65
Sozi (Fach) / bevölkerung (Lektion)
d
Diese Lektion wurde von lenniman99 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Demographie beschäftigt sich mit… der Entwicklung, der Größe und der räumlichen Verteilung menschlicher Bevölkerungen
- Demographie beschreibt nicht nur, sondern … analsiert gesellschaftliche Ursachen und ihre Konsequenzen.
- Wodurch entstehen demographische Strukturen? Durch die Aggretation demographischer Merkmale der einzelnen Individuen einer Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt.
- Was sind die wichtigsten demographische Strukturmerkmale? Primär Alter und Geschlecht Sekundär auch Familienstand, Staatsbürgerschaft und ethnische Zugehörigkeit.
- Wodurch entstehen demographische Prozesse? Durch die in der Bevölkerung auftretenden demographischen Ereignisse.
- welche Zugangsweisen zu der Demographie gibt es? Eine mathematisch modellhafte und eine sozialwissenschaftlich-problemorientierte
- wie lassen sich demografische Ereignisse zeitlich verankern? Periode, Alter, Kohorte
- Periode, Alter und Kohorte sind in logischer Weise miteinander verbunden. In verein- fachter Form: Alter = Periode+Kohorte Kohorte= Periode-Alter Periode= Kohorte+Alter
- Def Bevölkerung: Unter Bevölkerung versteht man umgangsprachlich die Einwohner eines Staates, eines Bundeslandes, einer Gemeinde usw.
- Durschnittliche Wachstumsrate: normiert die Veränderung der Einwohnerzahl zwischen zwei Zeitpunkten. Das Tempo der Ver- änderung wird damit auch für unterschiedlich lange Zeitperioden unmittelbar vergleichbar.
- Anzeige
- Verdoppelungszeit: Die Division des natürlichen Loga- rithmus von 2 durch die Wachs- tumsrate r ergibt die sog. „Ver- doppelungszeit“ Vz in Jahren.
- Absolute Ereignismaße: Anzahl von demo- graphischen Ereignissen, die sich in einer Population in einem definierten Zeitintervall ereignet haben
- Raten (Ziffern) Das Verhältnis der Zahl demographischer Ereignisse in einer Population in einem definierten Zeitintervall zu der durchschnittlichen Größe der Population in diesem Zeitintervall.
- Was redete Malthus so: Malthus postulierte ein Gesetz über den quasi „natürlichen“ Zusammenhang zwi- schen der Entwicklung der Bevölkerungs- zahl und den zur Verfügung stehenden „Unterhaltsmitteln“. Die Vermehrungs- kraft der Menschen ist unbegrenzt größer als die Kraft der Erde, Unterhaltsmittel für die Menschen hervorzu- bringen.“ Nahrung: wächst arithmetisch (linear) Bevölkerung: wächst geometrisch (exponen- tiell)
- Die Theorie bzw. das Modell des sog. „demographischen Übergangs" beschreibt anhand eines Phasenmodells die Gesetzmäßigkeiten in der Geburten- und Sterblichkeitsentwicklung beim Übergang von vorindustriellen zu industriellen Gesellschaften. unterscheidet 5 Phasen: prätransformative Phase frühtransformative Phase mitteltransformative Phase spättransformative Phase posttransformative Phase
- These vom „Zweiten“ demographischen Übergang" Der Wandel von Werten und Einstellungen führt zu „neuen“ Lebensstilen und -formen und zu veränderten demographischen Verhaltensweisen
- Definition von Alter Jene Zeitdauer, die von der Geburt einer Person bis zum jeweiligen Erfassungszeitpunkt ver- strichen ist. Das Alter wird im allgemeinen in Jahren angegeben und auf die Zahl der abgeschlossenen Lebensjahre abgerundet
- Was ist die Alterspyramide? Eine graphische Darstellung der Alters- und Geschlechtsstruktur Die Alterspyramide ist ein Balkendiagramm, bei dem die jeweilige Anzahl (der Anteil) der Männer nach links, jene der Frauen nach rechts aufge- tragen wird. Die jungen Altersjahrgänge befinden sich an der Basis, die alten an der Spitze der Darstellung.
- Demographische Daten über Individuen bzw. Familien und Haushalte stammen im Wesentlichen aus zwei Typen von Quellen: 1. Registrierung demographischer Sachverhalte im Zuge (staatlichen) Verwaltungshandelns sekundärstatistische Quellen = Nutzung von für andere Zwecke gesammelter Informationen. 2. Befragung von Personen, entweder in Form einer Totalerhebung (Volkszählung oder Zensus) bzw. durch Stichprobenerhebungen (z.B. Mikrozensus) primärstatistische Quellen = für den Zweck der Verfügbarkeit von Statistiken über bestimmte Sachverhalte erhobene Informationen.
- welche sekundärstatistische quellen gibt es? STANDESÄMTER(a) Alle Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen werden auf Basis des Personenstandsgesetzes durch die Standesämter registriert, d.h. in sog. „Büchern“ aufgezeichnet und entsprechende Dokumente (Geburtsurkunde etc.) ausgestellt. Ein Teil dieser Informationen wird der Statistik Österreich laufend übermittelt und bildet die Basis für die nach dem Wohnort veröffent- lichten Statistiken über Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen. GERICHTE(b) Informationen über Ehescheidungen(u.a. Wohnort, Datum der Eheschließung, Scheidungsdatum, Geburtsdaten der Geschiedenen, Zahl und Alter der gemein- samen Kinder) werden von den Gerichten an die Statistik Österreich übermittelt.
- welche sekundärstatistische quellen gibt es? STANDESÄMTER(a) Alle Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen werden auf Basis des Personenstandsgesetzes durch die Standesämter registriert, d.h. in sog. „Büchern“ aufgezeichnet und entsprechende Dokumente (Geburtsurkunde etc.) ausgestellt. Ein Teil dieser Informationen wird der Statistik Österreich laufend übermittelt und bildet die Basis für die nach dem Wohnort veröffent- lichten Statistiken über Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen. GERICHTE(b) Informationen über Ehescheidungen(u.a. Wohnort, Datum der Eheschließung, Scheidungsdatum, Geburtsdaten der Geschiedenen, Zahl und Alter der gemein- samen Kinder) werden von den Gerichten an die Statistik Österreich übermittelt. MELDEWESEN(c) Migrationsstatistik (Wanderungsstatistik) auf Basis des Meldewesens: Seit 2002 wird die Wanderungsstatistik auf Basis der Daten des Zentralen Melderegisters (ZMR) erstellt
- welche sekundärstatistische quellen gibt es? STANDESÄMTER(a) Alle Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen werden auf Basis des Personenstandsgesetzes durch die Standesämter registriert, d.h. in sog. „Büchern“ aufgezeichnet und entsprechende Dokumente (Geburtsurkunde etc.) ausgestellt. Ein Teil dieser Informationen wird der Statistik Österreich laufend übermittelt und bildet die Basis für die nach dem Wohnort veröffent- lichten Statistiken über Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen. GERICHTE(b) Informationen über Ehescheidungen(u.a. Wohnort, Datum der Eheschließung, Scheidungsdatum, Geburtsdaten der Geschiedenen, Zahl und Alter der gemein- samen Kinder) werden von den Gerichten an die Statistik Österreich übermittelt. MELDEWESEN(c) Migrationsstatistik (Wanderungsstatistik) auf Basis des Meldewesens: Seit 2002 wird die Wanderungsstatistik auf Basis der Daten des Zentralen Melderegisters (ZMR) erstellt BEVÖLKERUNGSREGISTER(d) Statistik des Bevölkerungsstandes auf Basis des Meldewesens: Seit 2002 führt die Statistik Austria ein statistisches Bevölkerungsregister, das mit den Daten des Zentralen Melde- registers (ZMR) quartalsweise aktualisiert wird quartalsweise Einwohnerzahlen für Gemeinden nach Alter, Geschlecht, Staats- angehörigkeit und Geburtsland.
- PRIMÄRSTATISTISCHE QUELLEN Volkszählung: Eine Volkszählung ist die Sammlung, Aufbereitung und Veröffentlichung demographischer, ökonomischer und sozialer Daten über alle Personen eines Landes oder eines genau abgegrenzten Gebietes zu einem bestimmten Zeitpunkt
- PRIMÄRSTATISTISCHE QUELLEN Volkszählung: Eine Volkszählung ist die Sammlung, Aufbereitung und Veröffentlichung demographischer, ökonomischer und sozialer Daten über alle Personen eines Landes oder eines genau abgegrenzten Gebietes zu einem bestimmten Zeitpunkt Mikrozensus: Bis 2003 Stichprobenerhebung (0,8-prozentige, rotierende Wohnungs- stichprobe, face to face-Befragung) mit etwa gleichem Frageprogramm wie ein Zensus; wurde in dieser Form seit 1969 viermal jährlich durchgeführt.
- In den Veränderungen der (altersspezifischen) Familienstandsquoten in den vergangenen 120 Jahren spiegelt sich der Wandel des Heiratsver- haltens und der privaten Lebensformen wider! Dieser Wandel lässt sich wie folgt charakterisieren: Heirat und eigene Kinder waren historisch betrachtet ein soziales „Privileg“ besitzender Schichten In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Ehe und Elternschaft zur sozialen „Norm“ für Alle. Dieser normative Charakter ging in den letzten Jahrzehnten nach und nach verloren.
- Die Zahl der Eheschließungen war in Österreich in den letzten Jahrzehnten tendenziell… Rückläufig
- Definiton Lebensform: Die Struktur des privaten Zusammenlebens eines Menschen mit anderen Personen
- Definition Haushalt: Ein Haushalt wird gebildet aus allen Personen die miteinander in einer Wohnung leben. Auch eine einzelne Person kann ein Haushalt sein
- Statistische Definition von Familie: A family nucleus is defined in the narrow sense as two or more persons who live in the same household and who are related as husband and wife, as cohabiting partners, as a marital (registered) same-sex couple, or as parent and child
- Statistische Definition Paar: The term ‘couple’ should include married couples, registered couples, and couples who live in a consensual union. Two persons are understood as partners in a consensual union when they have usual residence in the same household, are not married to each other, and have a marriage-like relationship to each other
- Anzeige
- Durschnittliche Kinderzahl pro fam 1,6
- Was bezeichnet Fertilität? bezeichnet auf Makroebene jenen demographischen Prozess, der auf Mikroebene dem demographischen Ereignis „Geburt“ entspricht.
- biologischen Grenzen des Fertilitätsalters Die Menarche (Beginn der Menstruation) und die Menopause (Ende der Menstruation)
- Als was bezeichnet man Geborene? alle bei Geburten (Einzel- geburten, Mehrlingsgeburten) zur Welt gebrachten Kinder.
- Wann ist ein Kind ehelich? Ehelich ist ein Kind, dessen Eltern während der Schwangerschaft der Frau, wenn auch nur für kurze Zeit, verheiratet waren
- Wann ist ein Kind ehelich? Ehelich ist ein Kind, dessen Eltern während der Schwangerschaft der Frau, wenn auch nur für kurze Zeit, verheiratet waren
- Neben dem Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahlen gibt es noch eine Reihe weiterer Verhaltensänderungen im Zusammenhang mit Elternschaft (siehe dazu auch „Zweiter Demographischer Übergang“), so zum Beispiel: 1. Mehr Frauen bleiben lebenslang kinderlos. 2. Frauen bekommen ihre Kinder biographisch später (steigendes Fertilitätsalter). 3. Mehr Frauen sind bei der Geburt ihrer Kinder unverheiratet (steigende Unehelichenquote).
- ERKLÄRUNGSANSÄTZE ZUM FERTILITÄTSRÜCKGANG Man kann dabei zwischen - ökonomischen (mikro-, makroökonomisch),- soziologischen (mikro- und makrosoziologisch) sowie- sozialpsychologischen Theorien unterscheiden. Keine Theorie kann den Fertilitätsrückgang hinreichend erklären!
- Makroökonomische Theorien: „Wohlstandtheorie“ von Brentano (1909): Geburtenrückgang ist eine Folge des gestiegenen Wohlstands („Konkurrenz der Genüsse“).
- Mikroökonomische Theorien: „Supply-demand-framework“ (Easterlin 1978) und „Fertility demand“-Theorie von Becker (1960, 1981): Kinder werden als eine Mischung zwischen Konsumgut, Kostenfaktor und langfristig/ kurzfristiger Investition gesehen
- Was bezeichnet Mortalität? Mortalität bezeichnet auf Makroebene jenen demographischen Prozess, der auf Mikroebene dem demographischen Ereignis „Tod“ entspricht.
- Der Tod ist zwar primär ein biologischer Vorgang, neben genetisch-biologischen Faktoren beeinflussen soziale Faktoren die Mortalität bzw. Lebenserwartung aber in entscheidender Weise. Es sind dies: die sozio-ökonomische Umwelt (das Ausmaß der Kontrolle über unsere Umwelt) sowie der individuelle Lebensstil (das Ausmaß der Kontrolle über uns selbst).
- Die maximale Lebensspanne der Spezies Mensch ist 120-125
- Sterbetafeln: sind eine tabellarische Darstellung der Sterblichkeits- verhältnisse in einer Bevölkerung.
- Lebensdauer = schon durchlebte Jahre + fernere Lebenserwartung
- DIE URSACHEN DES STERBLICHKEITSRÜCKGANGS Medizinische Faktoren: Kenntnis über die Übertragungsmechanismen von Infektionskrankheiten im 19. Jahrhundert Immunisierung durch Impfungen Antibiotika
- DIE URSACHEN DES STERBLICHKEITSRÜCKGANGS Soziale Faktoren: Bessere Ernährung Verbesserung der persönlichen Hygiene Verbesserte Lebenslagen, steigender Wohlstand, bessere Wohnverhältnisse
- In den frühen 1970er Jahren entstand das Modell des sog. „epidemiologischen Übergangs“ zur Erklärung des Sterblichkeitsrückgangs im 19. und 20. Jahrhundert. Das Modell beschreibt den Anstieg der Lebenserwartung durch ... den Wandel des Todesursachenspektrums von den Infektionskrankheiten zu den Zivilisationskrankheiten. Wandel des Sterbealters
- EPIDEMIOLOGISCHEN ÜBERGANGS Das Modell unterscheidet drei Phasen: das Zeitalter der Seuchen und Hungersnöte mit hoher und stark fluktuierender Mortalität, die eigentliche Transitionsphase mit ihrem allmählichen Verschwinden der periodisch auftretenden Sterblichkeitsgipfel und einem kontinuierlichen Mortalitätsrückgang. sowie das Zeitalter der Zivilisationskrank- heiten mit einem gleich bleibend niedrigen Sterblichkeitsniveau.
- Kennzeichen der vierten Phase des epidemiologischen Übergangs: Begann in den frühen 1970er Jahren Zivilisationskrankheiten bleiben die hauptsächlichen Todesursachen, aber: Sterberisiko verlagert sich für viele dieser Krankheiten sukzessive in ein immer höheres Lebensalter, da sie - erst später im Leben auftreten, - sich langsamer entwickeln, - oder – aufgrund medizinischer Inter- ventionen – erst nach längerer Dauer zum Tod führen.