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Behavioral Finance (Fach) / 1. Studien (Lektion)
Verschiedene wissenschaftliche Studien, die diverse Ungereimtheiten (aus neoklassischer Sicht) am Kapitalmarkt (Aktienmarkt-Fokus) audecken.
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- The "dotcom" effect (Cooper et al. 2005) - Eventstudie - Untersuchung von abnormalen Renditen, welche sich aufgrund der Firmennamensänderung hin zu "dot.com" im Jahre 1998/99 ergaben. - Beobachtung: stark ansteigende Kurse und genereller Drift nach oben.
- Studie von Froot/Dabora (1999) (Royal Dutch Shell) Die ehemals getrennt gelisteten Unternehmen der Royal Dutch Group haben ihre Gewinne zusammengelegt und in einem Verhältnis 1,5:1 aufgeteilt. Beide Unternehmen unterscheiden sich nur im Aufteilungsverhältnis und somit sollte auch der Aktienpreis der Royal Durch Shell Aktie (NL) 1,5 mal so viel Wert sein, wie die Shell-Aktie (UK) = Paritätsverhältnis Aber: Royal Dutch Shell Aktie hat sehr lange gebraucht, um entsprechendes Verhältnis festzustellen und war eine lange Zeit unterbewertet. ("Mispricing shows persistence)
- Behavioral Finance vs. Neoklassik Behavioral Finance greift auf Erkenntnisse aus anderen Feldern als der Wirtschaftswissenschaften zurück. Vor allem auf die (kognitive) Psychologie bzw. die individuellen Entscheidungen der Marktteilnehmer. Weitere Felder: Finance Theory, Empirical Research and Experimental Research. Neoclassic Finance unterstellt einen Homo Oeconomicus. Also einen vollständig rationalen Menschen, der nutzenmaximierend agiert. Ohne Emotionen wird eruiert, welche Entscheidung die bestmögliche ist. - Modern portfolio theory (Markovitz)vs. Investoren kaufen eher Aktien der eigenen Arbeitgeber und von heimischen Stocks. - Random Walk hypothesis vs. Technische Diagrammanalyse - Efficient Market hypothesis (Fama) vs. Stock market newsletter; Retail investors practise stock picking --> Behavioral Finance ist somit eine Erweitung der Neoklassischen Theorie
- Moderne Portfolio Theory (1952) nach Marovitz Die Moderne Portfoliotheorie (70 Jahre alt) besagt, dass man als Investor unsystematisches Risiko diversifizieren möchte. Zu tragen soll nur das systematische Risiko sein und demnach soll ein Investor ein breit gestreutes Portfolio aufweisen. Dagegen spricht -Ergebnisse diverser Studien - dass Investoren (Privatanleger) häufig Aktien des (eigenen) Unternehmens halten. Dagegen spricht, dass Privatanleger vor allem in nationale Aktien investieren (Home biased).
- Random Walk Hypothese Kann auch als Irrfahrtsprozess bezeichnet werden, welche auf stochastische Prozesse zurückgeht. "Der Zufall hat kein Gedächtnis" ABER: Marktteilnehmer blicken auf vergangene Kursbewegungen, um zukünftige Trends abzuleiten. Sollte man nach der Hypothese nicht.
- Effizienter Markt Hypothese nach Fama (EMH) Alle Informationen, die verfügbar sind, sind bereits in den Preisen enthalten.
- "Probabilities of occurrence" - Kolmogorov axioms a) WS sind immer positiv: p(s)>= 0 b) Summe aller WS ist 1 (100%) c) Oder-WS werden addiert
- Entscheidungen unter Risiko vs. Entscheidungen under Ungewissheit Objektive WS vs. Subjektive WS - Möglichkeit für das Auftreten von Umweltzuständen kann benannt oder geschätzt werden vs. - Ungewissheit bei WS; Unmöglichkeit der Ableitung von Unbekanntem Objektiv: Bsp. Gambling: WS ist für jeden gleich und vorgegeben (Würfel) Subjektive WS: Ohne Gesetzmäßigkeiten; Individuelle Erwartungshaltung bestimmt WS
- Erwartungswert Glückspiel vs. Erwartungswert Investment Glückspiel: Negativ Investment: Positiv ... Erwartungswert der Rendite
- Satz von Bayes Annahme: Individuen besitzen die Fähigkeit die WS neu zu berechnen, wenn sie relevante neue Informationen erhalten. Bestandteile: - Apriori WS dafür, dass ein bestimmtes Ereignis (y) eintritt -> P(y) - Bedingte Wahrscheinlichkeit (auch likelihoods) mit der Bedingung, dass das Ereignis (y) herrscht; mit welcher WS bekomme ich dann Signal (s) -> P(s|y) --> Bestimmung der aposterior WS P(y|s) Apriori P(y) & Observation of signal s = P(y|s)
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