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menschliche Körper (Fach) / Organ- und Struktursysteme (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Katy1122 erstellt.

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  • Was können natürliche Killerzellen? Natürliche Killerzellen können gefährliche, abnormale oder veränderte körpereigene Zellen wie Tumorzellen und virusinfizierte Zellen erkennen und abtöten. 
  • Welcher Abwehr werden die natürlichen Killerzellen zugerechnet? Da sie aber definitionsgemäß nicht die Fähigkeiten von Immunzellen der erworbenen Immunabwehr aufweisen, werden sie trotz ihres Ursprungs aus der lymphatischen Zellreihe – der angeborenen und nicht der erworbenen Abwehr zugerechnet.
  • Zu was für eine Art von Immunsystem gehört die humorale Komponente? wichtiger Bestandteil des angeborenen Immunsystems
  • Was sind humorale Komponenten? Was können sie/machen sie? Damit sind hauptsächlich unterschiedliche, von der Leber produzierte Plasmaproteine gemeint, die im Blut zirkulieren. Zusammengefasst werden diese auch als Komplementsystem bezeichnet. Das Komplementsystem kann Immunzellen durch Chemokine anlocken, Keime markieren (opsonieren) und damit für Immunzellen besser zugänglich machen oder Keime sogar direkt bekämpfen, indem die Membranen der eingedrungenen Erreger regelrecht durchlöchert werden. Auch die Interleukine gehören als Botenstoffe und Regulatoren der Leukozytenbildung und -aktivierung zu den angeborenen, humoralen Bestandteilen.
  • Lymphozyten als erworbene Immunabwehr Die Lymphozyten (Nachfolger der lymphatischen Vorläuferzelle) stellen die Grundlage der erworbenen Immunabwehr dar. Sie unterteilen sich weiters unter anderem in die B- und die T-Lymphozyten, wobei die Buchstaben B und T für den Prägungsort stehen: B für „bone marrow“ (Knochenmark) und T für den „Thymus“.
  • T- Lymphozyten als erworbene Immunabwehr Die T-Lymphozyten zählen dabei zur zellulären Immunantwort und sind vor allem als CD4+ (sprich: CD4 positive) Zellen (= T-Helferzellen) und CD8+ Zellen (= zytotoxische T-Zellen) aktiv. Während die T-Helferzellen eine wesentliche Rolle bei der Einleitung einer spezifischen Immunantwort spielen, greifen die zytotoxischen T-Zellen entartete Zellen direkt an (daher auch der Name T-Killerzellen). T-Suppressor- und T-Gedächtniszellen sind weitere Untergruppen der T-Lymphozyten.
  • B-Lymphozyten als erworbene Immunabwehr die B-Lymphozyten beteiligen sich an der humoralen Abwehr und sind in der Lage schädlich bzw. fremd erkannte Antigene direkt zu binden. In weiterer Folge können sie zu Plasmazellen heranreifen, um Antikörper (die lösliche Form des B-Zell-Rezeptors) zu produzieren und diese in das Blut abzugeben. Schlussendlich differenzieren sie sich weiter zu B-Gedächtniszellen.
  • Spruch um Häufigkeitsverteilung der Leukozyten (vom größten bis zum kleinsten Anteil im Blut) besser merken zu können Never Let Monkeys Eat Bananas: Neutrophile, Lymphozyten, Monozyten, Eosinophile, Basophile.
  • Wovon wird der Keim im Idealfall erkannt, wenn er die mechanische Barriere überwindet? vom unspezifischen Immunsystem
  • Wie arbeiten die betreffenden Zellen beim unspezifischen Immunsystem? Die betreffenden Zellen (zelluläre Immunabwehr) arbeiten dabei auf folgende Weise: Sobald eine Zelle/Struktur bestimmte „fremde“ Oberflächenmerkmale und/oder das Fehlen eines eigenen „Major histocompatibility complex“ (MHC-Komplex; verbildlicht ein Ausweis, den jede [gesunde] körpereigene kernhaltige Zelle besitzt) aufweist, wird sie von diesen Abwehrzellen angegriffen, über Endozytose aufgenommen (phagozytiert) und dadurch unschädlich gemacht. 
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  • Welche Zellen übernehmen die zelluläre Immunabwehr? Wie? Diese Aufgabe übernehmen vorwiegend neutrophile Granulozyten und Monozyten. Durch die Ausschüttung von Zytokinen werden weitere Zellen zum Infektionsherd geleitet und damit eine Entzündungsreaktion ausgelöst.
  • Was passiert mit Monozyten beim Übergang von Blut ins Gewebe? Es wird zum Makrophagen.
  • Wann muss die erworbene Immunabwehr mithelfen? Dringen größere Mengen von Pathogenen in den Körper ein, die das angeborene Immunsystem nicht vollends bekämpfen kann, muss die erworbene Immunabwehr mithelfen. 
  • Wie wird die erworbene Immunabwehr aktiviert? Aktiviert wird diese durch den Kontakt mit fremden Antigenen. Sie werden entweder von den Lymphozyten selbst erkannt oder aber diesen von anderen antigenpräsentierenden Zellen gezeigt – beispielsweise von dendritischen Zellen (in der Haut Langerhanszellen genannt), Monozyten und Makrophagen. Antigenpräsentierende Zellen sind in der Lage, phagozytiertes körperfremdes Material zu verarbeiten und Teile davon auf ihrer Oberfläche den T- und B-Zellen zu präsentieren. 
  • Was passiert, wenn die B-Zelle erstmal bei der erworbenen Immunabwehr aktiviert ist? präsentiert sie das Antigen den T-Lymphozyten und beide stimulieren sich gegenseitig zur weiteren Ausdifferenzierung. Die dadurch aus B-Lymphozyten entstehenden Plasmazellen produzieren dann die Antikörper, welche den Keim gezielt „abtöten“ können. Durch zusätzlich gebildete Gedächtniszellen können beim erneuten Eintreten desselben Erregers die dazugehörigen Antikörper schneller und effektiver gebildet werden.
  • Was müssen Zellen können? Damit Zellen des Immunsystems immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, müssen sie sich im Gegensatz zu ortsständigen Bindegewebszellen fortbewegen können. 
  • Woraus gelangen Zellen des Immunsystems in der Regel und was machen sie? In der Regel gelangen sie dazu aus dem Knochenmark ins Blut, welches sie aber meist schnell wieder verlassen, um in Gewebe einzuwandern. Dort patroullieren sie oder werden durch Zytokine spezifisch an den Ort der Immunreaktion gelockt. Aus den Geweben gelangen die Immunzellen anschließend durch den Lymphstrom der afferenten Lymphgefäße (zum Lymphknoten hinführende Gefäße) in die drainierenden Lymphknoten und können diese durch efferente Lymphgefäße (vom Lymphknoten wegführende Lymphgefäße) wieder verlassen. Nach mehreren Lymphknotenstationen fließt der Großteil aller Lymphgefäße im Ductus thoracicus zusammen, der in den linken Venenwinkel mündet (vgl. Kap. 2.9). So gelangen die Immunzellen in weiterer Folge in die obere Hohlvene und damit wieder in das Blutgefäßsystem des Körpers.
  • Woraus setzt sich das lymphatische System zusammen? Es setzt sich aus den lymphatischen Organen sowie dem Lymphgefäßsystem zusammen.
  • Was sind die Aufgaben des lymphatischen Systems? verfolgt zwei große Aufgaben: Die Immunabwehr und den Flüssigkeitstransport.
  • Was passiert über die kleinen Lymphkapillaren in der Körperperipherie? Über die kleinen Lymphkapillaren in der Körperperipherie wird interstitielle (zwischen den Zellen frei vorkommende) Flüssigkeit aufgenommen, die in den Lymphknoten von Krankheitserregern gereinigt und über die Lymphgefäße schlussendlich von der Peripherie bis zur Mündung in das Blutgefäßsystem passiv über Muskelkontraktionen transportiert wird – und somit dem Blutkreislauf wieder zur Verfügung steht.
  • Was sind die exakten Mündungen der Lymphflüssigkeit in das Blutsystem? die exakten Mündungen der Lymphflüssigkeit in das Blutsystem sind der rechte und linke Venenwinkel.
  • Was wird bei dem Menschen als Venenwinkel bezeichnet? Beim Menschen werden als Venenwinkel die beiden Lokalisationen bezeichnet, bei denen jeweils auf beiden Seiten die große Vene des Kopfes (Vena jugularis interna) mit der großen Vene eines Armes (Vena subclavia) zusammenfließt. Diese Mündungsstellen befinden sich projiziert auf die Körperoberfläche auf Höhe des oberen Brustbeins.
  • Welcher Venenwinkel ist der bedeutsamere und wieso? Der linke Venenwinkel ist in gewisser Weise der bedeutsamere, da hier der große Lymphsammelstamm Ductus thoracicus mündet. Der Ductus thoracicus führt die gesamte Lymphe der unteren und der linken oberen Körperhälfte.
  • Wo mündet und was macht der rechte Venenwinkel? In den rechten Venenwinkel mündet dagegen nur ein Lymphgefäß, welches Lymphe aus der rechten oberen Körperhälfte führt.
  • Wo münden die Lymphstämme, genau genommen nicht? nicht direkt in die obere Hohlvene (Vena cava superior), wie häufig vereinfacht dargestellt. 
  • Was bildet die obere Hohlvene? Durch die Zusammenflüsse in den Venenwinkeln ergeben sich nämlich zuerst jeweils links und rechts eine Kopf-Armvene (Vena brachiocephalica; lat. brachium: Arm und lat. cephalus aus griech. „kephale“: Kopf). Erst der Zusammenfluss der linken und rechten Kopf-Armvene bildet dann die obere Hohlvene (Vena cava superior).
  • Wie werden lymphatische Organe unterteilt? Die lymphatischen Organe werden in primäre und sekundäre lymphatische Organe unterteilt.
  • Was gehört zu den primären lymphatischen Organen und woraus bestehen sie? Zu den primären lymphatischen Organen zählen das Knochenmark und der Thymus, der im Laufe des Lebens jedoch verkümmert. Beide bestehen aus spezialisiertem Gewebe, in dem die Bildung und Reifung der B- und T-Lymphozyten vonstattengeht. 
  • Was passiert in sekundären lymphatischen Organen? Sekundäre lymphatische Organe sind der Ort des Antigenkontakts und der Vermehrung der Lymphozyten. 
  • Was gehört zu den sekundären lymphatischen Organen? Zu ihnen gehören die Lymphknoten, die Milz und die Lymphfollikel der Schleimhäute, das sog. MALT (Mukosa-assoziiertes lymphatisches Gewebe). 
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  • Wo findet man das MALT? das MALT findet sich im Magen-Darm-Trakt, in der Bronchial- und Vaginalschleimhaut, aber auch in den Mandeln (Tonsillen). 
  • Was stellen MALT da und was passiert in ihnen? Dabei stellen Lymphfollikel Ansammlungen von B-Lymphozyten dar, in denen vor allem die Differenzierung zu Plasmazellen und die Antikörperproduktion erfolgen.
  • Was bildet einen lymphatischen Rachenring? Die Mandeln bilden übrigens den lymphatischen Rachenring (Waldeyer-Ring), der aus der Gaumenmandel (Tonsilla palatina) und lymphatischem Gewebe im Zungengrund (Tonsilla lingualis) und im Rachen (Tonsilla pharyngea) aufgebaut ist. 
  • Was, im Bezug auf Lymphknoten, kann man bei Infektionen feststellen? Bei Infektionen kann man oft sehr große, schmerzhafte und an verschiedenen Stellen gut tastbare Lymphknoten feststellen. Sie zeigen an, dass die klonale Vermehrung der Lymphozyten gerade in vollem Gange ist.
  • Wie kann das Nervensystem topographisch eingeteilt werden?  in zentrale Nervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS)
  • Wie kann das Nervensystem funktionell eingeteilt werden? in das somatische und das autonome (vegetative) Nervensystem
  • Wie kann das autonome Nervensystem noch eingeteilt werden? in das sympathische, das parasympathische und das enterische (zum Darm gehörende) Nervensystem untergliedert 
  • Was für funktionelle Anteile enthalten das ZNS und das PNS?  Das ZNS und das PNS enthalten beide sowohl somatische als auch vegetative Anteile.
  • Was umfasst das ZNS? Das zentrale Nervensystem (ZNS), umfasst Gehirn und Rückenmark. 
  • In welche drei Abschnitte lässt sich das Gehirn unterteilen?  Das Gehirn besteht aus verschiedenen Anteilen, die sich von außen betrachtet zunächst in drei Abschnitte unterteilen lassen: das Großhirn, das Kleinhirn und das Nachhirn (auch Medulla oblongata genannt). 
  • Welcher Abschnitt vom Gehirn, bildet den Übergang zum Rückenmark? Nachhirn
  • Welche Abschnitte vom Hirn werden als Hinterhirn bezeichnet? So werden Brücke (Pons) und Kleinhirn zusammen auch als Hinterhirn bezeichnet
  • Welche Abschnitte vom Hirn werden zusammen Hirnstamm genannt? Mittelhirn, Brücke und Nachhirn (Medulla oblongata)
  • Wofür ist das Großhirn verantwortlich? Das Großhirn, Sitz unserer Persönlichkeit und verantwortlich für höhere Denkleistungen und unsere willkürliche Motorik
  • Aus wie vielen Teilen besteht das Großhirn und wie heißen sie? besteht aus zwei Hälften (Hemisphären), die sich jeweils weiter in Frontal-, Parietal-, Okzipital- und Temporallappen unterteilen lassen
  • Wie ist es gelungen den einzelnen Gehirnrindenabschnitten ihre Aufgaben zuzuorden? Neuroanatomisch/funktionell 
  • Wie wird die stärkste Verbindungsbahn zwischen den beiden Gehirnhälften genannt? Balken
  • Aus wie vielen Hemisphären besteht das Kleinhirn? aus zwei
  • Was macht das Kleinhirn? Es stellt das Koordinationszentrum für Bewegungsabläufe dar. Schwindel und Gleichgewichtsstörungen lassen sich somit meist diesem Hirnabschnitt zuordnen.
  • Wie kann das Zwischenhirn funktionell unterteilt werden? Das Zwischenhirn (Diencephalon) kann funktionell in den Thalamus, den Hypothalamus und den Epithalamus mit Epiphyse unterteilt werden.