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Pathophysiologie Uni Wien (Fach) / Kapitel 6. Tumore (Lektion)

Tumoren

Diese Lektion wurde von Jaccal_PB erstellt.

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  • Tumore -Was ist ein Tumor generell? -Unterschied Gutartig - Bösartiger Tumor -Unkontrolliertes schnelles Wachstum Körpereigener Zellen, welche autonom und progressiv handeln (Gutartig/Bösartig)-Wachstumsrate: langsam/schnell-Wachstumstyp:  Expansiv/Infiltrierend -Begrenzung:      scharf/unscharf-Metastasierung: keine/häufig-Differenzierung: ausdifferenziert/von wenig bis stark entdiffernziert-Histologie:         Vom Muttergewebe kaum Unterschied/Vermehrte Mitosen, Polymorphie                                                                                              d.Zellen
  • Was ist eine Präkanzerose? Nenne BSP -Erhöhtes Risiko an malignem Tumor zu erkranken -Fakultative PräkanzeroseBei Leberzirrhose, aktinische Keratose, Atrophische GastritisAlso bei chronisch-Entzündlichen Krankheiten -Obligate PräkanzeroseDysplasien des Ösophagus (Speiseröhre), Magen/Dickdarmschleimhaut+div. Carcinoma in situ Carcinoma in situ:histologisch nachweisbare maligne Tumorgruppen, bei denen die Normale Zellschichtung aufgehoben ist, die Basalmembran aber nicht durchbrochen ist.Beispiel: Carcinoma in situ der Cervix uteri (Gebärmutterhals)/ Mamma (Brustdrüsen)
  • Physikalische Karzinogene Externe? Interne? Externe EinwirkungUV-B-Strahlung       ->    HautRöntgenstrahlung    ->   HautRadioaktive Strahlung->  Knochenmark  Interne Einwirkung Radonzerfallsprodukte (218Pol,214Pb, 214Bi)-->Lunge
  • Proto-Onkogene? Wie werden diese zu Onkogen? Proto-Onkogene: dominante Gene, deren Produkte an Zellteilung, Zellproliferation, Zelldifferenzierung undWachstumsregulation beteiligt sind.zB. Wachstumsfaktoren, Wachstumsfaktor-Rezeptoren, Proteinkinasen Mutation im Proto-Onkogen oder übermässige Stimulation ihrerExpression. Ursachen:Punktmutation im codierenden BereichPunktmutation im Promotorbereich (→ Gen wird häufiger abgelesen)Translokation: Neukombination zweier Gene GenamplifikationInfektionen mit onkogenen VirenHiston-Methylierung oder –Acetylierung
  • Tumorsuppressionverlust Funktion von Gen p53? Häufig Verlust von Antionkogene (Tumorsuppressorgenen) Kodieren für Repressorproteine, hemmen Expression von Zellteilungsproteinen Gen p53:Unterbricht bei DNA-Schäden ZellzyklusAktiviert DNA ReparaturLeitet ansonsten Apoptose ein -> 50% der Tumore mutiert
  • Tumorablauf Präkanzerogen+Kokanzerogen--> Ultimales Kanzerogen+Normale Zelle= Tumorzelle Tumorzelle+Promotor= Tumorzellproliferation--> Manifester Tumor Präkanzerogen: Erhöht Mutagenität von Kanzerogen Promotoren: Selbst nicht Kanzerogen, aber erhöhen Wachstum eines malignem Tumors zb: Fettreiche Nahrung, Teeprodukte Tabak 
  • Tumorviren Beispiele Mechanismus Maligne DNA-VirenHPV- Humane Papilloma-VirusHBV- Hepatitis-B-Virus: LeberkarzinomMaligne RNA VirenHCV- Hepatitis C VirusHTLV-1 - Humane T Lymphotropes Virus 1: T-Zell Lymphom Mechanismen--> Störung der Wachstumskontrolle oder Vermehrung der Zelle oder Verhinderung Apoptose Integration/Expression viraler OnkogeneAktivierung zellulären Onkogens durch Integration viraler DNA in WirtsgenomLangfristige Aktivierung v Immunsystem durch chronische Entzündung
  • Eigenschaften malignem Tumor Selbststeuerung der Wachstumssignale Kein Einfluss von externen wachstumshemmenden Signalen (p53) Apoptose-Resistenz Unbegrenstes Zellteilungpotential (Immortalität) Unprogrammierung des Stoffwechsels (Zunahme Glycolyse) Umgehung der Immunüberwachung
  • Umgehung der Immunüberwachung -Antigenmaskierung (Verdeckung an Tumoroberfläche-Fehlende Expression tumorspezifischer Antigene-Reduzierte Expression von MHC1-Rezeptoren-Proliferationstimmulation von TReg-Zellen, Sekretion von immunsupressiver Mediatoren-Ausschaltung pro-apoptotischer Gene/gesteigerte Expression v Anti-apoptotischer Gene
  • Metastasenbildung (Mechanismen) -Verlust von Adhäsionsprotein E-Cadherin-kleinere Zellverbände/Einzelzellen lösen aus Tumorzellverband-Migration in gesundes Wirtsgewebe (proteolytisch aufgelockert/durch Ödem ensteht Öffnung im Extrazellulären Raum->Tumorzellen gelangen in Blutkreislauf (Intravasation)-Lagern sich über ihre Laminin Rezeptoren an Lamininmoleküle der Basalmembran der Gefäße an-Proteolyse der Basalmembran-Austritt aus dem Gefäß (Extravasation)-->Metastasenbildung  
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  • Tumorangiogenese Sauerstoff/Nährstoffversorgung bis 2mm große Tumore durch DiffusionFür weitere proliferation Tumor-Angiogenese-Faktoren sezerniert: -Expression von Transkriptionsfaktor HIF-1-> Hochregulation von (Vescular Endothelial Growth Factor)Proangiogene Faktoren: Angiopoietin, FGF (Fibroblast Growth Factor), TGF (Tansforming Growth Factor) Gefäßwand von Kapillaren aufgelockert/lokaler Abbau der Basalmembran Aktivierung und Proliferation von Endothelzellen->Sporssbildung-->unreifes Gefäß-->reift unter Angiopoietin,FGF aus-> Tumor mit Blutkreislauf angeschlossen
  • Hämatogene Metastasierung/ Lymphogene Metastasierung/ Kavitäre Metastasierung/ Kanikuläre Metastasierung/ Hämatogene Metastasierung: Streuung über BlutgefäßeLymphogene Metastasierung: Metastasierung über Lymphbahnen (1.Lymphknoten, der von Krebszellen besiedelt= Sentinel- oder Wächterlymphknoten)Kavitäre Metastasierung: über Körperhöhlen zB. Peritoneal- oder PleurahöhleKanikuläre Metastasierung: über Ausführungsgänge • Bronchial-, Prostata- und Mammakarzinome metastasieren bevorzugt indas Skelett• Mastdarm- und Pankreaskrebs metastasieren in Leber
  • Unterschied Karzinome <-> Sarkome • Karzinome:entstehen aus epithelialem Gewebe (Plattenepithelkarzinome (Haut- oder Schleimhaut)) Sarkome:entstehen aus mesenchymalen Geweben Gehen von Binde-, Fett-, Knorpel-, Knochen-, Muskel-, Retikulum- undLymphgewebe aus
  • Tumormarker Proteine, Peptide und andere biologisch aktive Substanzen, derenerhöhte Konzentration im Blut auf Tumor oder Tumorrezidiv hinweist • a1-Fetoprotein (AFP): Leberzellkarzinome, Keimzelltumoren • Prostata-spezifisches Antigen (PSA): recht spezifischer Indikator fürProstatakarzinom • Calcitonin: Marker bei spezieller Form des Schilddrüsenkarzinoms