54

Medizin (Fach) / Fachbegriffe S (Lektion)

S

Diese Lektion wurde von vera1996 erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Sarkom Bösartiger Tumor , der das Binde- und Stützgewebe (Knochen, Knorpel) befällt, er geht vom sog. Mesenchym aus. Das Mesenchym ist das Muttergewebe aller Formen von Stütz- u. Bindegeweben, der quergestreiften Muskulatur, fast aller glatten Muskelzellen, der Herzmuskulatur, der Auskleidung der Gefäße und der Blutzellen. Je nach Herkunft unterscheidet man: Chondrosarkom (Knorpel)Hämangiosarkom (Blutgefäße)Ewing - Sarkom (Knochenmark)Fibrosarkom (Kollagenfasern)Liposarkom (Fettgewebe)Myosarkom (Muskelgewebe) Osteosarkom (Knochen) Rhabdomyosarkom (Muskelgewebe)
  • Scan Szintigraphie ein nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren unter Verwendung möglichst kurzlebiger radioaktiver Substanzen, die sich in den zu untersuchenden Organen anreichern. Die Verteilung der Strahlung kann mit einem speziellen Gerät (Gammakamera/Scanner) aufgenommen werden. Das Bild, das dabei entsteht, heißt Szintigramm. Krankhaft veränderte Gewebeanteile fallen dabei durch eine Mehr- oder Minderanreicherung der Radioaktivität auf ("heiße" und "kalte" Bezirke).
  • Schlüsselenzym Bezeichnung für ein Enzym mit besonders wichtiger Funktion (Schlüsselfunktion) im Stoffwechsel. 
  • Schlüsselmolekül Bezeichnung für ein Molekül mit besonders wichtiger Funktion (Schlüsselfunktion) im Stoffwechsel. 
  • Schnellschnitt die histologische Untersuchung von Gewebeproben unmittelbar nach Entnahme noch während einer Operation. Das weitere Vorgehen wird vom histologischen Befund abhängig gemacht. 
  • Screening-Untersuchung systematischer, zeit- und kostengünstiger Suchtest, Verfahren zur Reihenuntersuchung, bes. zur Krankheitsfrüherkennung 
  • Segment Abschnitt, Teilstück 
  • Sekret(ion) Absonderung, von Drüsen abgesonderte Flüssigkeit 
  • sekundär an zweiter Stelle, zweitrangig 
  • Sekundärmalignom Zweitkrebs: Krebs, der nach einer ersten Krebserkrankung auftritt, aber mit dieser nicht in Beziehung steht. Wird oft mit einer vorausgegangenen Bestrahlung oderChemotherapie in Zusammenhang gebracht. 
  • Anzeige
  • Senfgas Kampfgas, das nach dem 1. Weltkrieg zur Entdeckung der Zytostatika führte. In Krisengebieten dieser Erde heute noch in Gebrauch. 
  • Sepsis Durch Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilz) verursachte, den ganzen Körper befallende Infektion 
  • Serum der durch Blutgerinnung von Fibrin und Blutzellen befreite klare Bestandteil des Blutes. 
  • Shaldon Katheter ein dicker, zentraler Venenkatheter (ZVK) mit 2 Lumina (Kanälen), der für die Dialyse und Apherese benutzt wird. 
  • Shunt Kurzschlußverbindung zwischen arteriellen und venösen Blutgefäßen. 
  • Sigmoidoskopie Die Endoskopie des Darmabschnittes, wo der Dickdarm in einer Schleife in den Enddarm übergeht. 
  • Silikonimplantat Wenn die Brustrekonstruktion nicht ausreichend mit körpereigenem Gewebe durchgeführt werden kann, werden künstliche Einsätze (Implantate) zur Füllung und Formung des Brustkörpers verwendet. Das Füllmaterial Silikon gilt als besonders elastisch und haltb
  • Skalpell kleines chirugisches Messer mit feststehender Klinge 
  • Skelettszintigraphie ein nuklearmedizinisches Verfahren (Szintigraphie), mit dem die Stoffwechselaktivität des Knochengewebes dargestellt werden kann. Metastasen in den Knochen werden damit i.d.Regel früher entdeckt als mit einer Röntgenaufnahme. 
  • somatisch den Körper betreffend 
  • Somnolenz Schläfrigkeit
  • Sonographie Ultraschalluntersuchung: eine Technik, bei der energiereiche Schallwellen durch Gewebe, innere Organe,Tumore, BIutgefäße oder Knochen in unterschiedlicher Weise zurückgeworfen werden. Ihr Echo wird in Bilder des Körperinneren umgewandelt, die auf einem Bildschirm dargestellt werden. Diese Untersuchung ist mit keiner Strahlenbelastung verbunden und völlig schmerzlos. Sie ist bei den meisten Tumorerkrankungen gut zur Verlaufskontrolle geeignet.
  • Sperma männl. Samenflüssigkeit
  • Spermabanking Lagerung von Sperma für eine spätere künstliche Befruchtung 
  • Spezifität In der Immunologie die selektive Reaktion eines Antikörpers oder von Zellen des Immunsystems mit einem bestimmten Antigen.Allgemein das Ausgerichtetsein auf etwas Bestimmtes.
  • Spindelgifte auch: Mitosegifte, Zytostatika, die die Ausbildung des Spindelapparates während der Mitose blockieren 
  • Splenektomie Operative Entfernung der Milz zu diagnostischen Zwecken 
  • Splenomegalie Vergrößerung der Milz
  • Sputum Sekret, das aus der Lunge und den Bronchien abgehustet wird 
  • Stadium Das Stadium gibt an, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Es wird normalerweise in einer Zahl von I bis IV ausgedrückt. Die Kriterien für die Einordnung sind für jede Erkrankung verschieden. Stadien für Morbus Hodgkin (Kurzfassung):I: Befall einer einzigen LymphknotenregionII: Befall mehrerer Lymphknotenregionen auf einer Seite des ZwerchfellsIII: Befall mehrerer Lymphknotenregionen auf beiden Seiten des ZwerchfellsIV: Befall nichtlymphatischer OrganeDie Stadien erhalten den Zusatz A, wenn keine Allgemeinsymptome vorliegen, sonst den Zusatz B: Fieber über 38 C Nachtschweiß (Wäschewechsel) Gewichtsverlust über 10% in den letzten 6 Monaten 
  • Anzeige
  • Staging Einordnung in ein Stadium, dafür sind verschiedene Untersuchungen erforderlich, bei Morbus Hodgkin sind die wichtigsten: körperliche Untersuchung, insbes. der Lymphknoten Laborwerte Computertomographie Thorax (Brustkorb) und Abdomen (Bauch) Knochenmarkbiopsie 
  • Stammzellen auch: Mutterzellen, Vorläuferzellen. Sie sind normalerweise nur im Knochenmark zu finden und fähig, sich zu reifen Blutzellen aller Art, also roten oder weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen, zu entwickeln. 
  • Stenose Verengung von Hohlorganen oder Gefäßen, z.B. der Luftröhre 
  • steril 1. keimfrei 2. unfähig, Kinder zu bekommen oder zu zeugen 
  • Sternum Brustbein
  • Steroide Gruppe von Substanzen, die sich als Abkömmlinge der chem. Verbindung Steran betrachten lassen. Im engeren Sinne: Steroidhormone. Sie werden in der Nebennierenrinde (Corticosteroide), in den Eierstöcken und der Plazenta (Östrogene, Gestagene) sowie den Hoden (Androgene) gebildet. 
  • Stickstofflost erstes Zytostatikum, chemischer Abkömmling des Senfgases (Kampfgas)    Zytostatikum=Zellgifte
  • Stigma Kennzeichen, Merkmal, Wundmal, auch im übertragenen Sinne 
  • Stimulation Anregung
  • stimulieren anregen
  • Stoma Eine chirurgisch hergestellte Öffnung an einem Hohlorgan, z. B. ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) in der Bauchwand, der zur Ableitung des Darminhalts dient,wenn der normale Darmausgang wegen Verletzung oder Operation nicht zur Verfügung steht. In manchen Fällen wird ein Stoma nur für die Übergangszeit angelegt, während die Operationswunden innerhalb des Bauchraums heilen. In einer zweiten Operation verbindet man dann die beiden Darmenden und der normale Darmausgang ist wieder benutzbar.
  • Stomatitis Entzündung der Mundschleimhäute
  • Strahlentherapie Bestrahlung, Strahlentherapie: Behandlung mit energiereichen, ionisierenden Strahlen, z.B Röntgenstrahlen, beta- oder gamma-Strahlen (siehe Radioaktivität).  Schnellwachsende Gewebe, insbes. Krebszellen sind besonders empfindlich dagegen. Hierbei sind grundsätzlich sehr viel höhere Strahlendosen notwendig als bei der Anfertigung einer Röntgenaufnahme. In der Regel werden die betroffenen Körperregionen von außen bestrahlt, wobei durch besondere Techniken versucht wird, die größte Strahlendosis im Tumorgewebe zu konzentrieren, während das umliegende Gewebe geschont wird. Bei manchen Erkrankungen, z.B. Tumoren der Gebärmutter, ist es auch möglich, die Strahlenquelle in den Körper und damit in unmittelbare Nähe des Krankheitsherdes zu bringen und eine Zeitlang dort zu belassen. 
  • Studie Wissenschaftliche Untersuchung unter vorher genau festgelegten Bedingungen. Kann Prüfung der Wirksamkeit einer Behandlungsmethode oder eines Medikaments, Diagnostik, Vorbeugung oder Risikofaktoren betreffen.
  • subcutan (s.c.) die Injektion eines Medikaments unter die Haut, meistens die Bauchhaut 
  • Subcutis Unterhaut mit Fettgewebe, darüber liegt die Cutis, bestehend aus Lederhaut (Corium) und Oberhaut (Epidermis) 
  • Substrat Stoff, der von einem Enzym umgesetzt wird. 
  • Symptom Krankheitszeichen
  • Syndrom Gruppe von Krankheitszeichen (Symptome), die für ein bestimmtes Krankheitsbild charakteristisch sind. 
  • syngen(etische) Knochenmarktransplantation) aus dem gr. syn= zusammen - Knochenmarktransplantation, bei der der Spender ein eineiger Zwilling des Empfängers ist.