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Testtheorie und Testkonstruktion (Fach) / Testkonstruktion - Planung & Entwurf (Lektion)

1. Testvorbereitung 2. Konstruktionsprinzipien 3. Itemgenerierung 4. Fehlerquellen

Diese Lektion wurde von ameliekunow erstellt.

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  • Welche 4 Konstruktionsprinzipien gibt es und nenne Beispiele für sie. 1) Deduktiv (rational): Konstrukt bekannt, muss nun ausgeweitet werden  - Ablauf= 1. Konstrukt, 2. Itemmenge, 3. Erprobung, 4. Itemanalyse, 5. (Revision), 6. Validieren, 7. Normierung- Ziel: klassifizieren  - Bsp.: I-S-T 2000 (Intelligenz-Struktur-Test): kombiniert mehrere Intelligenzen unterschiedlicher Theorien (Primärfaktoren von Thurstone, Theorie von Kettel & Horn + Spearmanns Intelligenzfaktor g)  2) Induktiv (empiriegeleitet): klare Vorstellung, wie Merkmal/Konstrukt beschaffen ist, Items generiert  - Explorative Faktorenanalyse - Ablauf= Interpretation der Faktoren + ggf. Ableitung einer Theorie (Verhaltensweisen, die zusammen auftreten, dürfen zusammengefasst werden) - 5 Dimensionen —> 5-Faktoren-Theorie - Bsp.: Big Five (Ursprung: Sedimentationshypothhese + lexikalischer Ansatz)  + praktisch werden Tests zwar deduktiv konstruiert, ist der empirischen Überprüfung allerdings oft so, dass sich Theorie und Empirie NICHT decken —> dann muss angepasst werden (induktiv)  3) External (kriteriumsbezogene Skalenentwicklung): Orientierung an Personengruppe, die bestimmtes Merkmal aufweisen und „gesunder“ KG  - Ablauf= Vorlegen einer möglichst großen Auswahl an Items, Itemauswahl durch explizite Hypothesen geleitet, Erprobung der Items an Personengruppe, Auswahl der Items, die am besten zwischen den Gruppen unterscheiden - Besonderheit: Kreuzvalidierung nötig, Vorteil geringer Augenscheinvalidität, heterogene Items, Interpretation (Werte als WSK, NICHT als Ausmaß einer Merkmalsausprägung interpretieren) - Bsp.: MMPI-2 (Breitbandverfahren zur Beschreibung wichtiger Persönlichkeitseigenschaften und psychischer Störungen) Ziel: umfangreiche Diagnostik abkürzen & Screenings-Inventar aufstellen durch Aussiebung der Items  4) Prototypenansatz: prototypische Vorstellung von Personen mit bestimmten Merkmalen ähneln sich häufig (Sammlung dieser Vorstellungen)  - Laiengeleitete Variante, neben am häufigsten genannten Items ist auch Häufigkeit der Nennung der Intensitätsangabe entscheidend für Aufnahme der Items- Vorteil: prosaisch verständlich für Laien auf dem nicht-wissenschaftlichem Kontext - Bsp.: Act-Frequency-Approach (Buss & Craik): Stichprobe aus Zielpopulation soll an Person mit bestimmtem Merkmal denken und die prototypischen Verhaltensweisen nennen —> Ableitung von Items, Beurteilung dieser bezüglich der Prototypizität 
  • Aus welchen 2 Komponenten bestehen Items immer? Stimulusteil (Itemstamm) Reaktionsteil (Antowrtformat) 
  • Was ist beim Entwurf des Stimulusteil zu beachten ? es wird erst das Konstrukt definiert 
  • Itemtypen nach Webber (Eselsbrücke: REWiBERa) Beschreibung der ReaktionEigenschaftszuschreibungenWünsche & Interessen Biografische Fakten Einstellungen und ÜberzeugungenReaktionen anderer  —> REWiBERa (Reaktion, Eigenschaft, Wünsche/Interessen, Biografie, Einstellungen, Reaktionen anderer) 
  • Was ist alles wichtig zu beachten bei der Itemgeneriung? - Verständlichkeit- Eindeutigkeit - Spezifizität 
  • Welche Antwortformate gibt es alles? --> Freies vs. Gebundenes Antwortformat  Frei: - Kurzaufgaben - Ergänzungsaufgaben  Gebunden: - Ordnungsaufgaben (Zuordnungsaufgaben & Umordnungsaufgaben) - Auswahlaufgaben (Dichotomie Aufgaben & Mehrfachwahlaufgaben) - Beurteilungsaufgaben (Analogskala & Ratingskala) 
  • Was sind Vor- und Nachteile der zwei Antwortformate? Freies Antworten  • Vorteil: keine Einschränkung der Antwortmöglichkeit, Ratetendenz vernachlässigbar  • Nachteil: Signierung notwendig (d.h. hoher Aufwand); Auswertungsobjektivität niedrig, Auswertung aufwendig  Gebundene Antworten  • Vorteil: hohe Auswertungsökonomie, optimale Auswertungsobjektivität  • Nachteile: eingeschränkte Antwortmöglichkeit, Ratetendenz 
  • Was sind die kognitive Stadien bei der Beantwortung eines Items? (Eselsbrücke: FIGUAA) —> Frage verstehen —> Abruf notwendiger Informationen aus dem Gedächtnis —> Urteil bilden —> Antwortwahl —> Antwortgabe 
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