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Wirtschaftskunde (Fach) / Soziale Marktwirtschaft (Lektion)
Markt als Koordinator von
Angebot und Nachfrage
Diese Lektion wurde von 0411matze erstellt.
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- Erklären sie den Begriff ,,Markt''. Markt ist der Ort, an dem Angebot und Nachfrage aufeinander treffen. Er erfordert keine persönliche Anwesenheit der Anbieter, Nachfrager oder Gegenstand, der gehandelt wird. Hier findet die Preisbildung statt.
- Definieren Sie kurz die Kennziffer Bruttoinlandsprodukt und was bedeutet es, wenn von einem "realen Wachstum" dieser gesprochen wird? Unter Bruttoinlandsprodukt versteht man die Summe der in einem bestimmten Zeitraum, in der Regel in einem Jahr, in den Grenzen einer Verwaltungseinheit hergestellten Güter und Dienstleistungen. Da sich diese hoch aggregierte Größe nur in Geldeinheiten ermitteln läßt, enthält seine nominale Entwicklung auch die Entwicklung des Geldwertes (Inflation/Deflation). Wird letztere heraus gerechnet (Verwendung einer Preisbasis, d.h. Basisjahr), spricht man von wirklichem bzw. realem Wachstum
- Arten von Märkten - Märkte als physikalische Orte des Handels (Wochenmärkte, Weihnachtsmärkte, Grossmärkte, Fischmarkt, Börse) - Faktormärkte und Gütermärkte: Arbeit-Arbeitsmarkt, Boden-Immobilien, Kapital-verzinslichen Papieren, das Gut erfolgt aus dem Faktor - Käufer- und Verkäufermärkte: Käufermarkt: Angebot größer als Nachfrage = überangebot Verkäufermarkt: Nachfrage größer als Angebot
- Welche Funktion hat der Markt? Die Funktion ist es, die Pläne der Anbieter und Nachfrager durch den Preis zum Ausgleich zu bringen.
- Wie unterscheidet sich die Marktwirtschaft von der Planwirtschaft? Marktwirtschaft: Eigentumsverordnung - Privates Eigentum Planungsverordnung - jeder Betrieb entscheidet, was, wovon, in welcher Menge, für wen produziert wird. Lenkungsmechanismen - Angebot und Nachfrage auf dezentralen Märkten bestimmen die Preisbildung Motivation - Gewinnmaximierung (Unternehmen), Nutzenmaximierung (private Haushalte) Planwirtschaft: Eigentumsverordnung - Gemeinschaftseigentum Planungsverordnung - Vorgaben in Form von zentral erstellten Plänen Lenkungsmechanismen -Zentrale Behörde setzt den Preis fest Motivation - Planerfüllung als oberstes Ziel
- In welchem Gesetz sind die wirtschaftlichen Ziele unserer sozialen Marktwirtschaft verankert? Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (Stabilitätsgesetz)
- Welche Gesetze regeln die Wettbewerbssicherung in der sozialen Marktwirtschaft? 1.) Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWB) 2.) Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) --- Kartellgesetz
- Nennen Sie die Ziele der sozialen Marktwirtschaft! - Wettbewerbssicherung und -stärkung (innovationen und Weiterentwicklungen) - soziale Absicherung - Umverteilung von Ertragsanteilen und Vermögen (Steuerprogression, Riesterrente, Vermögenswirksame Leistungen .....)
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen nominalem und realem Bruttoinlandsprodukt (BIP) bzw. Bruttonationaleinkommen (BNE)? nominal = zu Marktpreisen definiert - real = zu Preisen eines festgelegten Bezugsjahres
- Wie berechnet man das Bruttoinlandsprodukt? Produktionswert - Wert der Vorleistung = Bruttowertschöpfung + Gütersteuern - Gütersubventionen = BIP
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- Bruttoinlandsprodukt (BIP) Meist wird das Inladsprodukt einschl. der Abschreibung angegeben und dann als Bruttoinlandsprodukt bezeichnet. Die Angabe erfolgt entweder nominal (zu Marktpreisen) oder real (preisbereinigt). Das Bruttoinlandsprodukt wird nach dem Inlandskonzept errechnt und beeinhaltet nur solche Leistungen, die im Inland erbracht wurden, unabhängig davon, ob dies durchInländer oder Ausländer erfolgt.
- Wie setzen sich Marktformen zusammen? Aus einem, wenigen und vielen Anbietern und Nachfragern. Daraus ergeben sich neun Möglichkeiten. Monopol, Oligopol, Polypol bilaterales Monopol, beschränktes Angebotsmonopol, Angebotsmonopol, beschränktes Nachfragemonopol, Nachfragemonopol, bilaterales Oligopol, Angebotsoligopol, Nachfrageoligopol, Polypol
- Erklären Sie das Marktgleichgewicht auf vollkommenen und unvollkommenen (realen) Märkten! Das Marktgleichgleichgewicht: In dem Punkt, in dem sich Angebots - und Nachfragekurve schneiden herrscht Marktgleichgewicht. Dazu gehören Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge. Vollkommener Markt... Gleichgewicht stellt sich stets ein. Unvollkommener Markt... Preise können sich über oder unter dem Gleichgewichtspreis ergeben (Präferenzen etc.), was ein Angebots oder Nachfrageüberhang zur Folge hat.
- Nennen Sie die Markttypen! - offene und geschlossene Märkte - freie und regulierte Märkte - vollkommene und unvollkommene Märkte
- Konjunkurinikatoren? Veränderliche Merkmale der Wirtschaft, die Rückschlüsse auf die aktuelle Konjunkurlage und auf sich anbahnende Veränderung zulassen
- Welche Konjunkurindikatoren gibt es? Frühindikatoren: die Veränderungen früher als andere anzeigen.Bspl. regelmäßig von Wirtschaftsforschungsinstituten erhobenen Inizes über die Erwartungen und die Simmung von Teilen der Wirtschaft, die Entwicklung der Auftragseingänge und die Investitionsneigung. Präsenzindikatoren: die eine Diagnose der augenblicklichen Wirtschaftslage ermöglichen. Hierzu zählen Arbeitsmarktdaten, Zinsniveau, Reallonniveau, Konsumverhalten Spätindikatoren: die die Diagnose im nachhinein bestätigen. Hierzu gehöhren die Entwicklung des Preisniveaus →Inflationsrate sowie die Ergebnisse der VWL-Gesamtrechnung (BIP, BNE) und der Zahlungsbilanz (Leistungsbilanzsaldo, Außenbeitrag)
- Monopol Marktform (Verkauf durch einen) Angebotsmonopol = ein Anbieter, viele Nachfrager Nachfragemonopol = ein Nachfrager, viele Anbieter zweiseitiges Monopol = ein Anbieter, ein Nachfrager
- Oligopol Marktform (Verkauf durch wenige) Angebotsoligopol = wenige Anbieter, viele Nachfrager Nachfrageoligopol = wenige Nachfrager, viele Anbieter zweiseitiges Oligopol = wenige Anbieter, wenige Nachfrager
- Polypol Marktform (Verkauf durch viele) viele Nachfrager, viele Anbieter
- Oligopole Oligopole sind in der Formj des Angebotsoligopol häufig anzutreffen. Für viele Konsumgüter gibt es eine nur geringe Zahl von Anbietern, der viele Nachfrager gegenüberstehen. Bsp. Märkte für Kraftfahrstoffe und der Automarkt.
- Marktpreis im Angebotsmonopol Angebotsmonoplist hat keine Konkurrenten, d.h. er ist in seinen preis- bzw. mengenpolitischen Entscheidungen unabhängig (aktive Preis- bzw. Mengenpolitik) 1. vollkommender Markt: Preis der größten Gewinn verspricht 2. unvollkommender Markt: Preisdifferenzierung hohe Preisforderungen ⇒ Folge: aufgrund der hohen Gewinnerwartungen dringen neue Konkurrenten in den Markt bzw. Nachfrager weichen auf ähnliche Güter (Substitutionsgüter) aus
- Vorteile Unternehmenszusammenschlüsse - große Kapitalkraft für Forschungsaufgaben - Massenproduktion Typen und Normen - bessere Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb
- Nachteile freie Marktwirtschaft - Ausbeutung wirtschaftlich schwacher - Monopole und Kartelle können die Preise bestimmen - keine soziale Absicherung der Arbeitnehmer - Konjunkturschwankungen - Arbeitslosigkeit
- Nachteile Unternehmenszusammenschlüsse - entstehung von Monopolen durch eingeschränkten Wettbewerb - Fortführung unrentabler Betriebe - Fehlentscheidungen von Großbetrieben können Wirtschaftskrisen verursachen
- Nachteile Zentralverwaltungswirtschaft - Arbeitsplatz und Beruf können nicht frei gewählt werden - aufwändiger Verwaltungsapparat - mangelnder Leistungsanreiz - Versorgungslücken - fantasielose Güterproduktion nach Plan
- Staatliche Eingriffe Richtpreis: wird von Landwirtschaftsministern festgelegt, sorgt für ein angemessenes Einkommen der Landwirte. Marktpreis: hängt von Erntemenge ab und wird bestimmt durch Angebot und Nachfrage. Interventionspreis: EU - Behörde greift ein und kauft sämtliche Überschussmengen auf.
- Staatliche Eingriffe in den Wettbewerb - Subventionen (z.B. Bergbau, Schiffsbau, Lizenzen, Mobilfunk und Nahverkehr)
- Nominales Bruttoinlandsprodukt Es wird zu derzeitigen Marktpreisen ermittelt.
- Reales Bruttoinlandsprodukt Es berücksichtigt die Inflationsrate und informiert deshalb über das tatsächliche Wachstum einer Volkswirtschaft.
- Entstehungsrechnung z.B. Dienstleistungen, Industrie und Handwerk, Handel
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- Verwendungsrechnung Staatsverbrauch, Investitionen, Privater Verbrauch
- Verteilungsrechnung Sie gibt an, wie man das Bruttoinlandsprodukt verteilt hat. z.B. Löhne, Gewinne Vermögensbeträge