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Müp Wirtschaft (Fach) / Risikotheorie und -management (Lektion)
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- Sicherheit und Unsicherheit - Sicherheit - Unsicherheit --> Unwissen --> Ungewissheit = wir kennen nur die Alternativen --> Risiko = wir kennen die Alternativen mit ihren Wahrscheinlichkeiten
- St. Petersburg Paradoxon Spiel: man erhält und verdoppelt seinen Gewinn, wenn man Kopf oder Zahl bekommt bis das jeweils andere geworfen wird --> berechnende Teilnahmegebühr --> unendlich bzw. sein ganzes Vermögen --> Bernoulli löste das Problem --> abnehmender Grenznutzen des Geldes --> er baute den Risikonutzen durch den natürlichen Logarithmus mit ein --> Teilnahmegebühr von ca. 2€
- Abnehmender Grenznutzen = Nutzenzuwachs nimmt mit jeder weiteren Einheit ab Bsp.: bei einem Vermögen von 50€ ist der Gewinn von 1.000€ mit einem hohen Nutzen verbudnen, wobei der Nutzen des Gewinns bei einem Millionär sehr gering ist
- Mean-Variance-Analyse = Varianz/ Standardabweichung (Sigma) = Risiko; Erwartungswert (My) = Gewinn --> My-Sigma-Dominanz --> A dominiert B, wenn A weiter links/oben im Risk-Return-Diagramm liegt als B --> dominierende Portfolios liegen auf dem Rand der Punktewolke des RRD --> Mean-Variance-Portfolio = Portfolio mit dem niedrigstem Risiko --> Risikoaverse Anleger
- Diversifikationseffekt = durch Investitionen in verschiedene Aktien aus versch. Branchen wird das Risiko gestreut --> Ermittlung anhand der My-Sigma-Kennzahlen, wie ein Portfolio aufgeteilt wird, um das Risiko zu streuen
- Value at Risk / Expected Shortfall Value at Risk = Verlust, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit in einem gegebenen Zeitraum nicht überschritten wird --> Wahrscheinlichkeit nennt sich Konfidenzniveau Expected Shortfall = erwarteter Verlust, der eintritt, wenn der VaR zum Konfidenzniveau überschritten wird --> ES > VaR
- Problem der Risikoaggregation bei Aggregation von asymmetrisch verteilten Risikofaktoren wie z.B. in Optionsportfolios, kann das VaR das Gesamtrisiko unterschätzen
- Moderne Risikomessung (Marktrisiko) --> betroffene u. Faktoren = betroffen vom Marktrisiko sind: - Aktien u. Unternehmensbeteiligungen - Anleihen - Ausländische Währungen - Derivate (z.B. Futures) = Marktrisikofaktoren - Kursänderungsrisiko - Zinsänderungsrisiko - Wechselkursrisiko
- Verfahren der Marktrisikomessung Historische Simulation = bedient vergangenheitsbezogene Daten --> Risikofaktoren aus Vergangenheit sollen auch in Zukunft den Wert der Risikopositon in gleicher Weise beeinflussen Delta-Normal Ansatz = Marktwerte des Portfolios reagieren linear auf Veränderungen der Risikofaktoren Monte-Carlo-Simulation
- Optionen --> Plan-Vanilla, Ausübungsrecht u. Straddle Plain Vanilla Option = Kontrakt zwischen zwei Parteien, Recht des Optionshalter, einen bestimmten Basiswert zu einem späteren Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen o. zu verkaufen --> Call = Kaufrecht; Put = Verkaufsrecht Ausübungsrecht: europäisch u. amerikanisch --> europäisch = nur am Ende der Laufzeit --> amerikansich = jederzeit während der Laufzeit Straddle-Position = besteht aus Call- und Put-Option mit gleicher Laufzeit u. gleichem Ausübungspreis --> Verwendung: gegen Seitwärtsbewegungen hedgen
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- Moderen Risikomessung (Basel ll ) --> Basler Ausschuss für Bankeaufsicht regelt Anforderungen für int. tätige Banken Säulenprozess von Basel ll: Säule 1: Risikomessung (Mindestkapitalanforderung) Säule 2: Überprüfung durch nationale Stellen (z.B: Bafin in D.) Säule 3: Selbstkorrektur --> Finanzu. erhalten weitere Offenhaltungspflicht --> Transparenz
- Moderen Risikomessung --> Basel ll und Basel lll Deckungskapital und Risikokategorien Deckungskapital = min. 8% der risiko-gewichteten Aktiva umfassen --> besteht aus hartem u. weichem Kernkapital sowie Ergänzungskapital --> Ergänzungskapital erst wenn Kernkapital zu bestimmten Anteil besteht Deckungskapital nach Basel ll und lll: --> Basel ll: 4% Kernkapital u. min. 2% hartes Kernkapital (Regel 8%) --> Basel lll: min. 4,5% hartes Kernkapital, min 6% gesamtes Kernkapital Risikokategorien: Marktrisiko, Kreditrisiko u. operationelles Risiko
- hartes, weiches Kernkapital und Ergänzungskapital hartes Kernkapital (Eigenkapital) --> Einlagen, Aktienkapital, Kapital- u. Gewinnrücklagen weiches Kernkapital --> stille Einlagen Ergänzungskapital --> stille Reserven, Rückstellungen für zukünftige Verluste, Mezzanines Kapital (indirekte Erhöhung EK ohne sich mit FK zu belasten durch z.B. Darlehen von Investoren)
- stille Reserven = entstehen durch Wertsteigerung eines Wirtschaftsgutes oder durch zu hohe Abschr. --> niedrige Gewinnerscheinung --> niedrigere Steuerzahlung
- Warum sind Haftungsgelder quasi Kosten? = Kapital zur Absicherung ist totes Kapital --> keine Generierung von Gewinnen --> quasi Kosten, da das Kapital versauert und der Inflation schutzlos ausgeliefert ist
- Kreditrisiko --> Grundbegriffe (RR, LGD, PoD, EaD, EL, UEL) Recovery Rate = Zurückgewinnungsrate --> Ford. die im Insolvenzfall gerettet werden können Loss Given Default = Verlustquote falls der Schuldner durch Insolvenz ausfällt (Gegenteil RR) Probability of Default = Wahrscheinlichkeit eines Schuldnerausfalls --> durch z.B. Ratings Exposure at Default = Höhe der Vbk im Zeitpunkt des Ausfalls (z.B. Höhe Tilgungsrate, Kredit = Exposure) Expected Loss = erwarteter Verlust durch insolvenzbedingten Ausfall d. Schuldners Unexpected Loss = Standardabweichung des Verlusts
- Expected Loss in Kreditprodukten Expected Loss ist in Kreditprodukten eingepreist --> alles was Alpha überschreitet = nicht abzusicherndes Risiko --> zwischen Alpha Quanitl u. EL muss Kapitaldeckung erfolgen
- mögliche Strategien bei Ausfallrisiko - Risikotransfer --> Ausfallrisiko wird separiert u. verkauft --> z.B. durch Credit Default Swap - Absicherung durch Deckungskapital --> Aggregation des Ausfallrisikos, Messung u. Unterlegung des Risikokapital
- Zinsswap = Vereinbarung zwischen 2 Parteien über den Austausch von periodischen Zinszahlungen (fest gegen variabel)
- Credit-Default-Swap und Gefahr = B verkauft Kreditrisiko der C-Anleihe an A --> bei Ausfall zahlt A weiter floating an B --> B übergibt A bei Ausfall die C-Anleihe (Verkauf des Ausfallrisikos an B) Gefahr: CDS Volumen kann Anleihenvolumen um vielfaches übersteigen --> B hat Ersatzansprüche gegenüber A bei Ausfall --> A verlangt Herausgabe der Anleihe --> B muss Anteile vom Markt kaufen --> Preis für ausgefallene Anleihe steigt wegen hoher Nachfrage --> CDS Volumen > Anleihenvolumen
- Operationelles Risiko = Fehler in internen Prozessen - menschliches Versagen u. Fehlverhalten - Systemversagen - externe Ereignisse