22

Feldfutterbau und Bioenergie (Fach) / Maisanbau (Lektion)

Züchtung, Nutzung, Probleme

Diese Lektion wurde von j_hunter15 erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Nutzung o   Grünmais (Grünfutter) o   Silomais (Ganzpflanzensilage) o   Körnermais o   Liesch-Kolben Schrot o   CCM: Energiereiche Stoffutterkomponente o   NaWaRos (stofflich und energetisch)
  • Aussaat Mais ·       April/ Mai (im ÖL etwas später, da keine Beizmittel erlaubt außer Elektronenbeize und mit Pflanzenextrakten) ·       Saattiefe: 4-6 cm, Reihenabstand 75 cm ·       Ernte: September – Oktober
  • Klimaansprüche ·       Keimung: 8 – 10 °C ·       C4 Pflanze: PS Spaltöffnung muss nicht so weit geöffnet werden und verlieren somit weniger Wasser ·       Hoher Wasserbedarf während der Blüte ·       Transpirationskoeffizient: 300 – 400 l/ kg TM
  • Sorteneinteilung nach FAO ·       Sehr frühreifende Sorten 190 – 200 FAO ·       Frühreifende Sorten 220 – 250 FAO ·       Mittelfrühreifende Sorten 260 – 300 FAO ·       Siloreifezahl ·       Körnerreifezahl
  • Besonderheiten ·       Quantitative Kurztagespflanze bis Tagneutral ·       C4 Pflanze: Ausnutzung der Lichtenergie ·       CO2 Aufnahme um den Faktor 2-3 höher als bei Getreide ·       Ökonomische Nutzung des Wasserangebotes ·       Flach- und Tiefwurzler ·       Guter Verwerter von organischem Dünger
  • Futterqualität ·       Hoher Stärkeanteil: 32 – 38 % ·       Energiegehalt: 6,2 – 6,8 MJ NEL/ kg TM ·       XP: 6,5 – 8,5 % ·       Rohfasergehalt: 19 – 22,5 %
  • Umweltgefährdungen und Probleme im Maisanbau ·       Bodenerosion vor und nach der Aussaat ·       Nitratverlagerungen vor und nach der Maissaat ·       Hohe Reststoffgehalte nach der Maisernte ·       Herbst N-Min Gehalte: höchsten Werte bei Mais ·       Richtwert NMin: 50 kg NMin N ·       Probleme Öko Landbau o   Unkrautregulierung à mechanische: Hacken, Striegeln, Abflammen o   Häufelnde mangelnde N-Versorgung à geringe Erträge o   Vogelfraß
  • Nährstoffbedarf Silomais ·       P: 35 – 100 kg/ ha: Unterfußdüngung à Phytate notwendig für Keimung à Nährstoff geht schnell in Bodenlösung ein (Nachgucken bei Phosphorbedarf bei Mais) ·       N: 200 – 250 kg/ ha ·       K: 200 -250 kg/ ha ·       Ca: 60 – 75 kg/ ha ·       Mg: 45 – 60 kg/ ha
  • Silomais im Zweikulturnutzungssystem ·       Erstkultur: Wintererbsen oder Wintererbsen-Roggen Gemenge à Ernte als Ganzpflanze Ende Mai, Nutzung: Futter, Biogasanlage, N-Dünger ·       Zweitkultur: Silomais à Direkt- oder Mulchsaat Ende Mai; Nutzung: Futter, Biogasanlage ·       Ausnutzung der Vorfruchtwirkung: Unkrautregulierung ·       Mischanbau Mais/ Stangenbohne
  • Photoperiodischer Einfluss des Aussaattermins auf den Ertrag von Silomais ·       Je Später der Saattermin, desto … ... Höher die Pflanzenlänge ... Höher die Blattanzahl je Pflanze ... Höher die Kornzahl je Kolben ·       Silomaiserträge nach den Vorfrüchten Wintererbsen (WE) und Wintererbsen/ Roggengemenge bzw. in Hauptfruchtstellung bei unterschiedlicher N- Düngung
  • Anzeige
  • Zusammenfassung: Direkt- und Spätsaat von Silomais nach Wintererbsenvorfrucht ·       Ganzjähriger Erosionsschutz ·       Reduzierter Aufwand für Unkrautregulierung ·       Optimale N- Versorgung ·       Reduzierte Gefahr des N-Austrages ·       2 Ernten pro Jahr ·       Zusätzliche Wertschöpfung: Erhöhung des Deckungsbeitrags
  • Maisvarietäten Zahnmais Hartmais Puffmais Zuckergehalt Stärkemais Wachsmais Spelzmais
  • Besonderheit Zahnmais liegt zwischen den hornigen Seiten weiches Nährgewebe. Diese mehlige Stärke trocknet bei der Abreife rasch ein, was zu der charakteristischen Einsenkung an der Kornspitze führt: Höchste Erträge mit besten Eigenschaften
  • Besonderheit Hartmais weist ein rundes und härteres Korn auf. Der weiche Mehlkörper ist rings von einer hornigen Schicht umgeben. Hartmais besitzt in der Jugendentwicklung eine größere Kältetoleranz als Zahnmais: Höchste Erträge mit besten Eigenschaften
  • Besonderheit Puffmais Nährgewebe stark hornig, Wird das Korn erhitzt, platzt die Samenschale und der Korninhalt tritt explosionsartig nach außen
  • Besonderheit Zuckermais Umwandlung von Zucker in Stärke wird unterbrochen
  • Besonderheit Stärkemais Ursprungsmais
  • Besonderheit Spelzmais Körner sind von Lieschen umgeben
  • Besonderheit Wachsmais Hoher Gehalt an glasiger Stärke (Amylopektin)
  • Jugendphase beim Bio Mais: Welche Probleme entstehen beim Anbau? - Umweltfaktoren: unpassende Temperatur für Keimung, Trockenstress, Wassermangel - Unkrautdruck im frühen Jugendstadium: Gänsefuß, Melde, Ackerfuchsschwanz - Schädlingsdruck: Fraßschäden durch Krähen, Wühlschäden durch Mäuse, konv. Landbau Maiszünsler - Erosionsgefahr: durch Maismonokulturen --> schlechter Bodenhalt - Klimawandel: obwohl C4 Pflanze, Wasser limitierender Faktor - N-Auswaschung: hauptsächlich im konv. Landbau durch unangepasste Düngung
  • Mais als C4 Pflanze - Bei C4-Pflanzen ist das erste Produkt der Fotosynthese ein Kohlenstoffkörper mit vier Kohlenstoff (C)-Atomen - Bei C4-Pflanzen ist die Fotosynthese arbeitsteilig in zwei verschiedenen Zelltypen organisiert. In den Zellen des Blattgewebes, den Mesophyllzellen, wird CO2 aufgenommen und gespeichert - Vorteile: auch unter Bedingungen extremer Trockenheit und Hitze, wenn die Pflanzen ihre Spaltöffnungen schließen, um Wasserverluste zu vermeiden, ist genug CO2 vorhanden, um Fotosynthese zu betreiben. C4-Pflanzen können bei hoher Lichteinstrahlung und Temperatur in kürzerer Zeit mehr Biomasse aufbauen als C3-Pflanzen und sind damit an Standorte mit viel Sonne und Wärme angepasst.
  • Anbausysteme im Vergleich: Exkursion - Mais als Direktsaat - Mais als Mulchsaat - Mais im Gemenge (Wicken, Winterroggen, Erbse) - Reinsaat mit Saatbettbereitung - Mit oder ohne Walzen --> schnellerer Bodenschluss - Parameter: Saatzeitpunkt