Verhütung von Spätschäden und Spätfolgen bei eingetretener Erkrankung (z.B. Thrombozytenaggregationshemmer nach Herzinfarkt).
  • Ernährungspolitik Prävention Gesundheits- förderung Sozioökonomie- politik Ernährungs- politik Umwelt- politik Agrar- politik Bildungs- politik Gesundheits- politik
  • Chronische nicht übertragbare Erkrankungen (NCDs) • ...steter, steiler Anstieg • 60 % von 56.5 Millionen der gesamten Todesfälle weltweit • 46 % der weltweit auftretenden Erkrankungen • 50 % der nicht übertragbaren Erkrankungen sind kardiovaskuläre Erkrankungen und >25 % Krebserkrankungen • Adipositas und Diabetes – alarmierende Trends: – hohe Inzidenz – immer Jüngere sind betroffen
  • Adipositas Prävalenz in Europa: Frauen 10-25%, Männer 10-20% Am höchsten in Süd- und Osteuropa Der BMI steigt mit zunehmendem Alter und abnehmender Schulbildung. 50% der 35-65jährigen sind betroffen
  • Adipositas-Risikofaktor für Krankheiten  Diabetes mellitus Typ II  Hypertonie  Fettstoffwechselstörungen  koronare Herzkrankheiten  Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen  Gallensteinleiden  Karzinome  Gicht  degenerative Erkrankungen  Außerdem erhöhtes Operationsrisiko, reduzierte Beweglichkeit, Beeinträchtigung der Lebensqualität
  • Pathogenese der Adipositas  Aufgrund der Komplexität nicht vollständig geklärt  Überfluss an Ernährung bei gleichzeitigem Bewegungsmangel Faktoren, welche die Entstehung begünstigen:  Konstitutionelle Faktoren (z.B. Geschlecht, Körperbau)  metabolische Faktoren (z.B. Thermogenese)  genetische Faktoren  körperliche Inaktivität  Verhalten im Umfeld (z.B. der Eltern)  überhöhte Außenreizabhängigkeit (die Motivation zum Essen kommt vorwiegend von Außen)
  • Adipositasprävention  Verhinderung einer Gewichtszunahme durch Einhalten nährstoffbasierter Empfehlungen (D‐A‐CH‐Referenzwerte) oder lebensmittel‐ basierter Empfehlungen (Ernährungspyramide, Ernährungskreis)  Langfristige Gewichtsreduktion bei Kindern mit hohem Adipositasrisiko (ein adipöser Elternteil)  Gewichtsstabilisierung in der Bevölkerung  Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht (BMI 25 bis 29,9 kg/m2)
  • Risikofaktoren für Arteriosklerose und Herzinfarkt beeinflussbar:   erhöhtes FibrinogenHomocysteinBewegungsmangelRauchenStressAdopositas DyslipoporteinämieBluthochdruck nicht beeinflussbar: AlterGeschlechtBereits bestehende AterioskleroseErbanlagen
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  • Maßnahmen zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen  Vermeidung oder Beseitigung von Risikofaktoren  Vermehrung von Schutzfaktoren: ausreichend n‐ 3 Fettsäuren in der Ernährung, pflanzenreiche, fettarme, ballaststoffreiche Kost  Behandlung von Dyslipoproteinämien (verringern Koronarmortalität und Gesamtmortalität)  Ernährung entsprechend den wissenschaftlichen Empfehlungen
  • Osteoporose  Gesteigerter Knochenabbau  Auftreten von Knochenbrüchen bei inadäquatem oder fehlendem Trauma  Postmenopausale Osteoporose: betrifft Frauen nach der Menopause (zw. 45 und 55 Jahren)  Senile Osteoporose: betrifft ältere Personen beiderlei Geschlechts  Weit verbreitet („Volks‐krankheit“)
  • Risikofaktoren für die Entstehung der Osteoporose  Weibliches Geschlecht Weiße oder asiatische Rasse  Osteoporosefälle in der Familie  Schlanker Körperbau  Östrogenmangel z.B. durch Menopause od. Leistungssport  Alter  Bewegungsmangel  Zigarettenrauchen, Alkoholabusus, exzessiver Kaffeekonsum  Ungenügende Zufuhr von Calcium oder Vitamin D  Krankheiten, deren Folge eine negative Calciumbilanz ist (z.B. Hyperthyreose, Diabetes mellitus)  Langfristige Einnahme von Medikamenten, die den Calciumverlust erhöhen (z.B. Corticosteroide)
  • Maßnahmen zur Osteoporose‐ Prävention  Ausreichende Calcium‐ und Vitamin D‐Zufuhr  Genügend Bewegung  Calciumquellen: Milch‐ und Milchprodukte, calciumreiche Mineralwässer, einige Gemüsesorten wie Brokkoli und Grünkohl  Vitamin D‐Quellen: fette Fische, Eigelb, Pilze
  • Phasen der Krebsentstehung Initiation DNA-Veränderung Promotion:genetisch veränderte Zelle wächst zum differenzierten Tumor Progression:Krebszellen mit eigenem Aussehen und veränderten Eigenschaften  
  • Krebsprävention  Verstärkung von Schutzfaktoren  Verminderung von Risikofaktoren  Krebsprävention muss früh ansetzen (Initiation, frühe Promotion) und lebenslänglich beibehalten werden
  • Ernährungsbedingte Risiko‐ und Schutzfaktoren bei der Krebsentstehung Risikofaktoren Übergewicht zu hohe Energie‐ und Fettzufuhr Alkoholmutagene NahrungsbestandteileGeräuchertes u. Gepökeltes nitratbelastetes Trinkwasser Schutzfaktoren: Hoher Gemüsekonsum Hoher Obstkonsum (Vitamingehalt, Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen)
  • Entwicklung des Diabetes mellitus Typ II Dauerndes Überangebot an Nährstoffen Muskel, Leber, Fettgewebe reagieren mit einer Abnahme der Insulinrezeptoren Insulinresistenz lässt die Zelle an Nährstoffen (v.a. Glucose) verarmen Im Blut sind erhöhte Nährstoffspiegel zu messen; Schädigung von Zellen und Geweben (Gluco- und Lipotoxizität) Steigerung der Insulin- produktion im Pankreas (Hyperinsulinämie)Nach Jahren „ermüdet“ die Bauchspeicheldrüse und produziert schließlich zu wenig Insulin
  • Häufigkeit des Diabetes mellitus Typ II  Weltweit steigt die Diabetes‐Prävalenz (= das Vorkommen in der Bevölkerung) und Inzidenz (= Anzahl der Neuerkrankungen innerhalb einer bestimmten Zeit) an  Die WHO schätzt, dass sich weltweit die Zahl der Typ‐II‐ Diabetiker bis 2025 verdoppeln wird (von derzeit 150 Mio. auf 300 Mio.)  In Deutschland liegt die Prävalenz bei etwa 5 %
  • Faktoren, die die Entstehung von Diabetes mellitus Typ II begünstigen  Falsche Ernährung  Bewegungsmangel  Genetische Komponente
  • Maßnahmen zur Prävention des Diabetes mellitus Typ II Primär‐ und Sekundärprävention (z.B. bei Übergewicht mit erhöhtem Blutglucosespiegel)  Einhaltung der Ernährungsempfehlungen  Regelmäßig körperliche Bewegung Tertiärprävention  Vermeidung von Spätfolgen durch Konstanthalten des Blutglucosespiegels Mögliche Spätfolgen des Diabetes:  Schlecht heilende Wunden  Amputationen  Herz‐Kreislauf‐Erkrankungen (Arteriosklerose)  Erblinden  Nierenversage
  • Hyperurikämie und Gicht Definition  Hyperurikämie ist die Erhöhung der Harnsäurewerte im Blut  Unter Gicht versteht man die Bildung von Harnsäurekristallen (vorwiegend Natriumurat) und deren Ablagerungen in Gelenken und Geweben  Bei einem Gichtanfall entstehen „Kristallneste“ von Natriumurat, die sich in Gelenken oder Geweben ablagern und dadurch zu schmerzhaften Entzündungsreaktionen führen.  Unbehandelte Gicht geht in ein chronisches Stadium mit Gelenksdeformationen und den charakteristischen Gichtknoten (Tophi) über
  • Hyperurikämie und Gicht begünstigende Faktoren Der primären Gicht liegt ein genetischer Defekt zugrunde; sie bricht aus, wenn exogene Faktoren einwirken, wie:  Purinreiche Nahrung  Alkoholkonsum: Alkohol hemmt die renale Harnsäureausscheidung und vermindert die Löslichkeit der Harnsäure im Blut.  Schneller Gewichtsverlust, Kohlenhydratmangel, erhöhte Fettaufnahme führen zu einer vermehrten Ketonkörper‐ Synthese; Ketonkörper hemmen die renale Harnsäureausscheidung und vermindern die Löslichkeit der Harnsäure im Blut
  • purinarm/reiche LM ganz oder fast purinfrei: Milchprodukte, Reis, Nudeln, Butter, Öl, Eier, Kaffee, Tee purinarm: Gemüse, Brot purinreich: Fleisch und Fische (mit Ausnahme der Genannten); Hülsenfrüchte und Spinat sehr purinreich: Innereien (Bries, Leber, Niere, Herz), Sardellen, Heringe, Sardinen, Makrelen, Muscheln;
  • nicht empfehlenswerte LM bei Gicht alkoholische Getränke (besonders Bier), fettreiche Kost (> 30 Energieprozent)