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Ökologie (Fach) / Störungen in der Ökologie (Lektion)

HTW Dresden Gartenbau 1. Semester

Diese Lektion wurde von Irmgardvongartenbau erstellt.

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  • Störungsbegriff Als Störung bezeichnet man ein bestimmtes Ereignis in der Zeit, das die Struktur und Funktion einer Lebensgemeinschaft reversibel oder irreversibel beeinflusst. (Smith & Smith 2009)  Zerstörung von Biomasse Vorgang, der Ressourcen verfügbar macht Großflächige Störungen  Umweltveränderung, an die Systeme nicht angepasst sind Häufiges Phänomen auf kleineren Maßstabsebenen  - Feuer - Überschwemmung - Erdrutsch - Erdbeben usw.  Kleinflächige Störungen - Baum fällt um - Tierkadaver auf Grünland usw.  Einmalig z. B. Baumfall → Lichtlücke → Lückenschluss durch Jungwuchs Episodisch/ periodisch z. B. Überschwemmungen (Intensität der Störung für Arten in Abhängigkeit vom Grad der Anpassung!)  Dauerhaft z. B. Aussterbeereignisse z. B. Aufforstung einer Wiese Krankheitsepidemien ( Vogelgrippe )
  • dynamische Einflüsse und Störungen Verteilungsmuster der Organismengemeinschaften (Pflanzen- und Tierarten) in einer Landschaft werden stark durch ehemalige und gegenwärtige xxx beeinflusst, die bestimmte Prozesse in Gang setzen. Die Folge sind eine Mosaikstruktur unterschiedlichster Habitattypen und Lebensgemeinschaften.
  • Welche Störungen gehören zur Natur dazu ? Frühjahrshochwasser der Auen  - Schädigung der Vegetation auf Bergrücken durch Sturm, Trockenstress, Schnee und Eis
  • Ausmaß der Störung - Zeitliche Komponente  - Räumliche Komponente  - Intensität (Anteil an der gesamten Biomasse oder Population einer Art, die durch dieses Störung abstirbt, maßgeblich geändert/ausgetauscht wird oder verloren geht)  - Räumlicher Umfang (= räumlicher Anteil an der betroffenen Landschaft)  - Häufigkeit (durchschnittliche Anzahl in einem bestimmten Zeitraum) 
  • positive Effekte von Störungen ? Störung trägt zur Biodiversität bei   schafft räumliche Heterogenität  • steuert zeitliche Rhythmen  • ist eine selektive Kraft (Evolution)  • reduziert Konkurrenz zwischen den Arten Schlussfolgerung = moderate Störung ist ein Schlüsselfaktor für den Erhalt der Biodiversität!
  • Populationsdynamik =Fluktuation oder Stabilität Wachstum nach Katastrophe  Es gibt begrenzende Faktoren bei hoher Umweltkapazität  Es gibt begrenzende Faktoren bei niedriger Umweltkapazität  Nach Abnahme der Population Episoden der Vermehrung oder Einwanderung  ( Hierbei kann es sich unter Umständen um eine ökologische Falle handeln!!! )
  • Metapopulation Mehrere (Teil-)Populationen einer Art, die genetisch miteinander verbunden sind.  Die Migration von Individuen zwischen allen Subpopulationen ist jedoch nicht als gleichmäßig anzusehen Mobilität der Arten  a) Eigenes Vermögen  b) Barrierefreiheit   =„Source and Sink“ Wichtig bei Gebietsauswahl für Artenschutzmaßnahmen! Habitatinseln können anthropogen bedingt sein  → erhöhtes Aussterberisiko  Aufgabe des Naturschutzes, Verbindung zwischen lokalen Populationen aufrecht zu erhalten 
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