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ELam (Fach) / Säure-Basen-Haushalt (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Valentina465 erstellt.

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  • vom pH-Wert der Körperflüssigkeiten hängen ab: die Aktivität der Proteine und damit der Enzyme die Molekülform der Proteine und damit die Struktur der Zellbestandteile die Permeabilität der Zellmembrane die Sauerstoffbindungsfähigkeit des Hämoglobins (je niedriger der pH{je mehr H+}umso schwächer bindet Sauerstoff an Häm.. )  
  • pH Werte Blut, Intrazellulärraum, Bindegewebe Blut: 7,4 (leicht alkalisch) IZ-Raum: 6,9 (leicht sauer bis neutral) Bindegewebe: 7,05 (neutral)
  • pH Spanne im Blut unter 6,8 bzw über 7,7 -->Tod venöses Blut: 7,37 (sauer) arterielles Blut: 7,44 (basischer)  
  • Säure-Basen-Haushalt  Blut: sofort, Pufferfunktion des Blutes (Bikarbonat und Proteine) Atmung: wenige Minuten, Säurezunahme im Blut:Hyperventilation->Atmung gesteigert, Basenzunahme: Hypoventilation->Atmung reduziert Nierenfunktion: Stunden bis Tage, nicht‐flüchtige Säuren nicht durch Basenaufnahme zu kompensieren, Steuerung durch renale Ausscheidung von H+ bzw. Resorption von HCO3‐ Leberstoffwechsel: 3-4Std, Oxidativer Abbau von AS -> CO2 (HCO3‐ ) + NH3 (NH4+), Auch oxidativer Abbau von Milchsäure, Essigsäure und Zitronensäure  
  • Azidose Senkung des pH-Wertes im arteriellen Blut Abfall max. 6,8 sonst Lebensgefahr
  • Alkalose Erhöhung des pH-Wertes im arteriellen Blut Anstieg auf max. 7,7 sonst Lebensgefahr!
  • respiratorische Alkalosen/Azidosen gestörte Atmung führt zu pH-Änderung
  • metabolische Alkalose/Azidose nicht-flüchtige Säuren im Blut angehäuft bzw.verringert Ursachen: Magensafterbrechen, Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Alkoholabusus
  • basenbildende Lebensmittel Nettoladung der Metabolite ist positiver als Nettoladung der NS (OH- wird abgegeben) Mineralstoffreiche LM (v.a. Kaliumreiche) BSP: Obst, Gemüse, Fruchtsäfte, Wein, Kaffee, Tee  
  • Säurebildende Lebensmittel Nettoladung der Metabolite ist negativer als Nettoladung der NS (H+ wird abgegeben) Lebensmittel mit hohem Gehalt an schwefelhaltigen AS un phosphorhaltigen Verbindungen  BSP: Fleisch und Wurstwaren, Milch und -produkte inkl.Käse, Eier, Fische, Getreideprodukte, Colagetränke
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  • neutrale Lebensmittel Fette und Öle Zucker und Honig
  • alkalisierende Lebensmittel(/-bestandteile) Gemüse, Obst Citrate, Lactate, auch (Hydrogen-)carbonate --> Salze organischer Säuren
  • säuernde Lebensmittel(/-bestandteile) eiweißreiche LM, Milch-, Getreideprodukte Aminosäuren wie Methionen, Nukleinsäuren
  • Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt bei gemischter Kost fallen täglich ca. 50-100mmol freie Wasserstoff-Ionen an, die hauptsächlich durch die Nieren aus dem Organismus eliminiert werden müssen
  • Potentieller renaler Säureast versch.LM Früchte -3,1 Gemüse :-2,8Fett/Öl:0 Milch und Molkeprodukte +1Bort +3,5Nudeln +6,7Fisch +7,9Käse <15g P/100g: +8Fleisch +9,5Käse>15gP/100g +23,6
  • Einfluss von LM auf renalen Säurelast pfl. LM pfl. LM wie Obst, Gemüse, Salate und Fruchtsäfte wirken alkalisierend. Besonders Zitrusfrüchten enthalten große Menge Alkalisalze organischer Säuren (v.a. Zitronensäuren, ihre Metabolisierung resultiert in Hydrogencarbonat) auch hydrogencarbonatreiche Mineralwässer wirken alkalisierend 
  • Einfluss der LM auf renale Säurelast proteinreiche LM tierischer Herknft Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, sulfatreiches Mineralwasser, phosphathaltige Getränke --> säuernde LM
  • Trennkost Die Trennkost basiert auf den beiden Grundprinzipien: (1) der Trennung von Protein und Kohlenhydraten und (2) der Bevorzugung von „basenüberschüssigen“ Lebensmitteln. Ziel: „Übersäuerung“ entgegenzuwirken Trennung von protein‐ und kohlenhydratreichen Lebensmitteln in einer Mahlzeit ist wissenschaftlich nicht begründbar. Protein‐ und kohlenhydratreiche Lebensmittel können gleichzeitig verdaut werden und bilden keine „Schlacken“. Die Trennung der Lebensmittel verhindert die optimale Ergänzung verschiedener Inhaltsstoffe. Wichtige Lebensmittel wie Getreide‐ und Milchprodukte werden in diesen Kostformen, da säureüberschüssig“, in zu geringen Mengen empfohlen.
  • Fasten Ziel: Reduktion des Körpergewichts und/oder die „Entschlackung“ und „Entgiftung“ des Körpers Begriffe wie „Entschlackung“ und „Entgiftung“ sind wissenschaftlich nicht begründbar. In einem gesunden menschlichen Körper gibt es keine Ansammlung von „Schlacken“ oder Stoffwechselendprodukten. Im Hungerstoffwechsel kommt es zur Ketogenese. Durch Fasten kann eine metabolische Azidose infolge einer Ketoazidose hervorgerufen werden. Aufgrund der Ketonkörperbildung kann es zu einer Hemmung der renalen Harnsäureausscheidung und damit zu einem Anstieg der Serum‐Harnsäurekonzentra􏰁on (↑ Risiko von Gicht).
  • klinische Aspekte Säure-Base Klinisch relevant wird hohe Nettosäureexkretion nur wenn Säureausscheidungskapazität niedrig ist (Bei Frühgeborenen, Älteren (niedrige glomuläre Filtrationsrate), Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • FAZIT Eine abwechslungsreiche Ernährung mit moderater Proteinaufnahme senkt die renale Säurelast und erhöht die Pufferkapazität des Organismus. Durch den ausreichenden Verzehr von Obst, Gemüse und Salat wird eine adäquate Alkalizufuhr gewährleistet. Verzehr von 250 g Obst und 400 g Gemüse pro Tag empfohlen