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Sozialpsychologie (Fach) / Selbstkonzept und soziale Identität (Lektion)
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- Woher stammt Wissen über uns selbst? Persönliche Quellen: - Introspektion - Selbstwahrnehmung Soziale Quellen: - Frühe Bindungsprozesse - Soziale Identität - Interpersonelle Beziehungen - Sozialer Vergleich
- Introspektion Prozess, durch den man seine eigenen internen Zustände beobachtet, während man sich auf eine bestimmte Weise verhält. Sehr ungenau weil: – parallele Verarbeitung zu vieler Informationen – Überschätzung positiver Eigenschaften – negative Inhalte werden aus bewussten Prozessen gehalten
- Selbstwahrnehmungstheorie Theorie, der zufolge Individuen innere Zustände oder Einstellung aus ihrem eigenen Verhalten erschließen, wenn die inneren Prozesse unbekannt ist.
- Überrechtfertigungseffekt Werden Handlungen mit extrinsischer Motivation begründet, wird die intrinsische Motivation untergraben.
- Frühe Bindungsprozesse - erstes Gefühl dafür wer wir sind - positives Selbskonzept, wenn Bezugsperson zuverlässig ist und auf Bedürfnisse eingeht - negatives Selbstkonzept, wenn Bezugsperson unzuverlässig, rücksichtslos und möglicherweise missbräuchlich ist - Menschen geben eher Informationen Aufmerksamkeit, zu dem eigenen Weltbild ähnlich sind
- Sozialer Vergleich - Soziale Vergleiche laufen automatisch ab, auch wenn es objektive Standards gibt - Soziale Vergleiche zu motivationen Zwecken: - Aufwärtsvergleich: Vergleich mit Besseren um besser zu werden (Gefahr von Verringerung des Selbstwerts) - Abwärtsvergleich: Vergleich mit Schlechterem um sein Ego zu stärken (Gefahr von Stagnation) - oft Grundlage von persönlichen Standards und Zielen
- Interpersonelle Beziehungen - Reaktion anderer auf unser Verhalten gibt uns Auskunft über uns selbst - Reaktionen anderer wichtiger Personen werden gedanklich simuliert, wenn es um wichtige Entscheidungen geht - Soziale Anpassung: Anpassung der Einstellung an enge Kontakte
- Theorie der sozialen Identität – Menschen nehmen Zugehörigkeit zu Gruppen mit in das persönliche Selbstbild – Identität bewegt sich auf einem Kontinuum zwischen persönlicher Identität und sozialer Identität und eine der beiden ist immer dominierend: – Ich-Modus: individuelle Persönlichkeitsmerkmale stehen im Vordergrund (Heterogenität) – Wir-Modus: Depersonalisierung und Gruppe steht im Vordergrund (Homogenität)
- Grundannahmen und Strategien der SIT 1. Streben nach positiver Selbstsicht und positivem Selbstwert 2. Beidseitige Valenz der eigenen Gruppenmitgliedschaft (postiv oder negativ) 3. Bewertung der Eigengrupp erfolgt im Vergleich zu anderen Gruppen. Strategische Handlungsmöglichkeiten: – Individuelle Mobilität (Eintritt in bessere Gruppe) – Soziale Kreativität (Andere Vergleichsgruppe, Bekämpfen des niedrigen Status) – Sozialer Wettbewerb (Intergruppenkonflikt, Diskriminierung)
- Selbstwertgefühl Die Gesamtbewertung, die wir auf einer Positiv-Negativ Skala in Bezug auf uns selbst vornehmen.
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- Selbstkonzept Die kognitive Repräsentation unserer Selbstkenntnis, die aus der Gesamtsumme aller Überzeugungen besteht, die wir über uns selbst haben. Sie gibt unserer eigenen Erfahrung Kohärenz und Bedeutung.
- Selbstschemata – mentale Strukturen, die dabei helfen vergangene Erfahrungen zu organisieren und neue selbstrelevante Information zu verarbeiten – schemakongruente Inhalte: schneller und mit größerer Sicherheit klassifiziert und besser erinnert – schemainkongruente Inhalte: eher zurückgewiesen
- Tatsächliches Selbst Eigenschaften, die wir uns selbst zuschreiben oder denken, dass andere sie uns zuschreiben
- Ideales Selbst Eigenschaften, die man sich wünscht oder denkt, dass andere sie sich von uns wünchen.
- Soll Selbst Eigenschaften, von denen man denkt, dass man sie besitzen sollte oder glaubt, dass andere denkt man sollte sie besitzen
- Wie beeinflussen Erwartungen darüber, wie wir sein möchten und sollten, was wir fühlen und wie wir handeln? - Ideales Selbst motiviert atkiv Ziele & Wünsche zu erreichen Negative affektive Konsequenzen bei Versagen: - Traurigkeit, Enttäuschung, Depression, Frustration - Soll Selbst motiviert negative Erlebnisse zu vermeiden Negative affektive Konsequenzen bei Versagen: - Sorge, Angst, Unruhe, Schuldgefühle
- Trait Selbstwertgefühl - erfasst relativ stabiles Gefühl über sich selbst (positiv oder negativ) - ↑ Kindesalter, ↓ Adoleszenz, ↑ Erwachsenenalter, ↓ hohes Alter
- State Selbstwertgefühl - bezieht sich auf zeitweilige Selbstveränderungen als Folge von situativen Einflüssen, wie Erfolgen und Misserfolgen - unterschiedlich stabil - instabiles Sebstwertgefühl → geringeres psychologisches Wohlbefinden
- self-evaluation theory - Hypothese, darüber inwiefern Erfolge & Misserfolge anderer Selbstwertgefühl beeinflussen. - bei hoher Relevanz der betreffenden Leistung für Selbstdefinition: - Bedrohund des Selbstwertgefühls → Verbesserung der eig. Leistung, Verringerung der Bedeutung der Leistung, Verringerung der Nähe zur Person - bei niedriger Relevanz der betreffenden Leistung für Selbstdefinition: - möglicher Gewinn für das Selbstwertgefühl → Basking in reflected glory
- Selbsteinschätzungsmotiv - Menschen streben theoretisch objektives und genaues Bild über das Selbst an
- Selbstaufwertungsmotiv - Motivation, das Selbstbild zu verbessern geht oft über das hinaus was objektiv gerecthfertigt ist. - Strategien wie selbstwertdienliche Attribution, selbstaufwertende Illusion, etc.
- Selbstdarstellung strategische Art und Weise, mit der wir versuchen Eindrücke zu steuern, der wir einem Publikum kommunizieren.
- Selbstaufmerksamkeit Ein psychologischer Zustand in dem sich die eigene Aufmerksamkeit auf das Selbst richtet. - Aufmerksamkeit auf das Selbst bewirkt Abgleich mit Normen für angemessenes Verhalten - bei Abweichung von Norm motivieren negative Gefühle das Verhalten zu ändern
- Selbstregulation Der Prozess bei dem das eigene Verhalten gelenkt wird, um erwünschte Gedanken, Gefühle und Ziele zu erreichen. - Selbstaufmerksamkeit bewirkt Selbstregulation - Selbstregulation wie wie Muskel → Selbsterschöpfung bei anhaltender Regulation - Selbsterschöpfung bleibt aus wenn Handlungen genau überwacht werden ung genug Zeit zur Anpassung vorhanden ist
- Negative Aspekte der Selbstregulation - Versagen augrund von Leistungsdruck - Depressionen wenn Selbstfokus Aufmerksamkeit auf negativen Emotionen beharrt - Wunsch Selbstaufmerksamkeit zu entlfiehen kann zu Alkoholmissbrauch, Fressattacken und Suizid führen - Abschwächung der negativen Aspekte, wenn sich Menschen freiwillig für Selbstregulation entscheiden → Selbstdeterminationstheorie
- Drei Aspekte der Identitätsaushandlung 1. Wir müssen unser Verhalten ändern 2. Andere müssen damit beginnen konsistent anders auf uns zu reagieren 3. Wir müssen schaffen, dass wir unsere Auffassungen über die eigene Person glauben → Internalisierung des öffentlichen Verhaltens