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Ökologie (Fach) / Umweltfaktoren und Ressourcen (Lektion)
HTW Dresden Gartenbau 1. Semester
Diese Lektion wurde von Irmgardvongartenbau erstellt.
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- Umweltbedingungen sind physikalisch-chemische Eigenschaften der Umwelt Temperatur ▪ Feuchte ▪ pH-Wert des Bodens / des Wassers ▪ Bodenart / Bodentyp / geologischer Untergrund Umweltbedingungen werden nicht verbraucht! Im Gegensatz zu Ressourcen
- Umweltressourcen werden von Lebewesen im Verlauf von Wachstum und Reproduktion verbraucht. Lebewesen müssen miteinander konkurrieren, um einen Teil einer begrenzten Ressource zu erobern. Folge daraus: KONKURRENZ !!!
- Umweltbedingungen Wie Lebewesen auf Umweltbedingungen reagieren, ist immer relativ zu sehen. Temperatur, relative Luftfeuchte und andere physikalischchemische Umweltbedingungen rufen in Lebewesen eine breite Spanne physiologischer Reaktionen hervor. Reaktionen bestimmen weitgehend, ob Lebensraum besiedelt werden kann. drei Grundtypen von Reaktionskurven
- Umweltbedingungen Reaktionskurve 1 Extreme Umweltbedingungen sind letal weniger extreme Ausprägungen verhindern das Wachstum nur optimale Bedingungen erlauben die Fortpflanzung.
- Umweltbedingungen Reaktionskurve 2 Umweltbedingung nur bei hoher Intensität letal z.B. Umweltgifte
- Umweltbedingungen Reaktionskurve 3 Umweltfaktor von den Lebewesen in geringer Konzentration als Ressource benötigt Essenzielle Nährstoffe, die aber in hohen Konzentrationen tödlich wirken
- ökologisches Verhalten einer Art gegenüber verschiedenen Umweltfaktoren können hohe (eu- oder poly-), mittlere (meso-) oder geringe (oligo-) Ansprüche gestellt werden Bezogen auf Nährstoffe: eutrophe, mesotrophe oder oligotrophe Systeme allgemein: stenök, euryök Temperatur: stenotherm, eurytherm Luftfeuchte: stenohygr, euryhygr Nahrung: stenophag, euryphag Biotopwahl: stenotop, eurytop
- Zusatz -phil Bestimmte Bedingungen werden bevorzugt z. B. thermophil für wärmeliebend
- Zusatz -phob Bestimmte Zustände werden gemieden z. B. photophob für lichtmeidend
- Akklimatisation Sich verändernde Umweltbedingungen können die physiologische Anpassung eines Organismus auslösen. Anpassung ist reversibel der Springschwanzart Cryptopygus antarcticus an niedrige Temperaturen Gefrierschutz durch Glycerin
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- Ektotherme Tiere Zur Regulation ihrer Stoffwechselraten sind sie auf äußere Wärmequellen angewiesen Wirbellosen sowie Fische, Amphibien und Reptilien *(gilt auch für Pflanzen) Einteilung von Ektothermen und Endothermen gilt nicht uneingeschränkt: Ektotherme: ▪ Manche Insekten können Körpertemperatur durch Muskelbewegung kontrollieren ▪ Einige Fische und Reptilien können für kurze Zeit Wärme erzeugen ▪ sogar manche Pflanzen sind in der Lage, Stoffwechselaktivität zur Temperaturerhöhung in ihren Blüten zu nutzen.
- Endotherme Tiere regulieren ihre Körpertemperatur durch Produktion von Wärme in ihrem Körper. vor allem Vögel und Säugetiere sind relativ unabhängig von den Umweltbedingungen und können länger im Bereich maximaler Aktivität bleiben. Sie sind dadurch leistungsfähiger bei der Nahrungssuche und bei der Flucht vor Räubern. Der damit verbundene hohe Energiebedarf, der durch Nahrung gedeckt werden muss, macht diese Strategie jedoch kostspielig.
- Kleptothermie Wärmediebstahl Gewöhnlichen Plattschwanz (Laticauda laticauda) In Nisthöhle von Keilschwanz Sturmtaucher (Puffinus pacificus) → 37° C Schwarze Mamba (Dendroaspis polylepis) In temperierten Termitenhügeln
- Endotherme Strategien zur Kostensenkung morphologische Modifikationen, die die Energiekosten reduzieren. In kalten Klimaten: meist niedrige Verhältnisse von Körperoberfläche zu Körpervolumen (kurze Ohren und Gliedmaßen). Reduzierung des Wärmeverlustes über die Oberfläche. extrem dichte Pelze (Eisbären, Nerze und Füchse) oder durch Federn und zusätzliche Fettschichten isoliert. in Wüsten: oft dünnes Fell lange Ohren und Gliedmaßen, die die Wärmeabgabe erleichtern.
- Was ist die ökologische Nische einer Art? ( im Sinne von Ressourcennutzung ) Summe aus Toleranzbereichen und Ansprüchen eines Lebewesens Beispiel Wüste Großes Gebiet - (fast) kein Wasser - (fast) keine Pflanzen - Sehr heiß Nahrungskette basiert auch hier auf Produzenten Ephemere Pflanzen überdauern als Samen/Wurzelknollen - Xerophyten kein Wachstum in Dürrezeiten, nehmen Tauwasser mit speziellen Schuppenhaaren auf - Sukkulenten (Wasserspeicherung in Stämmen und Blättern) - Poikilohydre Pflanzen trocknen komplett aus („Rose von Jerichow“ Selaginella lepidophylla) Beutegreifer beziehen Wasser direkt aus ihrer Beute Hornbeschichtete Oberhaut der Reptilien - Wachsschicht auf Chitinpanzer der Insekten - Dichtes Fell - Wenige Schweißdrüsen Dromedar: Decken Wasserbedarf aus der Nahrung für lange Zeit - Staubtrockener Kot - Konzentrierter Urin - Oberflächenvergrößerung der Nasenschleimhaut → Ausatem-Wasser wird rückkondensiert Extreme Schwankungen der Körpertemperatur, Wärmeabgabe nachts durch Schwitzen - Fettdepots im Höcker wärmeisolierend